wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

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chabbes
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wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#1 Beitrag von chabbes » 2016-10-25 22:33:58

Servus,
habe die Tage mal angefangen meine rote "Hummel" abzuschmieren.
Bei den Gelenkwellen (Antriebswellen) hat es sich so verhalten, dass Gegenüber des Schmiernippels ein Loch
im Kern ist. Dort kommt altes Fett raus und dann später auch das neue Fett.
Sonst kommt nirgendwo Fett raus, ist das bei diesem Modell OK ?

Man liesst von einigen Herstellern das man solange Fett rein drücken soll bis es an allen Gelenkzapfen raus quillt.
Das geht hier nicht... wer kann es mit erklären?

Die Schiebestücke sind laut Schmierplan wartungsfrei (auch kein Nippel dazu), wird hier empfohlen doch mal einen spritzer Öl rein oder
einfach nix ?

Danke & Grüße
chabbes
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holland
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#2 Beitrag von holland » 2016-10-28 11:23:48

Moin
Da sollte ein Gewinde sein.
Wenn ja gehört da sehr wahrscheinlich ein Überdruckventile / Entlüftungsventil rein.
Könnte Die 81936110001 ET Nr. sein

Gruß

Bernhard_h
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#3 Beitrag von Bernhard_h » 2016-10-28 12:25:19

oder Schmiernippel wie bei meinem Dänen.

Bernhard

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#4 Beitrag von dibbelinch » 2016-10-28 15:13:18

Wenn Du Fett reindrückst (und Deine Fettpresse ordentlich funktioniert) MUSS das Fett ja irgendwo hingehen. Wenn es also nirgendwo rausquillt, Deine Kartusche aber irgendann leer ist, dann ist es Zeit für die Ursachensuche.

Ich habe beim ersten Abschmieren der Gelenkwellen fast 2 Kartuschen Fett verbraucht, da hat vorher wohl niemand was gemacht (das Auto hatte aber auch erst 20.000km auf dem Puckel.

Und bei einem Gelenk war auf der Antriebsseite überhaupt kein Schmiernippel drin, aber ein Gewinde. Konnte mir keiner erklären, auch der altgediente Meister in meiner MAN-Werkstatt nicht. Ich habe dann die Schultern gezuckt, einen Schmiernippel reingedreht und ordentlich Fett reingepresst. Nach dem Motto: zuviel Fett kann´s nicht sein.

Gruss, Ulf
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#5 Beitrag von Unimuck » 2016-10-28 15:36:57

Bei den Gelenken ist dies ok,
nur bei den Schiebestücken sollte man keine zwei Kartuschen reinpressen. Diese können sich dann nicht mehr verkürzen beim einfedern. Wird dann zum Hydraulikzylinder...
Gruß Hartmut

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. (Sokrates)

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#6 Beitrag von chabbes » 2016-10-28 20:08:37

Servus,

Danke schonmal für die Rückmeldungen...
Das Fett kommt ja raus... auf der anderen Seite durch das kleine Loch... und das macht meiner Meinung nach keinen Sinn... ist aber bei allen Gelenken
bei mir so... rechts rein... links raus :eek:
Hmm.. ich werde mal das Loch zuhalten und schauen ob dann woanders was rauskommt.... oder das Überdruck-Dingens von "Holland"

@Bernhard-h: ist bei Deinem Dänen beidseitig ein Schmiernippel drin?

LG
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#7 Beitrag von Bernhard_h » 2016-10-28 20:11:14

ja stimmt, bei mir sind 4 Schmiernippel pro Kreuzgelenk an der Vorderachse. Ist auf dem Schmierplan auch gezeigt das es Varianten mit 2 oder 4 Schmiernippeln gibt. Ist beim abschmieren nicht unpraktisch.

