Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

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1977
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Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#1 Beitrag von 1977 » 2016-09-03 1:25:58

Die Leckölleitung mit an den Vorlauf gehängt? Warum?

Was mich schon immer wundert:
Bei unserem 911er, Bj 1977 mit OM352 führt die Lecköl-Sammelleitung, die von den Einspritzdüsen kommt, direkt zum Diesel-Vorlauf. Sie ist zusammen mit dem vom Tank kommenden Vorlauf direkt per Hohlschraube an den Zulauf der Förderpumpe (die mit dem Schauglas und der Handpumpe) angeschlossen.

Original führte soweit ich weiß eine dritte Leitung das Lecköl seperat zurück in den Tank. Ich kenne andere Motoren bei denen die Leckölleitung mit an den Rücklauf angeschlossen ist.
Der Vorbesitzer hatte unseren Lkw bereits auf mehrere Tanks umgerüstet, dabei wurde wohl die Leckölleitung auf den Zulauf umgebaut.

Ich frage mich ob das eigentlich richtig ist?
Was meint ihr?

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Chris_G300DT
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#2 Beitrag von Chris_G300DT » 2016-09-03 1:53:14

Hallo,
Vielleicht wollte er die Umschaltung des Rücklaufs sparen. Macht aber eigentlich auch keinen Sinn, da das überströmventil der esp ja weiterhin für Rücklauf sorgt.

Ich würde das als improvisierte Bastelei einschätzen und wieder ändern.

Gruß
Chris

unihell
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#3 Beitrag von unihell » 2016-09-03 23:46:42

Hallo
Sie ist zusammen mit dem vom Tank kommenden Vorlauf direkt per Hohlschraube an den Zulauf der Förderpumpe
das ist so korrekt. Das Leitungssystem wurde geändert. Bei der älteren Version ging diesev Leitung ebenfalls in den Tank zurrück.
Gruß Helmut

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Alex Hamburg
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#4 Beitrag von Alex Hamburg » 2018-01-05 20:00:25

1977 hat geschrieben:
Bei unserem 911er, Bj 1977 mit OM352 führt die Lecköl-Sammelleitung, die von den Einspritzdüsen kommt, direkt zum Diesel-Vorlauf. Sie ist zusammen mit dem vom Tank kommenden Vorlauf direkt per Hohlschraube an den Zulauf der Förderpumpe (die mit dem Schauglas und der Handpumpe) angeschlossen.
Hallo Thomas,

könntest Du davon vielleicht mal ein Bild machen, wie genau die Leckölleitung nun bei Dir verlegt ist? Ich habe einen ex Feuerwehr-1113 Baujahr 1980, mit originalerweise zwei verbundenen Tanks unter Fahrer- und Beifahrersitz (45 und 65 Liter). Die habe ich nun ausgebaut, um an der Fahrerseite einen 300-Litertank anzuschließen. Der Tank ist schon dran. Nur quasi unterm Beifahrersitz (bzw. unterm Blech), wo vorher der Originaltank angeschlossen war, habe ich nun drei Leitungen in der Hand. Vor- und Rücklauf und Leckölleitung (die ging bei mir vorher auch in den Tank unterm Beifahrersitz zurück). Nun frage ich mich, ob ich die Leckölleitung schon vorne im Motorraum einkürze und wie bei Dir direkt an die ESP (Vorlauf) einbinde. Oder ob ich da, wo die Leckölleitung grad liegt einen T-Verbinder einsetze. Und zwar in die: Vorlauf- oder Rücklaufleitung? Oder doch besser Leckölleitung wieder soweit verlängern, dass sie zurück in den neuen 300-Liter-Tank an der Fahrerseite geht?

Zusatzfrage: nach langem Hin- und Her habe ich mich für den Webasto-Dieselherd entschieden. Gemäß Anleitung soll dessen Dieselleitung in die Rücklaufleitung des LKW per T-Stück eingebunden werden. Warum ist das so? Wenn der Wagen länger steht und ich ständig koche (eher theoretisch, aber nun gut...) ist die doch irgendwann leer?! Gleiche Frage bezüglich Dieselversorgung/Anschluss der Leitung für meine Webasto Thermo Pro 90.

LG,
Alex

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Ulf H
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#5 Beitrag von Ulf H » 2018-01-05 20:18:38

... Leckölleitung gehört ganz sicher nicht in den Vorlauf ...

... der kleine Tank für die Standheizung wird automatisch gefüllt, wenn der Motor läuft ... steht der Motor, ist der Tank korrekterweise irgedwann mal leer ... bei einer Standheizung die auch wenn das Fahrzeug steht dauerhaft weiterlaufen soll ist das nicht optimal ... wie lange der Tank reicht muss man ausprobieren ... bei mir sind es mindestens 12 Stunden ...

