+++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

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joe`s mercur
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#31 Beitrag von joe`s mercur » 2017-01-23 22:51:06

marylin hat geschrieben: 75 Euro mal 4 ist weniger als 75€ plus 40 fürs Prüfen mal 4 ....
Will sagen: Du gibts 160 fürs Prüfen aus um EVENTUELL 300 zu sparen??
Bei mir sind 160 fürs Prüfen durch 4 tatsächlich 40.- pro Düse :eek:
Ich habs nu mehrfach nachgerechnet...... komme immer wieder aufs gleiche Ergebnis ....40 :joke:
Thomas
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ClausLa
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#32 Beitrag von ClausLa » 2017-01-24 9:13:10

Moin,
wenn Du marylins Rechnungen ernst nimmst :joke:

vorher stand da mal was von 60€ fürs Abdrücken von 6 Stück

Gruß Claus

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joe`s mercur
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#33 Beitrag von joe`s mercur » 2017-01-24 14:48:11

Moin,
Wie ich schon geschrieben habe, ich hatte beim Instandsetzer das letzte mal für 6 Düsen einen 20er für die Kaffeekasse gegeben.
Da ich der Rechnung von marylin auch nicht nachvollziehen kann, habe ich es auch extra provokativ geschrieben, daß ich in Zukunft nur noch mech.Düsen abdrücken werde usw..

Thomas
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+++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#34 Beitrag von 2brownies » 2017-01-27 10:19:53

Servus,
finde ich jetzt doof, dass Ihr Euch in der Wolle habt, aufgrund meiner Frage. Habt Euch lieb! :)

Ich würde nun gerne die Düsen prüfen lassen und wenn's nicht gleich ordentlich ist, auch dann alle tauschen wollen.
Und nun scheiden sich eben die Geister, welcher Düsenhersteller oder Herkunftsland, richtig/besser wäre.
Das wollte ich eigentlich wissen, aber das kann man wohl nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich hüpfe dann also mal zum Boschdienst mit meinen Düsen. Das kann gut gehen oder auch nicht.

Nochmals vielen Dank für Eure Tipps!

Grüße
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#35 Beitrag von joe`s mercur » 2017-01-27 11:46:38

Hallo,
Wer hat sich in der Wolle?
Der Claus und ich? Sehe ich nicht so. Von meiner Seite ist alles i.O. :)

Bosch, noch vor der Zeit "Made in India" und :
Oelfuss hat geschrieben: Dann schau mal nach "FIRAD" und "Bosio" :search: kommen beide aus Italien und fertigen für teilweise für Bosch die alten Düsen in Klein mit Boschlogo.
Wir verbauen fast nur diese Hersteller(die erkennen auch eine berechtigte Gewähleistung an)..Diese Düseneinsätze werden nur über Fachhändler verkauft und sind trotzdem günstiger als der Boschpreis.
Gruß christian
Thomas
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#36 Beitrag von 2brownies » 2017-01-27 14:50:07

Na dann ist ja alles prima.
Für mich ist die Frage dann eigentlich beantwortet und werde so tun wie es geschrieben steht.
Ich bin frohen Mutes und die Jungs beim Boschdienst sind ja schließlich Profis.

Servusla

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#37 Beitrag von Roter Hai » 2017-01-31 12:29:21

Auch eine Lösung:

Einspritzdüsenprüfgerät kaufen: 110 Euro
Einspritzdüsenplättcheneinstellsatz kaufen 40 Euro
Backofenreiniger 2 Euro
1Liter Diesel 1,20 Euro

Selber prüfen, säubern, einstellen, ggfls. erneuern.

... Ich will halt schon selber sehen, bei welchem Druck die Düse abspritz, dasSpritzbild vergleichen, will hören, wie die schnarrt, und ob das Teil gut dicht ist.
Habe schon mit einigen Mechanikern zu tun gehabt, die gesagt haben: Motorrr: Guttt, war aber Nixxx Guttt.

Da neue Düsen sich auch erst mal einlaufen und dann einen leicht veränderten Abspritzdruck haben können, gerne in 5000 km noch mal checken.

