Unimog Batterien

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Mogi
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Unimog Batterien

#1 Beitrag von Mogi » 2017-12-09 20:03:18

In meinem Unimog U4000 sind die Original-Batterien eingebaut: 2 x 12 V 125 Ah Säurebatterien Natoblock. Die ersten haben 4 Jahre gehalten, die derzeitigen haben jetzt schon nach 2 Jahren den Geist aufgegeben. Kosten für 2 neue Batterien über 1000 €!! Da in den Mercedes-Batteriekasten von der Größe her keine anderen Batterien passen, will ich einen größeren Batteriekasten anfertigen lassen und mir 4 x 50 Ah Red Top Batterien zulegen. Wer hat Erfahrung mit diesen Batterien? Der neue Batteriekasten passt nur ans Ende des Fahrgestells. Wie weit dürfen die Batterien vom Motor entfernt sein?

Oelfuss
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Re: Unimog Batterien

#2 Beitrag von Oelfuss » 2017-12-09 20:47:00

Moin,
die von Varta "J3" liegen so bei 230€ per Stück,ich weiß ja nicht warum die bei DB gekauft wurden(würde ich aber zur Garantie einreichen).Schau Dich mal im Unimurr-Forum um dort gibt es noch weitere U 4000 Fahrer mit dem ähnlichen Problem.Bei diesem Fahrzeug schein immer eine Leerer zu sein,daher der Ausfall.Ruhig immer mal die Spannungen messen,ggf mit einem 12V Refresh Ladegerät jeweils aufladen.
Beim U 1300 L scheint das Phänomen nicht aufzutreten.
Gruß Christian
Haben ist besser als brauchen, aber brauchen und nicht haben ist ganz schlecht

Nimrod
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Re: Unimog Batterien

#3 Beitrag von Nimrod » 2017-12-09 21:05:25

Wieso 4 Red Top? Mit 2 Stück davon, ja auch nur 50Ah, kriegst problemlos einen 8 Zylinder Deutz mit 13L Hubraum gestartet. Wichtig ist, daß der Batterie Hauptschalter wirklich alles ausschaltet, einschließlich der Uhr im Tacho. Red Top sind reine Starter Batterien. Mal Standheizung damit laufen lassen oder so ist nicht.

Wenn sich die Batterien ungleich entleeren (warum eigentlich so extrem, wenn kein 12V Mittenabgriff erfolgt), dann hilft für um die 100 Euro ein Batterie-Ausgleichs-Gerät.
LG
Harald

Mogi
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Re: Unimog Batterien

#4 Beitrag von Mogi » 2017-12-10 0:26:59

Hallo Harald,

danke für Deine informative Antwort. Ja, die Red Top sind reine Starterbatterien. Deshalb meine Frage: Kann man 4 x 12 V 50 Ah so schalten, dass man 24 V 100 Ah erhält? Ich weiß es nicht, aber meine Werkstatt auch nicht.

LG Manfred

spaetlesereiter
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Re: Unimog Batterien

#5 Beitrag von spaetlesereiter » 2017-12-10 0:46:49

Hallo zusammen,

ich hab bei meinem U1300L EX BW und am LN2 814 das gleiche Problem: kein Mittelabgriff 12V, immer die Batterie die an Masse ist wird schneller schwach. Beim 814 hab ich zwei Schnelltrenner eingebaut. Einer trennt die erste Batt von Masse, der zweite trennt beide Batts voneinander. Ich fahre nicht viel, steht mehr. Funktioniert gut, alle 6 Monate lade ich die Batterien (Säure) mit einem C-tek 7.0 einzel nacheinander, anschließen ca. 1 Stunde +mit + und -mit- verbinden.
Im Mog sind Sonnenschein GEL Natoblocks drin. Der orig. Hauptaschalter trennt nur die Masse. Die Battereien haben das wenige benutzen jetzt 1 Jahr mitgemacht, jetzt ist eine ganz hinüber. Ich hab grad 2 Säure-Natoblocks bestellt, ein Trenner zwischen den Batterien hab ich auch nachgerüstet. Mal sehen wie lang das jetzt funzt.

zu den Red Top: schau mal hier http://www.derullimog.de/ Batterie. Der Thomas hat das, wie alles an seinem Mog, super gemacht. Mir wär die Zugänglichkeit etwas zu verbaut.

