Verteilergetriebe MD 170D11FA

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HLF16-8 F-2314
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Verteilergetriebe MD 170D11FA

#1 Beitrag von HLF16-8 F-2314 » 2018-09-18 18:01:21

Hallo zusammen,

Ich bin neu hier im Forum und habe mir schon durch 1, 2 Beiträge bzgl. der Umschaltmaterie der D-Frontlenker im Untersetzungsbereich von Straße und Gelände durchgelesen.

Ich habe einen Magirus 170D11 von 1975 in der Ausführung als Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) mit Drehstromasynchrongenerator, Lichtmast und Feuerlöschkreiselpumpe.

Nach der Überführung wollte ich von Straße in Gelände schalten, da wir schon beim A3500 einen VTG-Schaden hatten, bedingt durch unzureichende Schmierung aufgrund weniger Fahrten in der Geländeuntersetzung. Während der Überführung lief er satte 95 km/h.

Nach dem der Geländegang, geleitet durch das Handbuch der D-Serie, eingelegt wurde, leuchtete gleichzeitig auch die gelbe Symbolscheibe für die Differentialsperre auf.

Das Fahrzeug hat lediglich eine Längssperre und keine Quersperre wie bei einem Rüstwagen o.ä..

Der Geländegang blieb nun eingelegt, max. 50 km/h.<br/>

Ein Zurückschalten in die Straßengruppe bleibt mit allen Versuchen wie z.B stehen bleiben, langsame Fahrt, mit und ohne Last, leider erfolglos.

Um welches VTG es sich handelt kann ich nicht sagen, was mich nur wundert, lt. Betriebsanleitung ist das VTG mit zugehörigem Umschalthahn ein Z65, das mit dem Umschalthahn mit 5 Schaltpositionen ein Z75 oder Z90.

Verbaut ist bei mir ein

Getrag
Getr.-Nr: 247 4930KZ 304/18
Serien-Nr: 798Z
Straßengang i: 1:1,032
Geländegang i: 1:1,56

Wie kann man das VTG händisch umschalten?
Freiheben von VA und HA?

Ist der Arbeitszylinder einseitig oder Doppelseitig ausgeführt?Bei mir ist es ein einseitig wirkender Zylinder.
Problem sehe ich darin das in der Taststellung auf Straße die Längssperre ebenfalls eingelegt wird.

Hoffe mir kann jemand hier weiter helfen, bin so ziemlich am Ende meines Latein.

Grüße Henning
Grüße aus Frankfurt am Main

Henning

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Chris_G300DT
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#2 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-09-18 19:38:45

Hallo Henning,
Leg dich Mal unter den Laster und schau dir das VG an. Beim Z65 ist ganz oben quer zur Fahrtrichtung der Umschalthebel.
Bei mir, am Hauber, wird der mechanisch über ein dickes Rohr umgeschaltet, daher kann ich dir nicht sagen wie der Pneumatik Zylinder arbeitet.

Bei mir hilft langsames Rollen beim Schalten. Sehr langsames.

Gruß
Chris

HLF16-8 F-2314
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#3 Beitrag von HLF16-8 F-2314 » 2018-09-18 21:06:59

Hallo Chris,

Danke für deine Antwort. Ich werde mich morgen noch mal drunter legen und mal schauen.
Grüße aus Frankfurt am Main

Henning

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Ulf H
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#4 Beitrag von Ulf H » 2018-09-18 23:55:04

... Rad anheben, dran drehen, gleichzeitig schalten ... ist fast normal, wenn die Untersetzung zum ersten Mal seit Jahren bedient wird ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Swalley
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#5 Beitrag von Swalley » 2018-09-19 7:25:46

Hab ich da als ex-THWler ne andere Austattung drin?
Meine Mittensperre hat nen eigenen Zugknopf, und lässt sich getrennt von der Untersetzung schalten.
Auch wenn der Schalter scheinbar am Sack ist, und die Warnlampe halt immer leuchtet...
Gruß,
Fred
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HLF16-8 F-2314
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#6 Beitrag von HLF16-8 F-2314 » 2018-09-19 7:40:33

Ulf H hat geschrieben:
2018-09-18 23:55:04
... Rad anheben, dran drehen, gleichzeitig schalten ... ist fast normal, wenn die Untersetzung zum ersten Mal seit Jahren bedient wird ...

