Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

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DAFvader

Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#31 Beitrag von DAFvader » 2020-04-07 17:14:09

Ubelix hat geschrieben:
2020-04-05 23:03:15
In Sete angekommen gab es eine Durchfahrtsbescheinigung mit der Maßgabe in 24 Stunden Frankreich zu verlassen.
Eine Polizeieskorte bis zur Autobahn und eine noch nie so stressfreie Fahrt über die Autobahn bis nach Saarbrücken.
Da hab ich eine Frage, da ich mich zur Zeit noch in Frankreich befinde.

Wurdest du schriftlich gebeten, das Land zu verlassen ? Oder bezieht sich die Durchfahrsbescheinigung auf eine kostenlose Nutzung der Autobahn ? War die Rückreise einfach nur gut organisiert oder
wollte der französische Staat, daß du das Land verläßt ?

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#32 Beitrag von Ubelix » 2020-04-07 18:09:50

Hallo
Bei der Einreise bekamen wir dieses Dokument was uns die durchreise nach Deutschland innerhalb von 24 Stunden gestattete.
als wir das hafengelände verlassen haben hat die Polizei dieses Dokument kontrolliert.
Ich gehe davon aus, dass man den Zugang zur Autobahn kontrolliert.
Dort stand nämlich auch eine Polizeikontrolle die uns aber da wir in Eskorte ankamen durchwinkten.
Freie Fahrt auf den Autobahnen, ja weil kein Verkehr war aber Maut musstest du normal bezahlen.
Als wir auf der Autobahn waren, wurden wir nicht mehr kontrolliert von der Polizei, da hatten wir dann ungestörtes fahren.
Viele Grüsse
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#33 Beitrag von DAFvader » 2020-04-07 21:41:39

Okay das interpretiere ich Mal so, daß ihr in die richtige Richtung gelenkt wurdet, danach keine Kontrolle in dem Sinne mehr statt fand. Schade, auf die Weise die Maut zu sparen wäre nett gewesen, es werden so um die 200 Euro gewesen sein.

steyermeier
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#34 Beitrag von steyermeier » 2020-04-08 15:14:08

so,
wir stehen hier immer noch in einem Talkessel in der Nähe von tagunite. ich hab jetzt Mal am 9.5. eine Fähre bei gnv gebucht...
erstaunlich günstig,460€ mit Aussenkabine,essen,Steyr.
Mal sehen,ob das dabei bleibt.
dann muss ich doch Mal wieder Zuhause nach dem Rechten gucken....
Gruß Markus

sico
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#35 Beitrag von sico » 2020-04-08 17:55:39

hallo Markus,
leider akzeptiert GNV laufend Buchungen und stellt dann nach Bezahlung eines entsprechenden Aufpreises auch das Ticket aus.
Das bedeutet aber nicht, dass GNV die Passage auch wirklich durchführt bzw durchführen kann oder darf. Das bestimmt die Italienische Regierung, ab wann der Fährbetrieb wieder starten darf.
Wenns nicht klappt, dann bekommst kein Geld zurück, sondern einen Voucher über einen Betrag nach Wohlwollen von GNV.
Wir sind am Sonntag, 22.März mit der letzten Gruppe Camper noch nach Ceuta reingekommen und waren dann am Montag, 23.03 in Algeciras.
Die Tage zuvor waren Tage höchster Anspannung, weil es keine gesicherten Informationen gab, was funktioniert und was nicht.
Einige deutsche Nachbarn am Relais de Marrakech haben in diesen Tagen bei GNV umgebucht, z.B. auf den 7.4.20, in der Annahme, dass der zunächst bis zum 3.4. untersagte Fährbetrieb ab 4.4. wieder startet. Das hat natürlich nicht funktioniert. Einen Vorteil hat dabei nur GNV, die nochmal neues Geld vom Kunden einforderten und auch bekamen.
Insgesamt war ich mit dem Verhalten von GNV überhaupt nicht zufrieden. Beispielsweise hätte GNV, nachdem Genua nicht angefahren werden durfte bzw. darf, ersatzweise eine Passage nach Sete ansetzen können. Das alles ohne Aufpreis, denn mein Ticket nach Genua war bereits bezahlt. In diese Richtung passierte und passiert seitens GNV leider bis heute gar nichts. Satt dessen lockt GNV mit möglichen und kostenpflichtigen Umbuchungen in eine Falle.

Ich bin heilfroh, dass wir die Sachlage rechtzeitig und richtig eingeschätzt haben und uns noch rechtzeitig auf den Weg nach Ceuta gemacht haben.
Nach vier strammen Fahrtagen durch Spanien und Frankreich waren wir glücklich wieder zu Hause.

