Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

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lunschi
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#61 Beitrag von lunschi » 2015-06-25 19:44:44

clyde hat geschrieben:
Landei hat geschrieben:Deshalb schließe ich jetzt nicht aus, dass das starke Tropfen nach der Autobahnfahrt an einem der wenigen nicht so kühlen Tage dieses Jahres mit der unterschiedlichen Viskosität der Öle zusammenhängen könnte.
Da kann "eigentlich" kein Zusammenhang bestehen.
10 W 40 hat bei warmem Motor die gleiche Viskosität wie 15 W 40.
Der Unterschied liegt im "kalten" Temperaturbereich.
Das ist, was Spaltleckage angeht, ein Trugschluß. Beim 10W40 ist das Grundöl einfach dünnflüssiger als bei 15W40. Die Viskositätsgleichheit bei hoher Temperatur wird durch Additive erzeugt, die bei Scherung des Öls dieselben Scherkräfte erzeugen wie bei dem dünneren Öl.
Im statischen Spalt, wo das Öl quasi beliebig viel Zeit zum Durchsabbern hat dominiert die Viskosität des Grundöls.

Ich habe schon vielfach die Erfahrung gemacht das ein dickflüssigeres Grundöl sich durchaus positiv auf Ölschwitzen und Leckage auswirkt. Einen Versuch wärs auf jeden Fall wert...

Gruss
Kai
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Pirx
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#62 Beitrag von Pirx » 2015-06-25 21:42:44

clyde hat geschrieben:
Landei hat geschrieben:Deshalb schließe ich jetzt nicht aus, dass das starke Tropfen nach der Autobahnfahrt an einem der wenigen nicht so kühlen Tage dieses Jahres mit der unterschiedlichen Viskosität der Öle zusammenhängen könnte.
Da kann "eigentlich" kein Zusammenhang bestehen.
10 W 40 hat bei warmem Motor die gleiche Viskosität wie 15 W 40.
Der Unterschied liegt im "kalten" Temperaturbereich.
Das ist die Theorie. In der Praxis haben trotzdem schon einige Besitzer älterer Fahrzeuge die Erfahrung gemacht, daß ein Motor mit 15W-40 dicht ist, mit 10W-40 aber tropft. Ich auch.

Pirx
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#63 Beitrag von Pirx » 2015-06-25 21:47:02

tonnar hat geschrieben:
Landei hat geschrieben:Mein Plan:
1. Motorenentlüftung überprüfen lassen
2. Wundermittelchen einfüllen und fahren
3. Ölwechsel auf 15W40
Ich würde mit dem Ölwechsel anfangen.
Ich würde die Reihenfolge wie folgt ändern:
1. - 3. - 2.

Wenn die Entlüftung verstopft ist, wird auch das 15W-40 schnell wieder rausgedrückt ...

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#64 Beitrag von Mark86 » 2015-06-26 9:23:22

Das ist die Theorie. In der Praxis haben trotzdem schon einige Besitzer älterer Fahrzeuge die Erfahrung gemacht, daß ein Motor mit 15W-40 dicht ist, mit 10W-40 aber tropft. Ich auch.
Das ist richtig, die Theorie krankt nämlich an der Öltemperatur.
Bis 100°C ist ein 15W40 dicker als ein 10W40, ab 100°C ist das 10W40 idr. Temperaturstabiler, das 15W40 wird dann dünner als das 10W40.
Das Problem in der Theorie ist, dass son alter LKW Dieselmotor bei weitem keine 100°C Öltemperatur hat, der kommt vieleicht auf 50, 60°C Motorölbetriebstemperatur. Als Turbodiesel lass ihn meinetwegen wenn er richtig ackern muss, die 80°C knacken, aber keine 110 oder 120°C, das schaffen idr. nur recht hoch belastete Benzinmotoren auf Volllast.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#65 Beitrag von Walöter » 2015-06-26 9:33:21

Mark86 hat geschrieben: Das Problem in der Theorie ist, dass son alter LKW Dieselmotor bei weitem keine 100°C Öltemperatur hat, der kommt vieleicht auf 50, 60°C Motorölbetriebstemperatur. Als Turbodiesel lass ihn meinetwegen wenn er richtig ackern muss, die 80°C knacken, aber keine 110 oder 120°C, das schaffen idr. nur recht hoch belastete Benzinmotoren auf Volllast.
Laut Motorenhandbuch haben die OM 352/353 als Sauger wie auch als aufgeladene Motoren eine Betriebsöltemperatur von 90°. Bei Lastbetrieb auch mehr. Das deckt sich mit meine4n Beobachtungen.

