Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

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BjoernNG80
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Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

#1 Beitrag von BjoernNG80 » 2017-12-14 9:22:34

Guten Morgen zusammen,

bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass das hier fast ein lieber und heißer diskutiertes Thema ist als wie das Thema Leistungssteigerung. Daher möchte ich mich jetzt auch näher damit befassen und bei meinem 1222AF auf ein Doppel H-Getriebe umsteigen. Ein passendes Getriebe, nämlich ein G3/90-8GP (714.303) mit Nebenabtrieb hat sich schon gefunden. Dieses ist auch im EPC gelistet als Option für den OM421.
Fragt mich nicht nach dem Sinn, ich fahr einfach für mein Leben gerne Doppel-H Getriebe und da ich zu meinem Stellplatz einige Höhenmeter überwinden muss, würde mich die eine oder andere Abstufung mehr freuen.
Hat denn jemand schon mal ein AF Fahrzeug auf besagtes Getriebe umgebaut? Die Voraussetzungen sind ja deutlich besser als manche Aufwertung diverser Kurzhauberantriebsstränge.
Aktuell sehe ich folgende Baugruppen, die geändert werden müssen:

-Gelenkwelle zum Verteilergetriebe
-Schalthebel/Gestänge
-Kontrollanzeigen in der Instrumententafel
-Kupplungsglocke/Kupplung

Wäre über Anregungen sehr dankbar.

Gruß, Björn

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FSausS
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Re: Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

#2 Beitrag von FSausS » 2018-02-19 23:55:23

Hallo Björn,
bist du schon weiter gekommen?

Zum Verständnis - die GV Getriebe haben eine Vorbaugruppe auf der Eingangsseite des Getriebes und die GPs eine nachgeschaltete Gruppe am Ausgang des Getriebes, richtig?
Wenn dem so wäre, dann bedarf es für die GP Variante keines Kupplungsumbaus wenn man bei der gleichen Getriebebasis (hier G3) bleibt, oder?
Ich denke auch darüber nach mir ein G3/ mit GP zunächst "zuzulegen" und ggf. später einzubauen...

Grüßle
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Pirx
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Re: Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

#3 Beitrag von Pirx » 2018-02-20 8:24:05

Hallo Frank!
FSausS hat geschrieben:Zum Verständnis - die GV Getriebe haben eine Vorbaugruppe auf der Eingangsseite des Getriebes und die GPs eine nachgeschaltete Gruppe am Ausgang des Getriebes, richtig?
Richtig.
FSausS hat geschrieben:Wenn dem so wäre, dann bedarf es für die GP Variante keines Kupplungsumbaus wenn man bei der gleichen Getriebebasis (hier G3) bleibt, oder?
Auch richtig.
FSausS hat geschrieben:Ich denke auch darüber nach mir ein G3/ mit GP zunächst "zuzulegen" und ggf. später einzubauen...
Du weißt, daß die G3-Getriebe alle im höchsten Gang 1,0 übersetzt sind? Das bedeutet, Du hast dann zwar mehr Gänge, aber schneller wird der LKW dadurch nicht. Außerdem solltest Du aufpassen, ob Dein Antriebsstrang die höheren Drehmomente in den nun sehr kurz untersetzten unteren Gängen verträgt.

Wenn Du trotzdem noch umbauen möchtest: Achtung, von den 8- und 9-Gang-Getrieben G3/65-8 GP und G3/65-9 GP gibt es 2 verschiedene Ausführungen. Einmal mit Antriebswelle passend zum Motor OM352 und einmal passend zu den V-Motoren der Baureihe OM400.

