Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

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Jeremia
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Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#1 Beitrag von Jeremia » 2013-07-19 17:53:03

Hallo,
bei mobile wird ein Allrad- MAN-VW 9.150 mit Automatikgetriebe angeboten.
Ist ein solches Fahrzeug gleichermaßen expeditions- bzw. pistentauglich wie ein Allrad mit
manuellem Getriebe?
Gruß
Jeremia

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#2 Beitrag von gilbert » 2013-07-19 18:23:14

das ist so eine Glaubensfrage.

ich für meinen Teil möchte immer lieber den Kraftschluss zwischen Motor und Rädern zu 100% haben, dann spürt man auch ob ein Rad durchdreht oder der Wandler.
ich habe schon mal einen Automatik Daf LKW Rüstwagen vor eine Kante gestellt , es war einfach nicht möglich da hoch zu fahren, der Wandler drehte sinnlos durch und kochte das Öl ab. :)
des weiteren möchte ich im Notfall das Auto anrollen lassen können oder per Bergegurt um ein Rad gewickelt den Motor starten können.

es ist natürlich unfassbar gemütlich mit Automatik im Gelände, Bier inner Hand und nur lenken zu müssen :)
was mir auch aufstößt ist das die Werkstätten im Expeditionszielgebiet meist überhaupt gar keine Ahnung haben und demnach ein kaputtes Automatikgetriebe das Auto unweigerlich stopp.
zusätzlich muß das Automatikgetriebe einen Öl-Kühler haben , das ist wieder ein Bauteil was auch noch kaput gehen kann und beim Schaltgetriebe überflüssig ist.

als ich für meinen Teil würde das nicht machen!!!!
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#3 Beitrag von urologe » 2013-07-19 18:40:40

hallo,
allein die Frage danach , ist für mich die Antwort : nimm Automatik.

die , die sie verdammen haben sie nie kennen gelernt - sprich Millionen Lkw-Fahrer - heute schwören sie drauf :angel:
wenn einer das Öl mit einer Automatik an einer Kante kocht , weiß er nicht , daß man auch eine Automatik in den passenden
Bereich schalten kann und auch mit einer Kupplung muß ich die nicht heiß brennen , wenn ich stattdessen 10cm von der Kante
zurück fahre und mit etwas Schwung die Kante nehme - glaub nicht alles , was aus dem Dschungel geschrieben wird - die wären froh ,
wenn sie Automatik hätten....
der Reparatureinwand stimmt !
ansonsten , Automatik mit Hirn bedient ist auch im Sand Gold wert :angel:

und 18-Gang-Schaltgetriebe mit Hirn bedient ist besser als Automatik - wenn Du Chauffeur hast und während der Fahrt mit Frau in Kabine Champagner schlürfst :joke:

LG
Ralf
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#4 Beitrag von gilbert » 2013-07-19 19:01:56

das wird ja bestimmt eine lustige lange Diskussion.

auf wie starte ich eine Automatikgetriebe Motor ohne Batterien oder defektem Anlasser bist du gar nicht ein gegangen.

und der Kat fährt genauso nicht Kannten rauf, habe auch schon getestet, Eisenbahnschienen mit nicht versenkten Schwellen, geht nur mit Schwung und ordentlich gerappel inner Kiste. :) oder wenn ich so Schlammlöcher Videos vom Kat in Saverne sehe, da bleiben die Räder einfach stehen :) keine überragende Geländekonstruktion :)

also für meinen Teil muss eine Expedition Fahrzeug mit eingelegtem 1. Gang mindestens eine Kante von 40-50 cm erklimmen können ohne das man in die Trickkiste greifen muss :)

gruß Gilbert
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#5 Beitrag von burkhard » 2013-07-19 19:17:31

70 cm
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#6 Beitrag von urologe » 2013-07-19 19:44:09

gilbert hat geschrieben:das wird ja bestimmt eine lustige lange Diskussion.
das sollte es auch werden - aber nicht über den KAT -
da kennst Du Dich -im Gegensatz zum offroad-Fahren- nicht wirklich aus....
( Nb : der KAT wird einfach mit eingelegtem Gang angeschleppt - ) :D

aber bei der Frage ging es doch nicht wirklich über das hinterletzte Hindernis im Urwald -
sondern eher um 95% einer zB Ex-Europatour und da ist der Fragesteller m.E. eindeutig
mit Automatik gut bedient (solange sie nicht repariert werden muß ) .
Gruß
Ralf
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#7 Beitrag von urologe » 2013-07-19 19:55:25

hallo Burkhard,
:D ,
ja ich weiß 70 cm ist die Vorgabe für den KAT -
aber wer on tour vor einer 70cm hohen Kante mit dem KAT steht und den ohne einen gewissen Unterbau
mit Steinen oder Ästen darüber drischt , kommt sowieso nicht mehr all zu weit .... ob mit oder ohne Automatik.
Gruß
Ralf
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#8 Beitrag von frizzz » 2013-07-19 20:14:46

