Kola Halbinsel

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RaBu55
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Kola Halbinsel

#1 Beitrag von RaBu55 » 2019-07-07 15:24:00

Auf unserer Tour "rund Ostsee" sind wir auch einen Teil auf der Kola Halbinsel gefahren und zwar von Umba Richtung Revda. Waren alles legale Strassen, also grundsätzlich kein offroad. Ausnahmen waren die Flussdurchquerung wegen mangelnder Tragfähigkeit der Brücke und die Querung des See. Es gab dort bis zum vergangenen Jahr noch einen Damm, der ist aber nicht mehr befahrbar. Die Bewohner des nahegelegen Dorfes meinten das wir mehr zur Seemitte ausweichen sollten, der Grund würde tragen. Hat soweit gestimmt, aber auf dem Grund lagen alte Baumstämme und ungefähr da wo das Bild entstanden ist haben wir uns dann zwischen den Baumstämmen festgefahren. Hat gut zwei Stunden gedauert um wieder raus zu kommen. Die tiefste Stelle war fuer uns gut 1,25 m. Ich habe versucht unter dem link zwei kurze Videos und ein paar Bilder einzustellen.

Rainer

https://1drv.ms/f/s!At90vVGgjlbTahG7c-W2UhseIdk
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Groschengrab
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Re: Kola Halbinsel

#2 Beitrag von Groschengrab » 2019-07-07 18:13:36

Hallo Rainer, danke für deinen link.
Seid ihr tatsächlich auch östlich des khbiny Gebirges gefahren? Ich hätte gedacht, dass die Straße von umba über muna nur bis oktjobarsky geht?
Kannst du mir eventuell wegepunkte, Koordinaten oder ähnliches senden? Danke und Gruß Alex
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macherknox
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Re: Kola Halbinsel

#3 Beitrag von macherknox » 2019-07-07 18:28:14

Hallo Rainer,

schöne Bilder, sieht abenteuerlich aus!
Ich schließe mich allgemein der Frage an, welches Kartenmaterial man denn idealerweise dort benutzt. Ich nehme an, die Beschilderung auf den Straßen auf Deinen Bildern ist eher mangelhaft.
:joke:

Viele Grüße,
Max

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RaBu55
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Re: Kola Halbinsel

#4 Beitrag von RaBu55 » 2019-07-07 19:03:00

Moin Alex, Moin max, die beste mir bekannte Karte ist eine finnische Karte EAN / ISBN: 9789522663597. Nach der könnte man fahren. Auf Koordinaten habe ich nicht sonderlich geachtet, da wir bei Teilstrecken ortskundige Begleitung hatten. Die Karte zeigt aber auch das der Weg nach Objabriski weitergeht. Die eingezeichnete Bahnlinie gibt es allerdings nicht mehr. Davon sind noch der Bahndamm und die schwellen zu sehen, die Schienen sind abgebaut. Zu den letzten rd 30 Kilometern kann ich nichts sagen. Nicht weit hinter dem See oz umbozero habe ich mir vorn rechts den Reifen kaputt gefahren und ohne Reserve wollte ich nicht weiter. Wir sind dann von dort nach Finnland gefahren und haben einen neuen Reifen gekauft. Von dort sind wir dann weiter nach Norwegen.

Solltest du allein unterwegs sein, halte ich von Umba aus den Weg bis Inga allein fuer machbar.In Inga wirst du auf ein Problem stoßen.Der übliche weg durch ein Sumpfgebiet ist ruiniert.. Dort hatte sich kurz bevor wir kamen ein Ural 6x6 festgefahren und ein zweiter Ural hat ihn dann rausgewuehlt. Gemeinsam haben die dann den Damm bei der Bergung derart kaputt gemacht das wir uns da nicht mehr durchgetraut haben (sehr tiefes Loch). Die Alternative geht durch den See. Teilweise liegen dort aber Baumstämme kreuz und quer. Es ist nicht unbedingt erstrebenswert die weg zu räumen. Dann muss man etwas auf die Wassertiefe achten. Wie geschrieben, unsere tiefste Stelle lag bei 1,25 Metern. Vielmehr haetten wir auch nicht gebrauchen können und neben unserer Spur gab es durchaus tiefere Stellen. Der Grund des Sees ist auch nicht immer erkennbar. Allein mit Kindern hätte ich bedenken.

