Island - ein Update von vor Ort

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Uwe
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#61 Beitrag von Uwe » 2021-01-04 19:39:47

Stanecker hat geschrieben:
2021-01-04 19:12:22
Zudem bist du nicht mein Vater und hast nicht ansatzweise das Recht, mir zu erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe.
Auch wenn die Einblicke in Eure innerfamiliäre Diskussionskultur von einem gewissen Standpunkt gesehen sicherlich nicht uninteressant sind, bitte ich doch, hier auf einem Niveau weiterzudiskutieren, das nicht das Aktivieren des Forumsopas notwendig macht :ohmy:

Uwe
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ph
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#62 Beitrag von ph » 2021-01-04 19:41:13

weil ich es kann und weil ich Bock dadrauf habe

lasse mich bestimmt nicht auf diese belehrende Art und eine Diskussion mit dir herab

bist du nicht mein Vater und hast nicht ansatzweise das Recht, mir zu erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe

ich sage dir das macht man nicht mit deiner Art

Zudem frag dich mal, was du in so einem Forum anrichtest


… manchen Zeitgenossen möchte ich NIE LIVE begegnen – Prostmahlzeit!!!

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Ulf H
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#63 Beitrag von Ulf H » 2021-01-04 19:57:19

... als Ausgewanderter hat man zwangsläufig mit der Zeit einen deutlich anderen Blick auf das Land, als jemand, der dort Urlaub macht ... leider werden die gut gemeinten Tips der Ausgewanderten von den Urlaubern selten verstanden, geschweige denn befolgt ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Solarer
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#64 Beitrag von Solarer » 2021-01-04 19:59:42

Schade das interessante Themen immer wieder abschweifen.
Ich weiß leider nicht wie man das ändern könnte, aber noch mal Danke an Sven für die Islandeinblicke. Übrigens ein Fleckchen Erde das auch noch auf meiner Besuchsliste steht
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Andy
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#65 Beitrag von Andy » 2021-01-04 20:24:53

:eek:

Oh wasn hier los :ohmy:

Ich gehe mal chips holen :totlach:

:hug:
Ich schreib jetzt nix, sonst ist noch wer eingeschnappt, lässt sich eh nix sagen :D :angel:

:wack: shit, Bier muss ich auch noch holen
Kein Zaster aber zwei .. äh nee jetzt drei .........ups jetzt vier Laster - bald wieder nur drei-- jetzt sind nur noch zwei -- nu doch wieder drei :) .... und auf einmal sind es zwei;)--arrgh jetzt wieder drei--und es sind jetzt nur noch zwei---

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Re: Island - ein Update von vor Ort

#66 Beitrag von mbos » 2021-01-04 20:35:54

Wie hiess der Spruch noch? Der Herr schuf in seinem Zorn Arnsberg, Soest und Paderborn?
Das Anspruchsdenken gibt es hier im Süden in den Bergen auch: Ich beschaffe mir die Ausrüstung, mit der ich das RECHT habe, Spass zu haben. Wenn´s dann daneben geht, habe ich das RECHT, dass mich gefälligst jemand wieder herausholt... :frust:
Gruß
Marc

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Re: Island - ein Update von vor Ort

#67 Beitrag von Moggele » 2021-01-04 20:39:15

Werter Tobias,

komm mal runter!
Im Spätsommer möchte ich mit einem Freund und unseren beiden Unimogs nach Island und lese sehr gerne, was Sven von Island zu berichten hat und habe mir sogar seine Adresse für Notfälle schon mal gespeichert. Ich kann mir vorstellen, dass er im äußersten Notfall als Deutscher in Island helfen würde, aber bei einem solchen Verhalten von Dir könnte ich es ihm nicht verdenken, wenn er für Forumskollegen nichts mehr tut. Insofern: Danke schonmal für Deine Bärendienste hier und meine Bitte an Sven: weiter so!
Ich würde meine Drohne auch gerne mitnehmen und bin dankbar schon mal gewarnt zu sein, was ich wo/wie mit ihr mache.

Grüße
Chris

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Puffi
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#68 Beitrag von Puffi » 2021-01-04 20:52:59

Wie oft nimmt jeder das Recht für sich in Anspruch die richtige Meinung zu haben. Das muß man aushalten doch oftmals artet es ungewollt aus... Wichtig ist, es bleibt alles sachlich und wird nicht häßlich!

