Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

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felix
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Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#1 Beitrag von felix » 2011-11-16 0:09:26

Hallo Ihr,

man muss nicht unbedingt ein Anfänger sein, um einen Anfängerfehler zu machen. Es genügt ausreichend Übermut und einiges an Selbstüberschätzung. Folgendes hat sich letzten Samstag zugetragen: Ein Freund, mit dem ich im Sommer unterwegs gewesen bin, war mit ein paar Freunden in Fürstenau zum Geländespielen. Also bin ich ihn dort besuchen gefahren. Das Gelände ist bis auf Details keine Herausforderung, aber es ist richtig groß, bewaldet und ziemlich schlammig.

Unter anderem gab es ein Wasserloch. Da der Schlamm bei dem Sandboden nicht zu übel war, konnte ich die Räder nicht von dem Tümpel lassen. Zuerst schön langsam (aber auch nicht zu langsam) zum Erkunden. Schon tief, aber die Stoßstange war nie wirklich im Wasser. Da nun eine Filmkamera vor Ort war (Das Gefährlichste im Gelände überhaupt...) wollte ich es auf dem Rückweg etwas mehr spritzen lassen. Passiert ist dann das:

Hier sieht alles noch gut aus.
Bild

Das ist zu schnell für die Tiefe. Die Achse schiebt eine Welle auf und man kann sehen wie das Wasser vor dem Luftfilter nach oben schwallt und den Kühlergrill nach vorne aufdrückt. Der blöde Filter sitzt zu tief und schaufelt sich selbst das Wasser von unten in den Ansaug!
Bild

Rumms - hier ist es dann zu spät. Man sieht den weißen Dampf aus dem Auspuff kommen. Der LKW kommt mit einem Krachen in einer Dampfwolke zum Stehen.
Bild
Ein Versuch den Motor zu starten: Die Maschine ist fest. Scheiße - jetzt hast du Idiot deinen LKW kaputt gemacht ... richtig kaputt. Ein Blick auf die Wasserfläche: Keine Öllache, immerhin scheint das Gehäuse vom Motor noch ganz zu sein!

Also erstmal den LKW aus dem Tümpel ziehen, so lange ich noch Luft für den Federspeicher habe. Ich hatte mich schon bis auf die Unterwäsche ausgezogen um den Bergegurt zu befestigen. Aber da das Wasser kurz vor dem LKW flacher wurde ging das auch vom Pickup aus, ohne das einer schwimmen musste.

Als nächstes Luftfilter auf - schwall - und einen Schlauch im Ansaugtrackt geöffnet um Wasser ablaufen zu lassen. Dann ein Vorderrad aufgebockt - endlich habe ich mal meine neuen Sandbleche benötigt: Eins der doppelten Alus trägt ohne jede Verbeulung den Wagenheber. Dann haben wir versucht, das Vorderrad zu drehen: In Fahrtrichtung nicht möglich. Gegen die Fahrtrichtung aber schon, es spuckt einige Liter Wasser in den Luftfilter und macht saugende Geräusche wie eine Brunnenpumpe. Nachdem wir den Motor einige Male rückwärts durchgedreht haben lässt er sich auch wieder Vorwärts drehen. Dabei macht er keine verdächtigen Geräusche.

Also Standgas auf Null und ein paar Umdrehungen mit dem Anlasser. Keine auffälligen Geräusche, also Gas dazu, das Ding springt an und läuft ruhig im Standgas. Um den Motor geschlichen: Ne, alle Köpfe dicht und alles hört sich so an, wie es soll. Nur der Luftpresserriemen ist etwas lose. Zur Sicherheit den Onkel Gilbert angerufen, nicht dass ich etwas übersehen habe, aber soweit ist kein Schaden zu vermuten.