Gruss Ulf
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#6 Beitrag von unihell » 2018-01-06 19:19:39

Hallo
... Leckölleitung gehört ganz sicher nicht in den Vorlauf ...
gibt es dazu eine fundierte Begründung? Die Technik hat sich seit dem Tod von Rudolf Diesel schon ein wenig geändert.
Man unterscheidet zwischen Lecköl und Rücklauf. Das Lecköl dient zum Kühlen der Einspritzdüsen und heizt den Vorlauf. Später hat man sogar Wärmetauscher verbaut, um den Kraftstoff vorzuheizen.
Ich würde das als improvisierte Bastelei einschätzen
und das an tausenden von Fahrzeugen :angel:
Gruß Helmut

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MarkusG
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#7 Beitrag von MarkusG » 2018-01-06 20:52:10

gibt es dazu eine fundierte Begründung?
Solange alle Schläuche dicht sind, ist alles gut. Aber viele Schläuche ergeben auch viele Fehlerquellen.
Daher hat Ulf völlig recht, die Leckölleitungen gehören nicht in den Vorlauf.
AUSER man verbaut einen automatischen Entlüfter aus dem Heizungsbereich. Link Diese wurden früher bei Pflanzenölfahrern (auch bei mir) verbaut.
Gruß Markus
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#8 Beitrag von unihell » 2018-01-06 22:36:18

Hallo
die Leckölleitung enthält keine Luft, woher sollen diese kommen. Höchstens drückt es bei Leckage raus. Deshalb braucht es auch keine Entlüfter. Sorry, hier sind keine Übungsplätze für Hobbby-Konstrukteure, das ist nun mal Motorenbau. Klar, jeder darf seine persönliche Meinung äußern, für Ratschläge sind fundierte Kenntnisse gefragt. Und nein, weder du noch Ulf hat recht. Das ist nun mal so. Der TS hat gefragt, ob das original so ist, ja, es ist original so. Wie ich weiter oben geschrieben habe, wurde das System im Laufer der Jahrzehnte umgestellt. Es kann durchaus sein, das viele Kurzhauber noch mit dem alten System hier unterwegs sind.
Was Pölfahrer basteln ist kein Maßstab, da baut jeder anders.
Nur so ganz nebenbei, ich habe meinen 352 auf Vordruckventil umgebaut, ich brauche gar keine Entlüfterschraube zu öffnen, ich drücke die Luft einfach mit der Handpumpe zum Tank durch. An meinem 366 ist das Serie, ebenfalls an dem 356, der sich im Umbau befindet.
Gruß Helmut

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#9 Beitrag von hugobaer » 2018-01-06 23:19:42

Was verstehst du unter Vordruckventil? Ich frage weil in der Einspritzanlage von Haus aus ein Ventil eingebaut ist, das den Vordruck "steuert". Das läßt alles was zuviel von der Förderpumpe kommt wieder in den Tank laufen und hält dabei den Vordruck auf der Niederdruckseite der Esp. Theoretisch kann man die Luft immer da durch pumpen ist aber nervig erst alle Luft durch den/die Filter in die Pumpe und dann noch weiter durchs Ventil pumpen. Oder gibts eins das Luft leichter durchläßt?
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Alex Hamburg
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#10 Beitrag von Alex Hamburg » 2018-01-10 23:47:55

Hallo nochmal!

Wenn ich mir alle Antworten so durchlese scheint es ja durchaus unterschiedliche Meinungen zu geben zur Sinnhaftigkeit (ob Lecköl in den Vor- oder in den Rücklauf). Und scheinbar hat ja selbst Mercedes das irgendwann mal umgestellt. Meine Frage daher an dieser Stelle: mein Hauber ist Baujahr 1980, also vergleichsweise jung. Dennoch: die Leckölleitung ging bis zurück in den Tank (welcher unter dem Beifahrersitz war). Jetzt hab ich folgende drei Möglichkeiten: ich verlängere die Leckölleitung um ca. 1,50m und lege auch diese direkt in den neuen 300-Liter-Tank auf der Fahrerseite. Oder ich setzte ein Y-Stück in den Rücklauf und verbinde Lecköl- und Rücklaufleitung unter dem Beifahrersitz (unterm Blech). Oder ich setze ein T-Stück in den Vorlauf... Ich tendiere zu Version zwei. Meinungen? (für diesen Fall)

Wo ist eigentlich der Vorteil bzw. der Grund, dass Mercedes das geändert hat und später Lecköl direkt in die ESP geführt hat?