Wir waren 2015 in Island und erkannten schon damals was auf dieses Land zurollt. Der Anfang vom Ende war, daß nach der Finanzkrise schnell eine andere Einnahmequelle her mußte. Dies war der Tourismus und dabei wurde die Büchse der Pandora geöffnet. Und zwar in alle Richtungen... Zu viele bzw. viel zu viele Besucher, fragile Natur und Einheimische die ihr Land über alles lieben. Nur Geld stinkt nicht und da wollen dann doch alle teilhaben. Es ist eine Geschichte wie sie fast überall auf dieser Welt in den letzten Jahren leider stattfindet. Man schaue gerade nach Portugal wenn es um sogenanntes freistehen geht.

Was auch klar ist und uns damals fast täglich begegnete, auch die Isländer sind keine Engel wenn es um Vorschriften geht. Ich hatte dies hier im Forum schon mal ausführlich ausgeführt. Nach 5 Jahren seit unserem Besuch dürfte sicher einiges noch schlimmer geworden sein. Der sogenannte Tourismus gibt Arbeitsplätze vergiftet alles andere wie ein schleichendes des Gift, es ist seit langem nicht mehr aufzuhalten.

Gruß Puffi
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#69 Beitrag von Wilmaaa » 2021-01-04 20:58:48

Nun, die wenigsten Menschen können wohl von sich sagen, im eigenen Land "Engel" zu sein, wenn es um Regeln und Vorschriften geht. Das gibt aber niemandem das Recht, Regeln nach eigenem Gusto auszulegen oder zu ignorieren, schon gar nicht, wenn man irgendwo Gast ist.
Und wenn etwas nicht verboten ist, heißt es noch lange nicht, dass es sinnvoll oder zielführend ist, es zu tun. ;)

Insofern: einfach mal tief durchatmen. Und immer dran denken, dass es sich bei einem Forum um zeitlich asynchrone Kommunikation handelt. Es muss also niemand seinen ganzen Frust und Zorn in die Tastatur kippen und dann auch noch auf den "absenden"-Button klicken, sondern man kann auch einfach mal Pause machen und von seiner persönlichen Palme runterkommen, bevor man auf etwas antwortet. Das ist jedenfalls besser, als oben sitzen zu bleiben und mit Kokosnüssen zu werfen. :spiel:
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#70 Beitrag von micha der kontrabass » 2021-01-04 21:53:02

Ulf H hat geschrieben:
2021-01-04 19:57:19
... als Ausgewanderter hat man zwangsläufig mit der Zeit einen deutlich anderen Blick auf das Land, als jemand, der dort Urlaub macht ... leider werden die gut gemeinten Tips der Ausgewanderten von den Urlaubern selten verstanden, geschweige denn befolgt ...

Gruss Ulf
Ich stimme Ulf voll und ganz zu,

und befolge Wilmaaa letzten Post, so gut es geht.
Inzwischen beiß ich mir öfter mal auf die Zunge, weil mein Beitrag eher angepisst rüberkommen würde und damit wenig hilfreich ist. Und ich kann Sven gut verstehen. Wir leiden alle mehr oder weniger unter den Wenigen, die sich nicht benehmen können und zunehmend auch unter der grösseren Masse der Reisenden. In Schweden arbeitet man auch an einem Gesetzentwurf, der das Geländefahrverbot verschärft und damit auch ein Parken neben der Strasse bzw abseits der Strasse verbieten würde, und damit auch das Übernachten daselbst. Nun mahlen die Mühlen hier sehr langsam, aber es wird deutlich wohin auch hier die Reise geht.

Und ich kann den Reisenden hier nur empfehlen, auf die Ortsansässigen zu hören, und uns, die wir da leben dürfen, wo andere Urlaub machen, Mut machen, Zurückhaltung zu üben, weil die nicht wissen können, das sie "heute schon der 5. sind, die erzählen, wie toll dies und jenes war, und wie leicht man doch manche Gesetze dehnen kann..."
Das ist jetzt ausdrücklich NICHT auf Beteiligte an diesem Thread bezogen!

Viele Grüsse
Micha d.k.
mit dem am nördlichsten stationierten Magirus Mercur!

