Lagebericht Ecuador

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Wombi
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Re: Lagebericht Ecuador

#31 Beitrag von Wombi » 2020-06-17 18:30:38

Haaaaalloooo Jens,

Kaum ist das Gatter einen Spalt auf ..... alle wech .... keiner mehr da ....

Verstehe ich das richtig, Ecuador hat um weitere 60 Tage verlängert, mit der Option um weitere 30 !!! ???
Langsam wirds echt zäh ......

Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

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Enzo
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Re: Lagebericht Ecuador

#32 Beitrag von Enzo » 2020-06-18 14:57:32

Wombi hat geschrieben:
2020-06-17 18:30:38
Haaaaalloooo Jens,

Kaum ist das Gatter einen Spalt auf ..... alle wech .... keiner mehr da ....

Verstehe ich das richtig, Ecuador hat um weitere 60 Tage verlängert, mit der Option um weitere 30 !!! ???
Langsam wirds echt zäh ......

Gruß, Wombi
Hallo Hans,
keine Bange, hier rennt keiner weg :D
Ja, genauso wurde es beschlossen. Wobei die Verlängerung des Notstandes nichts darüber aussagt, welche Beschränkungen zukünftig gelten. Dieses Dekret ist nur die Basis, dass Einschränkungen von staatlicher Seite rechtlich möglich sind.
Später mehr, muss zum Zahnarzt, habe da ja eine Dauerkarte gebucht :D
Lieben Gruss
Jens

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Enzo
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Re: Lagebericht Ecuador

#33 Beitrag von Enzo » 2020-06-18 18:41:29

Ja hier in Südamerika zieht es sich länger und zäher hin als bspw in Deutschland. Obwohl die täglichen Neuinfektionen, insbesondere in unserer Provinz, recht übersichtlich sind, ist das Gesundheitswesen weiterhin dicht am Anschlag. Die Zahl der Intensivbetten ist halt sehr begrenzt.
Unser Bürgermeister wird bedrängt, die Ampel auf gelb zu schalten. Dann könnten wieder Busse in die Nachbarstädte fahren. Aber genau dieses möchte er nicht. Dort steigt die Zahl der positive Getesten viel stärker an als bei uns. Ich finde seine Standhaftigkeit gut.
Die Verlängerung des Notstandes bedeutet konkret, das Ampel System mit unterschiedlichen Einschränkungen in jedem Landkreis bleibt bestehen. Öffentliche Veranstaltungen mit vielen Menschen sind weiterhin verboten. Dazu zählt auch das Demonstrationsrecht.
Landesgrenzen werden wohl auch geschlossen bleiben.
Die Tourismusbranche geht natürlich wie überall am Stock, nur hat sie hier ein ganz anderen Stellenwert.
Vergleichbar mit den Maschinenbauern oder Autoindustrie in Deutschland. Die Deviseneinnahmen fehlen schmerzlich. Bin gespannt wie Ecuador ökonomisch aus der Krise kommt. Irgendwer wird die Schulden bezahlen müssen.
Insbesondere die Galapagos Inseln überlegen, wie der Tourismus wieder hochgefahren werden kann.
Bei uns im Städtchen ist wieder mehr leben. Fast alle Geschäfte geöffnet. Auch Cafés öffnen wieder, wenn sie draußen Sitzplätze anbieten können. Abstandsregeln müssen eingehalten werden, Masken Pflicht besteht weiterhin im öffentlichen Raum und wird kontrolliert. Ohne Maske und Hände desinfizieren kommt man in kein Geschäft.
Stimmung ist gut, zumal wir wieder Freunde besuchen können oder Besuch bekommen. Dies habe ich am meisten vermisst. Seit Anfang März konnten wir uns nicht treffen auf Grund der Fahrverbote.
Und heute meldete sich mein Holzhändler, er ist wieder am Start und kann liefern. Das Sägewerk arbeitet und er bekommt das Holz aus dem Urwald. Regenzeit vorbei.
Dann kann der Hausbau bald losgehen und ich die Dachkonstruktion vorab fertig stellen. Dann muss nur noch der Verkauf laufen, so das dieses Projekt Anfang nächsten Jahres beendet ist.
Zum Schluß einige Bilder aus unserer, jetzt etwas gelockerter, Quarantäne Station auf 2450m Höhe.
Gruß Jens
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Re: Lagebericht Ecuador

#34 Beitrag von Wombi » 2020-06-18 19:00:36

Hallo Jens,

es ist wie überall .... machste als kleiner was falsch, mußte löhnen wie blöd.
Landesgrenzen Ecuador bleiben zu, aber int. Flugverkehr Ecuador läuft !!! :wack: das ist doch hirnkrank.

