Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

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zurrmaxe
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Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#1 Beitrag von zurrmaxe » 2011-01-13 22:26:20

Mein Magirus 135 D 12 (BJ 68) hat einen F6L413V mit 135 PS verbaut. Im Forum kann ich nur Infos zu den 170 PS-Versionen finden. Jetzt m üssen die Düsen gewechselt werden. Welcher Einspritzdruck solte/muss hier eingestellt werden?
Worin bestehen die Unterschiede zur 170 PS-Version?

gruss

ZM

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Lasterlos
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#2 Beitrag von Lasterlos » 2011-01-13 22:39:02

Hallo,
schlaues Buch sagt 175 bar

Gruß Markus

crutchy the clown

#3 Beitrag von crutchy the clown » 2011-01-14 2:09:43

Worin bestehen die Unterschiede zur 170 PS-Version?
Ich habe den gleichen Motor im Fahrzeug. Der Unterschied ist lt. Werkstatt ausschließlich der Regler in der Einspritzpumpe. Er ist bei meinem Fahrzeug nicht einstellbar. Vermutlich dürften aber auch die Luftfilter anders sein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die beiden Luftfilter, die so schon nicht mit der Luftmenge zurechtkommen, eine noch höhere Leistung zuließen. Im übrigen liegt die Originalleistung des Motors bei knapp 200 PS.

Die Motoren wurden gedrosselt, damit

1) das Fahrzeug wg. der Reifen nicht zu schnell fährt
2) das Drehmoment nicht zu hoch wird, wg. des Getriebes

crutchy the clown

#4 Beitrag von crutchy the clown » 2011-01-14 2:27:49

schlaues Buch sagt 175 bar
meins ist noch schlauer: 175 bar +8

die Düsen heißen: Bosch DLLA 28 S 656 für den Direkteinspritzer. Einen 413er- Wirbelkammermotor gab es übrigens auch!

Wenn man die Düseneinsätze tauscht, braucht man sich um die Einstellung keine Gedanken machen. Man baut die Düsenstöcke einfach wieder so zusammen, wie sie waren. Der Abspritzdruck der neuen Düsen müßte dann bei ca. 180 bar liegen und sinkt dann im Laufe der Betriebszeit bis auf 175 bar ab.

Deutz schreibt für die neuen Düseneinsätze vor:
Die Düsennadel muß sich bei Neigung des Einsatzes ohne Rucken bewegen. Das ist bei neu gekauften Einsätzen aber nicht immer der Fall. Der Händler meint dann: "Nach ein paar Tausend Kilometern schleift sich das ein" - na schön.....

Ich habe schon zweimal die Einspritzdüsen gewechselt. Einmal wurden die Einsätze vom Bosch-Dienst ausgewechselt und vielleicht auch eingestellt. In beiden Fällen war die Enttäuschung groß. Es dauerte wirklich eine ganze Zeitlang, bis der Motor wieder einigermaßen gut lief.

x-molich
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#5 Beitrag von x-molich » 2011-01-14 10:44:56

Hir Crutchy,

ich hab' bisher nur Düsen an Traktor und Mercedes PKW getauscht.
Waren auch alles Bosch.

Ich kann aber aus meinen Erfahrungen nicht bestätigen, daß beim einfach wieder zusammenbauen der Druck schon stimmt. Beim Zerlegen der Original-Mercedes Düsen konnte ich sehen, daß auch dort sehr unterschiedliche Scheiben eingebaut waren.

Fazit: Ich würd immer abdrücken!

Daß es lange dauert, bis die neuen Düsen gut funktionieren, kann ich bestätigen. Bei mir war etwa 2000 km nötig bis der etwas harte Motorlauf weg war!


Grüße

Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis

zurrmaxe
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#6 Beitrag von zurrmaxe » 2011-01-14 17:58:13

crutchy the clown hat geschrieben:
schlaues Buch sagt 175 bar
meins ist noch schlauer: 175 bar +8

die Düsen heißen: Bosch DLLA 28 S 656.......
Wenn man die Düseneinsätze tauscht, braucht man sich um die Einstellung keine Gedanken machen. Man baut die Düsenstöcke einfach wieder so zusammen, wie sie waren......
Besten Dank für die Infos.
Ich hatte die 28S656 bereits ausgebaut, gereinigt und testen lassen. Waren aber alle nicht mehr ok und zwei tropften zudem. Daher habe ich jetzt neue Düsen bestellt und lasse sie ordnungsgemäß einstellen.
Die Einstellplätchen sind in der Tat bei einigen Düsen anders ( +/- 0,1-0,2 mm) und daher ist ein Test wohl unumgänglich.
Besser einmal vernünftig machen. als nachher einen Fehler an der falschen Stelle suchen.

gruss

ZM
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Kaum macht man was verkehrt, war es wieder nicht richtig.

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magskipper
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#7 Beitrag von magskipper » 2011-01-15 1:44:19

Hi

düsen wenn getauscht werden müssen sie immer
abgedrückt werden !
sonst ist es reiner zufall das der druck stimmt und es ist definitiv nicht bei allen düsen zufällig der gleiche druck !
da gibt es dann schon starke abweichungen. ich würde nur im notfall so fahren bis ich die möglichkeit zum abdrücken habe.

wenn düsen getauscht wurden und die maschine dann schlechter läuft als vorher, dann stimmt was nicht und es wurde etwas falsch gemacht.