Kinners....
der kat hat eine wandlerZUSATZkupplung- das ist n ganz anderes prinzip.
da schalztet der wandler auf, wenn die" drehzahl nicht ausreicht"....
wird der wandler zu heiss, leuchtets gelb im armaturenbrett und das heisst vorsicht-
dann muss definitiv mechanisch gefahren werden.

beim Allison- das hat der wahrscheinlich drin- gibt es KEINE stufe mit wandlerüberbrückung.
Das heisst dann :
<rausschaukeln nicht möglich
(dauert 1-2 minuten bis das getriebe von v nach r wechselt)
<hoher spritverbrauch, da immer mit wandclerverlust gefahren wird (man schätzt beim 9.150 25 liter)
<kein anschleppen
<schlechte dokumentation zur reparatur
<in afrika dürfte eine reparatur nicht möglich sein
<dann hat das allison wahrscheinlich keine 6 schaltstufen....

das ist auch der grund, warum für mich das auto (habs gestern angeguggt) NICHT in frage kommt.

PS: KAT fahren macht spass---beim 9.150 bin ich mir nicht so ganz sicher...

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#9 Beitrag von burkhard » 2013-07-19 21:27:40

Hallo Ralf,

ich kenne den Kat zwar nicht so gut, kann mir aber nicht vorstellen, dass die Kante auf dem Bild für den Kat ein allzu großes Hindernis darstellt. Darüber dreschen gibt natürlich Aua.

Direkt vor der Kante stehen bleiben (so wie auf dem Bild), Allrad rein, ersten Gang rein und dann ganz normal anfahren. Schleifende Kupplung oder extra Gas ist nicht notwendig.

Das Bild erzeugt vielleicht einen „spektakulären“ Eindruck, es war aber enttäuschend unspektakulär.

Gruß
Burkhard
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#10 Beitrag von Jofri » 2013-07-19 21:47:57

Hallo Fritzzzzzzzz,

schreib doch bitte vor deinen "Feststellungen" den Zusatztext " ICH DENKE MAL, DASS ES SO IST,
frizzz hat geschrieben:Kinners....
der kat hat eine wandlerZUSATZkupplung- das ist n ganz anderes prinzip.
da schalztet der wandler auf, wenn die" drehzahl nicht ausreicht"....
wird der wandler zu heiss, leuchtets gelb im armaturenbrett und das heisst vorsicht-
dann muss definitiv mechanisch gefahren werden.

beim Allison- das hat der wahrscheinlich drin- gibt es KEINE stufe mit wandlerüberbrückung.
Das heisst dann :
<rausschaukeln nicht möglich
(dauert 1-2 minuten bis das getriebe von v nach r wechselt)
<hoher spritverbrauch, da immer mit wandclerverlust gefahren wird (man schätzt beim 9.150 25 liter)
<kein anschleppen
<schlechte dokumentation zur reparatur
<in afrika dürfte eine reparatur nicht möglich sein
<dann hat das allison wahrscheinlich keine 6 schaltstufen....

das ist auch der grund, warum für mich das auto (habs gestern angeguggt) NICHT in frage kommt.

PS: KAT fahren macht spass---beim 9.150 bin ich mir nicht so ganz sicher...
Vielleicht solltest du mal etwas über das Allisongetriebe ( und z.B. über die mustergültigen Serviceunterlagen) nachlesen.
Ich hatte eines im 8.150 und kann dir sagen, so ziemlich alles was du da geschrieben hast ist Quatsch!
Diese Automatik ist im Gelände einfach super! Dies sage ich dir als mehrmaliger deutscher und Europameister im Trialsport...

Lieben Gruß
Jochen

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#11 Beitrag von AL28 » 2013-07-19 21:49:17

Hallo
PKW Automatik kann man Anschleppen , warum keine LKW Automatik ?
Warum sollte bei einen defekt nicht an der Automatik in Afrika nicht genauso repariert werden wie beim Schaltgetriebe ?
Einfach defektes Getriebe raus ( egal ob Schaltung oder Automatik ) ähnliches gebrauchtes Getriebe rein , Kardanwelle und Aufhängung angepasst und statt einen Wahlhebel hat der Schwarze man noch eine Kupplung und einen Schalthebel eingebaut . Wird einen huni mehr kosten .
Ich persönlich fahre gerne Schaltung , aber das einzige was mir persönlich wirklich an der Automatik Stört sind die 1 bis 5 l mehr verbrauch .
Ach ja , dir kann deine Kupplung nicht hobs gehen weil er keine hat .
Wen einer eine Automatik abkocht , ruiniert er auch eine Kupplung . Ein wenig Sachverstand gehört schon dazu .
Eine LKW Kupplung ist im Gelände Ruck zu verbrannt , bei Leuten die da gerne mit Schleifkupplung fahren .
Gruß
Oli

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#12 Beitrag von Jofri » 2013-07-19 21:58:42

Hallo Oli,

wie recht du doch hast!!!!