Und der Wand Deines Grin...o Nachbarn hätte ich gleich zu Anfang einen Betriebsunfall verpasst .... geologische Aktivität, Windböe, Erdverschiebung usw.

Und schade um die Bananenstauden, wenn ich auf MEINEN gewohnten Stellplatz fahren will ..... :angel:
Und ausserdem ists da krumm und buckelig .... :ninja:
Da muß nachgebessert werden .... oder muß ich erst wieder mit Schaufel, Hacke und Rechen kommen ???

Sieht echt super aus, wenn man bedenkt was vorher mal war.

Gruß, Wombi/Hans
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Re: Lagebericht Ecuador

#35 Beitrag von Balu14 » 2020-06-19 22:45:56

Hallo Jens,

ich habe auch schon gesucht, wo MEIN Stellplatz hingekommen ist !?! :D

Ihr wart ganz schön fleißig! Sieht toll aus! Aber bitte nicht alles zubauen, damit Wombi und Balu noch ein Plätzchen haben!

Viele Grüße
Klaus

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Re: Lagebericht Ecuador

#36 Beitrag von Enzo » 2020-06-20 1:03:54

Balu14 hat geschrieben:
2020-06-19 22:45:56
Hallo Jens,

ich habe auch schon gesucht, wo MEIN Stellplatz hingekommen ist !?! :D

Ihr wart ganz schön fleißig! Sieht toll aus! Aber bitte nicht alles zubauen, damit Wombi und Balu noch ein Plätzchen haben!

Viele Grüße
Klaus
Keine Bange, Platz für ein paar LKWs bleibt noch. Leider wird es wohl noch etwas dauern, bis wir wieder Besuch von lieben Reisenden bekommen. Freunde von uns warten nun auch schon seit über drei Monaten in Kolumbien auf die Möglichkeit nach Ecuador zu fahren. Vor September geht wohl nichts. Und dann.......?
Gestern wurden neue Zahlen veröffentlicht, seit den ersten leichten Lockerungen Anfang Juni
hat sich die Zahl der Infizierten in unserer Provinz verdoppelt. Jetzt wird befürchtet, dass es hier erst jetzt so richtig losgeht mit der Coronascheisse. Das wird eine never ending story ....... :frust:
Jens

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Re: Lagebericht Ecuador

#37 Beitrag von Enzo » 2020-07-19 18:28:44

Mal ein kleines, ernüchterndes Update
Wir dümpeln weiterhin durch die Coronazeit, nach den ersten Lockerungen steigen die Zahlen kontinuierlich an.
Im Moment pendelt es sich bei rund 1000 Neuinfektionen täglich ein. Bei einem weiterhin sehr geringen Testaufkommen von 2500 Tests täglich.
Die Krankenhäuser in Quito und bei uns im Norden schlugen schon vor 2 Wochen Alarm, die Intensivbetten sind vollständig belegt.
Aber gut, ich rede von evtl. 300 Betten, die zur Verfügung stehen, dies schließt die MillionenMetropole Quito mit ein.
Bei uns wurde die Ampel, wie in den meisten Kantonen Ecuadors, auf Gelb geschaltet. Dies bedeutet konkret:
Ausgangssperre erst ab 23.00; Autos können nun abwechselnd unterwegs sein, ein Tag gerade Kennzeichen, dann ungerade; Geschäfte, Restaurants, Busse dürfen mit 50% Belegung an den Start gehen.
Abstandsregeln, Fiebermessung und Maskenpflicht in der Öffentlichkeit sowieso. Und TÜV hat auch wieder geöffnet, das musste ja nicht unbedingt sein :angel:
Den Erfolg dieser Massnahmen bezweifle ich sehr und die Hoffnung, dass sich hier deutschen Verhältnisse einstellen habe ich aufgegeben. Aus folgenden Gründen:
Gibt man hier den Menschen den kleinen Finger, nehmen sie gleich beide Hände, sprich leichte Lockerungen führen dazu, dass die meisten sich an keine Beschränkungen mehr halten.
Die Behörden haben weder den Willen noch die Fähigkeiten Kontaktverfolgung zu betreiben. Nützt eh nichts, weil große Diziplinlosigkeit und kein Verantwortungsgefühl vorhanden ist. Selbst die Mehrheit von positiv getesteten Personen hält keine Quarantäne ein. " Wieso soll ich zu Hause bleiben, mir geht's doch gut" ist die gängige Ansicht vieler.