LG ANDY

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olaf
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#8 Beitrag von olaf » 2011-01-15 5:01:41

Es gibt von Deutz komplette Düsenstöcke im Ausstausch.
Kompletter Satz liegt für einen 8 Zylinder bei ca. 700 Euro.
Einbauen und glücklich sein.

Gruß

Olaf

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#9 Beitrag von zurrmaxe » 2011-01-15 16:02:02

olaf hat geschrieben:Es gibt von Deutz komplette Düsenstöcke im Ausstausch.
Kompletter Satz liegt für einen 8 Zylinder bei ca. 700 Euro.
Einbauen und glücklich sein.

Gruß

Olaf
Moin erstmal

Ich habe mir die Düseneinsätze in GB bestellt, da sie dort mit Versand bei ca. 22.- Euro (per Stück) liegen und sofort lieferbar waren. Der Rest wird vom hiesigen Deutz-Trecker-Händler für kleines Handgeld erledigt.
Interessant wäre später mal auszuprobieren, ob man die Leistung des Motors erhöhen kann. Aber erst wenn er wieder TÜV hat und angemeldet ist.

gruss

Alfred
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#10 Beitrag von tonnar » 2012-09-28 9:18:47

Ich hol den alten Thread mal wieder hoch.
zurrmaxe hat geschrieben:Interessant wäre später mal auszuprobieren, ob man die Leistung des Motors erhöhen kann.
Hast du die Leistungssteigerung schon vorgenommen?
Mich interessiert, welche Änderungen vorgenommen werden müssen, um die 135PS auf 170 (oder sogar mehr) zu erhöhen. Weiter oben ist die Rede davon, dass nur der Regler dafür verantwortlich ist.

Gruß...
Tino

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felix
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#11 Beitrag von felix » 2012-09-28 13:06:10

Hallo,

seid ihr sicher mit den 135PS einen 413 zu haben und keinen 312, der genau so aussieht?

Ich wäre mit der Leistungssteigerung vorsichtig, Deutz war es damals mit den ersten 170ern ja auch. Es gibt aber z.T. sehr preiswerte und gute 413. Der Umbau ist einfacher, als an den Maschinen herum zu machen, weil die äußeren Abmessungen gleich sind.

Gruß,
Felix

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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#12 Beitrag von tonnar » 2012-09-28 13:44:17

Hey Felix,
genau darauf zielt meine Frage. Mich interessiert, ob dieser Motor absolut identisch mit den stärkeren 413ern ist und nur die Einspritzpumpe bzw. deren Regler getausch werden müsste um die Leistung zu steigern. Sollten aufwändigere Umbauten/Einstellungen nötig sein, lohnt sich das nicht (beim derzeitigen Preisniveau kompletter Fahrzeuge).
Es handelt sich um einen F6L413(V) mit 135PS bei 2400/min (2600 beim 312er).

Gruß...
Tino

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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#13 Beitrag von magic » 2012-09-28 13:55:56

es gibt tatsächlich einen auf 135Ps gedrosselten F6L413 von Deutz

hab ich selber mal hier stehen gehabt.

wo allerdings genau die unterschiede zum 170Ps Motor sind weiß ich auch nicht
Schönen Gruß
Niko


Ich bin nicht auf der Welt um zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#14 Beitrag von 135D12 » 2012-09-30 10:19:44

Das wäre ja zu einfach wenn man nur an der Einspritzpumpe ein wenig verstellen müßte und aus den 135 PS werden dann 176 PS. Mit dem Gedanken habe ich vor längerer Zeit auch mal gespielt und dann festgestellt,daß die Nockenwelle getauscht werden müßte weil die Öffnungs-
und Schließungszeiten ein paar Grad Unterschied aufweisen. Um die Nockenwelle zu tauschen muß man "nur" den Motor ausbauen usw.
Da hab ich mich doch entschieden gleich den 176er einzubauen,denn ob ein Motor,der 40 Jahre nur 135PS bei 2400Umin abgegeben hat es so gut verträgt auf einmal 176PS bei 2650Umin zu leisten weiß ich nicht.

Gruß Mario

Allradwilli
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#15 Beitrag von Allradwilli » 2012-09-30 14:10:03

zurrmaxe hat geschrieben:Mein Magirus 135 D 12 (BJ 68) hat einen F6L413V mit 135 PS verbaut. Im Forum kann ich nur Infos zu den 170 PS-Versionen finden. Jetzt m üssen die Düsen gewechselt werden. Welcher Einspritzdruck solte/muss hier eingestellt werden?
Worin bestehen die Unterschiede zur 170 PS-Version?
gruss
ZM
Hallo,
Neue Düseneinsätze werden 180 + 5 bar eingestellt.
Sprech mal mit einem BOSCH LKW Diesel Service, der kann Dir anhand der Pumpenprüfblätter
genau sagen, was zutun ist!