Gruß
Jochen

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#13 Beitrag von egn » 2013-07-19 22:00:18

Das Problem beim KAT ist die einmal dass er nur 6 Gänge hat, und zum Anderen dass die Kühlung nur des Getriebeöls zu schwach ist. Einzelne Hindernisse oder kurze Strecken mit Wandler sind ok. Aber wenn man wirklich im Sand steckt und sich die Räder bei Vollgas nicht mehr drehen, hat man verloren. Das ist mir selbst schon passiert. Glücklicherweise konnte ich noch rückwärts in der Spur wieder heraus fahren. Hat man eine feste Geländeübersetzung, dann kommt man vielleicht noch vorwärts - oder gräbt sich weiter ein.

Es gibt auch Meldungen von einem 8x8 Fahrer, der auf Pipelinestraßen in Afrika unterwegs war und trotz dem Fahren mit dem 1.Gang der Wandler immer wieder überhitzt war.

Aber ich würde immer drm Automatikgetriebe den Vorzug geben.
Gruß Emil

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#14 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2013-07-20 8:35:57

und der Kat fährt genauso nicht Kannten rauf, habe auch schon getestet, Eisenbahnschienen mit nicht versenkten Schwellen, geht nur mit Schwung und ordentlich gerappel inner Kiste. :) oder wenn ich so Schlammlöcher Videos vom Kat in Saverne sehe, da bleiben die Räder einfach stehen :) keine überragende Geländekonstruktion :)

also für meinen Teil muss eine Expedition Fahrzeug mit eingelegtem 1. Gang mindestens eine Kante von 40-50 cm erklimmen können ohne das man in die Trickkiste greifen muss :)

gruß Gilbert
dann hast du wohl den falschen Gang verwendet
Glaube mir ein Eisenbahngleis ist ein Klacks.
Ich habe mal an einer anderen Kante die Ablasschraube vom VTG abrasiert.
Und das liegt so hoch dass du Schweine drunter füttern kannst. :joke:
Klaus
Ich war noch nie am A... der Welt;
aber ich konnte ihn schon riechen.

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#15 Beitrag von jens3150 » 2013-07-20 8:41:34

AL28 hat geschrieben:Hallo
PKW Automatik kann man Anschleppen
Ein Automatikgetriebe kann man nicht anschleppen, auch nicht vom PKW. Wie willst Du denn beim anschleppen den Drehmomentwandler dazu überreden einen Kraftschluss vom Getriebe zum Motor herzustellen ? Selbst mit einer Wandlerüberbrückungskupplung geht das nicht, weil man darauf keinen Einfluss nehmen kann. Und wie willst Du die entsprechenden Lamellenkupplungen und Bremsbänder von der 1. oder 2. Fahrstufe ohne Getriebeöldruck schließen um einen Kraftschluss von den Rädern zum Wandler zu erhalten ? Würde mich mal interessieren...

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#16 Beitrag von AL28 » 2013-07-20 9:36:24

Hallo
Schon mehrere Automatik PKW gefahren .
Ich weiß es zu mindestens von 7 Modellen wo ich die Anleitung hatte .
W108 280S 250S 280SE 280SE3,5 , W123 240D 280CE , W116 450SE ;
Wie ich beim Schreiben feststelle alle Mercedes , habe es auch einmal probiert , es geht .
Bei meinen Amerikanischen großen V8 Caprise Klassik 2x weiß ich es nicht , hatte keine Anleitung und die sind immer angesprungen solange sie genug Benzin bekommen haben . :totlach:
Die Mercedes haben eine Sekundäre Ölpumpe im Getriebe die von der Kardanwelle betrieben wird , deswegen kann man sie auch anschieben besser gesagt anschleppen . So schnell wird keiner Schieben können . :D
Haben die Allison Getriebe das nicht ? wo sind die Fachleute ?
Das ist auch kein Argument , das Anschieben .
Genauso kann der Automatikfahrer Argumentieren , das er nicht wegen verschissener Kupplung liegen bleibt . Da läuft zwar der Motor , aber Fahren geht auch nicht mehr .
Ein defekter Anlasser oder Batterie ist nur eine von vielen Möglichkeiten , eine Panne zu haben .
Wen der Spritverbrauch , also der Mehrverbrauch nicht wäre , würde ich wahrscheinlich auch nur das Getriebe fahren , das zufälligerweise beim Kauf drin wäre .
So achte ich auf einen Schalter .
Hat man die paar Euro auf 100km für den Mehrverbrauch , oder kommt man auf hohen Verbrauch , weil man mit einen Schaltfahrzeug nicht zurecht kommt , soll man ein Automatik nehmen .
Wie es beim jeweiligen Fahrzeug im Gelände ist müßte man testen . Die PKW im Gelände , die ich bis jetzt gefahren habe haben mit der Automatik keinen richtigen Nachteil gehabt .
Sie haben sich leichter fahren lassen und so ist auch ein schwächerer Fahrer im Gelände gut zurecht gekommen .
Was jetzt das Non Plus Ultra ist weiß ich nicht , ist aber auch bei einen Urlaubsfahrzeug nicht wichtig , sondern im Wettbewerb .
Jedes Fahrzeug hat seine Stärken und Schwächen und jeder braucht bei seinen Fahrzeug andere Stärken .
Gruß
Oli