Bernhard

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#8 Beitrag von chabbes » 2016-10-28 20:12:00

Servus,

@holland:
.. habe mal nach Deiner ET Nummer gesucht und dadurch diesen Beitrag gefunden... das ist genau wie bei mir...
http://www.kat-forum.de/viewtopic.php?p=5735

LG
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#9 Beitrag von chabbes » 2016-10-28 20:24:26

Servus,

und dann gleich noch mal nachgefragt...
Die Schiebestücke sind bei mir ohne Schmiernippel ausgeführt und laut Wartungsanleitung "Wartungsfrei"
Sollte man hier trotzdem alle paar Jahrzehnte mal was Öl rein sprühen oder einfach lassen?

LG
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#10 Beitrag von Bernhard_h » 2016-10-28 20:29:09

Bei mir hat die VTG Eingangswelle am Schiebestück einen Schmiernippel

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#11 Beitrag von Kater » 2016-10-30 23:53:52

Wartungsfrei gibt es nicht, höchstens wartungsarm.

Fett härtet im Laufe der Zeit aus. Am meinem KAT habe ich die hintere geteilte Kardanwelle durch eine einteilige ohne Schmiernippel ersetzt. Die Bohrung ist vorhanden, ich kann die Schraube raus und einen Nippel einsetzen. Das werde ich in 10 Jahren machen.

Falls du faul bist machst du nur die Kreuzgelenke dicht und ölst das Schiebestück ein. Ein Prüfung auf Spiel würde ich vorher machen, wenn überall neues Fett drin ist tut man sich schwerer Spiel zu erkennen.
Falls deinem Auto bisher nie etwas gutes getan wurde (und der fehlende Nippel deutet auf einen Pflegerückstand hin), kann Ausbau der Welle, Montage der Überdruckventile oder Schmiernippel und Zerlegen des Schiebestücks Sinn machen. Neu fetten und wieder zusammen setzen. Die Wellen sind ja eher zierlich.

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#12 Beitrag von chabbes » 2016-10-31 20:42:49

Servus,
so, heute mal genauer angeschaut was da in dem Loch ist... und ja, die Überdruckventile sind da eingeschraubt, überall, siehe Bild.
Wie schon erwähnt machen die aber beim geringsten Druck auf und das Fett pfeift durch.
Daumen drauf drücken reicht nicht :dry:
Ist eine 11-er Schlüsselweite, den kann ich aber nicht sauber ansetzten, mache damit nur den Kopf kaputt.
Also denke ich ausbauen, abknicken und schauen ob ich die Ventile mit einer Nuss raus bekomme. Hoffe die reissen mir nicht ab.
Dann Verschlussschraube rein...
Habe das Gefühl das wird nicht so einfach... der Kopf wird abreissen und ich habe den Salat...
.. vielleicht hilft bisschen warm machen :bored:

LG
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#13 Beitrag von Kater » 2016-11-01 9:53:36

Wahrscheinlich werden die Ventile einfach raus gehen. Festrosten ist in einer permanent fettigen Umgebung eher unwahrscheinlich. Bei der Montage wird bei Serienfertigung mit den richtigen Momenten angezogen, also auch Grund zur Hoffnung.

Als kleiner Vergleich: die Entlüftung des Kupplungsnehmerzylinders beim KAT war total festgegammelt und ist abgerissen, Alugehäuse und Bremsflüssigkeit als Medium. Die gleiche Schraube an der Servolenkung ließ sich bei 4 KATs sehr einfach rausdrehen, eben weil dort alles mit Öl benetzt ist.

Viel Erfolg

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#14 Beitrag von chabbes » 2016-11-05 20:40:28

Servus,
die Schmiernippel sind angekommen und so habe ich das noch gute Wetter genutzt um das
mit der Gelenkwelle mal zu versuchen.
Welle ausgebaut, der Überdruck-Einsatz ging mit der passenden Nuss sauber raus, der Schmiernippel aber nur mit Gefummel rein,
denn da sind 4 Stege die das einschrauben schwierig gestalten (nur auf der Seite).
Mit Schmiernippel kann man vorsichtig Druck aufbauen und wenn man das Gelenk dann länger hin und her bewegt kommt dann irgendwann
die alte Siffe raus...
Ich denke da kam bisher noch nie was raus... :ohmy: ... aber da kaum Kilometer sollte alles nun ok sein.
Werde das über Winter dann mal für die anderen 2 Wellen auch machen...
das Schiebestück habe ich zerlegt, das Fett darin war schon fest... alles gesäubert und neu gefettet... sollte nun alles passen...
Spiel ist keines da... denke alles noch rechtzeitig gemacht...

