Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

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Wombi
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#121 Beitrag von Wombi » 2011-12-06 19:57:18

Ich glaub eher, der Typ war in "der" Situation schmerzfrei ......


Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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hanomakker
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#122 Beitrag von hanomakker » 2011-12-06 20:17:25

hi

is solchen situationen bloss net vom gas gehn... drauf den socken aufs rechte pedal und hoffen :joke: :joke: :joke:

viele grüsse

tino :rock:
Aus EISEN gegossen......... für die Ewigkeit.

landwerk
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#123 Beitrag von landwerk » 2011-12-06 22:09:01

Transporter hat geschrieben:
Und man spart sich die Verstümmelung von Blechteilen und der (ohnehin umstrittenen) Frontlenkeroptik durch irgendwelche häßlichen sichtbaren Rohre....

Grüße,

Transporter.

Öhhhhh !
Fühle mich jetzt angestichelt !!!

Zu Mindest ist mein Deutz in den Furten nicht abgesoffen.


Bis denn

Oli

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#124 Beitrag von Transporter » 2011-12-07 13:19:09

Hallo.

Keine Angst, das zielte nicht expliziet auf Dich ab; es ist, denke ich einfach ähnlich wie beim Alkoven. Manche finden es gut, andere nicht. Es ist ja nicht so, dass im Zweifel die Optik die technische Verbesserung/Erhalt der Funktionsfähigkeit überwiegt. Will sagen: Auch finde es besser, der Deutz läuft, als er sieht kaputt gut aus. Ist einfach Geschmack.

Furten muss man allerdings nichtmal um die Vorteile bzw. Notwendigkeiten abgedichteter/hochgelegter Ansaugungen geniesen zu können. Ich wurde darauf Aufmerksam gemacht das in meinem Archiv noch etwas schlummern würde, das dies illustrieren könnte. Hier habe ich die entsprechenden 20 Sekunden mal hochgeladen:

http://www.youtube.com/watch?v=AgYfUqD4f0o

:) :) :D

Irgendwie ist, egal was, alles eine Frage der kinetischen Energie.... :D

Grüße,

Transporter.
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http://www.youtube.de/user/uebertragungswagen

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Udo
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#125 Beitrag von Udo » 2011-12-08 10:58:06

Bei meinem 170er ist auch die Ansaugluftführung geändert. Ich habe für jede Zylinderbank einen eigenen LuFi, so dass keine Luftrohre quer gehen müssen. Beide sitzen am Ende des Fahrerhauses, also deutlich hinter den Vorderrädern, direkt am Fahrerhaus, also ungefähr auf 1,50m über dem Boden. An sich geht vom LuFi-Kasten aus jeweils noch ein "Snorkel" hoch bis auf Dachhöhe, aber ich bezweifel, dass die LuFi-Kästen tatsächlich dicht sind. Ausprobieren würde ich es unter gar keinen Umständen. Da der Kasten allerdings nicht vom Rad angespritzt wird, und er nicht im Schwallbereich liegt, schätze ich, dass ich da die volle Höhe zumindest bis zum Kasten ausnutzen könnte.
Viele Grüße,
Udo
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Transporter
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#126 Beitrag von Transporter » 2011-12-08 12:44:59

Udo hat geschrieben:Bei meinem 170er ist auch die Ansaugluftführung geändert. ...direkt am Fahrerhaus, also ungefähr auf 1,50m über dem Boden. Da der Kasten allerdings nicht vom Rad angespritzt wird, und er nicht im Schwallbereich liegt, schätze ich, dass ich da die volle Höhe zumindest bis zum Kasten ausnutzen könnte.
Für den Normalsterblichen, der zudem durch soetwas nicht durchfahren möchte, reicht das sicher aus. Doch die 1,5m dürfte in etwa auch die Höhe von Felix' LuFi sein. Eine Abdichtung alá Wombi ist sicher nicht die schlechteste Idee, wenn man schon Schnorchel hat.

Das man als Reisender so ein Aktion meidet ist klar...

Unterschätzt man aber dochmal eine Stelle (siehe im Video, wo im Wasser noch ne Stufe ist und der Magirus nochmal 50cm mehr abtaucht), sorgt das dafür die immensen Mengen an Glück die Felix hatte nicht zu brauchen... Grade beim Spielen im Gelände trifft man besser genau den Grat mit der verdrückten Staukiste und bringt das Fahrzeug auf den eigenen Rädern wieder nach Hause...