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#17 Beitrag von urologe » 2013-07-20 10:52:21

:angel:
oops -
Zuletzt geändert von urologe am 2013-07-20 14:12:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#18 Beitrag von gilbert » 2013-07-20 11:28:08

ich hab mal den googleman befragt und es ist tatsächlich so das man ältere Mercedes Automatik getriebe anschleppen kann.
wohl gemerkt anschleppen, es steht geschrieben das man auf N bis 40km/h gezogen werden soll und dann auf 2 schaltet.

@klaus, naja soviel bauchfreiheit hat der Kat auch wieder nicht, rede jetzt vom 2 achser, ich habe schonmal die Auspuffanlage komplett platt gedrückt :) und glaube mir der richtige Gang war eingelegt an den Schienen und wie gesagt ebenerdige Bahnschwellen + Gleis und es mußte getrickst werden damit das Auto da rüber fuhr.
aber egal , jeder ist von seinem Fahrzeug überzeugt und das ist auch gut so.

für mich ist ein Automatikgetriebe im Expeditionmobil nicht geeignet, und wir sollten dem Fragesteller noch erklären das der Kat kein Automatikgetriebe hat, sondern eine Einscheiben trocken Kupplung zum einkuppeln des Wandlers und dahinter ein 6 Gang Syncron. Also quasi halbautomatik mit Kupllung und zwangsgas sperre beim Kuppelvorgang.

die Erfahrungen das beim Kat die Räder nicht mehr drehen wenn der mal so richtig im Sand oder Schlamm steckt, sind aber nicht von der Hand zu weisen, das ist im Falle des Steckens eine sehr mühsame Arbeit 9,5 t jeh Ausführung und Kofferaufbau, auszugraben wenn kein Begleitfahrzeug in Schlagdistanz ist. Selbst bei Kröpfel 8x8 sind die Räder einfach stehen geblieben , trotz angeblichen 1500PS, ich habe den auch einmal am Seil gehabt. das verbrennt ne Menge Sprit und macht krach , ich halt von dem Antriebsprinzip nix :)

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#19 Beitrag von 1017A » 2013-07-20 12:58:59

Den Duro, hochgeländegängig gibt (gab?) es nur mit Automatikgetriebe und das ist extrem standfest. Irgendwann um 2000 hat einer ein Farzueg bei schwersten Bedingung hunderte Kilomter durch die Sahare geschleppt, ich meine mich zu erinnern, es war Woelcke, der den Duro gefahren hat. Ich bin zu faul zum googeln, aber das ist sicher zu finden.

Die US-Army fährt einen "Steyr" mit CAT-Motor und Allison Automatik

Gruß

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#20 Beitrag von Bluekat » 2013-07-20 16:22:22

Jeremia hat geschrieben:Hallo,
bei mobile wird ein Allrad- MAN-VW 9.150 mit Automatikgetriebe angeboten.
Ist ein solches Fahrzeug gleichermaßen expeditions- bzw. pistentauglich wie ein Allrad mit
manuellem Getriebe?
Gruß
Jeremia
Hallo,

was Du unter expeditionstauglich verstehst weiss ich jetzt nicht.
Pistentauglich ist ein Automatikgetriebe auf alle Fälle. Des Einen Vorteile sind des Anderen Nachteile.

Grundsätzlich würde ich aber mit dem von Dir zitierten Fahrzeug einmal selbst fahren.
Die "alten" Automatikgetriebe sind in der Regel sehr, sehr gehäbig und verbraten recht viel Kraft, woraus der von den Vorrednern aufgezeigte höhere Kraftstoffverbrauch resultiert.

Vor allem auf Gebirgsstrecken kann so ein Automatikgetriebe bergauf schon nerven, wenn die Leistung des Motors bezogen auf das Fahrzeuggesamtgewicht nicht so groß ist.
Der Motor dreht hoch, aber es fehlen noch 50/Umin damit das Getriebe hoch schalten würde, also mit hoher Drehzahl weiter.
Beim Schaltgetriebe bestimmst Du wann Du schaltest.
Je nach Steigung kann es passieren, dass Dir das Automatikgetriebe ständig hin und her schaltet. Beim Verzögern vor Kurven (immer noch Gebirgsstrecke hoch) willst Du dann in der Kurve Gas geben, um den Schwung nicht zu verlieren, bei vielen "alten" Automatikgetrieben dauert es recht lange, bis das Getriebe herunterschaltet und der Schwung ist weg und das Getriebe hat Dich ausgebremst....

