Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

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Oschi
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Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#1 Beitrag von Oschi » 2019-01-11 17:54:55

Hi alle,

ich bin auf der Suche nach dem Defekt, durch den bei warmem Motor mein Kühlwasser ins Motor-Öl gelangt.

Das Leck kann nicht ganz riesig sein, weil...
...es nur auftritt, wenn der Motor warm ist (Ölstand konstant, Kühlwasser wird vollständig in allen sechs Töpfen verbrannt) und
...es nur vom Wasser zum Öl geht, aber definitiv nicht andersrum (Kühlwasser ist sauber).

Es verschwanden ca. 8l auf den letzten etwa 400km.

Fahrzeug: Steyr 12M18, wassergekühlt, Öl-Wärmetauscher am Block, Stirnrad-getriebene Wasserpumpe, kein wassergekühlter Turbolader, 150tkm.

Motor ist zerlegt.

Möglichkeiten:
ZKD - unauffällig
Wärmetauscher - unauffällig
Zylinderköpfe - zur Prüfung beim Fachmann
Wasserpumpe - nach außen kein Verlust, aber nach innen???
Riss im Block - letzte (weil aufwändigste) Prüfung

Weitere Ideen?

Die Wasserpumpe ist Gen. III, die als zuverlässig gilt. Trotzdem gilt ihr mein Interesse, da sie ab 600Euro aufwärts kosten soll, was ich nicht leichtfertig investiere.

Die WP hat eine 6mm Ablaufbohrung außen, die frei ist. Das Gehäuse ist zweiteilig und zerlegt. Die Welle dreht sich schwer und gleichmäßig, das fühlt sich für mich gut abgedichtet an.

Gibt es ein Patentrezept, die WP auf Dichtheit nach innen zum Steuergehäuse(?) zu prüfen?

LG Oschi
IMG_20190111_201127946~4-02.jpeg
Zuletzt geändert von Oschi am 2019-01-12 1:10:22, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#2 Beitrag von moje 57 » 2019-01-11 19:03:42

Hallo,
das Thema ist gut im Steyr-Forum http://www.steyrforum.de/index.php/9-mo ... usfuehrung beleuchtet.

Sollte der Motor nasse Laufbuchsen haben, gibt es in vielen Motoren von Steyr, können auch die Gummiringe auf den Laufbuchsen hin sein.

Eine weitere Möglichkeit ist wenn der Ölkühler nicht luft- sondern wassergekühlt war. Beides auch typische Fehlermöglichkeiten bei z.B. W50 und Ikarus 55/66.

Gruß,
Moje57

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#3 Beitrag von Oschi » 2019-01-11 19:21:24

moje 57 hat geschrieben:
2019-01-11 19:03:42
Hallo,
das Thema ist gut im Steyr-Forum http://www.steyrforum.de/index.php/9-mo ... usfuehrung beleuchtet.
Danke, Ich habe zwar die "gute" Wasserpumpe, forsche aber da mal weiter.
moje 57 hat geschrieben:
2019-01-11 19:03:42
Sollte der Motor nasse Laufbuchsen haben, gibt es in vielen Motoren von Steyr, können auch die Gummiringe auf den Laufbuchsen hin sein.
Ich habe trockene Laufbuchsen.
moje 57 hat geschrieben:
2019-01-11 19:03:42
Eine weitere Möglichkeit ist wenn der Ölkühler nicht luft- sondern wassergekühlt war. Beides auch typische Fehlermöglichkeiten bei z.B. W50 und Ikarus 55/66.
Gruß,
Der Wärmetauscher ist in der Tat wasserdurchspült, an ihm rinnt das Motoröl im Block drucklos herab. Also kann auch der Wärmetauscher das Leck sein.
Zuletzt geändert von Oschi am 2019-01-13 0:16:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#4 Beitrag von steyermeier » 2019-01-11 23:14:11

Moin!
Bist du sicher , dass das Kühlwasser ins kurbelgehäuse verschwunden ist? Woraus schließt du das?
Das Thema mit den Deckeln von Ausgleichsgefäss kennst du? Das hat schon bei einigen zu unerklärlichen kühlwasserverlust geführt. ...
Gruß markus