Danke für die ganzen Hilfestellungen,
LG
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#15 Beitrag von Neina » 2018-04-09 15:48:20

Hallo Forumsgemeinde,
wie Chabbes habe auch ich staunend beobachtet, dass das Fett, was ich durch den Schmiernippel hineinpresse, sofort aus dem Überdruckventil wieder herauskommt. Vielleicht bin ich ein wenig blauäugig, wenn ich von der Qualität unserer Ingenieure überzeugt bin, aber ich ich kann mir nicht vorstellen, dass man ohne Grund diese Ventile verbaut hat. Auch die Kostenrechner hätten wahrscheinlich nicht mitgespielt, hier eine Bohrung zu machen, ein Gewinde zu bohren und ein Messingteil einzuschrauben, wenn es sinnlos, überflüssig und unsinnig ist. Zumal ich die Beobachtung gemacht habe, dass ich nach längerer Fahrt sehr wohl Fett in das Gehäuse pressen kann (1 - 2 Pumpvorgänge), bevor es aus dem Ventil wieder ans Tageslicht kommt.
Meine Überlegung ist folgende: Die Schmiernippel sitzen zentral auf den Kreuzgelenken. Diese drehen sich im Fahrzeugbetrieb und zwar rotieren sie abhängig von der Geschindigkeit. Wenn man also mit hoher Geschindigkeit fährt, wird insofern das Fett als halbfester Stoff durch die Zentrifugalkraft nach aussen, also Richtung Lagerbuchsen gedrückt und versorgen diese mit dem Fett, und zwar genau soviel, wie verbraucht wird.
Ob dies tatsächlich die Überlegung der Ingenieure gewesen ist, weiss ich natürlich nicht, war nur eine plausible Idee von mir.

Freundliche Grüße

Michael

Kater
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#16 Beitrag von Kater » 2018-04-09 19:36:38

Die Überlegungen sind im Prinzip richtig.
Ein paar weitere Aspekte sind zu berücksichtigen:
- in den Nadellagern bildet sich Abrieb und der muss raus. Üblicherweise pumpt man von Zeit zu Zeit solange, bis frisches Fett austritt. Mit einem defekten Überdruckventil oder verharztem Fett in den Lagern wird das schwierig.
- die beim Bund vorhandenen Fettpressen mit Druckluftunterstützung bringen viel Material mit hohem Druck rein. Ohne Begrenzung drückt es die äußeren Dichtlippen gnadenlos raus. Dann ist bald mehr kaputt als nur eine Gummilippe. Technischer Dienst beim Bund war immer ein Thema für sich. Abschmieren ist einfach in der Durchführung und effektvoll in der Aussenwirkung. Um das Material zu schonen begrenzt man den Druck.
Wenn man weiss was man tut sollte es keine Überlastsituationen mit einer Handpresse geben.

bachmarc
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#17 Beitrag von bachmarc » 2020-04-02 20:09:16

Ich missbrauche mal diesen alten Thread...
Ich heute mal ne Fettpresse aus „Erbmasse“ zu benutzen am G90.

Gibt es eine Schmiernippel Norm/Größe für den G90? Die Bomag Verdichter scheinen größere Nippel zu haben, weil beim G90 der Schlauch entweder abplöppt oder sich Fett rausdrückt und nicht in den Nippel geht.

