LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

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Pirx
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#31 Beitrag von Pirx » 2021-09-11 9:31:00

Contenero hat geschrieben:
2021-09-11 8:59:19
@pirx: Ihr habt da viel mehr Ahnung, ich hatte nur diesen Bericht von "Herman unterwegs" gelesen und bin nachdenklich geworden. Ich möchte vermeiden, nächstes Jahr den nächsten Reifensatz zu kaufen, nur weil ich ein paar Euronen zu wenig ausgegeben habe und die Dinger nicht rund laufen. Hast du gute Erfahrungen mit Kama gemacht? Ich habe schlichtweg keine Ahnung!
Hallo Konrad!

Ich selbst hatte noch nie Reifen von Kama. Es gibt aber hier im Forum einige User, die Kama-Refen (allerdings in anderen Größen) fahren und positiv darüber berichtet haben. Wenn ich mich recht erinnere, kam der letzte Bericht von Oli (AL28).

Pirx
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sico
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#32 Beitrag von sico » 2021-09-11 10:53:32

Contenero hat geschrieben:
2021-09-11 8:59:19
@pirx: Ihr habt da viel mehr Ahnung, ich hatte nur diesen Bericht von "Herman unterwegs" gelesen und bin nachdenklich geworden.

Konrad
hallo Konrad,
Du hast sicher bemerkt, daß die beiden von "Herman unterwegs", Micha und Sabine, zumindest bis vor kurzem Geld als "Influencer" verdient haben.
Der Influencer beweihräuchert immer die Produkte als supergut, für die er vom Hersteller oder Vertriebspartner das beste Sponsoring erhält.

Du solltest als auch noch wirklich verläßliche Informationsquellen in deine Überlegungen einbeziehen.

Bevor du neue Reifen auf deine alten Felgen aufziehst, solltest du die Felgen auf Höhenschlag und Seitenschlag messen.
Der beste Reifen nützt dir nichts, wenn diese alten Felgen damals zu schlecht gefertigt wurden oder inzwischen eine Beschädigung erlitten haben.
LG
Sico

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#33 Beitrag von Contenero » 2021-09-11 12:59:15

Hallo Sico,

nein, das wusste ich nicht. Ich zahl mein Zeug immer selbst ;-)

Beim weiteren Stöbern habe ich gelesen, dass die Kama sich auf russischen LKWs bewährt haben. Spricht ja wieder FÜR die Marke. Und sie haben ein M+S-Profil.

Die Felgen lasse ich beim Reifenhändler (der mir schon angeboten hat, die Reifen selbst anzuliefern) auf jeden Fall checken, aber danke für den Hinweis! Eine Frage noch an die Fachleute, da ich eine solche Vorderachse bisher nie hatte: Kann ich den Schmodder an der Kugel (siehe Foto) problemlos reinigen? Ich möchte nicht, dass sich Dreck in dieses Gelenk frisst.


Danke und Grüße!

Konrad
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#34 Beitrag von Pirx » 2021-09-11 16:00:09

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Re: LAF 710 aus Österreich

#35 Beitrag von Contenero » 2021-09-12 10:24:21

Danke, Pirx!

...hätt ich gewusst, dass die Teile "Achshalbkugeln" heißen, hätte ich es auch gefunden...;-) Sehr hilfreich!

Allen schöne Tage!

Konrad

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lunschi
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#36 Beitrag von lunschi » 2021-09-14 22:57:23

Contenero hat geschrieben:
2021-09-11 8:59:19
...
Tobias: Passen die dann noch auf die 20"-Felgen? Oder meinst du Kompletträder?

Ich scheue keine Ausgaben, muss aber klar sagen, dass erfahrungsgemäß so ein Auto bei mir nicht mehr als 2000km pro Jahr fährt. Also wäge ich auch ab, wie viel Geld ich ausgebe und wie viel Originalität ich aufgebe. Ich habe noch weitere Oldtimer und nutze die Feuerwehren für Transporte etc.

Danke und allen ein schönes Wochenende!