Und wenn es das nächste mal bei mir oder beim Nachbar nagelt, dann bin ich ganz weit vorne.

Soviel zur Theorie, mein in der Bucht gekauftes Einspritzdüsenprüfgerät aus Würzburg liegt gerade beim Zoll und kommt aus Neu Dehli. :wack:

Hier noch die Aufschlüsselung zu den Bosch Düsen, z.B. DLLA 150 S 187:

DL= A hole type nozzle, one that sprays fuel through several holes in the tip of the nozzle body
L= Indicates a "long" nozzle
A= A code indicating details of nozzle design (4 hole, 5 hole, etc..)
150= Spray pattern in degrees, 150°
S= Nozzle shoulder diameter code. It must match the shoulder diameter of the nozzle holder.
The sizes are: P = 14mm, R = 16mm, S = 17mm, T = 22mm, U = 30mm, V = 42mm, W = 50mm
187= Application information code for Bosch use


LG Der rote Hai

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#38 Beitrag von 2brownies » 2017-01-31 16:22:36

Servus roter Hai,

erst einmal Glückwunsch zu diesen spitzen Avatar-Bildchen. Wenn ich das richtig erkannt habe, ist das der Johnny, oder?

Deine Idee ist wirklich nicht ganz schlecht. Ich hatte diese Thematik auch mal in meiner Lehrzeit durch genommen, aber ich will ehrlich sein, nach 25 Jahren ist meine Erinnerung daran ein wenig verblasst. Ausserdem wollen wir bald auf Reisen gehen und das möglichst ohne ein Düsen-Test-Gerät. Das Geld gebe ich dann gerne jemanden, der sich damit auskennt und wenn's nicht funktioniert, hau ich dem/der Typen/Typin das Zeugs um die Ohren.
Aber vielleicht mag ein anderer deinen Tipp beherzigen.

Danke und Grüße
2brownies

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#39 Beitrag von Roter Hai » 2017-02-01 14:58:37

Hallo 2 brownies.

Richtig, der Johnny aka Raoul Duke in seinem Cadillac aka der rote Hai.
Farbe und Baujahr passt mit meiner Kiste.

ist ja fast schon Off Topic,

Aber er ist auf dem Weg zum Mint 400 Offroad Rennen,
Cadillac gab es ja auch mit Diesel,
Und auf dem Rennen sah der Johnny ja aus wie einer von uns.
AVATAR Roter Hai Mint web.jpg
AVATAR Roter Hai Mint web.jpg (18.16 KiB) 3735 mal betrachtet
Noch ein Tip:
Wenn du auf Reisen gehst, und Dieselfilter mitnimmst, verschweiss diese zuvor luftdicht.
Als ich das letzte Mal irgendwo im nichts die Filter tauschen wollte, hab ich es dann doch gelassen, weil ich nicht noch mehr Dreck in das System bringen wollte.

LG Arno

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#40 Beitrag von 2brownies » 2017-02-01 21:12:39

Hi Arno,

dieser Film steht auf meiner Best Of - Liste ganz weit oben.

Übrigens sind meine Ersatzfilter in separaten Tütchen verpackt. Trotzdem danke für den Hinweis!

Schönen Abend!
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#41 Beitrag von 2brownies » 2017-02-09 18:29:49

Zurück zum Thema.

Nun ist es vollbracht. Die Düsen sind geprüft und gereinigt worden und heute auch wieder verbaut. Der Hano läuft prima.
Geprüft hat die Firma Aguicu GmbH aus Nürnberg. Die wurden mir vom Boschdienst (der keinen Kundenverkehr mehr hat) empfohlen. Es hat insgesamt 53,95€ gekostet plus die Dichtungen (ca. 2,30 €).

Letztere haben für etwas Verwirrung gesorgt, da die alten Dichtungen nach dem Prüfen verschwunden waren und der Prüfer (=Werkstattmeister) meinte, es wären keine mit Standardgröße sondern irgendeine obskure Boschgröße (????). Aha...und nu?
Selber hatten die keine passenden und die Recherche im Netz dazu hatte auch keinen Erfolg. Habe dann also mal gemessen und eine Standardgröße gewählt und zwar 14 x 20 x 1.5mm. Passt.
Dateianhänge
20170209_113017.jpg
20170209_113052.jpg
20170207_153253.jpg
20170207_153236.jpg
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#42 Beitrag von marylin » 2017-02-09 18:38:16

Du meinst die Flammscheiben? Können die wirklich so einfach durch dünne Kupferringe ersetzt werden? Würd mich da noch mal erkundigen.....