Ich drück dir die Daumen.
LG
Sico

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#36 Beitrag von Walöter » 2020-04-08 19:12:42

sico hat geschrieben:
2020-04-08 17:55:39
hallo Markus,
leider akzeptiert GNV laufend Buchungen und stellt dann nach Bezahlung eines entsprechenden Aufpreises auch das Ticket aus.
Das bedeutet aber nicht, dass GNV die Passage auch wirklich durchführt bzw durchführen kann oder darf. Das bestimmt die Italienische Regierung, ab wann der Fährbetrieb wieder starten darf.
Wenns nicht klappt, dann bekommst kein Geld zurück, sondern einen Voucher über einen Betrag nach Wohlwollen von GNV.
Wir sind am Sonntag, 22.März mit der letzten Gruppe Camper noch nach Ceuta reingekommen und waren dann am Montag, 23.03 in Algeciras.
Die Tage zuvor waren Tage höchster Anspannung, weil es keine gesicherten Informationen gab, was funktioniert und was nicht.
Einige deutsche Nachbarn am Relais de Marrakech haben in diesen Tagen bei GNV umgebucht, z.B. auf den 7.4.20, in der Annahme, dass der zunächst bis zum 3.4. untersagte Fährbetrieb ab 4.4. wieder startet. Das hat natürlich nicht funktioniert. Einen Vorteil hat dabei nur GNV, die nochmal neues Geld vom Kunden einforderten und auch bekamen.
Insgesamt war ich mit dem Verhalten von GNV überhaupt nicht zufrieden. Beispielsweise hätte GNV, nachdem Genua nicht angefahren werden durfte bzw. darf, ersatzweise eine Passage nach Sete ansetzen können. Das alles ohne Aufpreis, denn mein Ticket nach Genua war bereits bezahlt. In diese Richtung passierte und passiert seitens GNV leider bis heute gar nichts. Satt dessen lockt GNV mit möglichen und kostenpflichtigen Umbuchungen in eine Falle.

Ich bin heilfroh, dass wir die Sachlage rechtzeitig und richtig eingeschätzt haben und uns noch rechtzeitig auf den Weg nach Ceuta gemacht haben.
Nach vier strammen Fahrtagen durch Spanien und Frankreich waren wir glücklich wieder zu Hause.

Ich drück dir die Daumen.
LG
Sico
Sigi, das freut mich außerordentlich zu hören, gut dass ihr wieder da seid's!
Viele Grüße,
Walter
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#37 Beitrag von Enzo » 2020-04-08 19:17:29

Ist doch für die Gesellschaften, ob nun Fähre oder Flug, die einzige Möglichkeit noch Geld einzunehmen. Ich kann auch noch Flüge im Mai nach Deutschland buchen, wobei Grenzen und Flughäfen geschlossen sind und über eine Öffnung noch gar nicht nachgedacht wird.
Gruß aus Ecuador
Jens

steyermeier
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#38 Beitrag von steyermeier » 2020-04-10 18:52:34

ja...
bleibt spannend.
bis dahin werden wir Mal hier bleiben,das Militär fragt regelmäßig ob wir alles haben und besorgen dann alles.
Mal sehen wo ich dann vor dem 9.5. information herbekomme ,ob die Fähre wirklich fährt.
Gruß markus

DAFvader

Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#39 Beitrag von DAFvader » 2020-04-10 21:03:25

sico hat geschrieben:
2020-04-08 17:55:39
Das bedeutet aber nicht, dass GNV die Passage auch wirklich durchführt bzw durchführen kann oder darf. Das bestimmt die Italienische Regierung, ab wann der Fährbetrieb wieder starten darf.
Wenns nicht klappt, dann bekommst kein Geld zurück, sondern einen Voucher über einen Betrag nach Wohlwollen von GNV.
Exakt diese Erfahrung hab ich mit GNV gemacht und ich kann inzwischen nur abraten, dorthin Geld zu überweisen.

1) Ticket gebucht, zugegeben vor der Grenz Schließung in Marokko
2) Storno
3) kein Geld zurück, nur das Angebot von einem Voucher (=Gutschein) und zwar wäre der für eine Fahrt mit dieser Gesellschaft gewesen. Gültig innerhalb von einem Jahr, danach verfällt die Option.
4) Paypal hat den Antrag auf Käuferschutz - abgelehnt -

Man ist daher dieser italienischen Gesellschaft GNV, die im Moment wenig Geld verdient, trotzdem laufenden Kosten hat und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Konkurs anmeldet wird, um lästige Gläubiger los zu werden, komplett ausgeliefert.
Paypal schützt einem in dem Fall so oder so nicht. Persönliche Vermutung: bei GNV ist für Paypal bereits jetzt schon nix mehr zu holen.

Ich hab das nun auf die harte Tour gelößt, da ich mich in solchen Fällen nur ungern von irgend welchen Italienern verarschen lasse, die sich hinter vorteilhaft gestickten Geschäftsbedingungen verstecken. In meinen Augen ist das glatter Vorschußbetrug.

Daraufhin:

1) Paypal Akkount dicht gemacht - wozu brauch ich den dann bitte noch, wenn der Käuferschutz Null ist ?
2) Lastschrift bei der Bank in Höhen von 776 Euro zurück gehen lassen

Auf den jetzt folgenden Rechtsstreit lasse ich mich dann durchaus ein, aber die Kohle ist erst Mal zurück.