Gruss!
Alex

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Freddy
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#11 Beitrag von Freddy » 2018-01-11 17:09:27

Die alte Lecköldikusion wieder...

Also in den Vorlauf gehört die ganz bestimmt nicht, ist ja eine Leckölleitung und kein Druckölleitung und im Vorlauf herrscht entweder Unter-, oder Überdruck.
Die Leckölleitung in den Rücklauf zu legen scheint wohl legitim zu sein, allerdings herscht hier auch ein gewisser Unterdruck (prinzip Wasserstrahlpumpe).

Über die Gründe warum MB das geändert hat lässt sich wohl nur spekulieren, soweit ich weiß haben modernere Düsen einen geringeren Lackölanteil zugunsten des Eingespritzten anteils.

Übrigens, aus der Leckölleitung kommt wirklich wahnsinnig wenig raus.

Die Frage die sich bei allen Umbaumaßnahmen stellt ist eben: Warum ohne Not etwas ändern was seit Jahrzehnten störungsfrei funktioniert?

Gruß

Freddy

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#12 Beitrag von Harty » 2018-01-11 21:13:54

interessante Diskussion.
Freddy hat geschrieben:...
Also in den Vorlauf gehört die ganz bestimmt nicht, ist ja eine Leckölleitung und kein Druckölleitung und im Vorlauf herrscht entweder Unter-, oder Überdruck.
Die Leckölleitung in den Rücklauf zu legen scheint wohl legitim zu sein, allerdings herscht hier auch ein gewisser Unterdruck (prinzip Wasserstrahlpumpe)....3
Vorlauf, ja was ist Vorlauf? Vor der Pumpe ist Unterdruck, denn sie saugt ja aus dem Tank. Hinter der Pumpe ist Überdruck, geregelt durch das Überströmventil. Wenn also die Leckölleitung vor der Pumpe angeschlossen ist, sollte alles richtig sein. Das (wirklich wenige) Lecköl wird also mit angesaugt. In der Druckleitung hat es definitiv nichts zu suchen.
In der Rücklaufleitung dagegen herrscht doch etwas Druck, der Restdiesel muß ja in den Tank befördert werden.
Freddy hat geschrieben:...
Die Frage die sich bei allen Umbaumaßnahmen stellt ist eben: Warum ohne Not etwas ändern was seit Jahrzehnten störungsfrei funktioniert?...Freddy
Sehe ich genauso, nur hat der TE gefragt, ob das System richtig ist.
Wenn beim OM352 die Leckölleitung direkt am Diesel-Vorlauf angeschlossen wurde, dann scheint das in Ordnung zu sein. Ich würde keine zusätzliche Leitung bis zum Tank legen, denn du mußt am Tank eine Möglichkeit schaffen, den Schlauch anzuschließen.
Immer nach dem Motto: "Never change a running system"
Gruß
Harty

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#13 Beitrag von lunschi » 2018-01-11 22:41:40

...hier noch mal eine andere Meinung:

Ich würde nach schlechten Erfahrungen mit Luftziehen an der Saugleitung der ESP da nicht auch noch die Leckölleitung als potentielle Leckstelle mit reinhängen wollen.

Die hier gebrachten Argumente von wegen "Vorheizen des Vorlaufs" erscheinen mir angesichts der wirklich geringen Leckölmengen nicht stichhaltig. Einen Vorteil sehe ich da nicht. Wer unbedingt die dritte Leitung zum Tank sparen möchte sollte die Lecköllleitung meiner Ansicht nach viel eher an den Rücklauf zum Tank mit dranhängen das ist bezüglich Leckstellen viel unkritischer.

Gruss
Kai
Kaputt ist wenn man aufhört zu reparieren.

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#14 Beitrag von Freddy » 2018-01-11 22:58:42

lunschi hat geschrieben:...hier noch mal eine andere Meinung:

Ich würde nach schlechten Erfahrungen mit Luftziehen an der Saugleitung der ESP da nicht auch noch die Leckölleitung als potentielle Leckstelle mit reinhängen wollen.
So isses! Warum am zickigsten Abschnitt des ganzen LKW noch ne "Sollbruchstelle" einarbeiten?