Viel Spaß bei der Tour, rainer
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Re: Kola Halbinsel

#5 Beitrag von macherknox » 2019-07-07 20:51:24

Danke Rainer,

Wir werden vorsichtig sein und keine unwägbaren Risiken eingehen.

Viele Grüße,
Max

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Re: Kola Halbinsel

#6 Beitrag von Groschengrab » 2019-07-07 21:00:56

Hallo Rainer, danke für deine schnelle Rückmeldung. Wir sind in der Tat allein unterwegs. Hatte eigentlich den Weg zwischen Umbau und Oktobjarsky fest eingeplant. Werde gleich mal die Karten studieren.

Grüße alex

Ps: habe aus der geobuchhandlung Kiel Karten für murmansk und karelien oblast bestellt.
Zusätzlich pocket earth pro auf dem Tablett mit offline Karten und alte miltärkarten aus den 80igern mit 1:50.000
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Re: Kola Halbinsel

#7 Beitrag von RaBu55 » 2019-07-07 21:15:32

Hallo Alex, solltest du allein fahren, achte auf dem ersten Wegstueck darauf, dass du nicht den Weg nach indel erwischt. Mir wurde gesagt, dass der Weg entgegen der Karte nicht mehr ueber indel hinausgeht. Wenn du in Inga ankommen solltest, versuche im Dorf etwas über die weitere Strecke zu erfahren. Gruß, Rainer
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Re: Kola Halbinsel

#8 Beitrag von Groschengrab » 2019-07-08 8:59:29

Hallo Rainer, habe den Weg östlich des umbozero zumindest auf der Karte gefunden, direkt parallel zur Bahnstrecke.
Wie lange hattet ihr denn für das Stück Umba nach Oktobjarsky gebraucht? Seid ihr östlich des munozero gefahren?
Welches Stück ist deiner Meinung nach allein leichter zu fahren: umba nach Oktobjarsky oder Oktobjarsky nach rewada?
Deinen Bildern nach war es ja eine wasserreiche Angelegenheit. Hattest du achs- und Getriebeentlüftung höher gelegt oder einfach angeklebt?
Grüße alex
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Re: Kola Halbinsel

#9 Beitrag von RaBu55 » 2019-07-08 9:22:28

Moin Alex, für das erste Wegstueck haben wir dreieinhalb Tage gebraucht, rund ein halber Tag ist dabei am See draufgegangen. Am oz umbozero sind Wir östlich vorbei. Ich kann dir da allerdings nicht sonderlich viel mehr sagen weil wir grob in der Gegend wo es wieder Richtung Nord geht wegen des kaputten Reifens abgebrochen haben. In der Gegend haben wir auch die teilweise demontierte Bahnlinie gesehen. Wenn man auf dem Damm fahren würde (was wegen der Schwellen wohl eher ungemütlich sein werde) müsste man theoretisch auch nach Revda kommen.
Wegen Umba achtet bitte drauf das dort Sperrgebiet ist. Wir hatten noch eine Ausnahmegenehmigung beantragt, Die ist aber mit sehr deutlichen Worten abgelehnt worden, sinngemäß stand drin, das wir den Bereich Umba nicht zu betreten haben. Die Straße Richtung Varzuga liegt übrigens auch im Sperrgebiet, hier wird lediglich die zügige Durchfahrt in Verbindung mit einem tankstop an dieser Straße Richtung Varzuga toleriert..

Solltet ihr bei Inga die Fahrt durch den See wählen, achte unbedingt auf die Wattiefe eures Lkw, es sollten mindestens 1,20 m sein. Denk zumindest in der Region noch mal über Begleitung nach. Viel Spaß bei der Fahrt, Rainer
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Re: Kola Halbinsel

#10 Beitrag von filz » 2019-07-08 9:32:07

Das muss ja eine super tolle Reise gewesen sein. Genau meins, da muss die Einsamkeit nicht gross gesucht werden.

@Alex schrieb: Hattest du achs- und Getriebeentlüftung höher gelegt oder einfach angeklebt?
Wenn bei einem Fz.(wie meinem) eine gewisse "Wattiefe" ab Werk angegeben wird, sollte doch nichts mehr abgeklebt werden müssen?