Grüße,

Transporter.
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McGyver
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#127 Beitrag von McGyver » 2011-12-09 2:54:10

Auf dem Video, wo ich mir gekonnt den halben Tank und Auspuff abgefahren hab´ sieht man vll. in welcher Höhe der Tankeinfüllstutzen liegt. Mit ihm bin ich kurz danach in Kalchreuth auf Tauchstation gegangen und war min 5 min. über Oberkante unter Wasser gestanden. Die Luftansaugung ist zwar höhergelget, aber die Leckstelle(nicht vorhandene Abdichtung) im Originalluftfillter ist immer noch vorhanden. Der Tankeinefüllstutzen war nur mit einer Plastiktüte und Panzerband verschlossen. Ab da hab´ich kapituliert!
Alles war unter Wasser. Aber selbst schuld, wenn man ´nem KAT auf Tauchstation folgt.... aber auch DER Faher kam irgendwann schwimmend aus dem Führerhaus und die Maschine ging aus....
Schade dass ich da kein Video hab´.....
Kat Lenkrad im Wasser- wie geil!!!!

http://www.youtube.com/watch?v=zzaGRJpfAyk
„Jene, die Freiheit aufgeben, um eine vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“

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felix
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#128 Beitrag von felix » 2011-12-09 20:31:27

Hallo,

man sollte bei der Wasser-Geschichte nicht unterschätzen, dass man hinterm Lenkrad absolut nicht mitbekommt, was unterm Auto so los ist. Ohne viel Erfahrung ist es kaum möglich die Bugwelle abzuschätzen.

Gruß,
Felix

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Mac Gyver
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#129 Beitrag von Mac Gyver » 2011-12-09 21:25:02

felix hat geschrieben:Hallo,

man sollte bei der Wasser-Geschichte nicht unterschätzen, dass man hinterm Lenkrad absolut nicht mitbekommt, was unterm Auto so los ist. Ohne viel Erfahrung ist es kaum möglich die Bugwelle abzuschätzen.
Seh ich auch so, ich hatte damals Glück und einige andere denke ich auch...

Mittlerweile ist die Ansaugung oben, aber damals hat der Übermut vor Vernunft gesiegt...

Anbei noch ein paar Videos, schlechte Auflösung, aber mutig/Spektakuläre Aktionen von Hanomag und LT...
Ganz unten auf der Page...

http://www.messbus.de/4x4/boxberg2009/

Grüße Jakob
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#130 Beitrag von felix » 2011-12-10 2:26:16

Hallo Günther,

ein höherer Ansaugweg erhöht die Störumgsverluste und damit den Verbrauch.

Außerdem erhöht er den Unterdruck auf der Saugseite und senkt damit die Luftmenge im Zylinder. Im Extremfall kann das sogar schädlich für den Motor sein, generell sorgt das aber für mehr Ruß und höheren Verbrauch. Beim Saugdiesel spielt das eher eine Rolle, als beim Turbo.

Ob es einen spürbaren Einfluss gibt ist von dem konkreten Kanal abhängig, dazu kann man keine Aussage machen. Zudem sind Strömungen alles andere als leicht zu handhaben.

MlG,
Felix


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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#132 Beitrag von revilo » 2011-12-11 18:12:16

felix hat geschrieben:ein höherer Ansaugweg erhöht die Störumgsverluste und damit den Verbrauch.
könnte man dem nicht mit einem übergroßen querschnitt der Saugleitung / des Saugrohres entgegenwirken?

HAbe mal einen neuen Ralley LKW gesehen mit Filter hinter der Kabiene und super hoch oben. der Schlauch war enorm dick!
LegasthÄniker von Beruf
wer keine Rechtschreibfehler findet schreit JUHUU

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nur WAHNSINN ersetzt HUBRAUM

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#133 Beitrag von felix » 2011-12-11 22:13:18

Ja,

kann man. Aber dickes Rohr ist teurer, schwerer und es muss Platz da sein, um es einzubauen.

Außerdem möchte man zum Teil eine höhere Strömungsgeschwindigkeit im Ansaugtrakt haben, damit sich die schnell strömende Luft vor dem geschlossenen Einlassventil staut und im Öffnungsmoment ein größerer Überdruck ansteht. Deswegen werden eventuell dünne oder längere Rohre verbaut, obwohl es rein aus der Verlustbetrachtung sinnvoller wäre ein dickes und kürzeres zu verwenden. Dieses ist vor allem zwischen Filter und Motor wichtig, hier kann ein dickeres Rohr zwar geringere Strömungswiderstände ermöglichen, eventuell aber dennoch einen geringeren Ladedruck bedeuten.

