welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

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davorngehtsweiter
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welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#1 Beitrag von davorngehtsweiter » 2019-01-09 10:32:48

Guten Morgen zusammen,

ich würde gerne auf meinen Reisen einen 4 beinigen Kumpel mitnehmen. Und ich meine wirklich Kumpel. Einen der auf längeren Fahrten geduldig sein kann, und bei (täglichen) Ausflügen ordentlich durchhält. Für städtetrips, auch mal 5h alleine im auto bleibt und "sein" auto bewacht und zur not auch mal richtig helfen kann um "pöse puben" etwas abzuschrecken. Der Kinderquatsch erträgt und weder schnee noch wasser noch hitze scheut.
einen der es ohne kran 1,1m hoch ins fahrerhaus schafft, nicht so viel haart und schlau ist ,-)

ich hatte noch nie einen hund, aber ich kommen schon immer mit fremden hunden extrem gut zurecht. die tiere mögen mich und suchen meine gegenwardt. berührungsängste gab es da niemals. es wird immer sofort gekuschelt und getobt.

ich wäre sehr dankbar für eure erfahrungen zu lkw-womo reisen mir hund und tips zu den passenden hunderassen.

gruss
ralph

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unimag
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#2 Beitrag von unimag » 2019-01-09 10:44:34

Vielleicht solltest du einmal von deinen Reisezielen sprechen. In Europa ist es sicher kein Problem, den Hund mitzunehmen. Wir hatten unseren von Feuerland bis Alaska dabei und das bereitete riesige Probleme, vor allem in Süd- und Mittelamerika. Die Hunderasse ist sicher nicht die Hauptfrage, sondern wie weit deine Reisepläne mit einem Hund kompatibel sind.

Gruß Gerd
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Lassie
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#3 Beitrag von Lassie » 2019-01-09 10:48:49

Servus Ralph,

wir hatten Schäferhunde (Schaf in Hundepelz, richtig tolle Familienhunde!) und jetzt einen deutschen Kurzhaar-Jagdhund (unser Zicken-Mädchen) und einen Springerspaniel (Kampfkuschler und Power-Schmuser). Am Ehesten würde ich den Jagdhund oder einen ähnlich mittelgroßen Hund empfehlen. Ein Jagdhund ist 'Hund' genug, dass er bei Bedarf Respekt einflössen kann, beim Bellen laut genug, in der Größe klein genug, dass er in Auto & Co leicht transportabel ist, und bei guter Ausbildung / Erziehung ein richtig toller Kumpel. Dazu hat er genügend Ausdauer auch für eine 10 km-Wanderung und ist gesundheitlich unempfindlich und robust.

Aber letztlich liegt es am Herrchen sowie den Anlagen des Hundes und seiner Vergangenheit / Erziehung / Ausbildung / Sozialisierung, wie sich ein Hund entwickelt. Von daher ist es immer individuell verschieden und ein wenig ein Glücksspiel.

Viel Erfolg beim Finden des richtigen Vierbeiners!

Viele Grüße
Jürgen
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Uwe
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#4 Beitrag von Uwe » 2019-01-09 12:16:40

Hallo,

pauschal lässt sich das denke ich nicht beantworten. Natürlich ist eine gewisse Größe hilfreich, allerdings waren die größten 'Schisser', die mir bislang begegnet sind, ein deutscher Schäferhund, ein Labrador (traut sich kaum hinter dem heimischen Ofen hervor) und ein Rhodesian Ridgeback (der hat den LKW, den er bewachen sollte, aus tiefstem Herzen gehasst). Auf der Reise sollten Hund und Besitzer ein wirklich eingespieltes Team sein. Einen Hund für die Reise anzuschaffen halte ich für arg risikoreich, die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende keiner Spaß dran hat, wäre mir zu hoch.

Grüße
Uwe
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#5 Beitrag von rotertrecker » 2019-01-09 12:53:09

Moin,

Dein Anforderungskatalog ist vollständig nicht zu erfüllen.
Neben den oben bereits stehenden Hinweisen solltest Du bedenken:
Du musst mit deinem Hund erst zu einem Team werden! Und das dauert, wenn Du Dir einen Welpen holst sicher 1/2 bis ein Jahr, eher sogar länger.
Wird es ein bereits erwachsener Hund, dann kann es schnell gehen, oder gar nicht klappen.
5 h im Auto? Über die Sommer = Hitze -Thematik bist Du Dir im klaren?

Die meisten Anforderungen erfüllt aus meiner Sicht allgemein ein Hütehund, als der oben bereits erwähnte Schäferhund, oder Border-Collies (habe zwei) oder Australien Shepherd (hatte einen).
Die sind auch extrem schlau, aber auch extrem haarig... Kannst Du Dir dann aber auch nen Pulli draus stricken, ist ja auch was!