Es ist nie zu spät um aufzugeben!
schwedisches Sprichwort

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Thomasito
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#71 Beitrag von Thomasito » 2021-01-05 17:54:04

Hallo Sven

Die Beschränkungen und Regulierungen, die vermehrt in Island eingeführt werden, würde ich nicht auf die „Touristen“ zurückführen. Das wäre mir zu seicht und zu einseitig.
Für mich handelt es sich um ganz typische Anpassungen, die nötig sind, wenn man in diesem gewaltigen Umfang von seinen Gästen lebt.
Mir kommen die Beschwerden der Einheimischen manchmal sehr seltsam vor.
Etwa wie ein Imker, der sich über das Summen seiner vielen Bienen beschwert. Ganz besonders nachdem er seinen Bestand vergrößert hat, um vom Honig zu leben.

In den beiden konkreten Fällen innerhalb dieses Threads wurden zwei Vorfälle genannt.
Einmal fuhr ein Fahrzeug an eine vereiste Furt und kam zu dem Schluss, dass eine Durchfahrt nicht ratsam ist. Es kehrte rechtzeitig um. Ich würde das nicht "leichtsinnig" nennen.
Das andere Mal waren Andere weniger vorsichtig und versenkten gleich zwei Fahrzeuge mit einer folgenden, aufwändigen Rettungsaktion.

Die schwierigen Winterbergungen, die wirklich gefährlich sind und lange dauern, gehen fast ausschließlich auf das Konto von Isländern. Ich vermute auch in diesem Fall.

Geschmäht aber werden die Allrad-Lkw-WOMOS, die durchweg von unfähigen, unerfahrenen, leichtsinnigen, ignoranten und dreisten Ausländern versenkt werden.
Wenn einem Isländer dasselbe passiert, hatte er schlicht "Pech".

Fair finde ich das nicht.

Gruß

Thomas

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SvenS
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#72 Beitrag von SvenS » 2021-01-05 20:56:50

Hallo Thomas,

die meisten Einschränkungen wurden leider aufgrund es Fehlverhaltens von Touristen eingeführt.

Natürlich gibt es auch viele Isländer die im Hochland, insbesondere im Winter in Not geraten. Überwiegend sind es Reykjavíker die unvorbereitet auf eine Wochenendtour gehen.
Wenn Du aber meine Beiträge genau durchliest, wirst Du merken, dass ich darauf hingewiesen habe das eine Bergungsaktion bei einem schwerem Womo deutlich aufwändiger und manchmal auch unmöglich sein wird und ich deshalb dringend davon abrate mit einem schwerem Womo im Winter ins Hochland zu fahren.
Hier lesen viele User mit die noch nie im Winter in Island waren und die durch einen Bericht wie in diesem Thread eventuell animiert werden könnten selbst einmal mit ihrem Womo ins Hochland zu fahren.
Daher sehe ich es als sehr sinnvoll an davon abzuraten.

Und die Reaktion des TE vermittelt mir sehr deutlich den Eindruck, dass er von Ratschlägen nichts wissen will und ihm das Reiseland gelinde gesagt am Arsch vorbei geht, nach mir die Sintflut ist wohl das Motto.
Und genauso solche Touristen brauchen wir hier überhaupt nicht.
Wenn´s um Island geht, einfach bei mir fragen.

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meggmann
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#73 Beitrag von meggmann » 2021-01-05 21:14:38

Ohne jetzt auf Schuld oder Unschuld einzugehen (steht mir auch gar nicht zu) fällt mir aber doch auf, dass vielen Reiseländern eine echte Strategie fehlt. Welchen Tourismus, wie viel davon, unter welchen Rahmenbedingungen und welche Infrastruktur ich dafür schaffen muss und wer die wie bezahlt.
Ich wohne an einer Talsperre - im Sommer die Hölle obwohl hier alles nur „Anlieger frei“ ist. Geparkt wird kreuz und quer, Rettungswege blockiert, es wird abgeschleppt... alles unschön. Aber die „Schuld“ sehe ich nicht nur bei den Wildparkern. Ja ich gestehe den Menschen aus Köln und dem Ruhrgebiet auch zu, dass die ihre Freizeit hier verbringen wollen - dann sollte man das halt kanalisieren und die notwendige Infrastruktur schaffen.
Vor Jahren wurden die öffentlichen Mülleimer abgebaut weil die überfüllt wurden und durch nichts ersetzt. Klar sollte jeder im Stande sein, den Müll wieder mitzunehmen und nein, dass klappt leider nicht. Ich würde da eher 3€ „Eintritt“ oder Parkgebühr verlangen und dann anschließen den Müll entsorgen - als auf Einsicht hoffen oder die Kontrollen verstärken. Also ein Konzept müsste her - so sind alle unzufrieden.
Mallorca, Island, Kroatien, Portugal,.... brauchen Tourismus und sind gleichzeitig gegen die Auswüchse - blöde Situation.