Unterschied von 135 PS zu 170/176 PS ist die Motordrehzahl max. von 2400 zu 2650 U/min!

Nockenwellensteuerzeiten waren vom F 6 L bis F 12 L 413 identisch bis Bj. 1976!

135D12
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#16 Beitrag von 135D12 » 2012-09-30 19:30:11

Nockenwellensteuerzeiten waren identisch ?????????

Hier mal die genauen Unterschiede immer zuerst 176er und dann 135er:

Einlassventil öffnet v.o.T 20Grad 15 Grad
Einlasssventil schließt n.u.T. 54Grad 49Grad
Auslassventil öffnet v.u.T. 66Grad 61Grad
Auslassventil schließt n.o.T. 22Grad 17Grad


Förderbeginn mit Spritzversteller v.o.T. 26Grad+-1 28Grad+-1

Abspritzdruck ist gleich mit 175+8 bar

Drehmoment 52kpm 47 kpm



Der einzige Unterschied ist die Drehzahl ???????????
Wohl nicht ganz!!!!!!!

Allradwilli
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#17 Beitrag von Allradwilli » 2012-09-30 22:07:25

135D12 hat geschrieben:Nockenwellensteuerzeiten waren identisch ?????????

Hier mal die genauen Unterschiede immer zuerst 176er und dann 135er:

Einlassventil öffnet v.o.T 20Grad 15 Grad
Einlasssventil schließt n.u.T. 54Grad 49Grad
Auslassventil öffnet v.u.T. 66Grad 61Grad
Auslassventil schließt n.o.T. 22Grad 17Grad


Förderbeginn mit Spritzversteller v.o.T. 26Grad+-1 28Grad+-1

Abspritzdruck ist gleich mit 175+8 bar

Drehmoment 52kpm 47 kpm



Der einzige Unterschied ist die Drehzahl ???????????
Wohl nicht ganz!!!!!!!
Na dann haben die sich wohl in der Kundendienstschule 1971 und 1975 in Ulm geirrt :frust:

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tonnar
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#18 Beitrag von tonnar » 2012-10-01 9:20:37

Danke für die Antworten! Der Hintergrund meiner Frage ist folgender:
Ich habe einen F6L413 komplett mit AK5-35/2 (0,74 im 5.Gang) auf Palette liegen und da unser 120er Mercur sowohl bei Leistung als auch Reisegeschwindigkeit verbesserungswürdig ist, würde ich gern einen 413er einpflanzen. Wenn ich mir aber schon die Arbeit mache, dann soll natürlich auch gleich die optimale Performance herauskommen. An Motoren hab ich bisher noch nicht geschraubt, daher hier noch ein paar Fragen:

Macht ein Nockenwellentausch Sinn?
Wie aufwändig ist das beim F6L413?
Bekommt man günstig ne geeignete Nocke?
Was kann bei der Gelegenheit noch überprüft/optimiert werden?


Dank und Gruß...
Tino

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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#19 Beitrag von 135D12 » 2012-10-02 14:29:59

Bei ebay verkauft gerade jemand 6 Zylinder+Kolben und Zylinderköpfe,ich würde ihn mal anschreiben ob er evtl. auch noch die
Nockenwelle loswerden möchte.( wenns denn ein 176er Motor ist)
Zum Austauschen der Nockenwelle müssen die Kipphebel gelöst werden(Druckentlastung Ventilfedern)und dann den Motor 180Grad drehen (Kopfstand) ,damit die Stösselstangen von der Nockenwelle weg sind. Dann kannst Du die Nockenwelle austauschen und anschließend natürlich alles wieder schön einstellen.
Die Luftfilter vertragen das ohne Probleme,bei mir werden sie weder mit 135 noch mit 176 PS leergesaugt.
Das Getriebe verträgt die paar Nm mehr auch problemmlos,da ich nicht denke,daß Du mit 12 Tonnen + Anhänger durch die Anden fahren willst.

Gruß Mario

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tonnar
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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#20 Beitrag von tonnar » 2012-10-02 14:55:30

Hey Mario,
vielen Dank für die nützlichen Infos. Klingt nach einem Überschaubaren Aufwand. Momentan haben zwar andere Arbeiten Priorität, aber wenn´s soweit ist, werde ich berichten.

Gruß...
Tino

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Re: Einspritzdruck für F6L413 V mit 135 PS

#21 Beitrag von Allradwilli » 2012-10-02 17:03:35

tonnar hat geschrieben:Hey Mario,
vielen Dank für die nützlichen Infos. Klingt nach einem Überschaubaren Aufwand. Momentan haben zwar andere Arbeiten Priorität, aber wenn´s soweit ist, werde ich berichten.

Gruß...
Tino
Lass die E.- Pumpe auf 176 PS einstellen und gut iss es :cool:

Vorher nimmste eine Gradscheibe und prüfst die Steuerzeiten,

sollte das Einlassventil bei 17° tatsächlich öffenen,

dann einfach um 1 Zahn das Nockenwellenrad versetzen :eek:

Ergebnis auf dem Rollenleistungsprüfstand messen und ab auf die Piste :)

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