Knall beim Fahren mit Allrad und Untersetzung

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Mogros
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#1 Beitrag von Mogros » 2006-10-23 10:39:12

Hallo zusammen

Wie in einem anderen Thread bereits geschrieben, musste ich letzten Freitag für den Import eine Abgas-Volllast-Messung machen. Damit ich die Prüfung auf dem Prüfungsgelände absolvieren konnte, musst ich unter Last ganz langsam die Steigung einer Einfahrt hochfahren. Damit das wirklich langsam ging, hab ich die Untersetzung eingelegt... ging ja alles gerade aus.
Doch plötzlich während dem Fahren und gleichzeitig Bremsen (um Last zu erzeugen) gabs einen ziemlichen Knall. Ich hab natürlich sofort angehalten und bin ausgestiegen... wir (Prüfer und ich) konnten aber nichts feststellen. Hat einer von euch eine Ahnung, was dies gewesen sein könnte? Muss ich mir sorgen machen?

Also die Kardanwellen sehen soweit gut aus, könnts, wenn denn was kapput ist, nur noch das VTG sein... kann ich aber irgendwie nicht glauben... oder, sinds evtl. die Bremsen... kann ich mir aber auch nicht vorstellen? Oder wars einfach nur, dass die Räder aufgrund von Spannungen im Antriebsstrang schlupf gekriegt haben unds bei der Entlastung einen Knall gegeben hat?

Bin dan anschliessend noch ca. 30 km zur Halle gefahren (natürlich ohne Allrad) und hab nichts sonderbares feststellen können.

Danke für eure Hilfe und Ratschläge!

Gruss
Chrigu
Zuletzt geändert von Mogros am 2006-10-23 10:47:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Ulf H
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#2 Beitrag von Ulf H » 2006-10-23 10:51:25

Wenn´s was im VTG zerrissen hat müßte sich das auch mit einem ziemlichen Ruck bemerkbar gemacht haben.

Es kann der Logik nach fast nur das VTG sein oder vielleicht eines der Differentiale.

Also mal an allen diesen Stellen Öl ablassen und dabei auf abnorme Metallteile achten.

Gruß Ulf

P.S.: war da nicht nach den Testfahrten etwas mit einer hängengebliebenen Bremse ??? Oder hab ich da was falsch im Kopf.
Zuletzt geändert von Ulf H am 2006-10-23 11:05:45, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

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mbmike
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#3 Beitrag von mbmike » 2006-10-23 11:01:10

Hi Mogros,

wie Ulf schon schreibt: wenn der Knall mit der Mechanik zusammenhängen würde, wäre es über das automatischen Popometer anzeigbar gewesen! Je lauter, desto ruckel!

Ich seh aus Deiner Beschreibung nicht unbedingt einen Zusammenhang! Hab sowas auch noch nie selbst gehabt, außer beim Überfahren dieser komischen Trinktütchen :cold:, die die Schööler so gern in die Straße werfen.

Simulier doch einfach nochmal diese Situation und versuche den Kanll nochmal zu erzeugen? Vielleicht ergibt sich dann eine Regelmäßigkeit?? Wenn nicht wäre ich tendentiell beruhigt.
Gruß aus dem Maasland

Mike

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Mogros
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#4 Beitrag von Mogros » 2006-10-23 11:28:17

Hallo zusammen

Danke schon mal für eure Einschätzungen.
Wenn´s was im VTG zerrissen hat müßte sich das auch mit einem ziemlichen Ruck bemerkbar gemacht haben.

Es kann der Logik nach fast nur das VTG sein oder vielleicht eines der Differentiale.

Also mal an allen diesen Stellen Öl ablassen und dabei auf abnorme Metallteile achten.
Es hat tatsächlich einen Ruck gegeben. Werd auf jeden Fall mal das Öl vom VTG und den Achsidiffs ablassen und schauen, ob ich da etwas abnormales finde. Muss mal schauen, wann ich dazu komme.
Da ich aber anschliessend während der Fahrt zur Halle nichts spezielles gehört oder sonstwie festgestellt habe, geh ich davon aus, dass es wohl eher das VTG als die Achsdiffs sind.

Ich werde mir wohl auch mal einen Kiesplatz suchen und dort nochmals den Allrad testen.
P.S.: war da nicht nach den Testfahrten etwas mit einer hängengebliebenen Bremse ??? Oder hab ich da was falsch im Kopf.
JUP, da war was... hat sich aber rausgestellt, dass der Mechaniker in meiner Werkstatt die Handbremse eingestellt hat und dort ein wenig zuviel nachgestellt hatte. Seit ich das Handbremsgestänge wieder ein wenig gelöst habe, hatte ich keine Probleme mehr (ca. 400 km seither gefahren).