Walter
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#66 Beitrag von unihell » 2015-06-29 19:59:25

Hallo
die Motoröltemperatur ist immer >= Kühlwassertempereratur . Der Wärmetauscher wird bei niedrigeren Temperaturen vom Kühlwasser geheizt.

Nochmal auf die Ausgangslage zurückkommend. Der Motor wurde in unbekanntem Umfang überholt, der Burgmannring vermutlich erneuert. Beim OM352 sinken die Lagerböcke ab, bei der Überholung muss dann die Gasse neu gebohrt und gelagert werden. Ob dieser Schritt durchgeführt wurde wäre zu klären. Ansonsten sinken auch die neuen Lagerschalen mit der Kurbelwelle wieder ab und der Burgmannring bekommt oben Luft.

Das Rückfördergewinde endete mit Motor-Nr 470359 BJ 1977 und war zum Zeitpunkt des 1017 bereits Geschichte.
Gruß Helmut

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#67 Beitrag von Landei » 2015-06-30 18:26:53

So, Öl gewechselt, Entlüftung befundfrei kontrolliert, leider ist auch schon ein Wundermittelchen eingefüllt, das ich so nicht gewählt hätte, aber schaden tut es wohl nicht.
Motorwäsche gemacht und 30km um den Block gefahren. Noch ist alles trocken.
Schau wir mal, die nächsten Tage/Wochen ist Stillstand.

Danke für die Anregungen, ich schreibe mal in ein paar hundert Kilometern was.

Jochen

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#68 Beitrag von DB 613 » 2015-07-02 0:02:05

Das Wundermittelchen Lecwec hilft bei Borgmannringen nicht.
Ihre Nachricht: DB 613 Kastenwagen, Baujahr 1981, Kurbelwellendichtung leicht undicht (sog.Borgmannring) aus Filz.
> Funktioniert Lecwec?
>
> Danke.
>
>
> http://www.lecwec.de/Kontakt-de.html -
>
>
Hallo Herr xxxxxxx,

Für solche Dichtungen bietet LecWec keine Lösung.
Es regeneriert Dichtungen aus Polymeren, die ihre Weichmacher mit der
Zeit verlieren.

Eine zumindest Teillösung können wir mit dB Wec anbieten, Damit wird die
Oberfälchenspannung des Öls erhöht, und so hat es es schwieriger, durch
den Filz
zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Chambers
Grüßle
Herbert

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#69 Beitrag von Landei » 2015-07-24 19:35:00

So, ich bin jetzt ca. 200km gefahren, auch bei Wärme.

Nach 60km und Abstellen war noch ein etwas größerer Ölfleck auf der Pappe, jetzt kommen aber nur noch ein paar Tröpfchen nach jedem Abstellen aus dem Loch der Schwungradabdeckung.
Da stecke ich vorerst einen Fidibus aus Küchenpapier rein und gut ist.

Ich denke, das 10W40 Longlife Öl war der Übeltäter. Jetzt ist einfaches 15W40 von der Tanke in der Wanne und das ist scheinbar gut so für die Altkonstruktion.
Ob der Herr Lickwieh Molly mit ihm saan Ölssstop Additiv auch noch zur Dichtigkeit beiträgt kann durchaus sein.

Danke für die Unterstützung.

Jochen

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#70 Beitrag von Landei » 2016-07-03 15:23:24

Ich hole den Tröt noch einmal kurz hoch.