Konrad
Hallo Konrad,

ich würde auch jeden Fall die 8,25er Reifen bevorzugen. Bedenke dass die Gürtelreifen in 7,50 R20 einen kleineren Abrollumfang als Diagonalreifen 7,50-20 haben das heißt mit den Reifen wird er noch langsamer.
Für die 8,25er müsstest Du problemlos die Freigabe von Daimler bekommen wenn Dein TÜV-Heini sie Dir nicht so eintragen will. Gegebenenfalls hätte ich noch eine Kopie einer solchen Freigabe von 8,25R20-Reifen (allerdings für LA710KR) anzubieten - pn mich einfach an.
Für die 22,5er Reifen bräuchtest Du natürlich auch neue / andere Felgen und natürlich auch eine entsprechende Freigabe oder einen willigen Sachverständigen der es Dir eventuell auch ohne Freigabe einträgt. Bedenke bei der ganzen Geschichte das solche Umrüstungen auch die positive Begutachtung für ein H-Kennzeichen beeinträchtigen könnten - am besten mit dem AaSV vorher abklären!
Unser Auto ließ sich im übrigen mit den 8,25ern besser/leichter lenken als mit den 7,50R20-Reifen. Das hängt wohl mehr von der Konstruktion der Karkasse, der Profilgestaltung, der Gummimischung und dem Reifendruck ab als von dem recht geringen Größenunterschied.

Kai
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#37 Beitrag von Contenero » 2021-09-15 7:54:34

Hallo Kai,

danke für den Tipp, inzwischen hatte sich auch der Wunsch nach den etwas größeren Reifen verdichtet. Ich hatte auch Kontakt zum Prüfer, der praktischerweise Oldtimerfan UND Feuerwehrmann ist. Ich darf erst mal mit den alten Reifen zur GTÜ fahren, die kleinen Risse in den alten Reifen sind kein Problem. Falls ich dann über den TÜV komme (in Österreich hatte das Auto frischen TÜV), kann ich bequem zum Reifenhändler fahren. Mit dem Prüfer hatte ich auch die Reifengrößen angesprochen, er will sich das anschauen. Hat im Vorfeld schon das Datenblatt von MB besorgt und freut sich auf das Auto. In den nächsten Tagen werde ich mir die Schaltung für einen Warnblinker anschauen und versuchen, den zu installieren, dann noch Kappen auf die Blaulichter, untenrum ein wenig putzen und einen Versuch wagen.

Danke auch für dein Angebot mit der Freigabe - nehme ich gern an ;-)

Grüße

Konrad

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#38 Beitrag von Contenero » 2021-09-21 17:16:23

Sodele,

ich war heute bei der GTÜ zur Vollabnahme - leider habe ich keinen TÜV bekommen, aber der Prüfer hatte Spaß an dem Auto und hat es trotzdem komplett inspiziert. Meine leicht ölfeuchten Stellen an der Hinterachse wurden bemerkt, aber toleriert. Er meinte auch, dass ich demnächst die WeDis machen soll, aber daran scheiterte es nicht. Problem war das rechte Hinterrad, die Bremse zog deutlich schlechter als links. Er bemerkte, dass links schon ein neuer Radzylinder verbaut wäre, seine Vermutung war dann, dass es jetzt den rechten erwischt hat. Das wäre ja nicht so schlimm, ich habe erst beim Unimog die kompletten Bremsen gemacht. Oder tippt euer "Kurzhauber-Schwarmwissen" eher auf verölte Beläge? ich werde versuchen, morgen mal die Räder und die Trommel abzubekommen und dann nachschauen. Oder wie würdet ihr vorgehen?

Schön ist, dass das Auto mit seiner ganzen Patina auf große Anerkennung gestoßen ist, ich muss mich also wirklich nur um die Bremse kümmern.

Grüße an alle,

Konrad

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MichaelW
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#39 Beitrag von MichaelW » 2021-09-23 7:49:03

Hallo,
Contenero hat geschrieben:
2021-09-21 17:16:23
Problem war das rechte Hinterrad, die Bremse zog deutlich schlechter als links.
Was zog denn einseitig? Feststellbremse oder Betriebsbremse? Wir haben bei unserem 911er eigentlich öfter mal das Problem, dass die Feststellbremse einseitig zieht. Eine nicht mal halbe Umdrehung an der Einstellung behebt dann das Problem. Manchmal geht's in die eine und mal die andere Richtung. Wenn's aber die Betriebsbremse ist, würde ich erstmal schauen, ob die Grundeinstellung der Bremse stimmt.