MlG,
Felix

Filly

Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#134 Beitrag von Filly » 2011-12-11 22:22:37

felix hat geschrieben:Außerdem möchte man zum Teil eine höhere Strömungsgeschwindigkeit im Ansaugtrakt haben, damit sich die schnell strömende Luft vor dem geschlossenen Einlassventil staut und im Öffnungsmoment ein größerer Überdruck ansteht.
Der Dieselmotor arbeitet sowieso mit Luftüberschuß. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Impulsaufladung wirklich was bewirkt.

Ich würde den Filter immer so nah wie möglich am Motor anbauen und dafür die Ansaugleitung zum Filter länger machen. In der Ansaugleitung zum Filter dann fast kein Unterdruck, weil sie offen ist. Der Unterdruck ist nur in der Leitung zwischen Filter und Motor. Die kurze Leitung ist leichter abzudichten.
Wenn in der Ansaugleitung zum Filter eine kleine Undichtheit ist (z.B. durch Verwindung oder Vibration) ist das nicht so schlimm. Wenn da Dreck eindringt wird der noch rausgefiltert, ein paar Wassertropfen verkraftet der Filter auch.

Christoph

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felix
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#135 Beitrag von felix » 2011-12-11 23:15:44

Hallo Christoph,

der Strömungswiderstand hängt kaum vom Druck sondern viel mehr von der Strömungsgeschwindigkeit ab. Je dicker der Kanal desto geringer die Geschwindigkeit und desto geringer die Verluste. Egal ob vor oder hinter dem Filter.

Generell ist es aber sicher sinnvoll der Filter eher näher am Motor zu verbauen, da dieser mit seinem großen Volumen die Strömung weniger pulsieren lässt. Da die Verluste nichtlinear mit der Geschwindigkeit zunehmen hat eine gleichmäßige Strömung immer einen geringeren Verlust, als eine pulsierende.


Gesondert zu betrachten ist noch der Turbomotor: Hier hat der Unterdruck vorm Turbolader kaum einen Einfluss auf die Zylinderfüllung, da für den Turbo bei geringerem Druck mit der gleichen Abgasenergie schneller läuft und unabhängig vom Druck immer in etwa die selben Volumenströme fördert. Strömungsverluste sind dennoch ungünstig, da Reibung auch beim Turbo Energie kostet.

MlG,
Felix

Filly

Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#136 Beitrag von Filly » 2011-12-12 0:26:14

Ausschlaggebend für die Verluste ist die Strömungsgeschwindigkeit bedingt durch den Querschnitt des Kanals. Messen kann man die Verluste am einfachsten durch den Unterdruck.
Der Unterdruck nimmt von der Ansaugöffnung im Freien zum Motor hin immer mehr zu. Der Filter selbst hat auch einen Differenzdruck, der wesentlich höher ist als der Druckverlust in der Rohrleitung. Grob geschätzt hat der Filter ca. 25 mbar Druckverlust, eine lange, aber großzügige, Ansaugleitung ca. 5 mbar.
Wenn der Filter nahe am Motor ist, ist fast die ganze Ansaugleitung vor dem Filter. Deshalb ist am Filtereingang ein Unterdruck von ca. 5 mbar. Am Ausgang des Filters und in der folgenden Leitung sind es dann 30 mbar.

Ich habe mal versucht eine 350er Rohrleitung, die zu Transportzwecken immer wieder demontiert wird, gegen einen Überdruck von 20 mbar abzudichten. Es ist ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen und nur mit großem Aufwand machbar (außer man nimmt einen Flansch mit vielen Schrauben und Dichtungsband, aber in dem Fall sollte es schnell demontierbar sein).
Deshalb würde ich den Leitungsteil von Filter zum Motor, in dem also der hohe Unterdruck herrscht, kurz machen. Dann gibt es nicht so viele Stöße die man dichten muß.