Die "Fidibus" Maßnahme funktioniert zwar, ist aber trotzdem etwas lästig, wenn man bspw. vor einer Rezeption oder einem öffentlichen Parkplatz mit vielen Sehleuten nach dem Anhalten unter das Auto kriechen muss und mit öligen Fingern hervorkommt.

Ich habe vorgestern noch schnell einen Tipp aus dem Jaguar E Forum umgesetzt und eine kleine Auffangwanne unter den Motor geferkelt. Die schafft erstmal was weg und hält zudem die Vorderachse ölfrei.
Auswischen kann ich dann immer noch in einer unbeobachteten stillen Minute.

Jochen
Dateianhänge
k-DSC_5833.JPG
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#71 Beitrag von danimilkasahne » 2016-07-03 16:47:54

:angel: ....das schwappt dann selten aber umsomehr ob das besser ist?

My 2 Cents

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#72 Beitrag von Landei » 2016-07-03 17:19:30

Ich glaube, es reicht für einige Tage bzw. für mindestens 10-20 Mal Motorabstellen. Für einen Fahrtag reicht es definitiv.
Mir geht es hauptsächlich darum, nicht schon gleich bei der Ankunft an einem Ort, wo es gewöhnlich viele neugierige Blicke gibt, unter die Karre krabbeln zu müssen.
Speziell an Plätzen, wo man aufgrund der Größe der Gefahr unterliegt, wegen fadenscheiniger Gründe wieder weggeschickt zu werden, finde ich das sehr lästig.
Auch auf Fähren habe ich Verständnis dafür, dass das Bordpersonal wenig Bock hat, sich auf meinen -wenn auch nur kleinen- "Ölflecken an Stahl" die Knochen zu brechen. Und die Fährsaison liegt vor der Tür :blume:
So kann ich vor der Abfahrt die Luftkessel entwässern, die Öl-Mompe aus dem Druckregler ablassen und die Tropfölauffangwanne einmal feucht durchwischen.

Zur überschwenglichen Freude meiner Frau bleiben jetzt auch die offenporigen uralt Backsteine auf dem Hof tropfenfrei und der große Ölfleck auf der Betonplatte wird wohl nur noch eine kurze Zeit die Bakterien ernähren können.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#73 Beitrag von Walöter » 2016-07-03 21:09:52

Jochen,

weshalb erneuerst Du nicht den unteren Teil der Borgmanndichtung? Das ist relativ schnell erledigt und schafft vielleicht sogar völlige Abhilfe, wenn Du die untere Hälfte etwas länger machst. Bei mir hat es das Problem zur Gänze beseitigt.

Walter
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#74 Beitrag von Buclarisa » 2016-07-03 21:25:34

Aber dazu muss doch die Ölwanne raus. :rock:
"Der Anfang einer jeden Katastrophe ist eine beschissene Vermutung"

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#75 Beitrag von Landei » 2016-07-03 22:37:27

weshalb erneuerst Du nicht den unteren Teil der Borgmanndichtung?
- weil ICH in der Stellung kackender Fuchs unter dem Auto liegend ohnehin mittlerweile den Schrauberblues habe (siehe auch Schreibweise des letzten Wortes in der Überschrift)
- weil mein Lkw Schrauber mit Grube wohl auch den Schrauberblues für diese Tätigkeit hat und irgendwie sein Geld anders verdienen möchte
- weil auch ein neuer Ring bei den längeren Standzeiten eines nicht Alltagsfahrzeuges höchst wahrscheinlich eher früher als später wieder durchlässig wird (siehe diverse Oltimerforen)
- weil unter dem Reihen 8er Deutz in unserem Triebwagen Bj 37 auch eine gewaltige Auffangwanne kurze über Schienenkopfhöhe alle Tropftätigkeiten vorbildlich behandelt


Du hast aus technischer Sicht recht, aber die "musikalische Komponente" ist grroß und mächtich, ----- schicksalstrrächtich :D

Jochen

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#76 Beitrag von Uwe » 2016-07-04 14:43:44

