Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

Moderator: Moderatoren

Antworten
Nachricht
Autor
Bernhard G.
abgefahren
Beiträge: 1307
Registriert: 2006-10-09 19:43:22
Wohnort: Rosenheim

Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#1 Beitrag von Bernhard G. » 2016-07-09 15:31:09

Natürlich klebt die Kupplung wegen der langen Standzeit und ich glaube auch, daß der Simmering der Getriebeeingangswelle undicht ist. Gesetz dem Fall, daß es wirklich so kommt, wie ich es mir in meinem notorischen Pessimismus ausmale: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen? Getriebeheber habe ich mir ja vor kurzem einen gekauft.

Ich habe die Kupplung jetzt mal in getretener Stellung blockiert. Ob es was hilft?

Das VTG habe ich übrigens mit dem Getriebeheber in 20 Minuten ausgebaut bekommen. (Ja, ich habe einen Schuß, ich will das Ding neu lackieren). Das langwierigste war das entsplinten der Kronenmuttern der Aufhängung. Aber das Schaltgetriebe ist halt eine Hausnummer ekelhafter.

Benutzeravatar
Pirx
Säule des Forums
Beiträge: 11527
Registriert: 2006-10-04 20:03:38
Wohnort: Raum Stuttgart
Kontaktdaten:

Re: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#2 Beitrag von Pirx » 2016-07-09 15:44:19

Nachdem ich am Mercedes-Benz Kurzhauber schon gefühlte zigmal das Getriebe zu mehreren, zu zweit und allein ein- und ausgebaut habe, sage ich mal: das geht alleine. Wird ja am Mercur nicht wesentlich anders sein als am Kurzhauber.

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.

Benutzeravatar
Buclarisa
abgefahren
Beiträge: 3415
Registriert: 2009-07-20 17:23:30
Wohnort: an der Saale hellem Strand

Re: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#3 Beitrag von Buclarisa » 2016-07-09 18:52:51

Wenn es nur um die klebende Kupplung geht. Motor warmlaufen lassen, Motor aus, Gang rein und mit getretener Kupplung starten, nach meist kurzer Fahrstrecke trennt sich die Kupplungsscheibe von der Schwungmasse.
"Der Anfang einer jeden Katastrophe ist eine beschissene Vermutung"

Bernhard G.
abgefahren
Beiträge: 1307
Registriert: 2006-10-09 19:43:22
Wohnort: Rosenheim

Re: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#4 Beitrag von Bernhard G. » 2016-07-09 19:35:40

Wird schwierig, so aus meiner Garage rauszukommen - rückwärts, eine Rampe rauf, ums Eck blind auf die Straße. Naja, vielleicht läßt sich die Kupplung doch leichter losbrechen als gedacht. Ich hatte das schon mal nach dem Winter - da haben dann ein paar Ruckler mit dem Anlasser gereicht. Damals stand er aber nur ein paar Monate.

Benutzeravatar
Buclarisa
abgefahren
Beiträge: 3415
Registriert: 2009-07-20 17:23:30
Wohnort: an der Saale hellem Strand

Re: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#5 Beitrag von Buclarisa » 2016-07-09 20:11:12

Na an der Rampe sollte sich das Problem von allein auflösen.

Aber es sollte mit einem Zureicher kein Problem sein.
"Der Anfang einer jeden Katastrophe ist eine beschissene Vermutung"

Benutzeravatar
Prickel
abgefahren
Beiträge: 2262
Registriert: 2010-04-04 9:37:00
Wohnort: 45663 Recklinghausen

Re: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#6 Beitrag von Prickel » 2016-07-10 8:19:04

Mittels Schleppstange und Traktor oder LKW bei eingelegtem Gang und gelöster Bremse mal etwas ruckeln...
VG Tom

Bernhard G.
abgefahren
Beiträge: 1307
Registriert: 2006-10-09 19:43:22
Wohnort: Rosenheim

Re: Kann man das Mercur-Getriebe alleine ausbauen?

#7 Beitrag von Bernhard G. » 2019-09-06 16:11:04

So, das Problem hat sich zum Glück ohne Getriebeausbau lösen lassen. Die Kupplung saß wie befürchtet richtig fest. X mal mit dem Anlasser rütteln hat nichts gebracht. Da hätte ich eher den Anlasser ruiniert. Auch ein paar Meter rückwärts die Rampe aus meiner Garage raus hat nichts geholfen. So wollte ich nicht unkontrolliert unsere Wohnstraße langfahren, also wieder in die Garage zurückgerollt.

Dann hab ich den Mercur am Rahmen hinten so weit aufgebockt, daß die Hinterachse in der Luft hing. Die Kardanwelle zur Vorderachse habe ich am VTG abgeflansch und dann die Differentialsperre reingehaut. Durch Bremsen und Gasgeben hab ich dann versucht, die Kupplung zu lösen. Ich wollte schon aufgeben, als es plötzlich vernehmlich geknackt hat und die Kupplung war frei.

Mann bin ich froh!

Antworten