Gruss Ulf
Guten Morgen Ulf,

ich saß gefühlt die halbe Nacht darab und auch das probiert. Leider erfolglos.
Grüße aus Frankfurt am Main

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Michael
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#7 Beitrag von Michael » 2018-09-19 8:26:12

Guten Morgen Henning,
HLF16-8 F-2314 hat geschrieben:
2018-09-18 18:01:21
Nach dem der Geländegang, geleitet durch das Handbuch der D-Serie, eingelegt wurde, leuchtete gleichzeitig auch die gelbe Symbolscheibe für die Differentialsperre auf.
Die Leuchte vom der Differenzialsperre hat nichts mit der Geländeuntersetzung zu tun. Ist rein zufällig wohl mit angegangen.
Der Schalter steckt von unten im Vertreilergetriebe drin und ist wahrscheinlich wie viele andere defekt. Das Ding ist einfach dumm eingebaut, da Getriebeöl immer auf dem Schalter liegt und ihn wohl dadurch fehlerhaft macht.
Aber mach dir keine zu großen Gedanken darum....... Den Schalter gibt es nicht mehr und eine Alternative kenne ich bis dato auch nicht....

Zum Geländegangschalter gibt es mehrere Möglichkeiten.
Erstmal zum Funktionsprinzip.
Wie du schon festgestellt hast, hat der Hebel 5 Stellungen die auf dem Zylinder wirken, der zweiseitig mit Druckluft beaufschlagt werden kann.
In der Mittelstellung bekommt der Zylinder beidseitig Luft. Soll wohl so eine Haltestellung für den Zylinder sein.
In der ersten Rasterstellung nach links oder rechts werden beide Zylinderenden entlüftet.
In der zweiten Stellung die zurückfedernd ist, wird die jeweilige Schaltseite kurzzeitig mit Luft beaufschlagt.

Mit der Luftbeaufschlagung wird dann ein Zylinder, der zweiseitig verschoben werden kann, umgestellt. Dieser sitzt oberhalb des Verteilergetriebes.
Über diesen Zylinder wird dann eine Feder hin und her gezogen, die an den Hebel am Verteilergetriebe die Zugrichtung ändert.
Kannst du dir unter dem LKW gut ansehen.

1. Fehlerquelle wäre der Hebel am Verteilergetriebe, der hängen könnte. Ein Vorderrad aufbocken, Vorderrad und Schalthebel bedienen lassen und unten das Ding gangfähig machen....
2. Fehlerquelle wäre noch der pneumatische Umschalthebel im Fahrerhaus, der gerne in der Schaltstellung undicht wird. Hört man am abblasen in der Schaltstellung. Eventuell reicht dann die Luft nicht mehr um den Zylinder hinten umzuschalten. Ist bei meinen der Fall und werde die Umschaltmimik gelegentlich komplett umbauen....

Gruß Michael

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Michael
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#8 Beitrag von Michael » 2018-09-19 8:38:31

HLF16-8 F-2314 hat geschrieben:
2018-09-19 7:40:33
Ulf H hat geschrieben:
2018-09-18 23:55:04
... Rad anheben, dran drehen, gleichzeitig schalten ... ist fast normal, wenn die Untersetzung zum ersten Mal seit Jahren bedient wird ...

Gruss Ulf
Guten Morgen Ulf,

ich saß gefühlt die halbe Nacht darab und auch das probiert. Leider erfolglos.

Einölen, einziehen lassen und mit sanfter roher Gewalt nachhelfen.
Vorderrad drehen nicht vergessen... und Gang rausnehmen...
Könnte auch sein, daß es mit dem Hinterrad besser geht. Dann aber nicht den Unterlegekeil auf der gegenüberliegenden Seite vergessen !!!!