Erst einmal die Fuhre etwa eine Stunde lang im Standgas laufen lassen. Bald steigt ordentlich Wasserdampf aus dem Öleinfüllstutzen. Dann zwei Stunden lang langsam und gemütlich mit offenem Stutzen durchs Gelände gefahren. Der Dampf wird weniger und legt sich dann ganz, nun ist das Wasser im Öl wohl abgekocht. Der Schaum am Rand vom Einfüllstutzen sieht aus wie ein Kopfdichtungsschaden beim Wasserkühler. Dann mit dem Deutz 50km nach Osnabrück über Schnellstraßen einen Freund vom Bahnhof abzuholen. Alles wie immer, auch bei 90km/h. Eventuell hat ein Motor- oder Getriebe Lagerbock etwas mitbekommen, das muss ich mal bei Licht prüfen.

Ich bin immer noch völlig erstaunt: Wasser wieder aus dem Motor kurbeln, anlassen und alles wieder gut?!? Ich werde noch das Öl tauschen (war eh fällig) und prüfen ob die Kopfschrauben noch so fest sitzen wie sie sollten. Sonnst noch Vorschläge?

Mit wassergekühlten Grüßen,
Felix
Zuletzt geändert von felix am 2011-11-20 13:36:53, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#2 Beitrag von Buclarisa » 2011-11-16 0:41:23

Hallo

Nimm die Einspritzdüsen raus und prüfe das Spaltmass.

Es könnte sein das ein Pleul was abbekommen hat und nun kürzer sein. Das meldet sich dann etwas später lautstark zu Wort.
Ansonsten würde ich erst mal weiterfahren und beobachten, aber immer ich Sichtweite des heimischen Kirchturms.
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#3 Beitrag von moetheone » 2011-11-16 2:15:19

Ach da bin ich froh um Deinen Truck und freu mich für Euch!
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#4 Beitrag von OliverM » 2011-11-16 6:32:09

Tja , was soll ich schreiben . Wenn es dem Esel zu gut geht , dann geht er auf´s Eis .

-Ölwechsel mit Filter hast da ja schon geschrieben .

- Es besteht die Möglichkeit daß du ein Pleuel gestaucht hast . Man kann das durch messen der Verdichtung grob feststellen . Das messen des Spaltmasses ist allerdings genauer .So kann das aussehen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... _rod_2.JPG

- Den Motor durch durchdrehen von Hand ist prinzipiell nicht sinnvoll , aber viellecht hast du einfach Glück gehabt . Richtig wäre gewesen die Einspritzdüsen zu demontieren und anschließend durch durchdrehen des Motors das Wasser durch die Düsenlöcher raus zu pumpen.

- Du kannst es drauf ankommen lassen und den Motor einfach weiter fahren . Wenn ein oder mehrere Pleuel gestaucht sind werden sie sich schon bemerkbar machen . I.d.R. reissen sie dann einfach ab und zerbröseln den Rest des Blockes . Diesen Schaden kann man auch als Laie dann von aussen Erkennen:
http://1.1.1.3/bmi/www.s2000-honda.de/h ... den69g.jpg

Grüße

Oliver

edit: Der letzte durch Wasserschlag zerstörte Motor , den ich gesehen habe , hat nach dem Wasserschlag noch ca, 450 Km gehalten .
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#5 Beitrag von Ingenieur » 2011-11-16 7:00:27

Hallo,

eigendlich ist alles wie Glaskugel lesen.

Es können die Lagerschalen platt sein.
Es können die Pleuel verbogen sein.
Es können die Lagerschrauben gedehnt sein.

Je nach Investition:

Entweder ein bischen messen und (nur in Sichtentfernung vom Kirchturm) fahren,
oder alles zerlegen und messen und umfangreich Instandsetzen.

Für mehr als 300 km würde ich die Kurbelwelle, die Lager und die Pleuel messen.

