Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

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dieselkai
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Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#1 Beitrag von dieselkai » 2017-11-30 19:20:57

Hallo Gemeinde,
Mal wieder ne blöde Frage:
Warum nebeln die Deutz Motoren z.B. Deutz BF 6 L 913 im Unterschied zu den Benz Motoren z.B. OM 352 so unsäglich beim Kaltstart?

Danke für Aufklärung.

Grüße,
Kai :D

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RandyHandy
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#2 Beitrag von RandyHandy » 2017-11-30 19:38:19

Hallo Kai,
das ist beim BF6L913 ganz unterschiedlich...
Bei unserem ist fast keine Dunstwolke zu sehen.
Ab +5°C (abwärts) benutzte ich allerdings die "Glühung" :angel:
Viele Grüße

Henry



Lieber 2 Laster mehr als 1 Laster zuviel!

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dieselkai
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#3 Beitrag von dieselkai » 2017-11-30 19:48:44

Hallo Henry,
Meiner nebelt auch bei 20 Grad ganz ordentlich.

Grüße,
Kai :D

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Lobo
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#4 Beitrag von Lobo » 2017-11-30 20:24:17

lass mal deine Düsen abdrücken und stell die ESP mal richtig ein, das wirkt wunder
die Turbos pfeifen die Symphonie der Vernichtung

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Pirx
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#5 Beitrag von Pirx » 2017-11-30 20:42:19

dieselkai hat geschrieben:Warum nebeln die Deutz Motoren z.B. Deutz BF 6 L 913 im Unterschied zu den Benz Motoren z.B. OM 352 so unsäglich beim Kaltstart?
Ich kann Dir versichern, auch viele OM352 nebeln gewaltig beim Kaltstart. Dort liegt es unter anderem daran, daß der OM352 keine Ventilschaftabdichtungen hat und konstruktionsbedingt keine Flammstartanlage möglich ist. Dazu kommen natürlich eventuelle Probleme mit schlechten Einspritzdüsen, falsch eingestellten Einspritzpumpen usw.

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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#6 Beitrag von TobiasXY » 2017-11-30 20:52:04

Also mein OM352A Bj1965 (eberspächer Turbo und recht frischen Düsen) u. mein OM352A Bj1982 (kkk Turbo mit LDA) nebeln schon sehr dominant wenn's kalt ist...in einer Halle mit wenig Zug würde ich beide Motoren nicht starten wollen... :angel:

Musste heute beide Kurzhauber umstellen und startete die fast gleichzeitig..ähm... :eek: :eek:

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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#7 Beitrag von OliverM » 2017-11-30 21:27:20

Pirx hat geschrieben:
dieselkai hat geschrieben:Warum nebeln die Deutz Motoren z.B. Deutz BF 6 L 913 im Unterschied zu den Benz Motoren z.B. OM 352 so unsäglich beim Kaltstart?
Ich kann Dir versichern, auch viele OM352 nebeln gewaltig beim Kaltstart. Dort liegt es unter anderem daran, daß der OM352 keine Ventilschaftabdichtungen hat und konstruktionsbedingt keine Flammstartanlage möglich ist. Dazu kommen natürlich eventuelle Probleme mit schlechten Einspritzdüsen, falsch eingestellten Einspritzpumpen usw.

Pirx
Ich denke auch daß das konstruktionsbedingt eher ein Problem der Om352 ist . Wenn ein 913er das macht , ist was im Argen.

Gruß

Oliver
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#8 Beitrag von husky240 » 2017-12-01 1:17:56

Hoi,

Mein Deutz (913) ist ab 10 Grad ohne Flammstart ca 1-2 min eine richtige Nebelmaschine (weiß)... Mit glühen nebelt es auch aber viel weniger.
Im Fahrbetrieb seh ich nur im Scheinwerferlicht leichten Nebel beim Beschleunigen. Sonst läuft er rauchfrei.