Gruß

Freddy

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#15 Beitrag von hugobaer » 2018-01-11 23:05:24

Wie es beim OM352 ist weiß ich nicht. Beim Deutz 714er Sechszylinder ist hinten an der Pumpe noch eine Leckölleitung, verbundem mit der von den Düsen und dann als dünner zweiter Rücklauf zum Tank. Wir wollten die ganz schlau wegsparen und haben sie nach dem Überströmventil zum Rücklauf, also auf der "drucklosen" Seite in den Rücklauf eingebaut. So weit so gut. Solange der Tank leer genug war... Nach dem Tanken war der Gegendruck zu groß weil der Rücklauf fast so tief in den Tank ging wie der Vorlauf und die Pumpe hat munter Diesel durch die Dichtung vom Seitendeckel geblasen. Und wir haben uns noch gewundert warum das nachts wenn einer hinter uns war so rauchig ausgesehen hat und komisch auf der Seite ohne Auspuff auch. Besser mal gucken, oje... :ninja: Wir haben dann die andere Leitung doch verlegt und siehe da der Anschluß am Tank ist nicht nach innen verlängert. Hätte vielleicht gereicht die Verlängerung am Rücklauf abzusägen.
So und so ähnlich spart man sich Arbeit. Aber das Auto ist jetzt untenrum von vorn bis hinten rostgeschützt.
hugobaer
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#16 Beitrag von sico » 2018-01-12 12:53:48

unihell hat geschrieben:Hallo
... Leckölleitung gehört ganz sicher nicht in den Vorlauf ...
gibt es dazu eine fundierte Begründung? Die Technik hat sich seit dem Tod von Rudolf Diesel schon ein wenig geändert.
Man unterscheidet zwischen Lecköl und Rücklauf. Das Lecköl dient zum Kühlen der Einspritzdüsen und heizt den Vorlauf. Später hat man sogar Wärmetauscher verbaut, um den Kraftstoff vorzuheizen.
Ich würde das als improvisierte Bastelei einschätzen
und das an tausenden von Fahrzeugen :angel:

hallo Helmut,
Ich weiß nicht, was Mercedes das macht. Ich weiß auch nicht, auf welche Weiterentwicklung der Einspritztechnik du hier beziehst.

Die Schulungsunterlagen von Bosch (gelbe Reihe) für Diesel-Reiheneinspritzpumpen aus 2001 sagen jedenfalls:
Die Rückführung des Lecköls aus den Einspritzdüsen erfolgt über die Rücklaufleitung des Kraftstoffes von der Einspritzpumpe zum Tank.
Das Lecköl entsteht durch den Einspritzdruck, der den Kraftstoff durch den Ringspalt des sog Führungsspiels von Nadeldüse zu Nadelführung drückt.
Das Spiel berägt 0,002 mm. Entsprechend gering ist die Verlustmenge. Das Lecköl schmiert die Düsennadel in seiner Führung. Von Kühlung schreibt Bosch nichts.
Das ist der Stand der Technik für die Fahrzeuggeneration, um die es hier hauptsächlich geht.
Am meinem IVECO wird das Lecköl sogar gesondert mit einer separaten Leitung zum Tank rückgeführt.

Mit Einführung der Pumpe/Düse-Technik erwärmte sich der Kraftstoff am Pumpe-Düse-Element so stark, so dass in die Kraftstoffleitung Kühlkörper=Wärmetauscher eingebaut wurden. Das findet man z.B. bei jedem VW-Pumpe-Düse-Motor.

mfg
Sico

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#17 Beitrag von Karoking » 2018-01-13 23:10:52

Hallo Alex,
Ich verstehe noch nicht genau , warum du die beiden Tanks unter den Sitzen raus nimmst oder möchtest du den Platz anders nutzen ? Habe mir auch einen 1113 im letzten Jahr zugelegt und bin noch am umbauen. Habe heute gerade auch beide Tags ausgebaut um sie zu reinigen und einen weiteren ( 3 Tank ) einzubauen, um eine größere Reichweite zu erzielen. Soweit ich weiss , sind das original zusammen nur 100 ltr. ( 70 - 30 ). Auch bei mir läuft die Rück- und Leckölleitungen getrennt zurück in den Tank 10 mm und 8 mm.

Alex Hamburg
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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#18 Beitrag von Alex Hamburg » 2018-01-14 19:59:37

Hallo zusammen!