...
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Garfield
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#6 Beitrag von Garfield » 2011-11-16 8:39:58

Mösch Felix ,wat machste denn ? Es ist glaube ich schon alles geschrieben worden was kaputt gehen könnte oder evtl. schon kaputt ist .Der Kollege hier , hat 2009 in Saverne so was ähnliches gemacht ,Namen hab ich leider keinen dazu .Vielleicht kann der noch was dazu schreiben wie es ausgegangen ist.Sicher ist Er ist mit dem Fahrzeug nach hause gefahren .Wir hatten dieses Jahr im Marokko wohl auch mehr Glück als Verstand ,nach häftigem Regen waren diverse Furten mit viel Wasser zu durchfahren .Ich bin ganz langsam durch aber durch die sehr kräftige Strömung hätte es auch schief gehen können , noch mal mach ich das nicht ohne Schnorchel.
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Saverne 2009 111.jpg
Zuletzt geändert von Garfield am 2011-11-16 10:46:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#7 Beitrag von HildeEVO » 2011-11-16 10:17:15

Hi Felix,

Oliver und Ingenieur ist eigentlich nix mehr hinzuzufügen...

Ich denke Du hattest Glück, dass der Motor Dich noch nach Hause gebracht hast... Ich würde es auch nicht drauf anlegen... Der Motor sollte richtig gecheckt werden... Aber jetzt kommt ja die Winterzeit und man kann draußen nicht mehr so lange spielen weil es kalt ist und es bald dunkel wird! :blush:

Viel Erfolg...

Chris
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#8 Beitrag von J.L. » 2011-11-16 10:17:31

Hallo
Ich wünsche dir und dem Motor alles gute und drücke die Daumen das nichts weiter kommt.

johannes

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#9 Beitrag von Landei » 2011-11-16 11:10:15

Felix,

was du in jedem Fall als äußerst positiven Aspekt 'sehen' kannst ist die Tatsache, dass dieses Malheur in einer fotografisch äußerst gelungenen Weise in einer traumhaften Herbstkulisse festgehalten wurde.

Ein schöneres Bild über der Werkbank oder dem Motorenprüfstand kann man sich kaum vorstellen. Nacktes Fleisch wird dort immer viel zu hoch bewertet...

Aufmunternde und Daumen drückende Grüße

Jochen

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#10 Beitrag von LutzB » 2011-11-16 11:23:03

Voriges Jahr in Island: ein Mercedes 250GD mit NL-Kennzeichen wird recht flott durch eine Furt gescheucht. Kommt aber aus eigener Kraft nicht mehr 'raus, weil er sich einen großen Schluck gegönnt hat. Mit Ausbauen der Glühkerzen haben wir ihn, den Motor, anschließend mit der Hand gedreht bekommen und wieder trocken gelegt. Alles zusammengebaut, Luftfilter trocken geblasen und gestartet. Sprang an, lief rund, qualmte/dampfte nicht - als wäre nie was gewesen. So konnte wenigstens der Versuch gemacht werden, aus eigener Kraft wieder aus dem Hochland 'raus zu kommen. Hat auch sehr gut funktioniert.
Als wir uns voneinander verabschiedeten, riet ich dem Mercedes-Mann, in absehbarer Zeit, die Kopfdichtung zu wechseln. Das hat er dann auch, wieder zu Hause, durchführen lassen.
Kurz darauf bekam ich per Post ein Päckchen mit einem Andenken zugesandt. Hier das Foto davon. Auf dem Bild kann man leider nicht erkennen, dass die obere Lagerhalbschale zudem stark gestaucht ist. Was mich wunderte, war, dass der Motor sich trotz des krummen Pleuels nicht schüttelte und rüttelte.

Lutz
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Pleuel-250GD.jpg
Zuletzt geändert von LutzB am 2011-11-16 11:55:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#11 Beitrag von Ulf H » 2011-11-16 11:30:29

... es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig Wasser es braucht, damit sich ein serienmässig ansaugender 170-er verschluckt ... ach Felix, wer keine Arbeit hat, macht sich halt welche ... aber das ist doch mal ein guter Grund auch am Motor ein bischen was zu machen ...