Bestes Beispiel hatte ich gerade. Ich hatte im Abstand einiger Tage mehrere Zahnarzttermine und als ich den letzten Termin wahrnehmen wollte, war die Praxis geschlossen. 3 Wochen später erfahre ich durch Zufall, die Ärztin ist an Corona erkrankt. Zumindest bei einer Ärztin erwarte ich eine Benachrichtigung, sie hat ja die WhatsApp Nummern ihrer Patienten. Aber ne, lieber nichts sagen, könnte ja Patienten vergraulen. Da bin ich richtig sauer drüber, dann hätte ich zumindest die Möglichkeit gehabt, meine eh schon wenigen Kontakte für 2 Wochen zu unterbinden. Aber mit dieser Einstellung bekommt es Ecuador nie in den Griff und in den Nachbarländern sieht es ja genauso aus.
Kolumbien fährt die Lockerungen zurück und die Regierung hat angekündigt, nun auch mal die Einhaltung der Beschränkungen zu kontrollieren.
Und wir werden wohl eher wieder eine totale Ausgangssperre haben, als das es weitere Lockerungen gibt.
Die Landesgrenzen sind weiterhin geschlossen, Öffnungen sind nicht im Gespräch. KLM fliegt wieder 3* die Woche nach Amsterdam. Zumindest ein beruhigendes Gefühl, nach Deutschland fliegen zu können, falls ein dortiger Notfall unsere Anwesenheit nötig macht. Zur Zeit liegen unsere Flugpläne auf Eis, ist im Moment unter diesen Bedingungen für uns keine Option.
Aber es gibt auch positives. Vor 3 Wochen haben wir uns ein Glasfaserkabel legen lassen, schnelles Internet macht doch bedeutet mehr Spaß. Und wir haben letzte Woche mit dem Bau eines Hauses begonnen. Hoffentlich klappt der Verkauf so wie ich mir das vorstelle. Nächste Woche kommt das Holz, endlich mal wieder als Zimmerer aktiv werden. Nur Planung und Bauleitung macht mir nicht soviel Spaß.
Zum Schluss mein Dank an Simon, der mit Rat zur Seite steht, wenn er benötigt wird. Finde ich wirklich klasse und ist ja nicht selbstverständlich.
Gruß aus Ecuador
Jens

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Re: Lagebericht Ecuador

#38 Beitrag von Enzo » 2020-07-23 19:55:17

So, dies muss ich noch mal los werden. Genau das richtige für unseren Zeichner Cactus.
Nachdem der Flugbetrieb in die USA wieder anläuft ist auch das Reisebüro im Ort geöffnet.
Kommt Anfang der Woche ein Ecuadorianer mit einem Zettel in der Hand ins Büro.
" Kann ich auch mit einem positiven Coronatest in die USA fliegen........"? Ungläubiges Schweigen
2 Tage später kam er wieder. " Nun kann ich fliegen, habe einen negativen Test"
Bestes Beispiel wie die Leute hier ticken.
Gruß Jens

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Re: Lagebericht Ecuador

#39 Beitrag von Hatzlibutzli » 2020-07-23 20:50:40

Hallo Jens,

das wäre doch Eulen nach Athen tragen, oder :joke:

Ehrlich gesagt ich hätte mir vor einem halben Jahr auch nicht vorstellen können, dass ich mich über das Vorhandensein unseres Gesundheitsamtes freue :eek:

Hier kommen gerade die Ersten mit den erwarteten Mitbewohnern aus dem Urlaub heim. Dank Malle hat jetzt auch Cottbus ein paar Fälle ... das fehlende Wintersportfaible der Niederlausitzer hatte die bislang etwas abgehängt wirken lassen ...