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Tomduly
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#40 Beitrag von Tomduly » 2020-04-10 21:33:52

GNV nimmt doch nur das vorweg, was den Verbrauchern in Deutschland bezüglich gebuchter und vorab bezahlter Reisen und Veranstaltungstickets demnächst auch blühen wird und zwar in voller Breite - ein Zwangskredit für Veranstalter:

"Das sogenannte „Corona-Kabinett“ der Bundesregierung hat am 02.04.2020 einen Beschluss für eine Gutschein-Lösung u. a. bei Pauschalreisen gefasst. Danach ist geplant, dass Buchende bei pandemiebedingten Absagen von vor dem 08.03.2020 gebuchten Reisen erst einmal nicht das Geld zurückbekommen, sondern Reisende sich mit Gutscheinen zufriedengeben müssen.
(...)
...handelt es sich bei diesen Gutscheinen letztlich um nichts anderes als – und zwar zinslose – Kredite für die Reiseveranstalter. Das Problem ist aber, dass heute noch niemand sagen kann, ob diese Ende 2021 überhaupt noch zahlungsfähig oder möglicherweise pleite sind. Die geplante Gutschein-Lösung würde im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Kunde dann das Risiko hat, am Ende komplett leer auszugehen. Wenn man dann noch bedenkt, dass just zum 01.01.2022 alle nicht eingelösten Gutscheine auf einen Schlag auszuzahlen wären, kann man sich vorstellen, was dies für die Reisebranche bedeuten würde. "
(Quelle: anwalt.de)

siehe auch im Spiegel vom 3.4.2020: "Berlin will Rückerstattungspflicht aussetzen"

Grüsse
Tom

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#41 Beitrag von Ubelix » 2020-04-11 22:34:31

Hallo

Nur ganz so einfach kann unsere Regierung das Rückzahlungsrecht für Reise- und Flugtickets nicht aushebeln.

Zitat:
Am Montagabend verwies Scholz darauf, dass es zwar den Vorschlag der Bundesregierung gebe, die EU-Kommission aber zustimmen müsse.
Denn bei Flugreisen und Pauschalreisen greift generell die Europäische Pauschalreiserichtlinie.
Und diese besagt:
Wird eine Reise nicht wir geplant durchgeführt, bekommt der Urlauber sein Geld binnen 14 Tagen zurück.


Hier wäre eine Zustimmung der EU erforderlich.

Aber die Fluggesellschaft und Reisebüros bemänteln in ihren formulierten Antworten dies geschickt und wenn man es nicht richtig liest, könnte man denken, es wäre Rechtens das sie nur einen Gutschein ausgeben. Alleine das Wort Gutschein ist schon eine Frechheit. Es ist ein Schuldschein den sie nach Möglichkeit nicht bezahlen wollen.


Zur Rückzahlung durch Italienische Fährgesellschaft kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen.

Das EU-Gesetz besagt:

Rechte bei Verspätung und Annullierung
Die EU-Vorschriften über Rechte von Reisenden auf Fähren und Kreuzfahrtschiffen im See- und Binnenschiffsverkehr (Flüsse, Seen oder Kanäle) gelten, wenn Sie:
in einem Hafen in der EU ablegenvon einem Hafen außerhalb der EU zu einem Hafen in der EU reisen, sofern der Dienst von einem in der EU ansässigen Beförderungsunternehmen betrieben wird

Das interessiert die Fährgesellschaften in Italien nicht.
Die sind noch nicht mal erreichbar ab einem gewissen Zeitpunkt.

Die zahlen nichts und halten sich auch nicht an EU-Gesetzte.
Selbst mit einem Anwalt war es mir nicht möglich eine Entschädigung für eine ausgefallene Fähre, trotz dem geltenen Eu-Recht, zu erhalten.
Viele Grüsse
Peter + Conny

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#42 Beitrag von SvenS » 2020-04-12 11:39:06

Habt Ihr einmal daran gedacht dass ohne die Gutscheinlösung eine ganze Industrie mit tausenden Arbeitsplätzen zusammenbrechen wird?
Zahnärzte sollen pauschal 90% ihres Verdienstes ersetzt bekommen, aber im Tourismusbereich gibt es keine Hilfen.

Für meine deutsche Reisefirma wurden übrigens die Staatshilfen abgelehnt, da unser Büro nicht gemietet ist sondern sich in unserem Eigentum befindet und vielen Kollegen aus der Branche geht es genauso.

Ich höre demnächst schon das Wehklagen von vielen, dass es viel weniger Reiseangebot, Unterkünfte, Flug- & Fährverbindungen gibt und ihr Urlaub dadurch schwieriger zu buchen und teurer wird.
Wenn´s um Island geht, einfach bei mir fragen.

filz
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#43 Beitrag von filz » 2020-04-12 12:25:10

Ubelix hat geschrieben:
2020-04-11 22:34:31
Hallo

Selbst mit einem Anwalt war es mir nicht möglich eine Entschädigung für eine ausgefallene Fähre, trotz dem geltenen Eu-Recht, zu erhalten.
Mir kommt vor, in den letzten Jahren machen solche "Sauereien" immer mehr Schule. Sei dies in der Reisebranche oder sonst wo.....
Der Anwalt wird in den meisten Fällen viel teurer, als die ganze "Sache" an Wert hat. Auf den Anwaltskosten bleibt man dann auch noch sitzen. Oder auf der geleisteten Anzahlung, damit der Anwalt überhaupt etwas unternimmt.