Pirx
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Re: Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

#4 Beitrag von FSausS » 2018-02-20 9:54:11

Hallo Pirx,
dann hab ich das mit GV und GP richtig kapiert :cool:

Mir ist klar, dass das Gesamt i=1 beim GP unverändert bleibt - die Philosophie vom Daimler ist ja auch nachvollziehbar - bei i=1 kämmen im höchsten Gang keine Zahnräder mehr - der Antrieb "läuft nur" über die durchgängig gesperrte Hauptwelle im Getriebe. Ein Kraftfluss über Nebenwellen findet somit nicht statt. Lager und Zahnflanken werden so geschont. Das erhöht auf jeden Fall die Lebensdauer.
Nun erklärt sich mir auch den Sinn von GV und GP - der Antrieb kommt beim GV über ein kämmendes Zahnradpaar ins Getriebe, welches somit
leicht eine Übersetzung <1 ermöglicht ohne das im Getriebe selbst von der bekannten Daimler-Philosophie abgewichen werden muss. Wenn Verschleiss, dann zunächst die GV-Gruppe - und das sind nur ein paar Zahnräder, Lager und Verschiebemuffen, leicht zu reparieren/auszutauschen :idee:

Mir kommt es bei (m)einem Umbau nicht darauf an Vmax zu erhöhen sondern immer im richtigen Gang fahren zu können.
Mit Diff-Umbau (Walter lauert schon) und geplantem Radwechsel von 10R auf 13R hab ich die Befürchtung, dass meinem 1019 ohne Getriebeumbau speziell am Berg die Puste bzw. die Drehzahl ausgeht...

Wie du ja schon schreibst, ist in meinem Fall das Thema Eingangswelle ja auch noch so ein Stolperstein.
352/366/400 - lassen wir die "aufgepusteten R6 und dicken V8" mal aussen vor und bleiben im Drehmomentbereich bis 700Nm, unterscheidet sich nur die Länge, oder auch zusätzlich noch der Durchmesser oder der Spline?
Ist 352 und 366 bezüglich Eingangswelle gleich? Sooooviele Stoplerfallen :mellow:

Vielleicht hat der ein oder andere ja noch Zugang zu einem Mercedes-Getriebe und kann mal messen und die Werte hier posten? Wir können auch einen neuen Tröt aufmachen - aber unter welchem Schlagwort? :eek:
Wäre schön wenn vielleicht zunächst eine Liste zusammen kommt mit Getriebetyp, Werten zur Eingangswelle und Baulänge des Getriebes? Kupplungsglocken könnte man ja u.U. ergänzen, aber letzteres sehe ich als sehr schwierig an...

Gleiches könnte man natürlich auch für die Anhänger von ZF machen :cool:


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Re: Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

#5 Beitrag von Pirx » 2018-02-20 11:09:38

Hallo Frank!
FSausS hat geschrieben:... bei i=1 kämmen im höchsten Gang keine Zahnräder mehr - der Antrieb "läuft nur" über die durchgängig gesperrte Hauptwelle im Getriebe. Ein Kraftfluss über Nebenwellen findet somit nicht statt. Lager und Zahnflanken werden so geschont. Das erhöht auf jeden Fall die Lebensdauer.
Ich glaube, bei der Daimler-Philosophie spielte der Punkt "Kraftstoffersparnis durch Eliminierung unnötiger Zahneingriffe" eine noch größere Rolle als Verschleiß/Lebensdauer.
FSausS hat geschrieben:Wie du ja schon schreibst, ist in meinem Fall das Thema Eingangswelle ja auch noch so ein Stolperstein.
352/366/400 - lassen wir die "aufgepusteten R6 und dicken V8" mal aussen vor und bleiben im Drehmomentbereich bis 700Nm, unterscheidet sich nur die Länge, oder auch zusätzlich noch der Durchmesser oder der Spline?
Länge und Spline sind unterschiedlich, Durchmesser weiß ich gerade nicht.
FSausS hat geschrieben:Ist 352 und 366 bezüglich Eingangswelle gleich?
Habe die Info gerade nicht bei der Hand. Ich glaube aber, die sind gleich.
FSausS hat geschrieben:Wäre schön wenn vielleicht zunächst eine Liste zusammen kommt mit Getriebetyp, Werten zur Eingangswelle und Baulänge des Getriebes?
Gibt es doch schon seit 2003:
http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/m ... php?t=3702

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Re: Getreibeumbau 1222AF auf G3/90-8GP

#6 Beitrag von Walöter » 2018-02-20 11:47:36

Pirx hat geschrieben:
FSausS hat geschrieben:Ist 352 und 366 bezüglich Eingangswelle gleich?
Habe die Info gerade nicht bei der Hand. Ich glaube aber, die sind gleich.
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