Landei hat geschrieben: ist grroß und mächtich, ----- schicksalstrrächtich :D
Um die Kupplung wabern (Öl)Nebelschwaden :D (ok, etwas frei interpretiert) :ninja:
Denken ist wie Googeln, nur krasser
-------------------------------------------
Zum Glück hab ich kein Laster
-------------------------------------------
Der Wagen verströmt den sanften Ölduft, wie er nur von luftgekühlten Triebwerken ausgeht.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#77 Beitrag von lunschi » 2016-07-04 18:45:05

@Jochen:

...so eine kleine Ölauffangdose hatte mein Kumpel auch unter dem Motor seines alten 911er Porsche montiert. Das hat hervorragend funktioniert und war sogar wartungsfrei. Beim langsamen Fahren sammelte die Dose brav die Öltröpfchen und wenn man dann Gas gab wurde sie wieder leer... :ninja:

Mittlerweile hat er den Motor aber überholt und praktisch trocken gelegt.

Gruss
Kai
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#78 Beitrag von DäddyHärry » 2016-07-04 19:51:11

Uwe hat geschrieben:
Landei hat geschrieben: ist grroß und mächtich, ----- schicksalstrrächtich :D
Um die Kupplung wabern (Öl)Nebelschwaden :D (ok, etwas frei interpretiert) :ninja:
Aufi, auf den Borg(mannring)

Das Werkzeug ruft...

Gruß Härry
Die Bundesfamilienministerin warnt:
Fläschchengeben führt bei Vätern zum Auftreten von Stilldemenz!

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#79 Beitrag von ingolf » 2016-07-04 21:22:52

Landei hat geschrieben:
weshalb erneuerst Du nicht den unteren Teil der Borgmanndichtung?
- weil ICH in der Stellung kackender Fuchs unter dem Auto liegend ohnehin mittlerweile den Schrauberblues habe (siehe auch Schreibweise des letzten Wortes in der Überschrift)

Jochen
Hallo Jochen,
die Verwendung eines guten Rollbrettes ermöglicht die Arbeitshaltung "Schlafender Fuchs" . Kann ich empfehlen.

Grüße, Ingolf
Flocken statt Feinstaub !

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#80 Beitrag von olddriving71 » 2018-10-25 22:55:47

Hallo ich bin neu hier im Forum und habe jetzt mit der Restauration meines MB LF710 Bau 67 begonnen. Leider finde ich im allgemeinen wenig Infos zum Thema LKW Restauration bzw. Motorinst.

Ich suche hier im Forum Informationen zum wechsel der Simmeringe vom Motor OM352. Mein Motor ist im allgemeinen stark verölt. Ich will auf jeden Fall den vorderen Simmering am Motor und den hinteren am Getriebeausgang erneuern. Ich habe auch schon die Kardanwelle und den Kühler ausgebaut, sodass ich eigentlich gut an die Mutter bzw. Schraube rankomme. Aber ich habe wohl nicht genug Schmalz im Ärmel :-(... Aber im ernst ich bekomme weder die vordere Schraube gelöst um die Riemenscheibe zu entfernen, noch läßt sich die Kronenmutter hinten am Getriebeausgang lösen (Splint ist natürlich draußen).

Kann mir jemand sagen ob ich nur noch mehr Kraft (per Hebel) aufwenden muß, oder gibt es da ein Linksgewinde. Oder habt Ihr andere Tipps. Ich wäre um jeden Ratschlag dankbar....

Schon jetzt vielen Dank im Voraus.