Gewisse Anbieter/Verkäufer gehen schon davon aus, das sich die Geschädigten nicht auf einen Prozess einlassen.
Und wie Ubelix betr. seinem Fall geschrieben hat: "Das interessiert die Fährgesellschaften in Italien nicht." EU hin oder her. Rumänien als Beispiel, ist auch in der EU, man (n) beginne dort als Ausländer einen Prozess. :p
In Deutschland ist m.E. die Chance noch um einiges grösser, (irgendwann) Recht zu bekommen.

Gruss

Sepp

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meggmann
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#44 Beitrag von meggmann » 2020-04-12 12:31:54

Klar möchte im Moment jeder gerne Nothilfen - aber irgendwie vergessen alle so ein wenig, dass wir die auch bezahlen müssen. In der Regel ist es billiger, Unternehmen die nicht überlebensfähig sind nicht zu alimentieren, sondern die Mitarbeiter und darauf zu hoffen, dass es anschließend wieder bergauf geht und die nun arbeitslosen wieder eine Anstellung finden. Der Umweg über die Unternehmen kostet nur extrem viel Geld (siehe zum Beispiel Air Berlin oder ähnliche).
Ich sehe schon noch einen Unterschied zwischen einem Zahnarzt und einem Reiseanbieter...
Klar ist die Gutscheinlösung ein zinsloses Zwangsdahrlehen (wobei der Wert angeblich gegen Insolvenz abgesichert werden soll) und Regeln und Gesetze rückwirkend zu ändern ist extrem kritisch und eigentlich kaum vertretbar. Rechtssicherheit ist ein sehr hohes Gut.
Aber mal andersrum - es geht um (natürlich mit Ausnahmen) Urlaubsreisen - also zweifelsohne ein Luxusgut und niemand „stirbt“ wenn diese ausfällt oder verschoben wird. Würden sie stattfinden wäre das Geld weg - das man es jetzt für etwas anderes einsetzen möchte, vielleicht auch muss kann ich durchaus verstehen, wenn auch nur bedingt nachvollziehen.
Man könnte ja abstimmen lassen entweder a) Gutscheinlösung mit Insolvenzabsicherung oder b) sofortige Rückzahlung gemäss Insolvenzrecht (die gängigen Versicherungen greifen hier nicht). Denn b) würde eintreten, wenn es keine Gutscheinlösung geben wird - und eine Staatshaftung verbietet sich ja von selbst.
Denke keiner von uns hat bisher eine ähnliche Situation durchlebt und ich erwarte, dass wir noch einige Kröten schlucken werden und auch müssen. Ich rechne aber nicht mit einem Weltuntergang.

Gruß und bleibt gesund!
Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

DAFvader

Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#45 Beitrag von DAFvader » 2020-04-12 12:47:19

SvenS hat geschrieben:
2020-04-12 11:39:06
Habt Ihr einmal daran gedacht dass ohne die Gutscheinlösung eine ganze Industrie mit tausenden Arbeitsplätzen zusammenbrechen wird?
Zahnärzte sollen pauschal 90% ihres Verdienstes ersetzt bekommen, aber im Tourismusbereich gibt es keine Hilfen.
Hast Du mal daran gedacht, daß der Betrug der Reederei mit dem "Gutschein" nur ein kleiner Teil des Schadens für den Kunden ist ? Bei mir waren es nur 776 Euro, die ich mir auf die harte Tour zurück geholt hab. Bei anderen Urlaubern kommt noch der verschwendete Jahresurlaub, die Anreise zum Hafen, die Abreise, der ganze Ärger um den ausgefallenen Urlaub dazu. Du kanst dein ganzes Geld ja gerne an GNV überweisen, um diese Gesellschaft zu unterstützen und dir dafür massenhaft Gutscheincodes abspeichern, wenn dir die Rettung dieses italienischen Unternehmens so eine Herzensangelegenheit ist.

Find aber, daß es gerad anfängt, vom Thema abzuweichen.

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#46 Beitrag von peter » 2020-04-12 13:06:00

SvenS hat geschrieben:
2020-04-12 11:39:06
Habt Ihr einmal daran gedacht dass ohne die Gutscheinlösung eine ganze Industrie mit tausenden Arbeitsplätzen zusammenbrechen wird?
Zahnärzte sollen pauschal 90% ihres Verdienstes ersetzt bekommen, aber im Tourismusbereich gibt es keine Hilfen.

Für meine deutsche Reisefirma wurden übrigens die Staatshilfen abgelehnt, da unser Büro nicht gemietet ist sondern sich in unserem Eigentum befindet und vielen Kollegen aus der Branche geht es genauso.

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Servus Sven,

Das Wirtschaftliche Zusammenleben basiert auf Vertrauen, Recht und Üblichkeit.

Kaufe ich bei einem Händler auf Rechnung, darf er erwarten, daß ich im vereinbarten Zahlungsziel bezahle. Wenn nicht......