... der froschansaugende 170-er in Saverne fuhr noch mit eigener Kraft vom Platz ... soweit ich mitbekommen habe hat der Besitzer einige Zeit später übers Forum einen neuen Motor gesucht ...

... also da hat Magirus echt einen Rückschritt gemacht ... beim Mercur und Konsorten liegt kein Teil der Luftansaugung tiefer als 1,40 m und vor allem keines im Schwallbereich ... der rüsselt erst dann Wasser, wenns über die Haube schwappt ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

Filly

Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#12 Beitrag von Filly » 2011-11-16 13:31:50

Ulf H hat geschrieben:... der froschansaugende 170-er in Saverne fuhr noch mit eigener Kraft vom Platz ... soweit ich mitbekommen habe hat der Besitzer einige Zeit später übers Forum einen neuen Motor gesucht ...
Das ist auch mein Kenntnisstand bzgl. dieses Fahrzeugs. Ein Deutz ist zwar sehr robust, aber irgendwo hat auch der seine Grenzen.

Weiß einer, wie es dem orangen 170er Hauber ergangen ist, der beim Franktreffen 2010 Wasser geschluckt hat? Auch da lief der Motor zunächst noch, aber wie es ein paar Wochen danach aussah weiß ich nicht.

Christoph

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Mike
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#13 Beitrag von Mike » 2011-11-16 15:30:37

Hallo Felix,
Glückwunsch!
Dann kann ja endlich auf 8 Zylinder aufgerüstet werden.
Gruß
der Mike

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akkuflex
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#14 Beitrag von akkuflex » 2011-11-16 17:39:43

Hi Filly,

also der orangene Hauber is laut Aussage von Olis Kunden tatsächlich bis Afrika gekommen und dort verkauft worden.
Gibt aber keine anzeichen mit welchem motor -zumal der nen 913er hatte.

Es hat sich auch ergeben das besagtes Fahrzeug direkt nach dem Frankentreffen keinen Tüv bekommen hat -weil er nicht auf den Bremsenprüfstand kam-----Anhängerfelgen!!!!!!!!

Um nochma auf dem Verkauf zu kommen- soll in Mali verkauft worden sein und der Fahrer ist angeblich auf dem Rückweg irgendwo in Afrika beim Gleitschirmfliegen tötlich verunglückt. Schlimme sache

Auch wenns OT war aber ich persöhnlich denke nicht das der original Motor das gepackt hat.

MfG

Martin

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#15 Beitrag von Dieselsurfer » 2011-11-16 17:54:52

Also mein Vadda hat ne 740er Volvo TD und der fährt seit ca. 5 Jahren mit nem durch Wasserschlag gestauchten Pleuel rum. Sobald der Motor warm ist läuft er auch rund. Und das bei dem scheiss VW Reihensechser im Volvo...
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felix
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#16 Beitrag von felix » 2011-11-16 18:57:24

Moin,

- was sollte man durchdrehen des Motors von Hand falsch sein? Von Hand kann man das mit viel Gefühl rückwärts machen, warum in Schlamm und Dreck (und Naturschutzgebiet) die öligen Ventildeckel öffnen?

Onkel Gilbert hat man einen Deutz Reihensechser gewässert, dort hat es alle Köpfe abgehoben, einen Pleulschaden hat es nicht gegeben. Ich denke es gib da einen deutlichen Unterschied zwischen Wasserkühler (insbesondere PKW) und Luftgekühlten mit separaten und daher entsprechend schwächeren Zylinderköpfen.

Aber das Spiel zu messen wird der einzig sichere weg sein. Eventuell eine Gelegenheit neue Düsen einzubauen. Mal schauen.

MlG,
Felix

P.S: Hat keiner Erfahrung mit so was am 413? Los kommt, ich habe es auch zugegeben...

@Landei: Du hast recht, das gibt als Bildschirmschoner ein feines Herbstmotiv ab! Sollte man sich mal in Öl malen lassen.

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felix
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#17 Beitrag von felix » 2011-11-16 18:59:30

Grübel...