Christoph

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#137 Beitrag von M&MPower » 2011-12-12 10:14:30

Ich will Dir keine Angst machen oder schlechte botschaften verbreiten,
aber wenn du Wasser im Öl-kreislauf hattest ist es aus der sicht der Schmirung fatal, somit ist natürlich die Schmirung der Lagerbuchsen und der Zylinderwände nicht mehr gegeben oder stark reduziert. Zusäzlich schibst Du dír ja feinen Sand und soweiter mit dem Wasser in die Bauteile mit ein somit etsteht hohe Reibung, und wenn das Wasser verdampft bleibt ja nur noch sand und öl übrig !!!
Und wie Du sagst bist ja längere Zeit mit 90 km/h über die piste gefahren bevor ein Öl tausch statgefunden hat somit schön reichlich Zeit an den Lagern und Zylindern zu schleifen !!!!
Erst überlegen, dann eine Meinung haben.
Dahinterstehen, keine Gewalt, alles bereden.
Aber auch keine Angst vor irgendwem.
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#138 Beitrag von felix » 2011-12-12 20:24:17

Hallo,

hast du Erfahrungen mit so etwas? Die Schmierung ist echt meine geringste Sorge:

1. Hat das Auto einen funktionierenden Ölfilter gehabt, im Motor ist ganz sicher kein Sand gewesen.
2. Setzt sich schweres Zeug am Boden der Wanne ab und wird daher auch nicht in die Pumpe gezogen.
3. Ist das Wasser vor Eintritt in den Motor durch den Luftfilter gegangen.

Das selbe gilt für Wasser im Öl: Auch dieses verbleibt am Boden und tritt nicht in die Motorschmierung ein. Aus Sorge habe ich das Wasser aber zuerst im Standgas abkochen lassen, bevor nennenswerte Last auf den Motor gekommen ist. Wobei mir hier das Wasser keine Sorge gemacht hätte, sondern eher Dampfblasen im Öl.

Die Notlaufeigenschaften der Lagerbüchsen werden für kurze Aussetzer im Standgasbetrieb ausreichen (~= Motorstart) und an de Zylindern hat es keine Fressspuren gegeben (Siehe auch Fotos auf dem Eisenzelt).

MlG,
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#139 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2011-12-13 7:39:12

Das Thema Ansaugung/Wasserschlag/Verlängerung war schon im alten Forum aktiv für dem 170er.
Ich hatte auch mal feuchte Füße. :angel:
aber nicht ganz so schlimm,so ein halber Liter war locker im Filtergehäuse.
Gelöst hatten einige das Problem mit HT-Rohren ab Luftfilter nach oben entlang der rechten A-Säule.
Die Rohre sind soweit Unterdruckfest und bei Verwendung von den Dichtringen auch Wasserdicht.
Solltest du Schläuche für Bögen verwenden müssen diese mit einer Stahleinlage armiert sein damit sie nicht zusammenfallen bei scharfen Gasstößen.
Möglichst großen Querschnitt verwenden und große Radien,analog zu dem Hauber-Bildchen weiter oben.
Von Leistungsproblemen ist mir aus dieser Zeit nichts bekannt ist aber auch fast 8-10 Jahre her.

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#140 Beitrag von gilbert » 2011-12-13 9:50:08

also so viel halbwissen auf einem haufen, habe ich nocht nicht lesen müssen. jeder meint was zu wissen und plaudert mal fröhlich am thema vorbei. reist euch mal ein wenig zusammen. das lesen macht sonst keinen spaß mehr und bringt die lösungen nicht wirklich zu tage.

zum thema wasser im ÖL = macht gar nix! kocht wieder raus, macht auch nix kaput. es gibt oldtimer deren bremsanlage konstruktions bedingt außenluft in das kurbelgehäuse drückt. der ansaugpunkt ist bei regen unglücklicherweise im gischtsaugbereich. bei jeder ölkontrolle bekommt man meist nen herzinfarkt weil es die symtome von einem kopfdichtungschaden imitiert, wasserschlamdreckgedönse im öldeckel. bei längerer trockenfahrt dampf das wieder raus.

zum luftfilterrohr. mag jeder machen wie will, klar ist wenn rohr zu dünn dann nix gut leistung, das braucht man nicht wirklich zu erwähnen, das muß jedem hier klar sein oder?????

wer sich angeriffen füllt muß die spezielle txt passage überlesen.

gruß schönen tag noch
---> nichts ist notwendiger als das Überflüssige <---

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#141 Beitrag von OliverM » 2011-12-13 10:34:10

@ gilbert zum Thema Halbwissen was Wasser im Motorenöl anstellt .: Das kommt darauf an .