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#43 Beitrag von 2brownies » 2017-02-09 19:12:48

Diese Größe war auch vorher verbaut. Die Maße wichen eben ein wenig ab, da die Scheiben ja schon einmal zusammen gedrückt wurden.
Die dienen doch wohl zum abdichten und zum ableiten der Wärme. Falls ich das richtig verstanden habe.
Erkundigt hatte ich mich bereits.

Grüße


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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#44 Beitrag von Bernhard G. » 2017-02-13 18:08:48

Und? Waren die Düseneinsätze ok? Was war der Bedund?

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#45 Beitrag von marylin » 2017-02-13 18:16:29

Er schrob doch "läuft super"..is halt subjektiv... :angel:

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#46 Beitrag von 2brownies » 2017-02-13 20:51:59

Bernhard G. hat geschrieben:Und? Waren die Düseneinsätze ok? Was war der Bedund?
Die Düsen wurden für gut befunden. Danke der Nachfrage! :)

Der Meister meinte, dass das Spritzbild gut ist und auch vom Geräusch her alles in Ordnung ist. Auf den Bildern sieht man ja auch das nix eingebrannt ist.

Nach meinen Wissenstand, haben die Düsen bisher eine Laufleistung von 80t km. Da sollte meiner Meinung nach auch nix sein.

Nach dem Einbau ist der Hano auch sofort wieder angesprungen und läuft (wie zuvor auch) tadellos. Vielleicht bilde ich mir das nageln auch nur ein und der muss so klingen.

Was mir aber beim arbeiten am Motor mal richtig aufgefallen ist (vorher zwar auch schon) ist, dass die Kopfdichtung erneuert werden muss.
Ich hatte zu Reinigungszwecken Bremsenreiniger in den Spalt zwischen Block und Kopf gesprüht und dann sieht man wie es an der Stelle raus blubbert. Ob das jetzt vom Zylinder kommt oder vom Druck der Ölpumpe kann ich nicht sagen. Der Block ist immer Ölfeucht. Es tropft nicht übermäßig heraus, ist aber immer mit einen Ölfilm überzogen. Kompression kann ich jetzt leider auf die schnelle nicht messen.

Das wird schon.

Grüße
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#47 Beitrag von Wilmaaa » 2017-02-13 22:09:52

2brownies hat geschrieben:Vielleicht bilde ich mir das nageln auch nur ein und der muss so klingen.
Klar muss ein gesunder Hano klingen "wie ein Sack Nüsse", wie Ulf es mal so schön beschrieb.
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#48 Beitrag von Mark86 » 2017-02-13 23:20:06

Zieh die zylinderkopfschrauben erstmal neu an...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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+++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#49 Beitrag von 2brownies » 2017-02-13 23:38:13

Wilmaaa hat geschrieben:
2brownies hat geschrieben:Vielleicht bilde ich mir das nageln auch nur ein und der muss so klingen.
Klar muss ein gesunder Hano klingen "wie ein Sack Nüsse", wie Ulf es mal so schön beschrieb.
Ich lach mich tot...das trifft es wirklich ganz gut...

Schönen Abend noch!

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+++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#50 Beitrag von 2brownies » 2017-02-13 23:39:19

Mark86 hat geschrieben:Zieh die zylinderkopfschrauben erstmal neu an...
Hi Mark,

das habe ich bereits gemacht. Danke für den Tipp!

Grüße

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#51 Beitrag von Hano-Fluesterer » 2017-02-28 17:53:14

Hallo zusammen!