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#5 Beitrag von Oschi » 2019-01-11 23:50:09

steyermeier hat geschrieben:
2019-01-11 23:14:11
Moin!
Bist du sicher , dass das Kühlwasser ins kurbelgehäuse verschwunden ist? Woraus schließt du das?
Ja. Das sieht man, in dem man hinguckt. Mehrere Hände voll grauem Schlamm sind schwer zu übersehen.
Zuletzt geändert von Oschi am 2019-01-13 0:17:16, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#6 Beitrag von Itchywheels » 2019-01-11 23:53:03

Oschi hat geschrieben:
2019-01-11 17:54:55
Hi alle,

ich bin auf der Suche nach dem Defekt, durch den bei warmem Motor mein Kühlwasser ins Motor-Öl gelangt.

Das Leck kann nicht ganz riesig sein, weil...
...es nur auftritt, wenn der Motor warm ist (Ölstand konstant, Kühlwasser wird vollständig in allen sechs Töpfen verbrannt) und
...es nur vom Wasser zum Öl geht, aber definitiv nicht andersrum (Kühlwasser ist sauber).

Es verschwanden ca. 8l auf den letzten etwa 400km.



Weitere Ideen?


LG Oschi

Hallo Oschi,
Irgendwas widerspricht sich da...
Woher kommt die Vermutung, das der Motor das Wasser auf allen 6 Töpfen verbrennt??
Bei 8l auf 400 km müsste er schon sehr weiß geraucht haben.
Keine Ölvermehrung? - also keine Wasser/Ölemulsion im Kurbelgehäuse?
Wie sehen die Kolbeböden aus? Sind diese schwarz oder „blank“ gewaschen?

Sollte das alles nicht der Fall sein, dann würde ich den Wasserverlust nicht im Motor suchen....
Es wäre nicht das erste mal, das nur bei warmen Motor (und damit Druck im System) irgendwo ein Wasserschlauch aufmacht
oder ein Riss im Aushleichsbehälter aufmacht oder oder oder....

Gruß
Rico
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#7 Beitrag von Oschi » 2019-01-11 23:59:15

Itchywheels hat geschrieben:
2019-01-11 23:53:03


Hallo Oschi,
Irgendwas widerspricht sich da...
Woher kommt die Vermutung, das der Motor das Wasser auf allen 6 Töpfen verbrennt??
Bei 8l auf 400 km müsste er schon sehr weiß geraucht haben.
Keine Ölvermehrung? - also keine Wasser/Ölemulsion im Kurbelgehäuse?
Wie sehen die Kolbeböden aus? Sind diese schwarz oder „blank“ gewaschen?

Sollte das alles nicht der Fall sein, dann würde ich den Wasserverlust nicht im Motor suchen....
Es wäre nicht das erste mal, das nur bei warmen Motor (und damit Druck im System) irgendwo ein Wasserschlauch aufmacht
oder ein Riss im Aushleichsbehälter aufmacht oder oder oder....

Gruß
Rico
Da widerspricht sich gar nichts und da wird auch nichts vermutet. Das sieht, schmeckt und fühlt man. Überall, klar und deutlich.

[Edit]
Das Kühlwasser ist ins heiße Öl gelangt, wurde verdampft, kondensierte im Ventildeckel, bildete Pampe, sank durch die Löcher der Stößelstangen der Köpfe und blies durch die Motorentlüftung, ging durch den Turbo, durchzog den LLK und die "Ansaugbrücke", gelangte in alle sechs Zylinder und wurde dort mit weißer Rauchentwicklung verbrannt. Pampe klebt im ganzen Motor/LLK, aber nicht im Kurbelgehäuse. Die verbrannten Rückstände sitzen in jedem Auslasskanal. Keine wundersame Ölvermehrung, deshalb oben: nur bei warmem Motor.
[/Edit]

Meine Frage war, wie das Kühlwasser ins Öl kommen kann, nicht ob.

Wenn mich jemand fragt, wie man ein Omelette macht, antworte ich nicht mit "Bist Du Dir überhaupt sicher, dass Du ein Omelette willst? Woraus schließt Du das? Und hast Du schon mal an Pizza gedacht?..."
Zuletzt geändert von Oschi am 2019-01-12 0:57:59, insgesamt 7-mal geändert.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#8 Beitrag von Itchywheels » 2019-01-12 0:08:42

Fehlende Informationen verleiten zu Nachfragen - Sorry, dachte wir sollten uns hier Gedanken machen?
Ich bin raus....