Zu den Reifen:
Du kannst entweder den Russen-/Chinamüll in 7,50R20 oder 8,25R20 draufmachen. Ob du mit den Dingern je froh wirst, überlasse ich dir. Zumindest sind sie billig. Da unser 911er noch aktiv im Feuerwehrdienst ist, war das für mich keine Alternative, Reifen namhafter Hersteller waren da schon vor gut 10 Jahren nicht mehr verfügbar. Wir haben dann gebrauchte Kompletträder mit 9R22,5er Reifen gekauft. Die haben den gleichen Außendurchmesser wie 8,25R20, sind also eintragungstechnisch kein Problem, sofern auch 8,25R20er Reifen eingetragen würden. Solche Räder werden öfter mal angeboten. Bei uns waren allerdings warum auch immer auf der einen Seite kürzere Radbolzen montiert als auf der anderen, die gebrauchten Felgen waren dicker als die alten, so mussten wir dann auf der einen Seite noch längere Bolzen verbauen. War aber unproblematisch, da im Zubehör günstig zu erhalten. 9R22,5er Reifen gibt es zwar auch nicht mehr in größer Auswahl, es stehen aber für die Felgengröße noch weitere Reifengrößen zur Verfügung, für die es noch mehr Auswahl gibt. Einem H-Kennzeichen sollte das nicht im Wege stehen, wenn man dem Prüfer den Grund erläutert. Zumindest beim 911B gab es die Größe später (auch schon 40 Jahre her) ab Werk, es ist also zumindest eine zeitgenössische Umrüstung bzw. etwas, was man vor mehr als 30 Jahren schon hätte machen können.

Zur Warnblinkanlage:
Entweder du schaust, wie das Original ab Werk (vermutlich gab es das da auch schon als SA) gelöst war und versuchst diese Teile zu bekommen. Oder du schaust dir den Schaltplan an und nimmst einen der verfügbaren Nachrüst-Schalter, was vermutlich günstiger sein wird. Wundert mich aber, dass bei einem Feuerwehrfahrzeug keine Warnblinkanlage nachgerüstet wurde.

Zur Achsübersetzung:
Nochmal, es ist eigentlich egal ob LAK oder LAF oder LA. Je nach Wunsch konnte man Sonderausstattungen bestellen, auch die gewünschte Achsübersetzung. Dass man im gebirgigen Österreich die kürzest verfügbare genommen hat (das passt zu den geschilderten 73km/h, bei eingelegter Untersetzung wäre er deutlich langsamer unterwegs, außer evtl. in Kombination mit der allerlängsten Übersetzung) erscheint mir logisch. Mit 8,25R20 bzw. 9R22,5 wird das minimal besser, damit kommst du dann auf ca. 75km/h...

Gruß,
Michael
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#40 Beitrag von Contenero » 2021-09-23 9:27:08

Hallo Michael,

danke für deine ausführliche Erläuterung. Was den Warnblinker angeht, hatte ich das vielleicht nicht so explizit geschrieben - aber ich habe ihn schon nachgerüstet. Sonst hätte ich beim TÜV gar nicht auftauchen dürfen. Läuft sogar mit dem originalen alten Blinkrelais, was die Frequenz beruhigend langsam macht ;-)

Die Bremse: Was mich wundert, ist die Tatsache, dass sowohl Betriebsbremse als auch Feststellbremse rechts ein ähnliches Verhältnis zur linken Bremse gezeigt haben. Jetzt kenne ich das Innenleben der 710er Bremse noch nicht. Beim Unimog wirkt die Feststellbremse NICHT über den Radbremszylinder, ich vermute hier das Gleiche. Wenn beide Bremsarten das gleiche Bild zeigen, ist es wohl eher nicht der Radzylinder, oder? Dann wäre es ein Hinweis darauf, dass entweder die Bremsbeläge falsch eingestellt sind (ich habe gestern unter dem Auto zwei recht kleine Einstellmöglichkeiten mit abgeflachten Seiten gesehen - sind das so Exzenterschrauben wie beim Unimog?) oder dass die Beläge an sich verölt sind. Allerdings habe ich keinerlei Spuren am oder unter dem Rad.

Wie auch immer - ich bin momentan krankgeschrieben wegen einer kaputten Schulter und gebe das Auto zu einem mir empfohlenen Fachbetrieb. Dann habe ich auch die Gewissheit, dass alles ok ist.

Und deine Ratschläge zu den Reifenqualitäten werde ich ernst nehmen und weiter suchen. Den TÜV haben meine Mikrorisse nicht gestört, mich stört eher das Hoppeln....

Danke für eure Hilfe, das ist echt klasse!

Viele Grüße,

Konrad

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#41 Beitrag von DaPo » 2021-09-24 10:20:23

Hallo Konrad,

über die Ursache kann man von außen nur spekulieren.