1)Wie viel Wasser sich im Motor befindet

2) Ob das Wasser mit dem Öl eine Emulsion gebildet hat .

3) Ob der Motor durchgehend läuft oder nicht .

Zur Erklärung:
-Falls zu viel Wasser im Motor gelangt ist und der Motor auch noch still steht , setzt sich das Wasser am Boden der Ölwanne ab . Soweit hat Felix recht , hier nun die Frage an die Experten : wo saugt die Ölpumpe ihr benötigtes Öl an ?? Antwort : unten in der Ölwanne d.h. solange so wenig Wasser in der Wanne ist , daß die Pumpe nichts ansaugt ist alles im grünen Bereich , ist zu viel drin ist das i.d.R. final für den Motor .
-Felix Aktion mit dem "Verdunsten des Wassers bei laufendem Motor im Standgas" sehe ich so : Da kann der sich genau so gut ein Brötchen auf den Bauch legen . Es sei denn er hat einen Wundermotor , der im Standgas eine Öltemperatur von mehr als 100 Grad Celsius erreicht .Hier die Frage an die Experten : Warum war in Felix Motor , als er Zuhause angekommen war , immer noch Wasser im ÖL ?? Das hätte doch locker verdampft sein müssen . Antwort : Wenn Öl mit Wasser eine Emulsion bildet ist nix mehr mit Verdampfen . Und was die Oldtimermotoren anbetrifft haben die sehr kurze Ölwechselintervalle (aus besagtem Grund) und sind auch Reihenweise verreckt(auch aus besagtem Grund)

zum Thema Luftansaugung: Der Durchmesser des Ansaugrohres kann beim Saugdiesel nicht groß genug sein . Alles andere (Staudruck vor den Ventilen :totlach: ) gehört genau so in den Bereich der Sagen und Legenden wie Magnete und Ernergiesteine am Ansaugrohr .

Grüße

Oliver

edit: Ich pers. denke mittlerweile nicht mehr , daß Felix Motor großen Schaden genommen hat , somit müssen wir nur noch den Zeit und den Ort der Biervernichtung bestimmen . Bier kommt dann klar von mir .
Zuletzt geändert von OliverM am 2011-12-13 10:46:24, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#142 Beitrag von Ulf H » 2011-12-13 10:36:24

... und das bei einem luftgekühlten Deutz, der im Standgas eh fast erfriert ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#143 Beitrag von Nelson » 2011-12-13 12:27:49

Nachvollziehbar

Aber wie passt das mit dieser Bebachtung zusammen?
felix hat geschrieben: [...] eine Stunde lang im Standgas laufen lassen. Bald steigt ordentlich Wasserdampf aus dem Öleinfüllstutzen. Dann zwei Stunden lang langsam und gemütlich mit offenem Stutzen durchs Gelände gefahren. Der Dampf wird weniger und legt sich dann ganz [...]
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#144 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2011-12-13 14:16:53

Nachvollziehbar

Aber wie passt das mit dieser Bebachtung zusammen?


felix hat geschrieben:

[...] eine Stunde lang im Standgas laufen lassen. Bald steigt ordentlich Wasserdampf aus dem Öleinfüllstutzen. Dann zwei Stunden lang langsam und gemütlich mit offenem Stutzen durchs Gelände gefahren. Der Dampf wird weniger und legt sich dann ganz [...]

Nils
Wasser verdampft auch bei niedrigeren Temperaturen, nur kocht es erst bei 100 Grad.
In der Natur wird Wasserdampf als Nebel in kalter Luft gut sichtbar sowird es bei Felix gewesen sein.

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#145 Beitrag von Nelson » 2011-12-13 16:20:51

Jo, aber Felix hat definitiv Wasser nach draußen entsorgt.