Wenn Du den MAN später an der Grenze des zul.GG. fahren willst, würde ich persönlich kein Automatikgetriebe wählen. Da sollten schon mehr als 200PS unter der Haube arbeiten.

Aber wie geschrieben: Fahr mal mit dem Fahrzeug!

Gruß,
Rainer
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#21 Beitrag von MartinK » 2013-07-20 17:22:23

Hallo.

Ich bin Verfechter der Automatic in Fahrzeugen. Sie nehmen einem Arbeit ab und erhöhen meines Erachtens nach die Fahrsicherheit.

Hier sind ziemlich viele Punkte genannt worden. Ich glaube es existieren ziemlich viele Urban Legends zum Thema Automaticgetriebe.

1. Haltbarkeit:
Die Haltbarkeit hängt maßgeblich vom Bediener ab. Das Öl sollte trotz anderslautender Empfehlungen auch regelmäßig getauscht werden, natürlich auch die Filter. Die Allison Automaten sind die besten weltweit im Nutzfahrzugbereich, reparieren kann man die weltweit. Das eine Automatic komplett ausfällt ist selten der Fall, meist verabschieden sich einzelne Gänge, was sich lange vorher mit durchrutschen ankündigt. Bei einer Tour ans Nordkapp und zurück passiert da garnichts.

2. Anschleppen / Anrollen
Diese Frage geht speziell an Gilbert. Wann hast du jemals selbst aus Not heraus einen LKW mit einem Bergegurt angelassen oder hast anschleppen oder anrollen müssen? Wen kennst Du persönlich (!) der keine andere Chance hatte von seinem Pannenplatz wegzukommen als mittels Bergegurt oder Gefälleanlasser weiter zu kommen? Der sicher häufigste Grund warum ein LKW nicht will ist eher die Batterie. Wer auf Fernreise geht hat Ladegeräte oder Notfalls Versorgungsbatterien dabei. Wer auf Nummer Sicher geht hat Kohlenbürsten im Reisegepäck.

3. Anfahren am Berg oder vor einem Hindernis
Die Wandlerautomatic sorgt für ein höheres Anfahrmoment als man das mit Scheibenkupplung erreichen könnte. Wer vor einer Wand steht und will die hochklettern oder steckt fest und kommt nicht los hat ein Problem, welches sich ohne Bergefahrzeug oder Winde eh nicht Lösen lässt. Die Automatic hat im kleinsten Gang ein so gewaltiges Anfahrmoment, das muss unter erschwerten Fahrbedingungen reichen, wer bis zu den Achskörpern mit dem Rahmen im Modder hängt kommt auch mit handgerissenem Schaltwerk nicht weiter. Ich würde sogar so weit gehen dass der Wandlerschlupf den Antriebsstrang vor Zerstörung schützt. Stufen werden in aller Regel auch leicht schräg und nicht im rechten Winkel angefahren wenn man es sich aussuchen kann.

4. Verbrauch
Dieser ist gezwungenermaßen höher, bei Langstrecke bietet hier ein Wandler mit Kraftschlusskupplung einen Vorteil, aber selbst 5% mehr würde ich locker in Kauf nehmen. Es hängt dann auch davon ab wie man fährt, man kann auch Automatic mit vorausschauendem Fahren viel sparen.

5. Fahren am Berg
Häufiges Wechselschalten am Berg eliminiert man durch manuelles herunterschalten und Belassen der kleineren Fahrstufe. Mit Schaltgetriebe macht man das doch auch. Wer bitteschön zieht am Berg seinen Motor hoch bis zur Kotzgrenze, schaltet dann und lässt den Motor wieder seinen Schwung herunterwürgen, schaltet wieder zurück, dreht den Motor wieder aus, schaltet hoch, lässt wieder herunterhungern und so weiter? Wer das macht hat eh nicht aufgepasst. Man nimmt einen Gang, zuckelt hält bei einer brauchbaren Drehzahl gleichmäßig hoch und schaltet, wenn die Steigung nachlässt. Ich weiß nicht wo da zwischen manueller oder automatischer Schaltung ein Unterschied sein soll.

Wo ist das Problem ?

MartinK
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#22 Beitrag von dare2go » 2013-07-20 18:06:14

MartinK hat geschrieben:Hallo.

Ich bin Verfechter der Automatic in Fahrzeugen. Sie nehmen einem Arbeit ab und erhöhen meines Erachtens nach die Fahrsicherheit.
Fahrsicherheit - genau von dem Punkt bin ich nicht überzeugt!
Ich persönlich schalte bei Automatik oft ab - im Kopf; das macht mich nicht sicherer im Verkehr.
Auf Glatteis habe ich mit einem Automatik-Leihwagen (Seat) schon üble Erfahrungen gemacht mit zu abrupten Schaltvorgängen - da ist mein Kupplungsfuss, wenn's sein muss, viel sensibler. Überholversuche würde ich mit einer mir nicht 100%ig vertrauten Automatik bei rutschiger Fahrbahn (Eis, Schnee, oder heftiger Regen) nur mit mulmigem Gefühl im Bauch machen - da weisste nie, wann der entscheidet runterzuschalten um Dir (zuviel) Vortrieb zu geben.