Old driving Stefan

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#81 Beitrag von Walöter » 2018-10-26 8:13:57

Hallo Stefan,

Willkommen in diesem Forum! Du kannst und wirst hier sehr viele Informationen zu Deinem Motor und dessen Instandsetzung finden. Die Suchfunktion ist zwar mühsam, aber sie führt zum Erfolg. Schwieriger ist es manchmal, verwertbare Informationen von wertlosen bzw. in die Irre führenden zu unterscheiden.
Zum Lösen der Mutter vorne benötigst Du einen so genannten Schlagringschlüssel.
7068.JPG
7069.JPG
7072.JPG
7108.JPG
7117.JPG
Der Wechsel des Wellendichtringes vorne am OM 352 ist hier schon mal beschrieben worden. Die hintere Kurbelwellenabdichtung kannst Du nur bei ausgebauter Kurbelwelle wechseln, dazu muss idR der Moto raus. Es gibt beim OM 252 zwei Versionen: Die älteren haben so genanntes Rückführungsgewinde, die neueren einen Borgmannring. Auch darüber findest du weitere Infos hier im Forum.
Wenn ich es richtig verstehe, willst du aber ohnehin erst einmal den Simmering am Abtrieb des Getriebes wechseln und bekommst diese Mitter nicht auf: Hier hilf in der Tat nur Kraft. entweder du nimmst eine große Verlängerung, oder (besser) einen Drehmomentverstärker (z.B. von der Firma Walter, die gibt es manchmal in der Bucht aus Bundeswehrbeständen und ie sind recht gut und halbwegs bezahlbar).
P10904361.JPG
Drehmomentverstärker
Viel Erfolg!

Walter
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#82 Beitrag von nickel » 2018-10-26 8:22:41

olddriving71 hat geschrieben:
2018-10-25 22:55:47

noch läßt sich die Kronenmutter hinten am Getriebeausgang lösen (Splint ist natürlich draußen).
Hallo,

ich hab das mit Hilfe eines Wagenhebers ganz gut auch ohne Muckibudenvorbereitung geschafft. Möglichst lange Verlängerung und dann mit dem Wagenheber betätigt... :rock:

Viel Spaß & Erfolg!

Nickel

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#83 Beitrag von olddriving71 » 2018-10-26 15:29:32

Leute Ihr seid ja der Hammer!!

Das ich so schnell eine Rückinfo bekomme ist natürlich ein Traum :D :D ....

Ich versuche das mal und halte euch auf dem laufenden...

Schönes WE. Old driving Stefan

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#84 Beitrag von olddriving71 » 2018-10-26 20:08:14

Hallo zusammen,

So am Getriebeausgang habe ich den neuen Simmering drin. Ich habe einen Gang eingelegt, vorne die Schraube mit einem Schlüssel verklemmt und hinten an dem Schaubenschlüssel mit einem Wagenheber den Schraubenschlüssel angehoben. Beim Anheben habe ich zwar zwischendurch gedacht "gleich fliegt mir alles um die Ohren oder ich hebe das Auto an.... Aber dann kam die Kronenmutter. War ein super Tip.
Ich denke für die Schraube an der Riemenscheibenseite vom Motor besorgen ich mir dann wohl den Schlagringschlüssel, denn da sehe ich keine Möglichkeit mit dem Wagenheber was zu machen, da der Motor ja eingebaut ist...
Schönen Abend noch.

Old driving Stefan

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#85 Beitrag von lunschi » 2018-10-27 12:03:21

Hallo Stefan,

ich hatte mir einfach ein 40er Winkeleisen genommen, zwei Löcher reingebohrt und das an dem Kardanwellenflansch festgeschraubt. Damit hast Du ein wunderbares Hebelchen zum Gegenhalten und musst nicht das Drehmoment zum Lösen bzw. Anziehen der Schrauben über den Antriebsstrang führen.

Da dies erfahrungsgemäß nicht der letzte Dichtring im Antriebsstrang sein wird den Du wechseln musst empfehle ich Dir den Nachbau dieses Werkzeugs ;-)

Die große Schraube vorn auf der Riemenscheibe wird wenn ich es richtig in Erinnerung habe mit 500 Nm angezogen. Der von Walter vorgeschlagene Schlagringschlüssel hilft zwar beim Lösen aber nicht beim korrekten Festziehen dieser Schraube. Dazu gibt es bei MB einen Gegenhalter der an der Riemenscheibe angesetzt wird. Ansonsten helfen vor allem lange Hebel... Ein Steckschlüsselsatz mit mindestens 3/4" Antrieb sollte auch vorhanden sein wenn man an solchen Autos sinnvoll arbeiten will.