Gruss und Danke
Chrigu

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Ulf H
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#5 Beitrag von Ulf H » 2006-10-23 11:31:12

Neben dem Öl der evtl. betroffen Getreibe bringt Aufbocken und an sämtlichen !! (also auch denen zum Vorderrad) Kreuzgelenken wackeln evtl. zusätzliche Informationen.

Gruß Ulf
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#6 Beitrag von mbmike » 2006-10-23 12:11:29

Mogros hat geschrieben:Es hat tatsächlich einen Ruck gegeben.
Hi Chrigu,

ok! Da haben wir es doch! Ein ähnliches Phänomen hab ich mit meinem VTG schonmal gehabt. Das passierte dann bei mir folgendermaßen und ist nicht immer reproduzierbar gewesen:

4X4-Modus einschalten, Gang rein los fahren und dann ruckartig vom Gas gehen und ruckartig wieder Gas geben, dann kanllt´s und das VTG ist auf Mittelstellung (zw. 4x4 und 4x2), in einer Position quasi im Leerlauf, die es eigentlich gar nicht geben dürfte! (das haben wir schonmal im blauen Forum diskutiert!). Da ist dann quasi im VTG der "Gang rausgesprungen". Beim Rückwärtsfahren ging das noch viel einfacher, weil der "Gang" da ohne ruckartige Gaswechsel schon beim normalen Vom-Gas-Gehen raussprang.

Heute funktioniert das alles so nicht mehr (den Selbstheilungskräften des Kurzhaubers sei dank): Die Gänge des VTG´s springen nicht mehr raus! Dieses Phänomen hatte ich 2000 festgestellt und anschließend das Getriebeöl gewechselt. Vielleicht hat das gewirkt?????? Keine Ahnung! Jedenfalls ist es seitdem besser!

Allerdings weiß ich nicht, ob wir das gleiche VTG haben??? Mein altes Mädchen ist Bj. 1962!!! Ich glaub aber schon!
Gruß aus dem Maasland

Mike

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#7 Beitrag von Pirx » 2006-10-23 12:39:01

Hallo Chrigu!

So wie Mike schreibt, hatte ich das auch schon: wenn der Geländegang im Veteilergetriebe nicht richtig eingelegt wird, fliegt der Gang bei passender Gelegenheit (Lastwechsel, heftiger Stoß, ...) von alleine raus. Das gibt dann auch ein "knallendes" Geräusch.

Mir ist das nur bei den ersten Fahrten nach dem Kauf passiert (sozusagen in meiner ersten Geländepassage - sehr unangenehm!). Seither achte ich darauf, den Hebel wirklich immer bis zur Endstellung zu betätigen. Von da ab ist mir das nicht mehr passiert.

Pirx
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#8 Beitrag von Mogros » 2006-10-23 14:29:46

Hallo Mike und Pirx

Vielen Dank für eure beruhigenden Antworten... Werde die Vorschläge von Ulf aber trotzdem beherzigen und diesen Winter mal umsetzen, ein Öl-Wechsel steht diesen Winter sowieso mal wieder an.

Gruss
Chirgu

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#9 Beitrag von Monny » 2006-10-23 20:21:03

kann das sein, dass sich durchs fahren im Allrad der Antribsstrang verspannt und dann schlagartig wieder entspannt hat?
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Gruss,
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#10 Beitrag von ud68 » 2006-10-23 21:28:14

Ich würde einen Schaden im Antriebstrang vom Motor bis zur Hinterachse ausschließen, weil du gut nach Hause gekommen bist.
Deswegen würde ich bei Allrad und eingelegtem Gang die Vorderräder einzeln anheben - man darf das Rad dann nicht drehen können (nur ein bischen, wegen Zahlflankenspiel).
Wenn du beide Vorderräder gleichzeitg anhebst und eins vorwärts drehst, muß sich das andere Rückwärts drehen. Dann fühlst du schon, ob da was im Argen ist.
Das ist eine zuverlässigere Aussage, als du in der Keisgrube machen kannst (die allerdings mehr Spaß und weniger Arbeit macht).
Udo
Zuletzt geändert von ud68 am 2006-10-23 21:28:43, insgesamt 1-mal geändert.

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#11 Beitrag von kochy25 » 2006-10-23 21:56:28

Schwierig zu diagnostizieren. Könnte evtl auch an der angezogenen Handbremse gelegen haben. Z.B daß sich die backen ruckartig gesetzt haben - knallt manchmal schon bei autos, bei denen was ausgelutscht ist ganz gut und das "Popometer Ruckeln" verursachen diese phänomäne (schreibt man das so???) teilweise je nach bremsendimension auch. Abhilfe kann man auch so finden: Inne Stadt fahren, sich zuparken lassen und dann mittels allrad über den Nötiger hinwegfahren :totlach: Wenn dann nix im gebälk Knallt und kracht haste entweder nen Panzer überfahren oder alles ist heile. :D
Lustgekühlte grüße
Marco
Währ Schreipveler vinddet kan die führ sich behlaten tuhn

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