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#146 Beitrag von M&MPower » 2011-12-13 20:27:32

Zum Thema Halbwissen :angry: ich behaupte mal als Techniker und Maschinenbaumeister weis ich von was ich rede. :dry:
sicher kommt es drauf an was für Wasser Verschmutzungsgrad und bei einem Regenschauer hat jede Filterkasten einen Wasserablauf und es ist auch eine ganz ander Wassermenge als wenn der Motor sich verschluckt.
2 warum fressen sich den Motoren die einen Kopfdichtung schaden haben wohl wegen der schlechten schmirung und dem verdünten Öl.
Ich behaupte nicht das ein schaden entstehen muß, aber ich sehe die gefahr das die Lagerung was abbekommen haben kann er ist ja durch ein schlamloch gefahren,
Erst überlegen, dann eine Meinung haben.
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#147 Beitrag von McGyver » 2011-12-13 20:49:31

Die Motoren mit Kopfdichtungsschaden fressen sich wohl eher wenn

-Wasser im Öl und umgekehrt: gewartet wird bis sich "Majonaise" bildet, welche die Ölbohrungen verstopft, Öl im Kühkreislauf zu Verstopfungen führt--Versagen der Kühlung/Schmierung

-Wasser im Brennraum: Gefahr duch Wasserschlag, erhöhte Korrosion

-Verbrennungsgase im Kühlkreislauf: Überhitzung des Motors durch Dampfblasenbildung

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#148 Beitrag von felix » 2011-12-13 21:11:53

Hallo,

- Als Felix auf der Bahn unterwegs gewesen ist und erst recht als er zu hause war, hat sich kein Wasser mehr im Ölkreislauf befunden. So blöd ist er nun auch wieder nicht.

- Das Dreck ins Öl kommt, kann auch beim Öl-Einfüllen geschehen, dafür hat der Motor einen Ölfilter. Ich sehe keinen Grund, warum der Filter nicht funktioniert haben solle: Ich unterschreite die vorgeschriebenen Wechselintervalle und der selbe Filter wird auch bei größeren Motoren verwendet. Warum sollte der verstopft gewesen sein, sodass der Bypass geöffnet hat? Der Filter fasst locker 1/2l Sand ohne zu verstopfen. Ich habe keine Erfahrung mit dem Bypass, aber dürfte man das nicht auch an einem zu geringen Öldruck erkennen? Zuhause habe ich Öl und Filter gewechselt sowie bei der Inspektion den Bodensatz aus der Wanne geputzt. Nirgens ein Anzeichen von Sand. Außerdem möchte ich wiederholen, dass das Wasser den Luftfilter passieren muss, um in den Motor zu gelangen.

- Die Pumpe saugt etwa 5cm über dem Boden der Wanne an, darüber befindet sich ein Blech um das Öl in diesem Bereich zu beruhigen. Dort passt mehr als ein Liter Wasser in die Wanne.


Dass das Öl im Standgas abkocht hat mich zu Beginn auch verwundet, aber offensichtlich wird das Öl im Stand heißer als der Kopf. Ich habe mir zuerst Sorgen gemacht, weil Nebel aus der Entlüftung könnte auch einen Kolbenbruch o.Ä. anzeigen. Als ich zur Prüfung, ob es Wasser oder Öl ist, die Hand über den Einfüllstutzen gehalten habe, habe ich mich fast verbrannt; Wasserdampf transportiert doch mehr Hitze, als die Luft die dort für gewöhnlich austritt. Es ist so: Das Wasser kocht, man verbrennt sich die Finger und am Blech des Fahrhauses bilden sich nach einer Weile dicke Wassertropfen, dort wo es kondensiert.

Am Einfüllstutzen hat sich hinterher grauer Schmier befunden, wie man ihn als Anzeichen auch einen Kopfdichtungsschaden kennt. Ich bin mir aber sicher, dass dieser aus Ölnebel und Wasserdampf entsteht. Spuren davon haben sich auch in den Ventildeckeln abgesetzt. Das passt aber, die Ventildeckel sind der höchste Punkt des Motors, es wird auch dort Wasser kondensiert sein, als die Maschine noch kalt war. An anderen Stellen im Motor gab es keine Spuren. Das Öl hatte keinen Schaum, komische Farbe und sah auch sonnst wie immer aus. Aus dem Filter ist nicht ungewöhnliches geflossen.

Eine Theorie wäre es noch, dass das Öl an heißeren Bauteilen wie z.B. den Kolben oder Zylindern abgekocht ist, was bedeutet, dass viele Liter Wasser im Ölkreislauf unterwegs gewesen sind. Dafür war mir das aber im Stand bei langsam laufender Maschine zu massiv. Aber selbst wenn: Der Motor läuft bei jedem Start die ersten Touren ohne Öl. Im Stand wird über die Lager des Kurbeltriebs nur die Verdichtung geleistet. In Relation zur Anlasserdrehzahl werden hier also wenige kw von einer Lagerung übertragen, welche serienmäßig 140kw transportiert. Mangelschmierung hin- oder her, meine Sorgen halten sich in Grenzen. Last hat die Maschine erst bekommen, als sich der Wasserdampf gelegt hat.