Sollte man die Pleule nicht auch von unten messen/prüfen können? Weil die leere Ölwanne drunter weg bauen ist bedeutend einfacher, als die Düsen auszuschrauben... Aber so richtig genau messen geht von dort eher schwieriger.

MlG,
Felix

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#18 Beitrag von OliverM » 2011-11-16 19:26:05

Nimm als erstes die Ölwanne ab und kontrolliere die Pleuellager(Wenn sie sichtbar gestaucht sind kannst du davon ausgehen , daß die Pleuel dort auch einen Schuss weg haben) . Es kann gut sein , daß du die Pleuel mittels Lampe von unten her kontrollieren kannst . Wenn eines richtig gestaucht ist , kann man das mit Sicherheit auch von unten sehen .

Was das Druchdrehen von Hand anbetrifft solltest du dir mal die Form des Kolbens , speziell den Brennraum gut ansehen . Um das Wasser dort effektiv zu entfernen muss der Motor etwas schneller drehen , als man das von Hand schafft . Bekommt man den etwa Schnappsglasgroßen Brennraum nicht nahezu leer geht die Verdichtung beim Verdichtungstakt gegen Endlos .Schlauere Leute ( oder welche , die nicht zu faul zum Rechnen sind) können ja mal die Druckänderungen im System errechnen , wenn sich der Verbrennungsraum um 80-100% verringert ( Verdichtung 1:20 , Verbrennungsraumgröße normal ca. 100 ml.) Dieser Druck muss ja irgendwo hin . Im günstigsten Fall zerfetzt es die Kopfdichtung ( Was in deinem Fall nicht sein kann) . In weniger günstigen Fällen haut es den Kolbenboden raus , staucht die Pleuel oder Pleuellager oder reisst Kopfschrauben ab . In einem mir bekannten Fall hat´s den Kopf zerrissen.(F 10L413 in einem Feldhächsler)

Merke : Die meisten Motoren sterben nicht aufgrund des Wasserschlages , sondern aufgrund der Behandlung nachher .

Was den Motor angeht ist es gleich , ob es sich um einen 413 , 513 , oder 913 handelt , die Gesetzmässigkeiten der Physik gilt für alle .Deshalb sollte der Motor mir hoher Drehzahl ohne Verdichtung "entwässert" werden .

Grüße

Oliver

edit: Das dritte Foto ist wirklich sehr schön .
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#19 Beitrag von Mykines » 2011-11-16 20:02:24

Schei...., das ist ärgerlich...... Da hat die Ansaugung aber eine absolut doofe Lage, dass bei dem bisschen Wasser das passiert.

Mykines

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#20 Beitrag von crutchy the clown » 2011-11-16 20:22:12

Hat keiner Erfahrung mit so was am 413? Los kommt, ich habe es auch zugegeben...
Ich bin mal bei heftigem Regen auf ein überflutetes Teilstück einer Straße geraten. Das aufgespritzte Wasser hat mir fast die Windschutzscheibe(n) eingedrückt, man hörte das Ächtzen der Fenster-Dichtungsgummis. Der Motor muß dabei wohl auch Wasser geschluckt haben. Mein 413er hat allerdings zwei Ölbadluftfilter, die sowieso mit Flüssigkeit gefüllt sind. Wasser bleibt dort stecken.

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#21 Beitrag von Garfield » 2011-11-16 22:00:39

Nu hoffen wir mal das es nicht so schlimmt kommt aber wenn doch bekommste vielleicht hier einen passenden Ersatz : http://www.nth-hamburg.de/motoren.html

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felix
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#22 Beitrag von felix » 2011-11-16 23:42:04