Unser Hanomag-Motor starb an einer tropfenden Einspritzdüse. Überhitzung, rausgefallener Ventilsitz, Kraft auf Pleuel, Kurbelwelle eingelaufen, Verpuffung im Kurbelwellengehäuse. Also einmal von oben nach unten alles kaputt.
ATM mit den alten Düsen, da ich die Ursache noch nicht geklärt hatte: Die Zündkammer wurde so heiß, dass eine NEUE Glühkerze innerhalb von 50 km total verdampfte.
Damit war die Ursache für den Motorschaden klar.
Daraufhin beschäftigte ich mich eingehend mit dem THema EP-Düsen.
Konsequenz: Auf längeren Fahrten habne ich immer einen Satz Düsenstöcke dabei, die mit neuen Düsen bestückt und mit Zeit und Muße genau eingestellt sind. Bei der kleinsten Zickerei wird getauscht.

Wenn man gebrauchte Düsen ausbaut und das bewegliche Innenteil (Druckzapfen) ansieht, stellt man bisweilen Anlauffarben durch zu hohe Temperaturen fest und ferner Schleifspuren. Auch die Druckschulter nutzt sich ab und dichtet mit der Zeit nicht mehr gut. Manche Düsen hakeln sogar ein wenig, da sich sich verzogen haben. Der Druckzapfen muss allein durch die Schwerkraft in den Düsenkörper gleiten. Aus diesen Gründen zerlege ich den Düsenstock, um mir ein Bild zu machen. Ein zerstörter Motor genügt mir.

Grüße
Torsten
DSCF2460 als Smartobjekt-1.jpg
Eingelaufene Kurbelwelle.
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Duese04.JPG
Anlauffarben. Düse tropfte.
Duese03.JPG
Druckzapfen mit Schleifspuren.

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#52 Beitrag von Mark86 » 2017-02-28 18:55:02

Egal was fürn Auto, es hält genau so lange bis es kaputt ist.
Ich hab auch schon viele Pferde kotzen sehen, aber nur deshalb weil bei einem sowas zerfallen ist, muss sich nicht der Rest der Welt Angst machen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#53 Beitrag von Hano-Fluesterer » 2017-02-28 21:58:55

Hallo Allrad-Philosoph,

ich kann dir gerne drei Sätze solcher Einspritzdüsen schicken....
Ansosnten empfehle ich folgende Fachliteratur:
Greuter, Zima, Hoffmann: Motorschäden. Vogel-Verlag, 4. Auflage 2011 Würzburg.

Viele Grüße

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#54 Beitrag von 2brownies » 2017-02-28 23:24:37

Hallo Thorsten,

danke für Deinen Erfahrungsbericht.
Hattest Du denn irgendwelche Dinge bemerkt oder war irgendetwas sonderbar, bevor der Motor verreckte. Hätte man es vorher merken können?

Wir hatten mal einen Ford Transit Euroline, BJ 2009 und da war mir mal zu Ohren gekommen, dass es einige Motoren gibt, die durch fehlerhafte Düsen oder Software oder was auch immer zerstört werden. Im Forum hieß es und da waren sich alle einig, wenn es passiert bäumt sich Motor noch einmal kurz auf, es würde ein starkes klopfen und nageln zu hören sein und man solle dann schleunigst den Motor ausschalten, am besten abwürgen.
Mir passierte es auf der Autobahn, beim Offenbacher Kreuz. Der Motor lief ganz normal, keine komischen Geräusche, nur auf einmal nahm er kein Gas mehr an und ich vernahm kurz eine weiße Wolke hinter mir und dann war's mir klar.
Kolben durchgebrannt und Zylinderkopf gerissen. Ende.

Wenn ich nun also nicht weiss, wann mein Motor Probleme mit den Düsen hat und stirbt, nützen mir dann die neuen Düsenstöcke irgendwas?

Grüße

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#55 Beitrag von Hano-Fluesterer » 2017-03-01 10:51:42

Hallo 2brownies,

ich war auf der Schnellstraße unterwegs und stellte fest, dass der Motor keine Leistung mehr entwickelte. Anhalten unmöglich. Da ich nur 2 km von zu Hause entfernt war, entschied ich mich für die Heimfahrt. 1,5 km weiter häßliches Scheppern metallischen Klangs. Ölpeistab und Vetilgehäusedichtung rausgeflogen.
Abgeschleppt nach Hause.
Dort die Schäden nach und nach festgestellt.
Ein defekter Zylinderkopf wäre noch tragbar, Kolben tauschen auch. Aber dass die Kurbelwelle zerstört wurde...