Mit Argwohn beobachten wir den Westbalkan (böse Zungen behaupten, der würde bis zum Inntaldreieck reichen) und die spanischen Urlaubsgebiete, wo man (dank dem 5. Sangria) die sonnenverbrannte Frischbrexitierte so attraktiv findet, dass ein Unterschreiten des Mindestabstands unausweichlich scheint ... waren das noch Zeiten, als man sich dabei nur lecker Gonokokken, Clamydien und vielleicht so ein bisschen HIV holen konnte ... da waren wenigstens die Kumpels zuhause selber schuld, wenn sie es sich bei der Ehefrau des Importeurs geholt haben. :frust:

Grüsse ... Simon

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Re: Lagebericht Ecuador

#40 Beitrag von Enzo » 2020-07-23 21:15:22

Schön geschrieben Simon,
ich war gestern im Ort bei einem privaten Labor, die Coronatest anbieten. Bei positiven Befund erfolgt keine Meldung an das Gesundheitsamt. Von daher schwelgen die Ämter in großer Ahnungslosigkeit.
Gruß Jens

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Re: Lagebericht Ecuador

#41 Beitrag von Nimrod » 2020-07-23 22:38:17

Hatzlibutzli hat geschrieben:
2020-07-23 20:50:40
Hier kommen gerade die Ersten mit den erwarteten Mitbewohnern aus dem Urlaub heim. Dank Malle hat jetzt auch Cottbus ein paar Fälle ... das fehlende Wintersportfaible der Niederlausitzer hatte die bislang etwas abgehängt wirken lassen ...

Mit Argwohn beobachten wir den Westbalkan (böse Zungen behaupten, der würde bis zum Inntaldreieck reichen) und die spanischen Urlaubsgebiete, wo man (dank dem 5. Sangria) die sonnenverbrannte Frischbrexitierte so attraktiv findet, dass ein Unterschreiten des Mindestabstands unausweichlich scheint ... waren das noch Zeiten, als man sich dabei nur lecker Gonokokken, Clamydien und vielleicht so ein bisschen HIV holen konnte ... da waren wenigstens die Kumpels zuhause selber schuld, wenn sie es sich bei der Ehefrau des Importeurs geholt haben. :frust:
Die Deutschen haben ja durchaus die Disziplin die auferlegten Regeln einzuhalten im Gegensatz zu vielen anderen (auch europäischen) Nationen. Ich bezeichne das eher als einen Hang zur Selbstkasteiung in Deutschland.
Der von den Medien so bezeichnete "SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach", der immer pünktlich zum Wochenende, wenn der R-Wert steigt nachdem er die Woche über gefallen ist, die zweite Welle und den Weltuntergang herbeifabuliert, hat heute durchblicken lassen, daß erst mal nicht mit einem Impfstoff zu rechnen ist. Sehe ich auch so, es gibt noch gegen kein Coronavirus eine funktionierende Impfung, warum sollte das nun so plötzlich doch gehen.
Auf eine Impfung in 2021 zu hoffen ohne Plan B halte ich für äußerst kurzsichtig. Bis zur Herdenimmunität von 70 % brauchen wir in Deutschland etwa 300 Jahre (70 % = 56 Mio Menschen und etwa 500 Neuinfektionen am Tag).
Also wie sieht das Leben in den nächsten 2-3 Jahren aus bis vielleicht doch eine Impfung möglich ist? Die Kollateralschäden durch die Maßnahmen werden immer größer. Daß z.B. Menschen hungern weil sie wegen den Coronamaßnahmen keine Arbeit mehr haben und vielleicht daran eingehen scheint nebensächlich zu sein. Hauptsache nicht an Corona gestorben :wack:
LG
Harald

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