Gruß
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#9 Beitrag von Oschi » 2019-01-12 0:18:07

Itchywheels hat geschrieben:
2019-01-12 0:08:42
Fehlende Informationen verleiten zu Nachfragen - Sorry, dachte wir sollten uns hier Gedanken machen?
Ich bin raus....

Gruß
Seufz... vielleicht fehlten Dir Hintergrund-Informationen (oben ergänzt), vielleicht fehlte Dir das Vertrauen in meine Aussage "Ich hab Wasser im Öl". Natürlich habe ich um Gedanken gebeten. Aber nicht zu Gedanken, ob ich Wasser im Öl habe, sondern wie es da hin kommt.

Oben steht: Motor zerlegt. Da darfst Du schon annehmen, dass ich sehe, was im Motor los ist.

Vielleicht mein Fehler, direkt mit einer präzisen Frage zu kommen, ohne die ganze Schöpfungsgeschichte herunterzubeten. Ich dachte halt, man würde mir zutrauen, eine richtige Diagnose zu stellen... Sorry :blush:

Edit: Schöpfungsgeschichte ergänzt.
Zuletzt geändert von Oschi am 2019-01-13 0:22:02, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#10 Beitrag von moje 57 » 2019-01-12 11:09:54

Oschi hat geschrieben:
2019-01-12 0:18:07
....
Oben steht: Motor zerlegt. Da darfst Du schon annehmen, dass ich sehe, was im Motor los ist...

... mir zutrauen, eine richtige Diagnose zu stellen... Sorry :blush:
Warum fragst du dann?

Gruß, Carsten
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#11 Beitrag von Oschi » 2019-01-12 12:42:08

moje 57 hat geschrieben:
2019-01-12 11:09:54
Warum fragst du dann?
Hilf mir bitte mal: Ist das vollkommen unverständlich, wenn ich schreibe "Ich hab Wasser im Öl" und Euch frage "Wie kommt es dahin? Kann es die Wasserpumpe sein?"

Überschrift: "Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?"
2. Zeile im Eingangsposting: "bei warmem Motor mein Kühlwasser ins Motor-Öl gelangt"
kurz darauf: "Stirnrad-getriebene Wasserpumpe"
Abschlussfrage: "Gibt es ein Patentrezept, die WP auf Dichtheit nach innen zum Steuergehäuse(?) zu prüfen? "

Welcher Teil von "Ich hab Wasser im Öl, kann es durch die Wasserpumpe dahin gelangt sein?" ist denn so schwer zu verstehen? :motz:

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#12 Beitrag von moje 57 » 2019-01-12 13:11:32

Pumpe wasserseitig dicht machen und Druck (mit Wasser oder Luft) drauf geben. Dann gucken was passiert.

Gruß,
Zuletzt geändert von moje 57 am 2019-01-14 9:34:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#13 Beitrag von steyermeier » 2019-01-12 23:15:40

Hm....ja.. technisch auch mit druck ...würde ich sagen

vom Ton her regt das mich auch nicht gerade weiterhin dazu an , mir gedanken zu machen....

Fehlende Informationen verleiten zu Nachfragen - Sorry, dachte wir sollten uns hier Gedanken machen?
Ich bin raus....

Warte.... ich komm mit.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#14 Beitrag von moje 57 » 2019-01-12 23:51:31

steyermeier hat geschrieben:
2019-01-12 23:15:40
Hm....ja.. technisch auch mit druck ...würde ich sagen

vom Ton her regt das mich auch nicht gerade weiterhin dazu an , mir gedanken zu machen....

Fehlende Informationen verleiten zu Nachfragen - Sorry, dachte wir sollten uns hier Gedanken machen?
Ich bin raus....