Zu deiner Frage:
Ob sich ein solcher Motorschaden ankündigt? Vermutlich schon. Das kommt auf die Fachkompetenz des Einzelnen an. Ich selbst habe es noch nicht geschafft, Geräusche von einzelnen Zylindern beim D-28-Motor zu unterscheiden. Stethoskop hab ich nicht angewandt. Evtl. kann man an den Glühkerzen feststellen, wie es um die Einspritzdüsen bestellt ist.
Tatsache ist, dass der D-28 Motor hochgezüchtet ist durch maximale Dieselförderung und Rootsaufladung und immer am Limit gefahren wird. An jedem Hügel muss der Hano mit Volllast hoch. Das geht immer auf Lebensdauer von Düsen, Kolben, Kolbenringen ..., da hier die Temperaturen stark ansteigen. Von den ausgebauten Düsen (teilweise vom Vorgänger geerbt) waren viele am Klemmen.

Ein anderer Gedanke: Abgedrückt werden die Düsen bei Raumtemperatur. Im Betrieb herrschen ganz andere Bedingungen. Deshalb zerlegen und nach Hanomag-Richtlinien prüfen.

Die Diskussion, welche Düsenfabrikate man nun einbauen sollte, habe ich im Forum verfolgt. Auch hier habe ich keine Antwort. Billige Noname scheiden aus. Boschdüsen haben einen Namen. Made in India schreckt ein wenig ab, aber ausgeliefert wird über Karlsruhe und sie sind gelabelt. Ich habe mal vor 10 Jahren das Boschwerk in Stuttgart besichtigt und die Fertigung von Einspritzdüsen für Common-Rail-Diesel gesehen. Die Fertigung fand in einer Vollklimatisierten Halle statt, um die 4 Mikrometer Toleranz zu gewährleisten. Die Kiste mit Ausschuss war voll. Ob Bosch in Indien schlampiger arbeitet?

In den Fachkundebüchern habe ich dann viele Ursachen von Motorschäden gefunden, die auf defekte Einpritzdüsen zurückzuführen sind.
Da wir eine längere Tour planten, bei der die Ersatzteilversorgung erschwert ist, habe ich mich entschlossen, einen zweiten Satz fertig vorbereitet Düsenhalter mitzunehmen. Bei 10000 km bzw. Halbzeit der Tour, wären sie ausgetauscht worden. Ich schreibe in der Vergangenheitsform, da der D-28-Motor inzwischen für diese Tour nicht mehr aktuell ist.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass ich kein KFZ-Mechaniker bin, mir aber unterwegs selbst helfen möchte. Zwar erschließt sich die Technik der 1960er Jahre scheinbar leicht, aber im Eingemachten wird so manches m.E. zu lax gehandhabt. Die Ingenieure damals haben auf höchstem Niveau gearbeitet, so wie heute auch.

Ein toter Motor bedeutet das Aus für die meisten Touren. Somit versuche ich die neuralgischen Punkte herauszulösen (mit Hilfe von Fachliteratur) und vorzusorgen.
Auch für jeden anderen Dieselmotor alter Bauart habe ich immer einen Satz Einspritzdüsen im Halter dabei.
Das ist die einfachte Form der Prävention.

Ob meine Vorgehensweise das Richtige für dich ist, entscheidest du. In Europa mit ADAC usw. sieht die Sache viel entspannter aus.

Viele Grüße
Torsten

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#56 Beitrag von Mark86 » 2017-03-01 11:04:08

Es bleibt jedem selbst ueberlassen, was er an Ersatzteilen mitschleppt. Ich nehm gar nix mehr mit... Nur Flickzeug...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#57 Beitrag von 2brownies » 2017-03-01 16:28:22

Hi Torsten,

vielen Dank für Deine Antwort, die ich sehr hilfreich finde. Ich für meinen Teil finde solche Erfahrungsberichte sehr Interessant.
Du hast natürlich recht, jeder muss selber entscheiden welche Teil er mit nimmt. Ich glaube, dass da die Prioritäten sehr unterschiedlich sein können. Derjenige, der schon einmal einen Getriebeausfall hatte, wird sich wohl mehr darauf spezialisieren. Ich selbst bin da etwas hin und her gerissen, möchte mich aber auch nicht völlig verrückt machen. Auf alle Fälle gehe ich, bezüglich der Einspritzdüsen (kpl. Düsenstöcken) noch einmal in mich.