Was mir allerdings absolut nicht klar ist: Warum wechselt man den Zylinder an einer Seite, aber nicht gleichzeitig auch auf der anderen?
Spätestens dann wären ja auch verölte Beläge o.Ä. aufgefallen...
Grüße
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#42 Beitrag von sico » 2021-09-24 10:40:34

DaPo hat geschrieben:
2021-09-24 10:20:23
Hallo Konrad,

über die Ursache kann man von außen nur spekulieren.

Was mir allerdings absolut nicht klar ist: Warum wechselt man den Zylinder an einer Seite, aber nicht gleichzeitig auch auf der anderen?
Spätestens dann wären ja auch verölte Beläge o.Ä. aufgefallen...
Das sehe ich auch so. Das ist grober Pfusch.
Diese Werkstatt, die nur einseitig den RBZ gewechselt hat, solltest du jedenfalls nicht mehr beauftragen, auch wenn sie dir empfohlen wurde.

LG
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#43 Beitrag von Mark86 » 2021-09-24 10:49:04

sico hat geschrieben:
2021-09-24 10:40:34
DaPo hat geschrieben:
2021-09-24 10:20:23
Hallo Konrad,

über die Ursache kann man von außen nur spekulieren.

Was mir allerdings absolut nicht klar ist: Warum wechselt man den Zylinder an einer Seite, aber nicht gleichzeitig auch auf der anderen?
Spätestens dann wären ja auch verölte Beläge o.Ä. aufgefallen...
Das sehe ich auch so. Das ist grober Pfusch.
Diese Werkstatt, die nur einseitig den RBZ gewechselt hat, solltest du jedenfalls nicht mehr beauftragen, auch wenn sie dir empfohlen wurde.

LG
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In der Regel wird repariert, was der Auftraggeber bezahlen will ^^
Bei nem Feuerwehrfahrzeug wo der Buchwert oft bei 1€ steht, ist oft schon Diskussion erforderlich ob man überhaupt noch 1 Radbremszylinder erneuert oder das Fahrzeug nicht verschrottet / verwertet wird. Bei Gebrauchtwagenhändlern wird auch nur dass eine defekte Teil erneuert, welches nötig ist damit dass Auto fährt / die HU besteht, in billigster Gangart denn eine ordentliche Reparatur zahlt der Käufer in der Regel nicht mit.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#44 Beitrag von Contenero » 2021-09-24 13:23:02

Ich muss da was richtigstellen: Nur der TÜVer hatte vermutet, dass der linke RBZ neu sei, ich konnte das aber unter dem Auto liegend nicht nachvollziehen. Beide Stellen sehen ähnlich alt aus, sowohl die Schrauben als auch der Entlüfternippel. Ich selbst hab da noch gar nichts machen lassen, habe das Auto aber gestern in eine Werkstatt gebracht, wo auch alle LKW meines Arbeitgebers gewartet werden. Daher habe ich Vertrauen.

Der Vorbesitzer war so akribisch, dass er mir das Auto sogar noch komplett abgeschmiert und vollgetankt hat, der hat sicher nicht wissentlich geschlampert. Ich denke aber, dass ich mit der Überführung von Lindau nach Frankfurt höchstwahrscheinlich die längste Belastungsprobe ever im Leben des LKW geliefert habe. Und da kann schon mal was kaputtgehen.

Warten wir es ab, das ist ja machbar. Wenn die Werkstatt was auf sich hält, tauscht sie dann sowieso beide RBZ aus.

Grüße und danke für euren Input!

Konrad

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#45 Beitrag von MichaelW » 2021-09-26 14:52:32

Hallo,
DaPo hat geschrieben:
2021-09-24 10:20:23
Was mir allerdings absolut nicht klar ist: Warum wechselt man den Zylinder an einer Seite, aber nicht gleichzeitig auch auf der anderen?
Warum sollte man? Im Gegensatz zu Bremsbelägen ist es bei Radbremszylindern, Bremssätteln oder ähnlichem durchaus üblich, nur das defekte Teil zu tauschen. Ich wüsste auch keinen Grund, warum man Radbremszylinder nur paarweise tauschen sollte. Von daher hat auch eine Werkstatt, die einen defekten Radbremszylinder einseitig tauscht, erstmal alles richtig gemacht. Dass man sich dabei natürlich den anderen auch anschaut und den mittauscht, wenn da auch zu erwarten ist, dass der in Kürze ebenso ausfällt, ist klar. Muss aber ansonsten nicht sein.

Gruß,
Michael
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#46 Beitrag von DaPo » 2021-09-26 16:16:40

Hallo Michael,

wenn der eine Zylinder undicht ist, ist eigentlich zu erwarten, daß der Andere auch bald undicht wird. denn beide sind üblicherweise gleich alt und haben gleich viel gearbeitet.
Aus diesem Grund, und weil ich ungerne Arbeiten doppelt ausführe (wie das Entlüften), würde ich immer beide Seiten gleichzeitig erneuern.