Grüsse

Sepp

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Re: Kola Halbinsel

#11 Beitrag von RaBu55 » 2019-07-08 10:04:53

Moin Sepp, Ach und Getriebeentlueftung sind bei uns hochgelegt. Allerdings ist es so bei 1,35 -1,40 m zu Ende, da ist dann auch langsam fuer die luftansaugung des Motors Schluss, deswegen bekam ich bei 1.25 m auch langsam Bedenken.
Gruss, Rainer

P. S. Die Strecke ist grundsätzlich sehr zu empfehlen und auch schon von etlichen anderen Fahrern gefahren worden. Nur an einigen Stellen sollte man eben etwas mehr aufpassen.
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Re: Kola Halbinsel

#12 Beitrag von Kalle » 2019-07-09 20:43:25

Hallo zusammen,
ich hätte da auch noch ne Frage, vielleicht gibt es jemanden im Forum der das kennt.
Wir reisen wenn alles gut geht am 19 oder 20.07 von Finnland nach Karelien ein, für knappe drei Wochen. Wir fahren mit einem Atego 1225 und einem Sprinter.
Das ist unsere zweite Karelien/Kola Tour. Wir planen auf der P21 von Süden herkommend bei Kola nach Osten ab zu biegen, dann bis Teriberka bzw. noch etwas östlicher bis Tumannyi zu fahen.
Wir haben schon mit einigen gesprochen aber niemand konnte uns Auskunft darüber geben ob die Strecke (nach der Abbiegung in Höhe Kola nach Osten) bzw. die Orte am Ende der Strecke militärische Sperrgebiete sind.
Bei unserer zweiten Frage geht es um die Finnische Karelien Karte. Da haben wir zwei rote Striche senkrecht zur Strasse entdeckt. Zum Beispiel wenn man auf der A059 von Murmanst kommend nach Westen fährt Richtung Finnische Grenze.
Ist das eine "permanente" Kontrollstelle, oder ist die Straße da gesperrt ... wir haben nichts in der Kartenlegende zu diesen beiden roten Strichen gefunden.
Wäre super wenn jemand ne Idee hätte.
Danke euch im voraus für die Antworten.
Grüsse aus dem äußersten Süd-Westen Deutschlands.
Kalle

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Re: Kola Halbinsel

#13 Beitrag von DER Knut » 2019-07-09 21:48:50

Hallo Kalle

Von Murmansk in Richtung finnische Grenzekannst Du fahren. Ich habe die entsprechende Karte nicht, aber es gibt eine Kontrollstelle an der Einmündung der Strasse von Nikel.
Von Murmansk aus ist ein Bekannter von mir gefahren, über Nikel ich selbst. Beide kamen bis zur Grenze ohne Probleme.

Grüße Knut

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Re: Kola Halbinsel

#14 Beitrag von RaBu55 » 2019-07-10 10:18:40

Moin Kalle, Wir sind weiter südlich bei Salla über die Grenze gegangen und haben auf dem Stueck Richtung Kandalaksha bei Alakurtti zum tanken gehalten. Dort findest du auch das Symbol mit den zwei parallelen roten Strichen. An der Stelle gab es einen militärischen Kontrollposten und einen größeren Kasernenkomplex. Ob man diese Beobachtung verallgemeinern kann sei dahingestellt. War aber alles unproblematisch.

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Re: Kola Halbinsel

#15 Beitrag von Kalle » 2019-07-10 10:20:30

Hallo Knut,
danke für deine Antwort. Von Murmansk nach Nickel, also Richtung Westen, das kennen wir. Wir wollen aber von Kola, das liegt etwas unterhalb von Murmansk Richtung Osten.
Da endt die "Strasse" dann eben in Teriberka an der Barentsee oder bei Tumannyi.
Gruss
Kalle

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Re: Kola Halbinsel

#16 Beitrag von DER Knut » 2019-07-10 10:42:07

Hallo Kalle
Wie schon geschrieben, den direkten Weg von Kola nach Westen ist ein Bekannter gefahren und kam an der Kontrollstelle durch. Ich persönlich über Nikel.
Die beiden Dörfer im Osten sind kein komplettes Sperrgebiet, nur die üblichen Kasernen im üblichen Zustand....
Grüße Knut

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Re: Kola Halbinsel

#17 Beitrag von micha der kontrabass » 2019-07-24 17:58:35

Schön, euch getroffen zu haben, schade dass es mit dem Kaffee nicht mehr geklappt hat.
Vielleicht beim nächsten Mal.
Kommt gut nach Hause
Micha d.k.
mit dem am nördlichsten stationierten Magirus Mercur!

Warum Dirigenten und Generäle so alt werden? Vielleicht liegt es am Vergnügen, anderen seinen Willen aufzuzwingen.
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