Beste Grüße
2brownies
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Mark86
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#58 Beitrag von Mark86 » 2017-03-01 18:25:34

Ich hatte mal ne abgerissene Antriebswelle am PKW...
Sonst ist mein Schrott bisher immer angekommen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Hano-Fluesterer
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#59 Beitrag von Hano-Fluesterer » 2017-03-03 10:14:54

Hallo 2brownies,

Schäden (eigene UND die der anderen) haben bei mir immer die Konsequenz, dass ich den Ursachen auf den Grund gehe. Eine saubere Analyse führt dann zu fundierten Entscheidungen, ob dieser Schaden bei meiner Art der Nutzung überhaupt wahrscheinlich ist und/oder ob dieser Schaden auf eine prinzipielle Schwachstelle des Systems hinweist.
Bei Dieselmotoren ist nach wie vor die Einspritzung die neuralgische Komponente.
Ich habe mich nochmal schlau(er) gemacht:
1. Einspritzdüsen tropfen IMMER nach: Dies liegt u.a. daran, dass es durch die Kompressibilität des Kraftstoffes unter den hohen Drücken bei der Einspritzung zu Schwingungen in der Druckleitung kommt, die zu periodischen Öffnung der Eispritzdüse noch nach Einspritzende führen.
2. Der Mechanismus der Verkokung der Düse ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Das systembedingte Nachtropfen (1.) wird als Ursache favorisiert. Auch nimmt der Verkokungsgrad bei höheren Motortemperaturen und höheren Kraftstofftemperaturen zu. Zinkablagerungen fördern ebenfalls den Vorgang des Verkokens. Wo kommt das Zink her???? Aus Messing (i.d.R. nicht im Kraftstoffsystem verbaut) oder aus Additiven im Kraftstoff (z.B. Motoröl-Additive!!!!!!). MEINE Konsequenz: Die Zugabe von Motoröl zum Kraftstoff vermeide man, es seidenn, man weiß, dass keine Zinkaditive verwendet wurden. Altes Motoröl gehört folglich nie in den Kraftstoff (Metallabrieb!!! und Ölkoks)
3. "Schlechter Kraftstoff" führt zu Verschleiß wie Abrieb, Kavitation und Klemmen der mechanischen Teile. Zu nennen sind Wasser, Partikel, Rapsölmethylester.... Konsequenz: Gute Filter einbauen.
Conclusio:
Die Düse wird von zwei Richtungen beansprucht:
a) motorseitig: Verbrennungstemperatur: Bei Volllast steigt bei den alten Dieselmotoren die Temperatur im Verbrennungsraum stark an, da die Einspritzung noch nicht abgeschlossen ist, wenn der Kolben im Arbeitstakt bereits fortgeschritten ist. Die Folge ist, dass die bei der Verbrennung entstehende Wärme nicht mehr ausreichend in Arbeit umgesetzt werden kann. Temperaturen an der Düse zeigen sich oberhalb von 200°C durch Anlauffarben!
b) pumpenseitig: Kraftstoff filtern, kein Motoröl zugeben, Wasserabscheider verwenden, ...

Bis hier handelt es sich um eine Recherche aus der Quelle: Greuter, Zima, Hoffmann: Motorschäden. Vogel-Verlag Würzburg 2011, 4. Auflage.