Gruß vom Nils
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#9 Beitrag von unihell » 2017-12-01 10:27:58

Hallo
Ich denke auch daß das konstruktionsbedingt eher ein Problem der Om352 ist . Wenn ein 913er das macht , ist was im Argen.
ein Deutz arbeitet auch nicht anders wie jeder andere Direkteinspritzer. Wenn er weiß qualmt ist es Diesel, blau ist Öl.
Wenn die Düsen nicht mehr richtig zerstäuben, werden die Tröpfchen zu groß und gehen unverbrannt als Nebel wieder raus. Wenn der Einspritzbeginn zu spät liegt, wird in zu kalte Luft eingespritzt, verdampft der Kraftstoff nicht richtig, s.o. ,
wenn die ESP nicht mehr genügend Druck aufbaut, s.o.. Wenn Öl an den Ventilen durchgeht oder an den Abstreifringen und der Motor kalt ist, qualmt auch jeder Motor.
Vielleicht kann jemand mal kurz erläutern, woher die manche Deutz-Fahrer den Glauben nehmen, ein Deutz wäre anders.
Anders ist lediglich der MAN mit M-Motor, der hat eine große Einlochdüse und bläut immer.
Gruß Helmut

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husky240
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#10 Beitrag von husky240 » 2017-12-01 10:58:22

Hoi,

mein Cousin (Landmaschinen Mechaniker) hat mir das so erklärt: Kondenswasser im kalten Zustand nicht ganz passendes Ventilspiel (das ist wohl Deutz typisch). Keine Ahnung ob das so stimmt. Bekannte die bei der Bundeswehr die alten Magieren noch bewegt haben sprechen von London im Herbst wenn ein paar LKW gleichzeitig gestartet wurden. Mein Motor hat 15000km Laufleistung und springt im Sommer auf die erste Anlasser Umdrehung ohne Rauch an. Ab 10 Grad wirft er ohne glühen ca 2min viel weißen Nebel der dann aber komplett verschwindet wenn er warm ist (läuft sonst ohne Rauch... auch bei Vollgas). Wenn ich glühe springt er besser an aber der weiße Rauch ist trotzdem da, wenn auch nicht so viel. Der 4 Zylinder Deutz (luftgekühlt... elektronisch gesteuerte Pumpe) in unserem Agrotron läuft auch bei -15 Grad ohne Rauch an. Der Deutz (6 Zylinder 913) im ausgenudelten Atlas Bagger läuft schlecht und nur mit viel Nebel an... der nach ca 2-3 min auch komplett verschwindet. Mein frisch überholter Hatz Diesel (luftgekühlt) im Wahl W70 läuft immer ohne Qualm an... egal wie kalt und ohne glühen.

Gruß vom Nils
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#11 Beitrag von Oelfuss » 2017-12-01 22:51:11

Pirx hat geschrieben:
dieselkai hat geschrieben:Warum nebeln die Deutz Motoren z.B. Deutz BF 6 L 913 im Unterschied zu den Benz Motoren z.B. OM 352 so unsäglich beim Kaltstart?
Ich kann Dir versichern, auch viele OM352 nebeln gewaltig beim Kaltstart. Dort liegt es unter anderem daran, daß der OM352 keine Ventilschaftabdichtungen hat und konstruktionsbedingt keine Flammstartanlage möglich ist. Dazu kommen natürlich eventuelle Probleme mit schlechten Einspritzdüsen, falsch eingestellten Einspritzpumpen usw.

Pirx
Moin,
mein U 1300L (352) Raucht nicht mal bei -15°,Gemacht wurden Düsen und E-Pumpe optimieren und den FB nach Kontolle nochmal nachgestellt.
Scheint bei einigen Motoren ein Bischen zu spät eingestellt zu sein. Einfach mal mir der Reißnadel eine Marke am Pumpenflansch machen und etwas früher stellen gegen die Pumpendrehrichtung,also vom Motorblock weg ziehen.(der O-Ring könnte undicht werden ).
Wenns nicht hilft,dann das von Pirx genannte machen.
Gruß Christian
Haben ist besser als brauchen, aber brauchen und nicht haben ist ganz schlecht