In der Tourismus und Eventbranche ist es umgekehrt. Es gibt Vorkasse.

Wenn ich eine Leistung zusage und sie nicht erbringen kann, muss ich die Vorkasse = Kredit zurückerstatten. Ohne wenn und aber und Zeitverzug.

Schadensersatz ist ja in der jetzigen Situation eh nicht im Gespräch.

Wenn der deutsche Gesetzgeber hier Partei für Teile der Tourismus- und Eventbranche nimmt und geltendes Recht mal schnell umkehrt, wirft das ein Licht darauf, wie manipulierbar die Legislative wäre.

Wenn Lufthansa systemrelevant ist, muss sie auch von der Allgemeinheit gerettet werden. Nicht nur von Zufälligen Ticketkunden.

Aber, egal wie das alles Ausgeht, die obengenannten Branchen werden lange brauchen um Vertrauen zurück zugewinnen.

Gruß von jemandem, der gerade dem Wert von 4 Flugtickets hinterher rennt, demjeder persönliche Kontakt unmöglich gemacht wird und Zahlungsdienstleister sich für nicht zuständig erklären.

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#47 Beitrag von peter » 2020-04-12 13:07:10

SvenS hat geschrieben:
2020-04-12 11:39:06
Habt Ihr einmal daran gedacht dass ohne die Gutscheinlösung eine ganze Industrie mit tausenden Arbeitsplätzen zusammenbrechen wird?
Zahnärzte sollen pauschal 90% ihres Verdienstes ersetzt bekommen, aber im Tourismusbereich gibt es keine Hilfen.

Für meine deutsche Reisefirma wurden übrigens die Staatshilfen abgelehnt, da unser Büro nicht gemietet ist sondern sich in unserem Eigentum befindet und vielen Kollegen aus der Branche geht es genauso.

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Servus Sven,

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In der Tourismus und Eventbranche ist es umgekehrt. Es gibt Vorkasse.

Wenn ich eine Leistung zusage und sie nicht erbringen kann, muss ich die Vorkasse = Kredit zurückerstatten. Ohne wenn und aber und Zeitverzug.

Schadensersatz ist ja in der jetzigen Situation eh nicht im Gespräch.

Wenn der deutsche Gesetzgeber hier Partei für Teile der Tourismus- und Eventbranche nimmt und geltendes Recht mal schnell umkehrt, wirft das ein Licht darauf, wie manipulierbar die Legislative wäre.

Wenn Lufthansa systemrelevant ist, muss sie auch von der Allgemeinheit gerettet werden. Nicht nur von Zufälligen Ticketkunden.

Aber, egal wie das alles Ausgeht, die obengenannten Branchen werden lange brauchen um Vertrauen zurück zugewinnen.

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Tomduly
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#48 Beitrag von Tomduly » 2020-04-12 13:35:20

Moin!
Ubelix hat geschrieben:
2020-04-11 22:34:31
Denn bei Flugreisen und Pauschalreisen greift generell die Europäische Pauschalreiserichtlinie.
Und diese besagt:
Wird eine Reise nicht wir geplant durchgeführt, bekommt der Urlauber sein Geld binnen 14 Tagen zurück.
Dein Wort in Gottes Ohr... die 14-Tages-Frist ist bei unserem geplatzten Pauschalurlaub ist schon längst verstrichen, der Reiseveranstalter bleibt schön in der Deckung und bietet derzeit gar nichts an, er bittet uns lediglich um Geduld.
SvenS hat geschrieben:
2020-04-12 11:39:06
Habt Ihr einmal daran gedacht dass ohne die Gutscheinlösung eine ganze Industrie mit tausenden Arbeitsplätzen zusammenbrechen wird?
Zahnärzte sollen pauschal 90% ihres Verdienstes ersetzt bekommen, aber im Tourismusbereich gibt es keine Hilfen.

Für meine deutsche Reisefirma wurden übrigens die Staatshilfen abgelehnt, da unser Büro nicht gemietet ist sondern sich in unserem Eigentum befindet und vielen Kollegen aus der Branche geht es genauso.

Ich höre demnächst schon das Wehklagen von vielen, dass es viel weniger Reiseangebot, Unterkünfte, Flug- & Fährverbindungen gibt und ihr Urlaub dadurch schwieriger zu buchen und teurer wird.
Das mit den Zahnärzten hat mich ehrlich gesagt, frappiert. Hätte diese Branche für nicht dermaßen prekär gehalten, dass da nach einer Woche ohne planbare Eingriffe (die Betriebsbeschränkung auf Akutfälle gilt erst seit letzter Woche) schon der Notstand eintritt.

Bei den Vermittlern von Pauschalreisen (aka Reisebüros) ist mein Verständnis für die Zahlungsverweigerung bei nichterbrachter Leistung auch nur begrenzt.