Gruß Marcel
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#74 Beitrag von landwerk » 2021-01-05 22:16:36

Anyway,

ich kann beide Seiten gut verstehen.

Und der Bergedienst rechnet den Einsatz ja sicherlich auch ab ... oder etwa nicht?


Hat doch auch etwas Positives und spült Devisen ins Land.



Andererseits muss man tatsächlich nicht über die Stränge schlagen um auf der Insel eine schöne Tour zu haben.

Halt konsequent abseits der Hotspots bewegen, da sind die Straßen "schlecht" genug für Allrad Camper und Touristen rar.

Der Winter hat auch etwas schönes als Reisezeit für sich.



Habe sogar schon erlabt, dass eine Strecke von der Kjölur einseitig Richtung Husafell wegen Schlamms gesperrt war.
Da mussten wir an regnerischem Tag 240 km Umweg mit dem Traxter fahren um nach Husafell zu kommen.

Und siehe da:

Auf der entsprechenden Kreuzug der Nebenstrecke richtung Kjölur war dann seltsamer Weise nichts mehr geperrt. (Wie eine Einbahstraße)
Sven wird die kleinen F`s kennen welche ich meine.
Ich gehe davon aus, dass es nur wegen der Kjölur-SuV-Idioten einseitig gesperrt war...

An solchen Tagen nervt es mich einerseits, dass es so viele unerfahrene Fahrer gibt, die so etwas verursachen.

Und andereseits, mit allen Touris über einen Kamm geschert zu werden.

Touri ist nicht gleich Touri und Ranger könne auch ganz schnell nerven, wenn sie einen ohne Grund anhalten um noch mal alle Regeln zu erklären und irgendwelche Zettel in die Hand drücken die schon 20 mal in der Mittelkonsole liegen.

Aber wahrscheinlich sind die auch genervt....



Na ja...



So ist da halt...

Und die Isländer selbst sind auch nicht ohne mit Ihren Autos und Ihrer Natur , das stimmt tatsächlich...


Aber da bin ich bei Wilmaa.. Wir sind Gäste und versuchen uns zu benehmen...


Liebe Grüße


Oli

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Re: Island - ein Update von vor Ort

#75 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2021-01-06 9:02:23

Das Problem des Overtourimus ist überall in etwa gleich,
zu viele oft rücksichtslose Menschen, Parken wie es irgend wie geht ,Müll liegen lassen wo er aus der Hand fällt, und wer kennt inzwischen nicht die zugesch...enen Waldränder entlang von Spazier und Wanderwegen.
Infrastruktur dort hin zu bringen wo sich die Menschen bewegen ist oft gerade in den Bergen nicht möglich und oder auch nicht bezahlbar. Parkplatzprobleme soweit das Auge reicht, eine besondere Vorstellung um zu "Kanalisieren " haben die Umweltschützer im Allgäu.Da die Parkgebühren von unter 10 Euro die Leute nicht abschrecken stellen sie sich 100 € vor....

https://www.all-in.de/oberstdorf/c-loka ... e_a5043096

Das Geschrei der Hotel und Gastrobranche war natürlich groß...

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husky240
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#76 Beitrag von husky240 » 2021-01-06 13:15:25

Flammkuchenklaus hat geschrieben:
2021-01-06 9:02:23
Da die Parkgebühren von unter 10 Euro die Leute nicht abschrecken stellen sie sich 100 € vor....
Ja... das Allgäu... der Großraum Stuttgart mach da seit Jahren "Probleme" und seit einiger Zeit haben auch die Müncher das Ganze entdeckt.
Auf jeden Fall ist das eine schwierige Gratwanderung für alle.