Zunächst einmal zur Aussage, warum ohne Not etwas ändern, was seit Jahren funktioniert: mein neuer Tank ist jetzt nun einmal 1,5 Meter weiter hinten und auf der anderen Fahrzeugseite. Da müssen die 3 Leitungen nunmal irgendwie hin. Und meine Frage war ja nicht aus einer Not heraus geboren sondern vielmehr eine Frage nach gesparter Arbeit. Soll heissen: ist es möglich, Lecköl in Vor- oder Rücklauf einzubinden (wie ich es schon hier im Forum gelesen habe) oder ist das Käse. Es scheint ja durchaus geteilte Meinungen mit jeweils guten Argumenten für beide Seiten zu geben. Auch wenn Mercedes das Lecköl scheinbar in den Vorlauf gelegt hat, kann ich die Gründe dagegen so sehr nachvollziehen, dass ich es so nicht mache. Da ich nicht nachvollziehen kann, welche Nachteile (oder gar Schäden?) daraus resultieren können, wenn man das Lecköl in den Rücklauf einbindet, kaufe ich jetzt einfach zusätzliche 3 Meter Tecalan Rohr in 6mm plus einen Verbinder und ziehe einen separaten Schlauch zum Tank (mein Tankgeber hat vier Anschlüsse, zwei große für Vor- und Rücklauf der ESP plus zwei kleine für Vor- und Rücklauf eines zusätzlichen Verbrauchers, z.B. Standheizung. In den Rücklaufanschluss packe ich jetzt die Leckölleitung. Anmerkung: die Tankleitungen für Vorlauf gehen jeweils bis zum Boden, die Leitungen für Rücklauf sind beide kurz).

Zu der Frage, warum ich die zwei Original-Tanks rausreiße: ich habe auch überlegt, die zusammen 100 Liter zu behalten und einfach einen 300 Liter Tank zusätzlich einzubauen. Drei Gründe sprachen für mich dagegen: a) ich hätte den Sprit dauerhaft aus dem 300-Liter Tank umpumpen müssen, wohl mit einer Elektropumpe. Auch wenn es hier zuverlässige Pumpen gibt wollte ich nicht noch eine zusätzliche Fehlerquelle einbauen, die mich in der Mitte des sibirischen Nirgendwo im Stich lassen kann. b) will ich das Diesel-Gestinke nicht mehr im Fahrerhaus haben). c) möchte ich auf Fahrer- und Beifahrerseite Luftsitze einbauen. Die bauen höher als die Original-Sitze, daher muss ich diese rund 10-15cm tief in die Konsole einsenken. Zudem sagte der TÜV, dass er den Einbau der ISRI-Sitze akzeptiert, aber nur, wenn ich die (doch sehr schweren und mit Gurt ausgestatteten) Sitze im Fahrzeugboden verschraube (mit Gegenplatte oder Metallstrebe von unten, damit ich beim Bremsen nicht samt Sitz durch die Windschutzscheibe fliege). Wie gesagt, Aussage vom TÜV, aber daher sind die zwei kleinen Tanks aus meinem Fahrerhaus rausgeflogen.

P.S. wenn mir jemand sagt, dass nichts kaputt gehen kann, wenn ich das Lecköl in den Rücklauf einbinde, mache ich es vielleicht doch so. Ich möchte sowenig unnötige Kabel, Schläuche, etc. wie möglich unterm Fahrzeug haben. Sämtliches unnötiges Feuerwehr-Zeugs ist auch rausgeflogen, damit für die Werkstatt in Afrika (und auch für mich selbst) im Fall der Fälle alles überschaubar bleibt.

Alex

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#19 Beitrag von Karoking » 2018-01-14 22:36:09

Hier mal ein paar Bilder von meinem original Tank. Normalerweise kannst du es mit in die Rücklaufleitung klemmen können.
Dateianhänge
20180114_144928.jpg
20180114_144852.jpg

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Re: Leckölleitung an Diesel-Zulauf beim OM352?

#20 Beitrag von unihell » 2018-01-27 14:34:32

Hallo
um diese Thema nochmal aufzugreifen.
Es wird die Leckölleitung der Einspritzdüsen in den Vorlauf eingespeist. Das Lecköl kühlt die Düsen und ist relativ warm, es wärmt dadurch den Kraftstoff vor. Die Viscosität von Diesel ist stark temperaturabhängig, auch die Verdampfung nach der Einspritzung (Zündverzögerung) wird dadurch etwas verbessert. Bei noch neueren Motoren wird der Kraftstoff daher über Wärmetauscher ( z.B. durch das Kühlwasser) vorgewärmt.
Ich stelle mir die Frage, weshalb du dein System jetzt umstellen möchtest, obwohl es doch über Jahrzehnte funktioniert hat. Etwa nur weil dir das jetzt aufgefallen ist und dir diese Technik nicht bekannt ist?
Sicherlich ist eine undichte Verbindung durch Alterung eine Fehlerquelle. Zur Erhaltung der Betriebssicherheit sollten die Brems-, Kühlmittel- und Kraftstoffschläuche alle zehn bis zwanzig Jahre einmal zu erneuert werden. Luft ziehen kann das System an den anderen unvermeidlichen Verbindungen ansonsten trotzdem.
Gruß Helmut

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