Aber auf Sand mit Allrad - da geht Automatik schon toll und meist stressfrei.
Mit bestem Gruss

Jürgen

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#23 Beitrag von frizzz » 2013-07-20 18:11:03

Jofri hat geschrieben:Hallo Fritzzzzzzzz,

schreib doch bitte vor deinen "Feststellungen" den Zusatztext " ICH DENKE MAL, DASS ES SO IST,
frizzz hat geschrieben:Kinners....
der kat hat eine wandlerZUSATZkupplung- das ist n ganz anderes prinzip.
da schalztet der wandler auf, wenn die" drehzahl nicht ausreicht"....
wird der wandler zu heiss, leuchtets gelb im armaturenbrett und das heisst vorsicht-
dann muss definitiv mechanisch gefahren werden.

beim Allison- das hat der wahrscheinlich drin- gibt es KEINE stufe mit wandlerüberbrückung.
Das heisst dann :
<rausschaukeln nicht möglich
(dauert 1-2 minuten bis das getriebe von v nach r wechselt)
<hoher spritverbrauch, da immer mit wandclerverlust gefahren wird (man schätzt beim 9.150 25 liter)
<kein anschleppen
<schlechte dokumentation zur reparatur
<in afrika dürfte eine reparatur nicht möglich sein
<dann hat das allison wahrscheinlich keine 6 schaltstufen....

das ist auch der grund, warum für mich das auto (habs gestern angeguggt) NICHT in frage kommt.

PS: KAT fahren macht spass---beim 9.150 bin ich mir nicht so ganz sicher...
Vielleicht solltest du mal etwas über das Allisongetriebe ( und z.B. über die mustergültigen Serviceunterlagen) nachlesen.
Ich hatte eines im 8.150 und kann dir sagen, so ziemlich alles was du da geschrieben hast ist Quatsch!
Diese Automatik ist im Gelände einfach super! Dies sage ich dir als mehrmaliger deutscher und Europameister im Trialsport...

Lieben Gruß
Jochen
1.)Tja nun- Ein Europameister hat ja n Team . das ihm notfalls hilft-

2.) Heisst Dein Einwurf nun - Es hat eine Wandlerüberbrückung?
Dann wurde ich von MAN falsch informiert

3.) Kann man es anschleppen? Auch da erlag ich dann den falschen Infos

4.) Man kann sich also rausschaukeln? Hmmm...DAS hab ich ausprobiert- es geht nicht

5.) Es hat also 6 Schaltstufen???- das konnte ich nicht ausprobieren...

6.) oder gibt es mehrere Typen, und für Europameister gibts ein ganz spezielles- Tuning und so?

7.) Wo kann ich die Dokumentation- also Rep Anleitung bekommen?

Wär nett , mich aufzuklären. Der fragesetller will ja kein Trial gewinnen- er will eine EXPEDITION fahren- siehst Du da Deine Erfahrungen dafür nicht als ungenügend an?

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#24 Beitrag von urologe » 2013-07-20 18:29:41

gilbert hat geschrieben: und wir sollten dem Fragesteller noch erklären das der Kat kein Automatikgetriebe hat, sondern eine Einscheiben trocken Kupplung zum einkuppeln des Wandlers und dahinter ein 6 Gang Syncron.
:angel: naja so ähnlich....
aber warum kommst Du immer wieder auf den KAT - er will doch eine Nummer kleiner mit echtem Automatikgetriebe.

ich würde so entscheiden : wenn Du privat Automatik im Pkw fährst oder gerne würdest , bist Du im Lkw damit bestens bedient - MartinK schon ausführlich dargelegt hat.
Alle angeblichen Probleme sind m.E. nur aus mangelnde Erfahrung mit Automatikfahren - versuche den betreffenden Lkw zu fahren - egal wo er steht, weil soviele mit
Automatik gibts nicht.
Allmählich werden die ersten gebrauchten Feuerwehrfahrzeuge mit Automatik frei - vielleicht willst Du darauf gehen - da ist heute ebenfalls der Trend in Richtung Automatik .
Gruß
Ralf
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Carsten-917
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#25 Beitrag von Carsten-917 » 2013-07-20 22:33:34

N´abend,

ich denke dass die Frage in erster Linie auf die Zuverlässigkeit des Getriebes zielt und würde hierfür mal bei Allison Deutschland anrufen, vorher natürlich Getriebetyp und Serinennummer in Erfahrung bringen. Uns wurde auch freundlich Auskunft gegeben und man hat dann schonmal die wichtigsten Eigenschaften wie Überbrückungskupplung, Gangzahl, Übersetzugen und ob das Getriebe elektronisch oder hydraulisch gesteuert wird. Meiner Meinung nach hängt die Zuverlässigkeit egal welchen Bauteils vor allem von korrekter Auslegung und dem technischen Zustand ab, und für diesen ist jeder selbst verantwortlich.