Ich habe leider keine LKW Werkstatt ums Eck und Amazon zeigt mir reichlich Adapter, Anschlüsse für Abschmieren

Gruß aus Homeoffice
Marc
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#18 Beitrag von Kater » 2020-04-02 20:22:40

Mir sind keine unterschiedlichen Fettnippel an Baumaschinen und LKW bekannt.
Klar gibt es größere, aber in der Realität habe ich immer die gleiche Größe gesehen.

Baumaschinen werden vor Ort (in der Baustelle) abgeschmiert. Da nimmt man in der Regel einfach zu beschaffende Teile und Kartuschen zum Nachfüllen

Wenn also der Kopf runter hopst oder Fett zwischen Spitze und Nippel raus quillt, dann sitzt der Kopf nicht richtig: nicht weit genug drauf oder schräg.
Solange alles in einer Flucht (Kopf der Fettpresse und Bohrung des Nippels) ist, geht es gut.

Besonders im Kreuzgelenk ist die Ausrichtung wegen der Gabeln etwas schwierig und meist nur mit Verdrehen der Welle einwandfrei möglich.
Ich habe auch schon mehr als 1-mal Fett abwischen dürfen.

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#19 Beitrag von Keswicktours » 2020-04-03 7:13:06

Hallo Marc,

bei unserem G90 waren die beiden Nippel der hinteren Federpakete mit Unterbodenschutz versehen und der linke Nippel trug sogar noch eine Schutzkappe. Nach 10 Hüben mit der Einhandpresse war einfach Schluss, aber noch kein Fett quoll raus.

Der Fahrzeugbauer hat eine gescheite Hebelpresse genommen und mit ordentlich Druck kam das ganze alte ranzige Fett rausgedrückt. Der Kopf war genau gleich.

An den Kardanwellen bin ich mit der Einhandpresse ganz gut voran gekommen. Da wurde wohl öfters mal abgeschmiert. Die benutze ich sonst am Defender.

Eine Standardpresse von u.a. Pressol www.pressol.com baut genug Druck auf, um das alte Fett rauszudrücken. Die kommt noch in das Bordwerkzeug vom G90.

Gruss,
Bernd
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... reisen ohne Airbag aber mit VW-MAN G90 8.150 FAE und Landy
G90 Ausbaudokumentation: https://www.wohnmobil-selbstausbau.com/ ... 0_FAE.html

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#20 Beitrag von bachmarc » 2020-04-03 18:23:14

Soo ich habe mal ne Presse von Pressol bestellt, die war zudem recht günstig.

Meine Bomagpresse hat neben dem losen Kopf (könnte an mir liegen) auch nicht den Radius für eine Kartusche.
Da füllt man das Fett aus nem Eimer ein... Nö du, das ganze Haus steht schon voll mit Werkzeug und Teilen des G90... kein fettiger Eimer dazu. => neue Presse auch wenn das Bomag Ding recht wertig ausschaut .
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#21 Beitrag von bachmarc » 2020-04-09 11:11:11

Kurzer Abschluss: Neue 14 EUR Presse ist da und jetzt klappt es auch: lag am Kopf der Presse
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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#22 Beitrag von tschwerto » 2020-07-30 12:09:26

Bei meinem Iveco 80-16 AW gibt es bei der vorden Gelenkwelle (vom VTG zur Vorderachse) auch diese Überdruckventile. Ich hab dann Fett eingepresst bis es zum Überdruckventil rauskam. Wie bereits festgestellt wurde, öffnet das Überdruckventil sehr früh, es wird also fast kein Druck aufgebaut. Ich war dann auch sehr skeptisch, weil bei den anderen zwei Gelenkwellen das Fett irgendwann rausgedrück wird und man dann halt sicher ist, dass überall neues Fett angekommen ist. Hab dann diese Diskussion hier im Forum gefunden. Nach nun etwa 300 km bin nochmals unter das Fahrzeug gelegen. Man sieht das ganz wenig Fett durch die Fliehkräfte, die Bewegung und die leicht Erhöhten Temperaturen während der Fahrt aus den Dichtungen ausgetreten ist und es ging auch wieder ein klein wenig Fett rein, bevor es wie zuvor aus dem Überdruckventil raus kam. Ich habe dann versucht das Überdruckventil von aussen zu verschliessen. Dies führte dazu, dass der Kraftaufwand an der Fettpresse enorm stieg und trotzdem kein Fett ausgetreten ist->Ich habe dann die Aktion abgebrochen.