Hallo Oliver,

zur Entwässerung: Wir haben den Motor von Hand rückwärts gedreht. Rein statisch lässt sich der Motor so gar nicht entwässern, weil der Ansaugkrümmer schräg von Oben an den Kopf geflanscht ist und daher das Wasser nach oben fließen muss. Deswegen geht vorwärts erst einmal gar nicht: Dann wird zusätzlich das Wasser angesaugt, welches noch im Ansaugkrümmer steht. Ich war auch erst skeptisch, ob das überhaupt mit Kurbeln funktioniert. Aber beim rückwärts Kurbeln saugt der Motor Luft aus dem Auspuff (Auspuff liegt nach unten und läuft von selbst leer) welche auch komprimiert wird. Diese Luft scheint dann das Wasser aus dem Zylinder und aus dem Ansaugkrümmer geblasen zu haben, wenn das Einlassventil geöffnet hat. Und das auch mit so viel "Prust" dass der Krümmer hinterher leer war. Zumindest war der Brennraum nach einigen Umdrehungen so leer, dass sich der Motor problemlos vorwärts drehen ließ. Damit ist schon einmal sicher, dass die Kompression in ungefährlichen Bereichen ist, weil das würde man am Rad spüren.

Im Anschluss habe ich den Motor auf Nullförderung eine Weile vom Anlasser drehen lassen. Das habe ich oben auch geschrieben! Gerade um wie du beschrieben hast etwas Schwung in die Geschichte zu bringen und die Brennraum-Kugel im Kolben soweit es geht zu entwässern.

Als nächstes habe ich dann Gas dazu kommen lassen bis das die Maschine langsam im Stand gelaufen ist. Im langsamen Standgas habe ich die Maschine dann etwa eine Stunde laufen lassen. Mein Hauptsorge war da, dass die Ölpumpe Wasser ansaugt, bei schlechter Schmierung ziehe ich doch Standgas vor bis das das gröbste Wasser abgekocht ist.


Mit Verlaub: In so einem Fall würde ich immer wieder zu Beginn von Hand und mit viel Gefühl an die Sache heran gehen. Wenn der Motor dann zuverlässig dreht sollte man ihn ohne Gas Orgeln lassen und erst dann die Maschine vorsichtig starten. Ich könnte niemandem etwas anderes empfehlen.

Ich werde beim Ölwechsel die Wanne drunter weg schrauben und dann wird man sehen, ob etwas wirklich schlimmes passiert ist. Ich hatte auf dem Rückweg manchmal Zuckungen im Öldruck. Ob das vorher auch schon war, weiß ich nicht, man ist hinterher irgendwie konzentrierter als vorher. Außerdem kann das auch Siff im Filter oder einfach (mal wieder) nen loses Kabel am Geber sein. An Geräusch, Gasannahme und Leistung vermag ich auch mit viel Aufmerksamkeit keinen Unterschied feststellen. Auch das Abgas war genau so klar wie immer, ein richtig krummes Pleul müsste doch den Diesel eher vernebeln als verbrennen. Wenn ich wirklich einen massiven Pleulschaden habe, würde ich meinen, dass man das bemerken müsste.

Nun, Morgen geht es denke ich dabei, dann weiß man mehr. Ob der Kopf noch vernünftig sitzt müsste man ja sehr genau am Ventilspiel und am Anzugsmoment der Kopfschrauben messen können. Ob ich den Abstand des Kopfes oder gleich die Kompression messe, wenn nach Sichtprüfung alles ok ist muss ich mir noch überlegen.

MlG,
Felix

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#23 Beitrag von Transporter » 2011-11-17 0:30:12

Hallo Felix.

Ich glaube ja, das man am Drehmoment der Kopfschrauben, so nicht unter der angegebenen Vorspannung liegend, NICHT merkt ob die noch 100% richtig sitzen. Schließlich dreht man bei der Montage NACH dem Drehmoment nochmal drei Winkel auf die Schraube... die Kraft die man beim dritten mal aufbringen muss ist selbst mit dem langen 3/4 Zoll Schiebestück erschreckend.

Im Zweifel würde ich lösen, nachmessen und definiert neu anziehen, so man es für nötig hält.