Gruß und viel Erfolg,
Thomas

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felix
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Unimog Batterien

#6 Beitrag von felix » 2017-12-10 11:01:47

Moin,

einen zweiter Tennschalter zwischen den Batterien ist Unsinn, soll der dann den Stromkreis "noch mehr" unterbrechen?

Batterien temporär parallel zu klemmen ist auch Unfug, dabei fließt (zum Glück) kein Strom.

Die Uhr von Fahrtenschreiber zieht weniger Strom, als die Selbstentladung der Batterien, daher ist es nicht relevant, diese von den Batterien zu trennen.


Wenn nur eine Batterie kaputt ist, würde ich wie folgt nach der Ursache suchen:
- Es wurde ein 12V Abgriff zwischen die beiden Batterien installiert. Eventuell ist der auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Das wurde gerne gemacht, um ein Radio zu betreiben. Dieser Angriff muss raus und ggf. durch einen einfachen 24v/12v Wandler ersetzt werden.
- Die Batterien sind eigentlich beide platt, es äußert sich nur bei einer stärker, als bei der anderen. Da nur etwa 10% der Nennspannung zwischen gut und kaputt entscheiden, kann man gegen das Lebensende der Batt. schon einmal ungewöhnliche Dinge messen.
- Wenn es keinen Mittenabgriff gibt, kommt erst einmal lange Nichts, was dafür sorgen kann, dass nur eine Batterie stirbt. Wie sieht der Batteriekasten aus, könnte eine der Batterien stärker vibrieren, als die andere? (Ist der Kasten unsymmetrisch konstruiert?) Bekommt eine der Batterien eventuell Wärme ab, vom Motor, vom Auspuff ect?

MlG,
Felix

P.S: Die Natoblöcke kosten etwa 10-20% mehr, als gängige Batterie-formate, und die ganz billigen Batterien gibt es in der Größe gar nicht. Aber 1000€ ist unverschämt, bei einem guten Fachhändler bekommst du Marken-Batterien als Nato-Block für die Hälfte.

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visual
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Unimog Batterien

#7 Beitrag von visual » 2017-12-10 12:13:11

Mogi hat geschrieben:Hallo Harald,

danke für Deine informative Antwort. Ja, die Red Top sind reine Starterbatterien. Deshalb meine Frage: Kann man 4 x 12 V 50 Ah so schalten, dass man 24 V 100 Ah erhält? Ich weiß es nicht, aber meine Werkstatt auch nicht.

LG Manfred
Also wenn deine Werkstatt sowas nicht weiß, würde ich da wohl garkein Fahrzeug hinbringen.

Nach hinten ist auch doof - da müssen die Kabel richtig dick werden.

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Re: Unimog Batterien

#8 Beitrag von Kummpelchen » 2017-12-10 13:55:46

Mogi hat geschrieben: Deshalb meine Frage: Kann man 4 x 12 V 50 Ah so schalten, dass man 24 V 100 Ah erhält? Ich weiß es nicht, aber meine Werkstatt auch nicht.

LG Manfred
Hallo,
Wenn man Akkus parallel schaltet bleibt die Spannung (V) gleich doch die Kapazität (Ah) verdoppelt sich.
Wenn man Akkus in Reihe schaltet bleibt die Kapatität (Ah) gleich doch die Spannung (V) verdoppelt sich.
Schalte also je 2 Akkus in Reihe und diese dann parallel.

Gruß
Uli

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