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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#12 Beitrag von OliverM » 2017-12-01 23:44:08

unihell hat geschrieben:Hallo
Ich denke auch daß das konstruktionsbedingt eher ein Problem der Om352 ist . Wenn ein 913er das macht , ist was im Argen.
ein Deutz arbeitet auch nicht anders wie jeder andere Direkteinspritzer. Wenn er weiß qualmt ist es Diesel, blau ist Öl.
Wenn die Düsen nicht mehr richtig zerstäuben, werden die Tröpfchen zu groß und gehen unverbrannt als Nebel wieder raus. Wenn der Einspritzbeginn zu spät liegt, wird in zu kalte Luft eingespritzt, verdampft der Kraftstoff nicht richtig, s.o. ,
wenn die ESP nicht mehr genügend Druck aufbaut, s.o.. Wenn Öl an den Ventilen durchgeht oder an den Abstreifringen und der Motor kalt ist, qualmt auch jeder Motor.
Vielleicht kann jemand mal kurz erläutern, woher die manche Deutz-Fahrer den Glauben nehmen, ein Deutz wäre anders.
Anders ist lediglich der MAN mit M-Motor, der hat eine große Einlochdüse und bläut immer.
Ach Helmut..........
... der OM 352 kann damit punkten, daß er über keinerlei Ventilschaftdichtungen verfügt und eine Flammstartanlage o.Ä. Fehlanzeige ist…von daher qualmt er erfahrungsgemäß beim Kaltstart deutlich mehr als ein Deutz-Motor.

Gruß

Oliver
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#13 Beitrag von unihell » 2017-12-02 1:29:57

Hallo Oliver
der OM 352 kann damit punkten, daß er über keinerlei Ventilschaftdichtungen verfügt
da bist du nicht up to date, Motore der letzten Baujahre verfügen sehrwohl über Ventischaftabdichtungen. Desweiteren ist er Verschleiß der Ventilführungen maßgebend. Vor allem der Motorzustand, je schlechter die Kompression, um so längert dauerts bis der Motor startet, der vorher eingespritze Diesel kommt dann als Rauchfahne hinten raus, egal ob Perkins, Deutz, Daimler....
Es verfügt auch durchaus nicht jeder Deutz über eine Flammstartanlage, das ist rein Fahrzeug bezogen. Ich darf dir versichern, dass ich jobmäßig schon so einige 912 und 913 geschraubt habe, die Motore sind sind mir sehr gut bekannt. Daher kann ich deine Einschätzung nicht teilen.
Gruß Helmut

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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#14 Beitrag von dieselkai » 2017-12-02 11:12:08

Also ich hatte schon 2 LAs mit OM 352 und jetzt den 90-16.
Der weißraucht beim Kaltstart wesentlich mehr als die LAs.
Na ja, is ja eigentlich auch egal solangs ansonsten nicht raucht und fährt.
Danke für eure Meinungen und Tipps,
Gruß,
Kai :D

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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#15 Beitrag von micha der kontrabass » 2017-12-02 16:11:43

Zum 913er kann ich nichts sagen, aber zum Vergleich 413er und 714er Deutz.

Der 714er Motor stinkt und qualmt kalt und warm selbst in nicht perfekt gewartetem Zustand deutlich sicht- und riechbar weniger als der 413er. Ich finde, der 413er riecht immer irgendwie nach unverbranntem Diesel. Warum?

Gruß
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#16 Beitrag von OliverM » 2017-12-02 21:45:09

unihell hat geschrieben:da bist du nicht up to date, Motore der letzten Baujahre verfügen sehrwohl über Ventischaftabdichtungen..
Das interessiert mich nun wirklich , ab welchem Baumuster /Motornummer hat MB denn standardmäßig Ventilschaftdichtungen verbaut ?

Gruß

Oliver
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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#17 Beitrag von Chris_G300DT » 2017-12-02 22:01:46

Moin,
Unser F8L513 läuft nahezu rauchfrei.
Mein Om606 im G300Td raucht mehr
Gruß
Chris

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Re: Deutz Nebelwerfer beim Kaltstart

#18 Beitrag von unihell » 2017-12-02 22:51:04

Hallo
guckst im EPC.Wie zu ersehen, haben die eine 352er Nr, also vor dem 366er
OM352 cmit Ventischaftabdichtung.jpg
Gruß Helmut

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