Grüße,

Transporter.
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#24 Beitrag von felix » 2011-11-17 0:49:52

Moin,

hmm, du hast Recht. vielleicht erst einmal auf Anzugsmoment prüfen um Verdächtige auszumachen. Dann Ventilspiel prüfen und Köpfe eventuell nach Geschmack lösen und neu Anziehen oder den Aufwand lassen.

Gruß,
felix

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#25 Beitrag von OliverM » 2011-11-17 0:50:45

Wie sagt man hier am Niederrhein ? No risk , no fun . Es liegt ganz in deiner Verantwortung , wie viel Aufwand du bei der "Fehlersuche" betreibst .

Das zucken der Öldruckanzeige würde ich pers. auch nicht überbewerten , da ich denke daß es sich dabei um ein elektrisches Problem handelt . Der Motor hat ja schließlich nicht alles Wasser geschluckt was da war . Da war mit Sicherheit noch genug Wasser vorhanden um die Elektrik am Motor ausreichend zu begiessen. :blush:

Grüße

Oliver

edit: m.E.n. kannst du dir den Aufwand mit den Köpfen sparen . Falls dort etwas im Argen liegt pfeift es sofort aus der Dichtfläche zwischen Zylinder und Kopf . Auch das Ventilspiel ist kein Indikator .
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#26 Beitrag von Transporter » 2011-11-17 1:09:35

Eine Kompressiosprüfung in Verbindung mit der Sichtprüfung von "unten innen" sollte wahrscheinlich am ehesten das optimale Aufwand/Ergebnis Ration haben. Im Prinzip sollten sich quasi alle potienellen "Verformungen" am Druck ablesen lassen, auch ob der Kopf lose ist.

Das ist relativ schnell gemacht den passenden Dusenadapter vorausgesezt. Ich habe sowas für den 912/913er aber ich denke der passt nicht beim 413. Ist aber in dem 413er-Set was es auf Ebay gibt.

Grüße,

Transporter
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#27 Beitrag von OliverM » 2011-11-17 1:16:43

Transporter hat geschrieben:Eine Kompressiosprüfung in Verbindung mit der Sichtprüfung von "unten innen" sollte wahrscheinlich am ehesten das optimale Aufwand/Ergebnis Ration haben. Im Prinzip sollten sich quasi alle potienellen "Verformungen" am Druck ablesen lassen, auch ob der Kopf lose ist.

Das ist relativ schnell gemacht den passenden Dusenadapter vorausgesezt. Ich habe sowas für den 912/913er aber ich denke der passt nicht beim 413. Ist aber in dem 413er-Set was es auf Ebay gibt.

Grüße,

Transporter
...das sehe ich auch so.

Grüße

Oliver
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Nelson
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#28 Beitrag von Nelson » 2011-11-17 1:55:10

Hallo Felix,

grundsätzlich gebe ich Dir Recht, mehr Aufregung, als das was Du schon schreibst, würde ich auch nicht machen. In einem Punkt widerspreche ich Dir aber:
Wenn ich wirklich einen massiven Pleulschaden habe, würde ich meinen, dass man das bemerken müsste.
Das beweist meiner Meinung nach nichts. Vom Unimog habe ich mal einen 40 Jahre lang arg gegeißelten OM352 komplett zerlegt.

Grund des Zerlegens war, dass er im laufenden Betrieb schlagartig weißen Qualm aus der Motorentlüftung spie und fürchterliche Geräusche machte. Ursache hierfür war ein fressendes Pleullager auf Zyl. 6 im fortgeschrittenen Stadium.

Des weiteren stellte ich fest:

-an einem Kolben alle Ringe teils gebrochen, teils aufgerieben, einer so in den Kolben hineingearbeitet, dass er schon unter dem Kolbenbden innen wieder herausschaute

-gebrochene und teils zermalmte Kolbenringe an zwei weiteren Kolben + ein zerbröselter Abstreifring

-Riefen in drei Zylindern, die durch den Handschuh zu fühlen waren

-alle Lager bis über das nächste Verschleißmaß ausgelaufen


...um nur die Punkte aufzuzählen, die mir auf Anhieb einfallen.