Hätte ich den Ölstand vor und nach Abkochen gemessen, dann würde man es wissen. Ich war zu dem Zeitpunkt aber etwas abgelenkt.


Fresser, wenn viel Wasser im Öl ist kann ich mir gut vorstellen. Vor allem, wenn Dampfblasen den Schmierfilm komplett verdrängen. Dafür braucht es aber auch Hitze und Druck, also ordentlich Leistung. Also wenn Kühlwasser in den Motor läuft ohne dass man es merkt und die Karre weiter Vollast gefahren wird. Beides war beim meinem Abkochen aber nicht vorhanden.

MlG,
Felix

@Oliver: Das findet sich, vielleicht hast du ja Glück und ich habe bis dahin doch noch einen Riss im Kolben, nen plattes Lager o.Ä.

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Buclarisa
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#149 Beitrag von Buclarisa » 2011-12-13 22:00:10

Hallo

@ Felix

Es freut mich das der Kiste nix weiter passiert ist.
Sollte wir uns mal irgendwo treffen habe ich bestimmt 20 Glasmantelgeschosse mit Schraubzünder dabei, die dann zur sofortigen Vernichtung bereitstehen.






Zu den gefürchteten Wasserdampfblasen hab ich die Meinung das,wie Du schon sagtes im Standgas die Belastung des Kurbeltriebs gering ist. Dazu kommt das die Ölpumpe ja mit rund 4 bar das Öl durch das System presst also steigt der Siedepunkt. Auf der anderen Seite eine Dampfblase in den Schmierspalten einen wesentlich geringeren Wiederstand geben als das Schmieröl.
Somit sollte wenn Wasser durch die Ölpumpe angesaugt wird, es dann dennoch im Ölverteilsystem verdampft, sehr schnell die Schmierstellen schadlos passieren.

Wir hatten das auch schon das jemand das Glysantin durch den Öldeckel in den Motor gekippt hatte.
Aufgrund der Umstände und fehlenderanderer Möglichkeiten, haben wir den Motor im Verdampfermodus einfach laufen lassen. Nach einer knappen Stunde hatte der C20NE es geschaft.
"Der Anfang einer jeden Katastrophe ist eine beschissene Vermutung"

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Udo
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#150 Beitrag von Udo » 2011-12-15 11:35:31

*fläp
felix hat geschrieben:Warum sollte der verstopft gewesen sein, sodass der Bypass geöffnet hat? Der Filter fasst locker 1/2l Sand ohne zu verstopfen. Ich habe keine Erfahrung mit dem Bypass, aber dürfte man das nicht auch an einem zu geringen Öldruck erkennen?
Ich hatte bei einem PKW schon mal einen komplett verstopften Ölfilter (beim Filterwechsel festgestellt). Und ich meine jetzt: richtig verstopft, bis in den Flansch rein die Leitung zugesetzt. Zumindest die Öldruckwarnlampe geht nicht an, eine echte Öldruckanzeige hat er nicht, so dass ich nicht sagen kann, ob der Öldruck ggf. geringfügig abfällt. Aber...auch sowas fällt einem im Normalfall gar nicht auf. Ob da jetzt im Standgas beim 170er 3,5 Bar oder 3,2 Bar anliegt, wer kennt sein Auto schon so genau?

Im Übrigen: ich wüsste keinen Grund, warum man einen nennenswerten Druckabfall haben sollte, wenn das Überströmventil aufmacht. Der Druck wird von der Ölpumpe aufgebaut, das Öl umgeht den Filter und meldet am Druckschalter den Druck, egal auf welchem Weg es dahin gelangt. Sicher, die Druckverteilung im Bereich zwischen Pumpe und Filter verschiebt sich, aber nach dem Filter ändert sich nix.

Das erfüllt ja auch den Zweck: jede Schlechtschmierung ist besser als überhaupt keine Schmierung...

Wenn also im Filter nix Auffälliges zu finden war, wird der Ölkreislauf schon sauber sein.

Ansonsten, Hut ab Felix dass du uns aus deinen Erfahrungen lernen lässt! :spiel:
Viele Grüße,
Udo
** Magirus 170D11FA **

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