Bergsport ist leider auch Motorsport und die wenigsten Autos sind voll besetzt... ein oder zwei Personen ist normal. Die Blechlawine muss dann irgendwo hin und Platz gibt es keinen. Ein schönes Wochende im Hintersteiner Tal oder im Kleinwalsertal... das tu ich mir schon lange nicht mehr an.

Die Hotspot Problematik hat zugenommen... ich denke das wird in Island nicht anders sein. Da muss es irgendwann Regelungen (zB Drohnen) geben. Ungeübte haudrauf Fahrer mit bestem Material und Selbstbewusstsein gab es auch schon zu Zeiten wo meine Eltern mit dem Serie 2 Landrover Ende der 70er nach Island gefahren sind. Und Isländer die sich einen Spaß daraus gemacht haben ebendiese ordentlich zu versenken um sie wieder raus zu ziehen :angel:


Gruß vom Nils
Limolaster

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Re: Island - ein Update von vor Ort

#77 Beitrag von meggmann » 2021-01-06 13:17:10

Das entspräche jetzt aber auch nicht unbedingt dem, was ich als „Konzept“ bezeichnen würde - eher als „funktionale Suboptimierung“.
Leben ist ja nicht schwarz-weiß. Wenn ausländische 4x4 LKW ein Problem darstellen könnte man sie ja entweder verbieten oder besser, die dürfen nur zu mehreren und mit einheimischem, zertifizierten Führer durch die Gegend fahren (ja ist auch nicht zu Ende gedacht - aber ich glaube man versteht worauf ich hinauswill). Gerade bei Insellagen ließen sich viele Dinge realisieren, die anderswo ungleich schwerer umzusetzen sind.

Gruß Marcel
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- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Island - ein Update von vor Ort

#78 Beitrag von Thomasito » 2021-01-06 17:13:53

Hi Sven
Und die Reaktion des TE vermittelt mir sehr deutlich den Eindruck, dass er von Ratschlägen nichts wissen will und ihm das Reiseland gelinde gesagt am Arsch vorbei geht, nach mir die Sintflut ist wohl das Motto.
Und genauso solche Touristen brauchen wir hier überhaupt nicht.
Ach komm, nicht so schwarz... Ich kenne den Kollegen nicht, aber das finde ich ein wenig "stramm".
Was die Ratschläge angeht, die kamen schließlich unaufgefordert, breit und quasi in Erwartung eines Fehltritts. Einigen Leuten fällt es dann eben etwas schwerer den Unterschied zu einer Belehrung auszumachen, ganz besonders wenn es gut gemeint war.
Ignoranz oder gar etwas Zerstörerisches sehe ich da noch nicht.
Diese Eis- und Schneefahrten im Hochland, die einheimische Isländer so gerne unternehmen , sind ohnehin mit schweren LWKs nicht möglich. Ich denke das ist gemeinhin bekannt, das wissen alle.
Ein Tourist ist in meinen Augen kein potentieller Fehlermacher, auch nicht wenn er aus Reykjavik kommt.

Gruß

Thomas

rainer627
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Re: Island - ein Update von vor Ort

#79 Beitrag von rainer627 » 2021-01-07 20:40:57

Stanecker hat geschrieben:
2020-11-10 23:10:38
Wir sind nun schon seit Ende September in Island und ich habe mir gedacht, nach all den positiven Dingen, die ich aus dem Forum schon habe mitnehmen können, einfach mal, besonders aufgrund der pandemiebedingten Reiseschwierigkeiten, zu berichten und damit etwas zurückgeben zu können. In vielen Posts geht es ja um den Mangel an Zielen, die Problematik mit Quarantäne usw. Vielleicht hilft dieser Status ja dem einen oder anderen und ja, ich weiß dass viele von euch schon hier waren, nur eben die meisten wohl nicht zu Coronazeiten. Vorweg und ganz ehrlich: Island war Plan C, eigentlich haben wir von der Panamericana oder Australien geträumt. Ging nicht, ist halt so, zu Hause bleiben ging nach der langen Vorbereitung aber auch nicht... also Island. Da wollten wir sowieso mal hin, nur eben jetzt nicht und besonders nicht gen Winter.

Wir haben einen stopover auf den Färöern gemacht, auf Empfehlung nur eine Woche, was eigentlich zu kurz war, ebenfalls ein richtig tolles Ziel, nein, kein offroad.