Mal unsere Situation als Beispiel: wir erlauben uns alle 5 Jahre eine "größere" Familienreise. Mit schulpflichtigem Kind ist man an Ferienzeiten gebunden, was die "Schnäppchenjagd" unmöglich macht, deshalb muss so eine Reise wortwörtlich zusammengespart werden und wir planen und buchen mit 1-1,5 Jahren Vorlauf.
Mit dem Risiko privater Unwägbarkeiten, ob nicht wieder die Oma nen Herzinfarkt bekommt o.ä. Also eine teure Rücktrittsversicherung abgeschlossen.

2016 waren wir in Namibia und jetzt im Moment wären wir eigentlich in Florida. Wir haben uns von einem führenden und renommierten USA-Spezialisten ein auf uns zugeschnittenes Pauschalpaket zusammenstellen lassen: Flüge, Mietwagen, Unterkünfte. Es wurde uns zudem empfohlen, auch die Tickets für Parkbesuche und andere Attraktionen gleich im Paket mitzubuchen, das sei sicherer, für alle Fälle, der Veranstalter verwies sogar extra auf die EU-Pauschalreiserichtlinie. Wir verzichteten auf das Mitbuchen der Parktickets. Zumal das Reisepaket eh schon bei knapp 7.000 Euro lag und von uns vorab vollständig bezahlt werden musste.

Es gab 4 oder 5 Beratungs-Mails, vor Vertragsabschluß sehr freundlich, umfassend und "verkaufsorientiert". Kaum hatten wir verbindlich gebucht und die Anzahlung geleistet, wurden Mailanfragen nur noch verzögert und sehr einsilbig beantwortet. Es kam ein "Reisevorbereitungspaket" mit bunten Reiseprospekten, nem kleinen Werberucksack und einem 110V-Adapter, aber ansonsten galt wohl: der Fisch ist jetzt am Haken. Dann kam Trumps Einreisesperre für EU-Bürger in die USA und der Veranstalter bot uns deshalb eine kostenlose Umbuchung auf die Sommerferien an oder gegen massiven Aufpreis in die Weihnachtsferien. Wir wurden aber auch auf unser Recht, die Reise zu stornieren und erstattet zu bekommen, hingewiesen. Wir zogen es vor, zu stornieren und bekamen auch eine Bestätigung der Stornierung. Und besagte Bitte um Geduld.

Welche eigenen Kosten hat der Reisevermittler in so einem Fall?
Es ist die Akquise bis zum Vertragsabschluss, etwas Werbematerial und die Buchung der Paketbestandteile (Mietwagen, Flüge, Unterkünfte). Bei diesen Buchungen legt der Vermittler vermutlich nicht drauf, sondern bekommt eine Provision von seinen Vertragspartnern. Bei den Flügen waren die Extras bis hin zur Sitzplatzreservierung Leistungen, die wir direkt bei den Fluggesellschaften selber durchführen und bezahlen mussten.
Jetzt platzt die Chose wg. höherer Gewalt und der Kunde storniert. Nun muss der Vermittler ebenfalls bei seinen Vertragspartnern stornieren, so er denn diese überhaupt schon bezahlt hatte. Es sind ihm also an echten Kosten "nur" die Vertriebs- und Vermittlungskosten entstanden. Und es entgeht im der kalkulierte Gewinn. Aber er kann ja die vom Kunden in Vorkasse bezahlte Leistung auch nicht erbringen. Der Vermittler behält aber in unserem Fall den kompletten Reisepreis von fast 7.000€ ein.
ich halte das für ein unlauteres Vorgehen, genauso wie das Vertrösten auf einen Gutschein, den ich irgendwann mal einlösen kann oder auch nicht, wenn es meine Umstände nicht zulassen oder der Veranstalter in der Zwischenzeit die Grätsche gemacht hat. Außerdem muss ich damit rechnen, dass ich in einer Post-Pandemie-Phase nicht der einzige bin, der seinen Urlaub nachholen will und ich dann mit massiv gestiegenen Preisen rechnen muss und ich nur einen Bruchteil des Gegenwertes bekomme.

Ich könnte mich damit anfreunden, dass die Reiseveranstalter die im Zusammenhang mit meiner Reisebuchung tatsächlich entstandenen Kosten (Akquise, Werbematerial) einbehalten, aber nicht den kompletten Reisebetrag. Das wäre dann wie bei einem kostenpflichtigen Kostenvoranschlag eines Handwerkers, den ich bezahlen muss, wenn ich die angebotene Leistung dann doch nicht beauftrage. Dann wäre der Ist-Aufwand abgedeckt.
Die gesamte Vorkasse einfach einzubehalten und bedaurend auf den sonst drohenden Untergang einer ganzen Branche zu verweisen, halte ich für seltsam, denn Kosten in der Höhe des gesamten Reisepreises sind dem Reisevermittler wegen mir definitv nicht entstanden. Ich würde die Vorgehensweise sogar als Unterschlagung bezeichnen.
Auch die von der Politik geplante Gutscheinlösung gefällt mir ganz und gar nicht. Das ist nicht nur ein Zwangskredit, das dürfte in den meisten Fällen schlicht eine Zwangsabgabe sein, die der Bürger direkt an Unternehmen abzuführen hat, ohne dafür in absehbarer Zeit auch nur irgendeine Leistung zu bekommen.