Gruß Michael

PS.: Wenn du den Laster schon aufbockst, kannst du auch die Differenzialsperre durchchecken und dann über den Schalter im Verteilergetriebe fluchen... Eventuell mal ausbauen (kommt nur eine geringe Menge Öl mit raus) und sehen, ob du ihn wieder funktionsfähig bekommst.... Bei mir hat es nur bedingt geklappt.
Zuletzt geändert von Michael am 2018-09-19 8:43:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#9 Beitrag von HLF16-8 F-2314 » 2018-09-19 8:41:12

@Michael

Ich lese aus deinem Beitrag heraus das der Umschaltzylinder zwei Druckluftanschlüsse hat, oder täusche ich mich?
Grüße aus Frankfurt am Main

Henning

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#10 Beitrag von Michael » 2018-09-19 8:44:44

Ja, hat er. Ist nicht so wie heute üblich, daß ein einzelner Zylinder im Geländegang auf eine Seite mit Luft beaufschlagt wird.
Hat Magirus damals etwas umständlich konstruiert....

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Michael
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#11 Beitrag von Michael » 2018-09-19 8:47:48

Der eigentliche Schalthebel (wo die Feder drauf geht) sollte eigentlich relativ leichtgängig sein. Meiner hing damals auch so fest, daß ich ihn mit einer großen Rohrzange kaum bewegt bekommen habe.
Aber unbedingt die Räder aufbocken und drehen, nicht daß du Zahn gegen Zahn drückst.... das ist dann relativ sinnlos...

Gruß Michael

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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#12 Beitrag von HLF16-8 F-2314 » 2018-09-19 18:27:27

Guten Abend zusammen,

Der Fehler isr behoben und das Fahrzeug fährt wieder normal im Straßengang.
Grund dafür war ein vertauschter Druckluftschlauch am Schaltblock neben dem Fahrersitz.


Nun äußert sich ein neues Problem.

Während der Fahrt und dem Rollen ist ein durchgehendes Quietschgeräusch aus der rechten Achsseite der Vorderachse zu hören. Er verstummt erst mit dem Stillstand.
Näheres habe ich nicht rausfinden können.
Grüße aus Frankfurt am Main

Henning

sico
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#13 Beitrag von sico » 2018-09-19 19:32:35

Das Quietschen könnte von einem trocken laufenden Radlager und/odervon Spiel in der Radlagerung, wodurch das Geräusch in der Bremsanlage erzeugt wird. Auch die Gelenkwelle kommt als Lärmquelle in Frage.

Zur Info:
Der Schaltsensor für die Diff-Sperre ist bei IVECO mit Nr 4461007 erhältlich. Jedoch bzgl Öffner/Schließer-Funktion invers. Dies korrigiert ein inverses Schaltrelais.
Mfg
Sico

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Ulf H
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#14 Beitrag von Ulf H » 2018-09-20 4:13:39

... ein nach Geländefahrt zwischen Bremstrommel und Ankerplatte klemmender Stein quitscht auch hervorragend ...

... betreffendes Rad aufbocken und mal von Hand durchdrehen ... wenn man einlenkt, kann man ganz gut die in Frage kommenden Stellen begucken ...

Gruss Ulf
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Re: Verteilergetriebe MD 170D11FA

#15 Beitrag von HLF16-8 F-2314 » 2018-10-14 18:52:58

Abend zusammen,

Aber all das reicht noch nicht und schon kündigte sich ca. 100m vor der Halle das nächste Problem an, welches dann - glücklicherweise - beim Einparken dann den LKW endgültig stillstehen lies.
Das vorherige Quietschen der rechten Steckachse vorne war weg, dafür hat es das Kreuzgelenk gehimmelt. Video und Bild editiere ich noch in den Beitrag

https://www.youtube.com/watch?v=4nyNDHZ ... tdygirnp6w

https://www.youtube.com/watch?v=mtWLJHb ... 6w&index=1
Grüße aus Frankfurt am Main

Henning

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