Auf der Fähre von Färöer nach Island waren wir dann mit 2(!!!) Touristenfahrzeugen und etwas Cargo, wir hätten im Bauch des Schiffes 8-ten fahren können. So krass, wo man Aufnahmen aus Reiseberichten kennt, auf denen kein Millimeter Luft ist.

Was ich sagen will: wenn ihr Hummeln im Hintern habt und loswollt und Island irgendwie auf euren Plan passt - macht es. Wir sind schockverliebt und das Reisen ist hier gerade total toll. Wo wir auch hinkommen ist alles leer, ok, hat teilweise auch den Nachteil, das vieles zu ist, aber das eher saisonbedingt. Wir waren vor ein paar Tagen auf einem riesigen Parkplatz einer der Top-Attraktionen als einziges Fahrzeug und lesen mit einem Schmunzeln einen Kommentar auf Tripadvisor, der besagt, dass der Parkplatz für die vielen Touristen doch etwas zu klein sei.

Stellplätze sind überhaupt kein Problem, es schert sich auch niemand darum, weil keine Touristen da sind. Auf Campingplätzen waren wir seit der Quarantäne immer das einzige Fahrzeug. Ver- und Entsorgung ist nie ein Problem.

Die Jahreszeit beschert einem den einen oder anderen Ausfalltag durch schlechtes Wetter, aber hat man das im Sommer nicht auch? Ich hatte größte Bedenken hinsichtlich Kälte, Dunkelheit und Regen/Wind. Alles davon erleben wir (ok, weniger Wind wäre toll), aber es tut der Freude, dieses Land zu erleben und gerade nicht zu Hause zu sein keinen Abbruch.

Die Quarantäne besteht aus 5 Tagen und 2 Tests und ist hervorragend organisiert, es geht alles über die lokale Corona-App. Während der Quarantäne darf man keine Gebäude betreten und muss Abstand halten, muss erreichbar sein, darf sich aber tagsüber vollkommen frei bewegen. Selbst Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug sind drin. So ein Quarantäne-Tag, an dem man zu einem Wasserfall fährt und dort wandert ist irgendwie viel harmloser als man es sich vorher zu Hause in trister Langeweile dort ausharrend ausgemalt hat. Die extra dafür heruntergeladenen Filme ruhen fast alle noch unangetastet auf der Festplatte. Man braucht für die Zeit zwischen den Tests zwingend eine feste Adresse, was aber wie in unserem Fall auch ein Campingplatz sein kann. Das eigene Fahrzeug muss dann aber über Dusche und WC verfügen und autark sein. Wer das nicht hat greift auf eines der vielen sowieso leer stehenden Appartements zurück.

Corona an sich ist schon ein Thema hier, aber sehr milde und nicht vergleichbar mit dem Zustand, den wir von der Familie, Freunden oder den Nachrichten aus Deutschland mitbekommen. Die Vielzahl der Fälle (aktuell rund 1000) konzentriert sich auf den Raum Reykjavik, im dünn besiedelten Rest des Landes haben wir davon wenig gespürt - wie auch wenn man kaum einen Menschen sieht. Sozial distancing at it‘s best würde ich sagen. Wir waren im Hochland (Askia, Vatnajökull), sind viele Stunden gefahren und haben keinen einzigen Menschen, auf vielen Strecken nicht einmal Spuren gesehen. Ich wüsste nicht, das schon mal in meinem Leben gehabt zu haben. Selbst im Winter im tiefsten Lappland ist mir immer noch das eine oder andere Fahrzeug begegnet. Ich finde das riesig.

So, genug der Werbetrommel, irgendwie war ich das diesem tollen Land in der aktuell doofen Zeit schuldig. Noch eine wichtige Info für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, das eigene Fahrzeug herzubringen: die Norröna von Smyril-Line ab Hirtshals (Dänemark) ist der einzige Weg und macht kurz vor Weihnachten ihre letzte Tour und geht dann bis März zur Renovierung in eine Werft. In der Zeit geht nichts.

Beste Grüße aus Island, safe travel und bleibt gesund
Tobias
Hab das Update zwar jetzt erst gelesen, aber hört sich ja interessant an. Wäre Anfang April 2020 auch nach Island geflogen, aber dann kam ja Corona.
Scheint ja aber als hätte Island Corona ganz gut im Griff. :)

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