Im übrigen habe ich die Erfahrung gemacht dass alte OM352 gern aus allen Knopflöchern Öl schwitzen. Am besten wäscht Du den Block mal mit Bremsenreiniger gut ab und lässt ihn dann abschnittsweise kurz (oder länger) laufen um die Leckstellen zu identifizieren. Gern genommen: Einspritzpumpe (alle Dichtstellen), Ölkühler (linke Motorseite), Stoßstangendeckel (rechte Motorseite), Primärtriebdeckel (vorn), Hauptölkanalstopfen (vorn und hinten), Ölwanne (alle Schrauben) und so weiter und so fort.

Erschwerend kommt hinzu das fast alle Gewindebohrungen im Block und anderen Gußteilen als Durchgangsgewinde ausgeführt sind. Daher empfiehlt es sich bei sehr vielen Schrauben diese zusätzlich im Gewinde mit Hylomar abzudichten.

Kai
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#86 Beitrag von Walöter » 2018-10-27 12:38:45

Hallo Stefan,
olddriving71 hat geschrieben:
2018-10-26 20:08:14
Hallo zusammen,

So am Getriebeausgang habe ich den neuen Simmering drin. Ich habe einen Gang eingelegt, vorne die Schraube mit einem Schlüssel verklemmt und hinten an dem Schaubenschlüssel mit einem Wagenheber den Schraubenschlüssel angehoben. Beim Anheben habe ich zwar zwischendurch gedacht "gleich fliegt mir alles um die Ohren oder ich hebe das Auto an.... Aber dann kam die Kronenmutter. War ein super Tip...
... was passiert, wenn dir bei einer solchen Aktion mal das Werkzeug abrutscht und dich dann unterm Auto liegend trifft...? :cold:

Walter
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#87 Beitrag von olddriving71 » 2018-10-27 20:59:18

lunschi hat geschrieben:
2018-10-27 12:03:21
Die große Schraube vorn auf der Riemenscheibe wird wenn ich es richtig in Erinnerung habe mit 500 Nm angezogen. Der von Walter vorgeschlagene Schlagringschlüssel hilft zwar beim Lösen aber nicht beim korrekten Festziehen dieser Schraube. Dazu gibt es bei MB einen Gegenhalter der an der Riemenscheibe angesetzt wird. Ansonsten helfen vor allem lange Hebel... Ein Steckschlüsselsatz mit mindestens 3/4" Antrieb sollte auch vorhanden sein wenn man an solchen Autos sinnvoll arbeiten will.

Im übrigen habe ich die Erfahrung gemacht dass alte OM352 gern aus allen Knopflöchern Öl schwitzen. Am besten wäscht Du den Block mal mit Bremsenreiniger gut ab und lässt ihn dann abschnittsweise kurz (oder länger) laufen um die Leckstellen zu identifizieren. Gern genommen: Einspritzpumpe (alle Dichtstellen), Ölkühler (linke Motorseite), Stoßstangendeckel (rechte Motorseite), Primärtriebdeckel (vorn), Hauptölkanalstopfen (vorn und hinten), Ölwanne (alle Schrauben) und so weiter und so fort.
Hallo Kai,

bislang komme ich eigentlich nur aus dem PKW-Bereich und habe nur einen VW T2 restauriert. Da hört es dann beim 36mm Schlüssel auf. Ich habe schon gemerkt, dass ich mit meinem Standardwerkzeug da Schwierigkeiten bekomme.Ich muss da dann ein wenig improvisieren oder mir was leihen. Heute habe ich mit dem Vermieter meiner Hall sprechen können, der mir scheinbar einen großen Steckschlüsselsatz leiht.


Ich habe eventuell schon ein großes Ölleck gefunden. Die Schrauben von dem Stoßstangendeckel waren so locker, dass ich sie mit der Hand losdrehen konnte. Dementsprechend sah die Dichtung da drunter natürlich aus... :wack: Diese habe ich schon erneuert, die beiden beschriebenen Simmerringe und die Ölwannenichtung sollen noch folgen und dann will ich mal gucken, wie es aussieht.