Grüsse
Tom

P.S.: Der Reiseveranstalter riet uns ja davon ab, die Parkeintritte auf eigene Faust zu buchen, das sein innerhalb des Pauschalpakets sicherer (im Stornierungsfall). Die EINZIGEN Kosten, die wir bisher - übrigens problemlos - erstattet bekommen haben, waren diese Tickets. Die Unternehmen in Florida haben sich da nicht angestellt. Selbst die "non refundable" Tickets des Kennedy Space Centers, die wir wegen bestimmter Vor-Ort-Termine vorab gebucht hatten, wurden uns problemlos erstattet. Nach meiner Mail dorthin bekam ich abends einen Anruf vom Visitor Center, indem mir die Erstattung angekündigt wurde und ich bekam ein Formular gemailt, das ich ausgefüllt zurückfaxen musste und am übernächsten Tag waren die 337 Dollar wieder bei mir.
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meggmann
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#49 Beitrag von meggmann » 2020-04-12 13:43:01

.... ok, dann keine Gutscheine sondern Insolvenz mit Quote 0,0xxx %? Finde ich jetzt nicht so die tolle Alternative. Alles andere ist aber mehr als illusorisch - entweder Gutscheine oder annähernd nix - eine andere Wahl wird es nicht geben.
Ob das ok, rechtlich, moralisch oder sonstwie gerecht ist sei mal dahingestellt - aber es existiert keine Alternative (Versicherungen existieren diesbezüglich explizit nicht). Und eine Staatshaftung wird es diesmal auch nicht geben weil der grade ganz andere Sachen retten muss.

Gruß Marcel
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#50 Beitrag von Tomduly » 2020-04-12 13:52:14

@Marcel: verstehe ich nicht. Warum soll ein Vermittler von Leistungen den _gesamten_ Preis der Leistung behalten dürfen? Ich habe nichts dagegen, wenn er seine tatsächlich entstandenen Kosten abzieht. Aber glaubst Du etwa, dass unser Vermittler die für uns gebuchten Flüge, Hotels und Mietwagen etwa mit dem von uns einkassierten Geld generös bezahlt? Obwohl diese ihe Leistungen z.T. gar nicht mehr anbieten/dürfen (unsere LH-Flüge wurden annuliert, die Hotels in FL dürfen keine Touristen aufnehmen, die Parks sind geschlossen). Diese Leistungsanbieter geraten doch auch in Schieflage. Nein - der Vermittler behält - quasi mitten drin in der Fresskette - den gesamten Betrag, den der Kunde bezahlt hat, für _sich_ ein. Was nach ihm passiert, also mit den Hotel, usw. ist ihm doch erstmal völlig egal. Ich soll aber ihm den gesamten Reisepreis großzügig gönnen?? Weil _er_ sonst pleite geht? Der Autovermieter in Orlando oder die MTB-Verleihstation in den Everglades geht doch auch pleite, wenn sie mein Geld und das der anderen Kunden nicht bekommen.

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#51 Beitrag von meggmann » 2020-04-12 14:01:09

Ich sagte nicht Du sollst irgend jemandem etwas gönnen oder nicht (steht mir auch nicht zu). Ich gehe aber davon aus, dass wenn es keine Gutscheinlösung geben wird dies einen Domino Effekt hat - Liquidität ist bei weitem nicht genug im System und „dein Geld“ ist schon längst in den Lebensunterhalt und Kosten geflossen - also physisch nicht mehr da. Daher faktisch Insolvenz des Gesamtsystems und für dich eine Quote (nahe Null würde ich schätzen).
Unter „normalen“ Umständen wäre es Eingehungsbetrug - wenn man so ein großes Gesamtsystem aber abrupt stoppt wird das etwas schwer mit der Argumentation.
Ich habe nie gesagt, dass ich das gut finde - ich halte es nur für ei ne realistische Einschätzung.

Gruß Marcel
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#52 Beitrag von Bustreter » 2020-04-12 14:41:45

Wenn die ganze aufgeblasene Massentourismusbranche mal ordentlich eine auf den Latz bekommt ist das kein Verlust...Arbeitsplätze hin oder her...
Meine Ansicht...
21 ist auch nur die halbe Wahrheit...

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#53 Beitrag von meggmann » 2020-04-12 14:53:22

Sicherlich treibt der schon extreme Blüten - aber ich sehe schon auch noch die Millionen Existenzen die daran hängen - und den wünsche ich nichts schlechtes.
Auch wenn ich nicht der typische Massentourist bin - bin ich deswegen „besser“? Ich finde nicht. Mit der gleichen Begründung könnte man sagen „gut wenn die Vollpfosten die mit alten Lastern unnötig durch die Gehend fahren eins drüber kriegen“ - fände ich auch doof.