Ich hab dann die technischen Unterlagen konsultiert und da steht folgendes: "Gelenkkreuze wartungsarmer Gelenkwellen sind mit einem Spezial-Schmiernippen oder mit einem Normal-Schmiernippel mit im Gelenkkreuz integriertem Entlüftungsventil ausgerüstet. Ein Fettaustausch (Durchschmieren) ist an diesen Gelenkkreuzen nicht mehr möglich (Abdichtringlippen zeigen nach innen). Tritt beim Abschmieren Fett aus dem Überdruckventil des Schmiernippels, ist der Schmierfett-Haushalt ergänzt."

Ich werde demnach die Konstruktion mit dem Überdruckventil so lassen, weil ich Angst habe, dass es mit den Abdrichtring rausdrückt/kehrt, weil anscheinend die Abdichtlippen gemäss den Unterlagen nach innen zeigen. Die vordere Gelenkwelle bei meinem Iveco 80-16 ist auch von GWB, so wie die oben abgebildete Gelenkwelle. Wenn man ganz vorsichtig drückt und die Gelenkwelle hin und her bewegt (so wie chabbes beschrieben hat), kann ich mir jedoch durchaus vorstellen, dass es ohne Beschädigung funktioniert.

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#23 Beitrag von ud68 » 2020-07-30 13:02:08

chabbes hat geschrieben:
2016-10-28 20:24:26
Servus,

und dann gleich noch mal nachgefragt...
Die Schiebestücke sind bei mir ohne Schmiernippel ausgeführt und laut Wartungsanleitung "Wartungsfrei"
Sollte man hier trotzdem alle paar Jahrzehnte mal was Öl rein sprühen oder einfach lassen?

LG
chabbes
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noch ein Hinweis zu dem alten Beitrag:
Bei "relativ neuen" Kardanwellen werden die Schiebestücke "rilsaniert" ausgeführt. Das ist eine Kunststoffbeschichtung und ist wartungsfrei. Ölen führt zu unnötiger Dreckansammlung.
LG Udo

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Re: wie Gelenkwelle MAN/VW G90 abschmieren

#24 Beitrag von Mark86 » 2020-07-30 13:58:16

Wenn man was ölt, was gefettet gehört, dann wäscht dass Öl recht schnell dass Fett weg und das Öl selbst bleibt auch nicht lange da...

Bei Kreuzgelenken halte ich nicht viel von "viel hilft viel"...
Wenn man da zu viel Fett rein drückt, dann zerlegt es einem am Kreuzgelenk die Dichtungen und dann hat man mehr kaputt gemacht als heile und wenn man Pech hat, drückt man sich die Lagerdeckel krum. Ich geh bei meinem Auto 2x im Jahr hin und dann bekommen die ganz sorgsam ein bis zwei Hub aus der Hebelpresse und gut ist. Auch bei den Schiebestücken bin ich "Maßvoll"...

Ich hab mir übrigens für meine Kreuzgelenke dass hier gekauft:
https://www.ebay.de/itm/Kreuzgelenke-Ka ... 3021829321

(Ist keine Werbung für den Anbieter)
Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Ansonsten hilft es, die Schmiernippel los zu drehen und so zu drehen, dass man zum Abschmieren dran kommt und ggfls. den Nippel raus zu nehmen, ihm n Schlag aufs Gewinde mit zu geben und dann so ins Gelenk zu schrauben, dass er da bleibt, wo man mit der Presse dran kommt :angel:

Alle anderen doof reingeschraubten Nippel, vor allem hinten am Federgehänge hinter den Staukästen, etc. habe ich gegen entsprechende Winkelnippel ersetzt, so dass ich zum Abschmieren gut dran komme.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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