Aus eigener Erfahrung ist das Fahren mit Automatik auf jeden Fall stressfreier- gerade wenn man nicht die Wahnsinnsroutine hat (wie z.B. ich auch). Hab zwar bisher noch keine Erfahrung im Gelände mit Automatik, aber auf der Straße hilft es in schwierigen Situationen wenn man sich auf eine Sache weniger konzentrieren muss. Und ich bin mir sicher dass es auch im Gelände einfacher ist wenn ich mich auf die richtige Linie konzentrieren kann ohne auf die Kupplung zu achten. Und zumindest unser Getriebe lässt sich im 1. Gang sperren um z.B. die Motorbremskraft bergab zu nutzen oder auch sicherzustellen dass wirklich was passiert wenn man aufs Gas tritt und nicht das Getriebe meint gerade dann schalten zu müssen wenn die tiefe Stelle kommt.
Vielleicht ist daher Automatik auch zuverlässiger, denn wenn ich direkt vor einer Stufe stehe und der Wandler nicht genug Drehmoment erzeugt passiert erstmal nichts, aber eine Kupplung ist an der gleichen Stelle schnell verbrannt (Stress, wenig Routine). Mal abgesehen davon das ein Überwinden von richtig schwierigen Geländesituationen nicht der Hauptpunkt eines Expeditionsmobils ist. Wenn man wirklich mal irgendwo durch muss und nicht umfahren kann hat man normalerweise ja genug Zeit sich was zu überlegen, ist ja keine Rally.
Top ist auch die Schaltzeit eines Automaten, gerade beim LKW. Selbst unser fast 30 jähriges Allison-Getriebe haut die Gänge so schnell rein dass ich davon bei Handschaltung nur träumen kann. Im Gelände oder am Berg hat man so kaum Zugkraftunterbrechnung und wenn das Auto auf der Straße im Zweiten anfährt, der Wandler erstmal ordentlich Drehmomenterhöhung bringt und dann flugs die Gänge gewechselt werden lässt man einen gleich motorisierten Handschalter erstmal stehen ...

Ist aber alles Geschmackssache, auch mit Schaltgetriebe haben wir bisher alles gemeistert und das wichtigste ist eh das man sich mit der gewählten Lösung wohl fühlt.

VG
Carsten

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#26 Beitrag von Höllix » 2013-07-21 0:54:36

Hallo Carsten,

Du schreibst: Mit dem gleich Motorisierten Handschalter gleich mal stehen......
Jede Werksangabe gibt beim Schalter eine schnellere Beschleunigung an!
Ich kenne die Automatik nur vom PKW, aber das reicht mir!!!

Habe mein PKW im Schnee fast mal zu Schrott wegen der Automatik gefahren.
So einen Automat wollte ich in meinem Unimog nicht haben!!!!!
Und den Wandler kenne ich vom Fendt, immer wenn es "Spitzt auf Knopf geht" bleiben die Räder stehen.....

Gruß
Alex

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#27 Beitrag von MartinK » 2013-07-21 9:11:19

Hallo Alex.

Deine Erfahrungen mit Automatic tun mir leid. Ich fahre seit 20 Jahren verschiedene Mercedes und BMW PKW. Sie hatten fast alle Automatic. Allein das Fahren in der Stadt, im Stau, mit Anhänger, rangieren beim Einparken. Zugkraftunterbrechung am Berg und unter Last? Das Anfahrmoment ist höher, nicht umsonst haben Fahrzeuge mit Automatic eine höhere Anhängelast oder eine bessere Steigfähigkeit als solche mit manueller Schaltung Alles gelingt mit der Automatic besser. Heutzutage sind zumindest PKW teilweise in der Beschleunigung schneller und im Verbrauch günstiger als Wagen mit manueller Schaltung. Das Winter Problem hatte ich nie, das ist auch Bedienungsabhängig. Dein Einwand contra Automatic scheint eigene Erfahrung gepaart mit Vorurteilen zu sein. Die Zulassungszahlen von PKW und LKW mit Automatic nehmen von Jahr zu Jahr zu. Irren sich so viele Menschen?

Gruß, MartinK
--
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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#28 Beitrag von unihell » 2013-07-21 9:45:46

Hallo
hier werden eine Menge unterschiedlicher Fakten miteinander verglichen.
Kat hat eine Wandlerschaltkupplung mit Überbrückungskupplung und mechanisches 6-Gang Getriebe.
Automatikgetriebe sind Planetenradgetriebe mit ölbetägtiten Sperren und Bremsbändern. Diese werden von der motorgetriebenen Ölpumpe gespeist, genauso wie der Wandler.
Mercedes hatte zum Anschleppen eine Sekundärpumpe, die von der Kardanwellenseite angetrieben wurde und beim Schleppen das Getriebe mit Öl versorgte. Vermutlich hat der Kat auch eine. Wer also Hosenträger braucht, kann an der Kardanwellenseite am Getriebe eine Pumpe dranbauen.