Jetzt erst kommt meine eigene Interpretation:
Der D-28-Motor ist ein hochgzüchteter Motor, der im Volllastbetrieb beträchtlichte Temperaturanstiege beobachten lässt. Das kann man bei Aufwärtsfahrten am Berg beobachten, da dann die Kühlwassertemperatur deutlich ansteigt. Hohe Verbrennungstemperaturen entstehen gemeinsam mit dem Effekt bei Volllast, wenn die Flammfront den Randbereich von Laufbuchse und Feuersteg des Kolbens erreicht. Kolbenoberflächen des D-28-Motor weisen dann Anschmelzspuren im oberen Randbereich auf. Diese hohen Temperaturen lassen sich oft nicht vermeiden. Der Verschleiß der Düsen ist unvermeidbar. Anlauffarben legen einen Austausch nahe (Werkstoff ist verliert an Festigkeit). Die Einspritzdüsen selbst prüfen, ist nicht schwer. Prüfgeräte gibt es bei e-bay. Um die Düse aus dem Halter zu schrauben, benötigt man eine Spezialnuss, die mir aus einer Sechskantnuss mit dem Dremel hergestellt habe. Dann kann ich die Düsen ausbauen, sorgfältig reinigen (ich weiß auch, wie gereinigt wurde!!! Nicht mit Schleifpapier...), Düsen einstellen, wieder einbauen oder austauschen. Mindere Düsenqualität würde ich nicht nehmen, da es auf die Passung und den Werkstoff (Härte und Temperaturfestigkeit) ankommt.
Selbst bei einem OM314, generalüberholt vom Bund und fachgereicht eingelagert, nahm ich gelegentliche sehr kurze, kaum sichtbare Rußwolken im Fahrbetrieb wahr. Ursache: beim Abdrücken nicht wahrnehmbarer Düsenklemmer. Ursache der Klemmer ist mir egal, Düsen raus, neue rein. Unterschied im Fahrbetrieb: Deutlich merkbar in ruhigerem Lauf, kein Rußen mehr. Da ich aber immer nach dem Prinzip vorgehe, das was systembedingt neuralgisch ist, also die Düsen, nehme ich in der Form immer mit, dass ich es unterwegs tauschen kann. Also zweiten Satz Düsenstöcke mit Düsen bei Dieselsend (Hamburg) schicken lassen, die alten Düsenhalter mit Boschdüsen (made in India) bestückt und eingestellt. Die letzteren fahren immer in der Kiste mit.

Es ist immer wieder spannend: Ich nehme den Faden bei den Düsen auf und komme nebenbei zu kein Motoröl in den Kraftstoff ... Wieder eine Mähr ausgeräumt. Gut so. Danke 2brownies.
Man liest viel, aber immer mit anderem Blickwinkel...

Viele Grüße
Torsten

marylin
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Re: +++ Kosten für die Überprüfung der Einspritzdüsen +++

#60 Beitrag von marylin » 2017-03-03 15:21:24

Nachdem ich vor 3 Tagen meine düsen selbst abgedrückt habe....
Wichtig ist ein Pfeif/schnarrgeräusch. wen man das nicht erzeugen kan, mit 2, 3 Pumpenstössen ist die Düse Schrott. Viel schwieriger ist die Beurteilung des Strahlbildes, für einen Laien. Daß es nur aus 3 von 4 Löchern (oder 2 von 3) spritzt kann man noch sehen, aber dann die Düssen nacheinander zu beurteilen, ob nun ein langer dünner Strahl, (sehr schlecht) oder ein kurzer dünner mit sofortiger Zerstäubung erfolgt, gleichzeitig auf den Öffnungsdruck achten..das ist schon viel schwieriger ohne Erfahrung.
Optimal muß die ZERSTÄUBUNG (NICHT das rausspritzen per se) bei oberhalb 120 bar erfolgen.
ABER sobald, wie oben gesgat, eine Düse KEIN Geräusch macht ist sie zu 99,99% hinüber- auch wenn man als LAie dann noch "aber da kommt was raus" anfügen will....
Im Zweifel TAUSCHEN- denn ein Motorschaden entsteht sehr schnell (bei mir wars Riss im Kolbenboden=).
Ich hatte auch gehört im Betrieb, daß die düsen durch sind.
Weiter gab es das berühmte "Russfähnchen" bei Vollgas, das viele als "normal" bezeichnen.
Dann natürlich Weissrauch und schlechtes Anspringen bei Kälte.
So what?

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