Warte.... ich komm mit.
Ich auch....
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#15 Beitrag von Allradler_Nico » 2019-01-13 19:49:13

Ich könnt mich scheckig lachen :totlach:

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#16 Beitrag von Wilmaaa » 2019-01-13 21:55:00

Und wem hilft das jetzt? :search:

Lasst die Rauhbeinigkeit doch mal stecken. Dass der Ton die Musik macht, ist klar, aber man kann dann einfach auch mal nix schreiben, wenn man nix (mehr) sagen kann oder will.
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#17 Beitrag von Villelaster » 2019-01-14 7:09:11

Ich kenne Deinen Motor nicht. Aber - könnte sein, dass er wassergekühlte Schutzhülsen (Büchse für den Düsenstock) wie der OM352 von Mercedes hat?
Check das Mal bitte.

https://goo.gl/images/KXhgn4

Sollte das so sein, bin ich mir fast sicher, wo du suchen kannst....

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#18 Beitrag von landwerk » 2019-01-14 8:28:12

Villelaster hat geschrieben:
2019-01-14 7:09:11
Ich kenne Deinen Motor nicht. Aber - könnte sein, dass er wassergekühlte Schutzhülsen (Büchse für den Düsenstock) wie der OM352 von Mercedes hat?
Check das Mal bitte.

https://goo.gl/images/KXhgn4

Sollte das so sein, bin ich mir fast sicher, wo du suchen kannst....
... Haben so etwas andere Motoren auch? ...

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#19 Beitrag von landwerk » 2019-01-14 8:30:26

moje 57 hat geschrieben:
2019-01-12 13:11:32
Wasserseitig dicht machen und Druck (mit Wasser oder Luft) drauf geben. Dann gucken was passiert.

Gruß,
... Dann aber auch mit heißem Wasser ...

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#20 Beitrag von Oschi » 2019-01-14 17:54:30

Druckprüfung der WaPu wie vorgeschlagen durchgeführt und den Übeltäter überführt. Ablaufbohrung war zugesetzt. Kühlwasser übersprang beide Dichtungen. Pumpe zerlegt und Pfropfen aus Abrieb und Rostpartikeln gefunden.

Mit der Fehlkonstruktion hätte das ÖBH keinen Krieg gewonnen. :joke:

Danke für die Hinweise.

Ich bin auch raus.

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#21 Beitrag von Allradler_Nico » 2019-01-14 18:15:24

Oschi hat geschrieben:
2019-01-14 17:54:30
Mit der Fehlkonstruktion hätte das ÖBH keinen Krieg gewonnen. :joke:
Zumindest keinen, wo sie 150k km hätten hinfahren müssen ;-) :joke:

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#22 Beitrag von moje 57 » 2019-01-14 18:22:06

Oschi hat geschrieben:
2019-01-14 17:54:30
Druckprüfung der WaPu wie vorgeschlagen durchgeführt und den Übeltäter überführt. Ablaufbohrung war zugesetzt. Kühlwasser übersprang beide Dichtungen. Pumpe zerlegt und Pfropfen aus Abrieb und Rostpartikeln gefunden.

Mit der Fehlkonstruktion hätte das ÖBH keinen Krieg gewonnen. :joke:

Danke für die Hinweise.

Ich bin auch raus.
Na siehste, Ende gut Alles gut. :hug: Das freut sicher all jene die hier in guter Absicht zur Feder griffen. Nun musst du nur noch reparieren.

Gruß,
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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#23 Beitrag von landwerk » 2019-01-14 21:47:49

...

Stell das mal auch ins Steyr Forum.

Die Jungs denken auch, die neue Pumpe sollte ja halten.

Im Prinzip Hast du ja vorher auch geschrieben, das die Bohrung Frei wäre.

War sie dann ja doch nicht!


Ist sicher für die anderen Steyerleutz auch wichtig zu wissen !


Denn viel Erfolg bei der Montage......


Oli

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#24 Beitrag von landwerk » 2019-01-14 21:50:38

Oschi hat geschrieben:
2019-01-11 17:54:55


.... Die WP hat eine 6mm Ablaufbohrung außen, die frei ist.....

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#25 Beitrag von landwerk » 2019-01-14 21:53:20

Oschi hat geschrieben:
2019-01-12 0:18:07
... Ich dachte halt, man würde mir zutrauen, eine richtige Diagnose zu stellen...

:angel:

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#26 Beitrag von Oelprinz » 2019-01-14 23:03:02

wo genau ist die Fehlkonstruktion? Das ist das gängige Prinzip einer jeden WaPu. Damals und heute. Was sollten wir anders machen?