Auch die detaillierteste Reparaturanleitung hilft wenig, wenn die Teile im Busch nicht zu beschaffen sind oder gar nicht mehr lieferbar sind.

Mein Mog hat ebenfalls eine Wandlerschaltkupplung (ohne Überbrückungskupplung), musste in seinem ersten Leben 300t Anhängelast anziehen (Zweiwegefahrzeug) und fährt eine senkrechte Mauer hoch.

Der Ölkühler vom Kat ist auf die europäischen Umgebungstemperaturen ausgelegt, ein zweiter Afrika-Feldzug war damit nicht geplant. Es gibt aber Ölkühler für Wandler- oder Hydroantriebe , die selbst im Australischen Minenbetrieb seit tausenden von Stunden problemlos arbeiten. Vielleicht sollte man sich vorher um solch elementaren Fragen ein paar Gedanken machen statt um die perfekte Anordnung der Dusche.

@ Höllix
der Fendt hat keine Automatik sondern eine hydrostatischen Antrieb mit mechanischer Überbrückung. Hydrostatische Antriebe sind selbst bei Planierraupen wegen der fast unendlichen Übersetzung im Einsatz. Ich vermute eher dass du das System nicht richtig bedienen kannst.
Gruß Helmut

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#29 Beitrag von Höllix » 2013-07-21 12:10:00

Hallo Martin,

also bei meinem Peugeot SW 407 165 PS Diesel ist die Anhängelast bei Automatik gegenüber dem Schalter geringer, die Beschleunigung gegenüber dem Schalter langsamer und der Verbrauch höher.

Hallo Helmut,
habe ja nicht geschrieben, dass der Fendt eine Automatik hat, sondern einen Wandler. Ich meine nicht die Vario, sondern die älteren Turbomatik.

Und da habe ich schon öfters gesehen, dass die Räder stehen bleiben und der Wandler "aufmacht".
Natürlich kann man dann Runterschalten, aber dann steht die Fuhre meistens.......
Selbst beim Holzspalten mit der Zapfwelle. Motor geht trotz Vollgas auf ca. 1500 Umdrehungen zurück und die Zapfwelle steht. Mit einem gleich starken Schlepper ohne Wandler geht das, da geht dann der Motor kurz in die Knie, aber der Spalter läuft weiter. Ist ja meistens nur ein kurzer Moment, wo die volle Kraft gebraucht wird.

Gruß
Alex
Zuletzt geändert von Höllix am 2013-07-21 13:31:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Automatikgetriebe = Expeditionstauglich?

#30 Beitrag von Nelson » 2013-07-21 12:52:27

Hallo,

in großen LKW haben sich automatisierte Getriebe quasie durchgesetzt. Das sind aber im Prinzip klassische 12-Ganggetriebe mit einer mechanischen Kupplung davor, die beide automatisiert betätigt werden. Ich habe gehört, dass es in Zukunft zum schnelleren Schalten für einige Gänge Mehrfachkupplungen geben soll, etwa wie Lastschaltgetriebe aus Landmaschinen, und auch die modernen Automatik-PKW haben meines Wissens Doppelkupplungsgetriebe. Sie haben also alle einen rein mechanischen Antriebsstrang und sind kaum mit Wandlerautomatikgetrieben zu vergleichen, Bedienkomfort und Enlastung des Fahrers mal außen vor gelassen.

Die Variogetriebe der modernen Fendt haben eine Leistungsverzweigung in -vereinfacht- einen mechanischen Strang und einen hydrostatischen Strang (also kein hydrodynamischer Drehmomentwandler) mit einer Verstellpumpe. Damit ist eine stufenlose Übersetzung unter voller Last möglich. Wunderbar zu fahren, aber es ist nicht einfach alles zu nutzen, was das System an Optimierungsmöglicheiten bietet.
Davor (bis in die 90er Jahre) hatten Fendtschlepper ein mechanisches Getriebe mit einer einer Trockenkupplung und einer hydrodynamischen Wandlerschaltkupplung davor. Ganz grob entspricht das dem Antrieb des KAT. Aber Drehmomentwandler und Überbrückungskupplung haben eine ganz andere Charakteristik. Mit dem KAT ist das kaum zu vergleichen behaupte ich nach einer kleinen Runde KAT-fahren in der Sandgrube. Mal unabhängig vom KAT, definitiv dreht der Fendt auch mit allen Sperren die Räder durch. Dass die Zugkraft nicht ausreicht habe ich nie erlebt und ich kann es mir auch nicht vorstellen. Es gab Fendt-Baureihen, die (u.a. nach entsprechender Nachjustierung der ESP?) mit der Zeit den Wandler verschlissen haben, was zu erhöhtem Schlupf führte. Schräg stellen, um mehr Öl einzufüllen hilft ein wenig, fahren kann man aber noch allemal.

Viele Grüße
Nils

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