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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#54 Beitrag von tomzwilling » 2020-04-12 15:18:42

meggmann hat geschrieben:
2020-04-12 14:53:22
Mit der gleichen Begründung könnte man sagen „gut wenn die Vollpfosten die mit alten Lastern unnötig durch die Gehend fahren eins drüber kriegen“ - fände ich auch doof.
Gruß Marcel
So muss man es wohl sehen. Zumal die vergangenen Monate zumindest im Marokko ein wahrlicher Laster-/Wohnmobil Massentourismus stattgefunden hat. Dass wir Teil diese Phänomens sind, wird gerne mal verdrängt.
Gruß Tom
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#55 Beitrag von Bustreter » 2020-04-12 16:04:16

Ich sehe im Tourismus speziellen Massentourismus eigentlich mehr nach als Vorteile mittlerweile.
Da Muss ich nicht nach Berlin gehen oder irgendeine andere Großstadt wo Wohnungen per Airbnb vermittelt werden die Krankenschwester sich die Wohnung nicht mehr leisten kann.
So weit muss das noch nicht gehen .
Auch den Umweltgedanken würde ich ganz nach hinten schieben.
Und natürlich ist man ein Teil des Problems mit dem man aber verantwortungsvoller umgeht als viel andere.
Tourismus hat heute einfach viel mehr Nach als Vorteile und fülle Taschen von wenigen ...ernährt sicherlich ein paar Millionen Leute aber zu welchen Kosten ist die Frage wenn ich mir überlege wie viele Touristen aus Asien jährlich nach Neuschwanstein fahren oder wie viele bei der BR Radltour mitmachen... auch eine Massenveranstaltung die kein Mensch braucht...
Oder das tolle Oktoberfest.... ein Massenbesäufnis Profit vor Verantwortung( Stichwort Wiesen Grippen) und alle machen mit da kann ich nur mit dem Kopf schütteln und hoffe dass das dieses Jahr nicht stattfindet.
Die Freiheit welche wir uns mit den Wohnmobilen oder meinetwegen alten Lastern erfahren und zwar im wahrsten Sinne des Wortes werden mit Sicherheit nicht wegen der paar Fahrzeuge sondern wegen des Tourismus immer schwieriger zu erfahren sein sei es über Verbote oder teure Fährpreise.... ich hör mal besser auf sonst rege ich mich noch auf ich wünsche noch ein angenehmes Osterwochenende Gruß Christoph
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#56 Beitrag von Ubelix » 2020-04-12 17:08:24

Hallo

Ich hatte heute die Möglichkeit einen Gutschein zu bekommen für einen Flug nach Namibia oder eine kostenlose Umbuchung.

Also habe ich "kostenlos" umgebucht für den September.

Ergebnis, für die gleiche Leistung muß ich nun 60 Euro mehr zahlen.
Denn kostenlos umbuchen heist ja nicht, dass man mir den gleichen Preis für die gleiche Leistung nur zu einemn anderen Termin anbietet.

Nein, hier bestimmen nun wieder Angebot und Nachfrage das Geschäft der Anbieter.
Ich als Kunde muß mehr zahlen.
Da stellt ich mir die Frage, warum die Anbieter und Reisebüros von mir als Kunden ein entgegenkommen erwarten.
Wo ist ihre Fairness?
Selbst kassieren Sie nun mehr ab für die gleiche Leistung.

Mit mir haben die auch keine Solidarität.
Viele Grüsse
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#57 Beitrag von meggmann » 2020-04-12 17:15:37

Bei der ganzen Rettetrei erwartetdoch wohl niemand, dass in Zukunft Preise, Steuern, Abgaben reduziert werden oder? Ich gehe eher davon aus dass genau das Gegenteil und zwar massiv eintreten wird.
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#58 Beitrag von Thomas Soika » 2020-04-12 17:24:57

Also habe ich "kostenlos" umgebucht für den September.

2021 ?

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#59 Beitrag von Ubelix » 2020-04-12 17:31:09

Thomas Soika hat geschrieben:
2020-04-12 17:24:57
Also habe ich "kostenlos" umgebucht für den September.

2021 ?
Nein für 2020.
Sicher wirst du jetzt sagen, dass ich da vielleicht auch nicht fliegen kann.
Möglich ist das. Muß aber bis Oktober wegen dem Carnet für mein Unimog der
dort steht dorthin oder es zumindestens planen.

Vorteil ist, wenn die den Flug auch canceln sollten, erhalte ich erneut das Angebot der Umbuchung oder einen "Gutschein" der ab dem Datum dann ein Jahr gültig ist.

Natürlich erneut zu einem erhöhten Preis. :ohmy:
Viele Grüsse
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Re: Marokko - Rückreise nach Deutschland mit Fähre

#60 Beitrag von Thomas Soika » 2020-04-12 17:37:04

Ubelix hat geschrieben:
2020-04-12 17:31:09


Nein für 2020.
Sicher wirst du jetzt sagen, dass ich da vielleicht auch nicht fliegen kann.
Möglich ist das. Muß aber bis Oktober wegen dem Carnet für mein Unimog der
dort steht dorthin oder es zumindestens planen.

Vorteil ist, wenn die den Flug auch canceln sollten, erhalte ich erneut das Angebot der Umbuchung oder einen "Gutschein" der ab dem Datum dann ein Jahr gültig ist.

Natürlich erneut zu einem erhöhten Preis. :ohmy:
Ok.
Jetzt habe ich das mit dem Zitieren auch hingekriegt. :)

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