Vielen Dank für deine Tipps! :D

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#88 Beitrag von olddriving71 » 2018-10-27 21:05:39

Walöter hat geschrieben:
2018-10-27 12:38:45
Hallo Stefan,
olddriving71 hat geschrieben:
2018-10-26 20:08:14
Hallo zusammen,

So am Getriebeausgang habe ich den neuen Simmering drin. Ich habe einen Gang eingelegt, vorne die Schraube mit einem Schlüssel verklemmt und hinten an dem Schaubenschlüssel mit einem Wagenheber den Schraubenschlüssel angehoben. Beim Anheben habe ich zwar zwischendurch gedacht "gleich fliegt mir alles um die Ohren oder ich hebe das Auto an.... Aber dann kam die Kronenmutter. War ein super Tip...
... was passiert, wenn dir bei einer solchen Aktion mal das Werkzeug abrutscht und dich dann unterm Auto liegend trifft...? :cold:

Walter
Hallo Walter,

nett, dass du besorgt bist, aber ich habe den Wagenheber seitlich unter den LKW geschoben und habe ihn auch von der Seite her bedient. Ich bin also nicht im Gefahrenbereich gewesen. Den Schraubenschlüssel, mit dem ich die vordere Kurbelwellenschraube festgeklemmt habe, habe ich mit dicken Putzlappen abgedeckt, sodass diese auch nicht durch die Gegend hätte fliegen können. :D

Schönes Wochenende
Old driviing
Stefan

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Kasi968
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#89 Beitrag von Kasi968 » 2018-10-27 22:29:03

Hallo Stefan,
zum Lösen der Schraube an der Kurbelwelle/Schwingungsdämpfer/Riemenscheibe hat mir ein Meister von Mercedes einen Tip gegeben: Eine 46er Nuss mit einer größeren Ratsche oder Hebel auf die Schraube aufstecken und nach rechts auf den Fahrzeugrahmen ablegen und mit einem Gurt sichern. Dann den Startknopf ganz kurz betätigen und die Schraube ist locker! Klingt grausam, hat aber geholfen.
Aber nicht vergessen, nicht nur den Simmerring sondern auch den Laufring auf der Kurbelwelle zu wechseln.

Viele Grüße
Karsten

olddriving71
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#90 Beitrag von olddriving71 » 2018-10-27 23:29:01

Kasi968 hat geschrieben:
2018-10-27 22:29:03
Hallo Stefan,
zum Lösen der Schraube an der Kurbelwelle/Schwingungsdämpfer/Riemenscheibe hat mir ein Meister von Mercedes einen Tip gegeben: Eine 46er Nuss mit einer größeren Ratsche oder Hebel auf die Schraube aufstecken und nach rechts auf den Fahrzeugrahmen ablegen und mit einem Gurt sichern. Dann den Startknopf ganz kurz betätigen und die Schraube ist locker! Klingt grausam, hat aber geholfen.
Aber nicht vergessen, nicht nur den Simmerring sondern auch den Laufring auf der Kurbelwelle zu wechseln.

Viele Grüße
Karsten
Hallo Karsten,
...der Laufring sitzt dann auf der Kurbelwelle und ist das Gegenstück gegen den die Dichtlippe abdichtet?? Den Laufring kann man nach vorne abziehen?

Die Simmeringe hat man mir bei Dreyer verkauft, aber von einem Laufring hat keiner was gesagt... Ich hoffe aber das der Laufring keinen Verschleiß aufweist, da der Wagen erst plausible 2680 Kilometer gelaufen hat. Beim dem Wagen handelt es sich um eine Feuerwehr, die erst als Berufswehr eingesetzt war und dann über 20 Jahre auf einem Sportflugplatz als Löschwagen im Einsatz war. Dadurch ist der Motor öfter gelaufen (um einsatzfähig zu sein) hat aber keine Kilometer bekommen.

Old driving Stefan

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