Das Spannende daran ist ja, dass keiner der Schäden über Nacht gekommen ist; vielmehr wird die Masse der Schäden schon lange dagewesen sein. Und bis zuletzt lief der Motor damit einwandfrei, sprang sauber an und hatte Leistung (der kannte eh fast nur Vollgas) und wurde nicht heiß, verbrauchte noch nicht mal viel Öl. Besonders viel Qualm gab es auch nicht.

Was ich damit sagen will: dass der Motor gut läuft besagt nichts (außer dass er gut läuft).

Unabhängig davon -wie gesagt- glaube ich dass Deine Vorschläge zum Prüfen angemessen sind.

Gruß
Nils

Eine Erkenntnis aus dem Zerlgen war, dass ich da keine Instandsetzungsversuche mehr starten wollte...

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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#29 Beitrag von Jimmy » 2011-11-17 10:00:23

Hallo Felix
Du hast geschrieben: Der LKW kommt mit einem Krachen in einer Dampfwolke zum Stehen.
Wenn so ein Maschine auf eine Schlag zum stehen ( Motordrehzahl von ? auf schlagartig 0 ) kommt, kann ich mir nicht vorstellen, das es ohne Schäden abgeht. ZB. Wie kann man ein gestauchtes Lager im eingebauten Zustand feststellen?

Wenn Du einfach weiter fährst, hast immer die Gefahr, das die Fuhre halt mal stehen bleibt.
Wie dem auch sei, sche.. Situation.
:positiv: :positiv:

Viele Grüße Jimmy

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felix
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Re: Wasserschlag 170er - So blöd muss man mal sein!

#30 Beitrag von felix » 2011-11-17 20:45:09

Hallo,

irgendwie glaube ich immer noch nicht so richtig an Schäden am Pleul oder am Lager. Soweit ich das überschaue ist zur Zeit Onkel Gilbert der Einzige, der außer (bald) mir Erfahrung im Wasserschlag an Luftgekühlten Motoren hat. Und bei seinem Motor (Müsste ein f6l812 gewesen sein) hat es alle Köpfe angehoben. Aber weder Lager noch Pleul haben bei der folgenden Komplettzerlegung einen Schaden aufgewiesen. Ich finde es auch sehr plausibel, dass die vier kleinen Kopfschrauben nicht stark genug sind, ein Pleul oder ein Lager zu zerstören.

Alle Beiträge hier, in denen jemand aus Erfahrung spricht, handeln von wassergekühlten Motoren, bei denen sich die Konstruktion des Kopfs definitiv nicht vergleichen lässt. Und damit auch nicht das Schadensbild.

Aber ich bin doch nicht alleine doof: Es hat doch bestimmt jemand vor mir einen Deutz-Motor von innen gewaschen. Was ist passiert?

MlG,
Felix

P.S: Der Verkäufer ist dennoch auf meinen Preisvorschlag für den 413 Werkzeugsatz eingegangen. Damit werde ich dem Motor zu Leibe rücken.

P.P.S: @Nils: Keiner deiner Schäden entspricht einem verbogenen Pleul und vor allem sind sie langsam aufgetreten. Die hanen sich über die Jahre eingeschlichen, ich wette wenn die Schäden während eines Treffens aufgetreten wären, hättest du auf dem Rückweg einen Unterschied zum Hinweg bemerkt.

P.P.P.S: Jimmy: Wenn es mir ein Lager zerdrückt hat, dann kann ich dieses (bzw. Teile davon) nun nach den bereits gefahrenen 250km aus dem Motoröl sieben bzw. es in der Ölwane liegen sehen. Von daher ist das leicht festzustellen. Ansonsten werde ich eien Sichtprüfung und eine Überprüfung des Spiels bei offener Ölwanne vornehmen.

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