Aber jeder wie er mag.
Grüße
DaPo (Daniel)

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#47 Beitrag von Dieselsurfer » 2021-09-26 21:18:36

Ja, mache ich auch immer so. und die 30,- mehr für den zweiten RBZ beim 710er machen den Kohl echt nicht fett...
"wer eine Regierung zu brauchen glaubt, sagte Stiggins, ist ohnehin eine unrettbar gescheiterte Lebensform "

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#48 Beitrag von MichaelW » 2021-09-27 7:24:53

Hallo,
DaPo hat geschrieben:
2021-09-26 16:16:40
wenn der eine Zylinder undicht ist, ist eigentlich zu erwarten, daß der Andere auch bald undicht wird. denn beide sind üblicherweise gleich alt und haben gleich viel gearbeitet.
Aus diesem Grund, und weil ich ungerne Arbeiten doppelt ausführe (wie das Entlüften), würde ich immer beide Seiten gleichzeitig erneuern.
Mit dem Argument müsstest du aber die an der anderen Achse auch noch erneuern, auch wenn das nicht die komplett gleichen sind. Es gibt jedenfalls, anders als z.B. bei Bremsbelägen, keinen technischen Grund, zwingend die RBZ achsweise zu erneuern.
Ich kenne gerade aus dem Unimogbereich viele, bei denen die RBZ eher wegen schlechter Wartung als durch Verschleiß undicht werden. Meist durch Rost infolge zu spät gewechselter Bremsflüssigkeit und danach Rostbildung. Da kann es durchaus mal sein, dass ein RBZ deutliche Spuren aufweist und somit defekt ist, der andere aber noch keine Probleme macht.

Gruß,
Michael
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#49 Beitrag von Mark86 » 2021-09-27 9:39:32

Klar kann man einen RBZ erneuern wenn nur einer kaputt ist.
Zwischen Vorderachse und Hinterachse hat man oft unterschiedliche Bauformen mit unterschiedlicher Lebensdauer, aber im Grunde genommen kann man bei nem Fahrzeug über 35 Jahre gleich hingehen und alle Radbremszylinder erneuern, dann hat man Ruhe. Wenn einer aufgibt, dann sind die anderen davon nicht weit entfernt.
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#50 Beitrag von Contenero » 2021-09-27 10:15:27

...ich bin ja nicht dagegen, hatte ich ja geschrieben. Bei einem so alten Auto lasse ich am Anfang viel Liebe walten und investiere Geld - zuallererst bei den Bremsen.
Eine Frage tauchte da direkt auf: Wie findet ihr die korrekten Teilenummern heraus? Ich habe wegen meiner Mercedes-Schraubereien einen Webparts-Zugang bei MB, dort ist der 323 aber nicht gelistet, das stand glaube ich auch hier im Forum. Es hieß auch, man käme mit dem Modell 328 (=911) weiter. Habt ihr noch andere Tipps? einen RBZ für 30 habe ich nirgends gefunden, aber superteuer waren sie auch nicht - ich will nur nicht mehrfach zurückschicken, bis das richtige Teil gefunden ist.

Danke imVoraus!

Konrad

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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#51 Beitrag von Mark86 » 2021-09-27 10:17:06

Wenn der im Onlinekatalog nicht drin ist, dann musst du dir den passenden Papierkatalog oder Microfisch besorgen...
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Re: LAF 710 aus Österreich - starke Vibrationen beim Fahren

#52 Beitrag von DaPo » 2021-09-27 10:45:49

Hallo Michael,
MichaelW hat geschrieben:
2021-09-27 7:24:53
Mit dem Argument müsstest du aber die an der anderen Achse auch noch erneuern, auch wenn das nicht die komplett gleichen sind. Es gibt jedenfalls, anders als z.B. bei Bremsbelägen, keinen technischen Grund, zwingend die RBZ achsweise zu erneuern.
Ich kenne gerade aus dem Unimogbereich viele, bei denen die RBZ eher wegen schlechter Wartung als durch Verschleiß undicht werden. Meist durch Rost infolge zu spät gewechselter Bremsflüssigkeit und danach Rostbildung. Da kann es durchaus mal sein, dass ein RBZ deutliche Spuren aufweist und somit defekt ist, der andere aber noch keine Probleme macht.
genau: noch...
Grüße
DaPo (Daniel)

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