Gruß
Volker

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#27 Beitrag von Nimrod » 2019-01-14 23:43:40

Oelprinz hat geschrieben:
2019-01-14 23:03:02
wo genau ist die Fehlkonstruktion? Das ist das gängige Prinzip einer jeden WaPu. Damals und heute. Was sollten wir anders machen?
Eine Wasserpumpe ist normalerweise keilriemengetrieben. Wenn sie undicht ist, sieht mans im Bereich des Lagers und der Riemenscheibe tropfen.
Die Wasserpumpe vom Steyr ist zahnradgetrieben. Die Zahnräder sind ölgeschmiert und nach außen hin gekapselt. Wenn da etwas undicht wird gelangt Wasser in den Bereich der Zahnräder und damit ins Motoröl. Nach außen hin sieht man keine Undichtigkeit. So habe ich das nun verstanden in dem Thread und freue mich insgeheim mal wieder über meinen Deutz.
LG
Harald

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#28 Beitrag von langnase » 2019-01-15 4:00:12

Warum ersetzt man ein funktionierendes Prinzip durch so einen Schrott. Beim 680er ist die Wasserpumpe ganz normal riemengetrieben! Da sieht man sofort wenn sie undicht ist.

Ich hatte meine Wasserpumpe in Feucht bei der Fa Rem-Ex um sie neu einzudichten.

Gruß

Stefan

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#29 Beitrag von Oelprinz » 2019-01-15 8:06:24

das "normalerweise keilriemengetrieben" würde ich mal auf PKW und kleine LKW-Motoren begrenzen. Bei allem, was grösser ist und z.B. in Industrie-Motoren genutzt wird, ist Zahnradgetrieben durchaus gängig. Vorteile sind Package, Lebensdauer, Leistungsdichte, Robustheit in schmutziger Umgebung.

Die Schwäche von Wassereintrag im Schadensfall der Lagerseitigen Dichtung kenne ich tatsächlich auch, ist bei allen mir bekannten Motoren echt die Ausnahme. Wenn beim Steyr-Motor allerdings einfachere Dichtungswerkstoffe oder Probleme an der Lagerung üblich sind...ok, dann ist das eine Fehlkonstruktion.

Die Schwächen von Riemengetriebenen Pumpen (Leistungsdichte, Lebensdauer, Bauraum) sind aber auch nicht wegzudiskutieren. Sind halt billiger, dafür öfter zu wechseln.

Wenn die Drainage-Öffnung verschlossen wird durch Schmutz o.ä., wird bei beiden Typen die Lagerdichtung zerstört, Folgen siehe oben.

frohes Schaffen
Volker

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Re: Wie Wasserpumpe auf Defekt prüfen?

#30 Beitrag von Oschi » 2019-01-15 9:48:20

landwerk hat geschrieben:
2019-01-14 21:53:20
Oschi hat geschrieben:
2019-01-12 0:18:07
... Ich dachte halt, man würde mir zutrauen, eine richtige Diagnose zu stellen...

:angel:
Bezog sich zwar auf Wasser im Öl , aber Spaß muss sein: Ich war immerhin näher dran als der "Riss im Ausgleichsbehälter" :D Die Bohrung war außen sichtbar frei, trotzdem hatte ich die WaPu im Verdacht und die Frage hier gestellt.

Erst nach dem Auspressen des Lagers fand ich innen den Pfropfen. Da ist zu wenig Platz, um solchen Dreck durch den engen Ablaufkanal auszuspülen: Abrieb, Rostpartikel, Straßenstaub, Regenfahrten, Korrosionsschutzwachs, Rückstände vom Strahlen und Lackieren... Who knows?

Vielleicht hatte ich nur Pech, wobei ich wohl kein Einzelfall sein soll. Erstmals verstehe ich die Deutz-Fahrer :blush: . Vielleicht muss die WaPu beim Steyr regelmäßig geprüft und sicherheitshalber getauscht werden wie anderswo ein Zahnriemen.
IMG_20190114_112900348~2-01.jpeg
Zuletzt geändert von Oschi am 2019-01-15 11:21:53, insgesamt 1-mal geändert.

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