Thema Höhe des LKW´s: mein Border (9 Jahre alt) hat aktuell üble Probleme mit Arthrose.
Wenn Du also lange Freude an Deinem 4-Beiner haben willst, solltest Du ihn nur per Rampe in Fahrzeuge ein- und aussteigen lassen, das gilt auch schon für PKW´s.

Gruß Sven
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#6 Beitrag von Tellus » 2019-01-09 12:57:24

davorngehtsweiter hat geschrieben:
2019-01-09 10:32:48

ich hatte noch nie einen hund, aber ich kommen schon immer mit fremden hunden extrem gut zurecht. die tiere mögen mich und suchen meine gegenwardt. berührungsängste gab es da niemals. es wird immer sofort gekuschelt und getobt.
Ja , so geht 's mir mit Kindern...aber ich bin immer froh wenn die Eltern bald wieder damit verschwinden. :joke:

Nee, im Ernst..wenn Du noch nie 'nen eigenen Hund hattest, solltest Du besser erstmal testen ob das zwischen Tier und Dir überhaupt funxt.
Ich hatte schon einige Hunde und jeder hatte seinen eigenen Kopf, egal ob Dackel oder Stiagnglandermix.
Kannst ja mal unterwegs im Süden einem Streuner was Gutes tun, bei uns war's ein Wasserhahn der aufgedreht wurde, die Dankbarkeit leuchtete aus seinen Augen...wahrscheinlich entscheidet das Tier was gut für ihn ist.

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#7 Beitrag von guatapt » 2019-01-09 13:00:23

Wir haben eine Labrador Hündin. Sie ist beim Reisen sehr Pflegeleicht. Sie bellt sehr selten, kommt mit den meisten anderen Hunden zurecht, kommt mit Kindern extrem gut klar. Sie ist bei uns auch Therapiehund. Aber selbst als Wachhund finde ich sie nicht schlecht. Sie ist nicht übernervös, dass sie auf jedes Geräusch reagiert. Aber wenn ihr etwas komisch vorkommt, zögert sie nicht, sich der Sache mal näher anzunehmen, dann bellt sie auch mal. Auf einem Campingplatz hatten wir mal die Situation, dass sie mit dem Tisch an der Leine auf einen ungezogenen Köter losgegangen ist, der frei laufend den ganzen Platz in Aufruhr versetzt hat.
Mit dem Charakter unserer Labrador Hündin sind wir sehr zufrieden und würden nicht tauschen wollen. Jetzt kommt allerdings das große Aaaaber. Leider haben Labradore im Moment sehr häufig Probleme mit Ellbogendysplasie (ED), auch unsere Hündin hat das, obwohl wir sie, weil wir solche Probleme vermeiden wollten, aus einer "guten" FCI Zucht haben. Leider war uns das Problem in der Dimension vorher nicht bewusst. In einem Züchtermagazin ist mir inzwischen aufgefallen, dass mehr als 10% der getesteten Hunde, ED1 oder schlechter hatten. Die Tierärztin, mit der ich mich über dieses Thema unterhalten hatte und die auch selbst Züchterin von Labradoren ist, geht davon aus, dass 30% der Labradore im Moment mehr oder weniger ED haben. Sie hat mir erklärt, wie schwierig der Auswahlprozess für Zuchthunde ist, wenn man ED bei Labradoren vermeiden will. Es kostet Monate, Zuchthunde zu finden, deren Stammbaum völlig frei von ED ist. Den wenigsten Züchtern ist die Problematik, in der Dimension, bewusst. Wahrscheinlich würden die wenigsten weiter züchten, wenn sie so einen Aufwand treiben müssten, um sicherzustellen, dass kein ED weitervererbt wird.

Würde ich mir einen weiteren Hund zulegen, würde ich wahrscheinlich auch wieder einen Labrador wählen. Jedoch einen älteren, der ein neues zu Hause sucht und der auf die üblichen Zuchtkrankheiten schon untersucht wurde bzw. würde ihn selbst untersuchen lassen. Außerdem würde ich eine Probezeit mit dem Züchter/Besitzer vereinbaren. Falls nach einigen Tagen/Wochen irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten auftreten, mit denen man nicht leben kann. Wenn man nicht auf eine bestimmte Rasse fixiert ist, kann man evtl. auch eine Probezeit mit einem Tierheim o.ä. aushandeln. Bitte fall aber nicht auf die Mär rein, dass Mischlinge gesünder sind. Mischlinge können auch Nachkommen von Zuchthunden mit Erbkrankheiten sein. Bei der Weitervererbung spielt es keine Rolle, welche Rasse es ist.
Die gesündesten Hunde sollen wohl Arbeitshunderassen sein, an denen noch nicht viel rumgezüchtet wurde. Leider sind das oft auch Rassen, die gerne Arbeiten und ausgelastet werden wollen. Ich glaube kaum, dass Du Dir eine Schafsherde zulegen willst :joke:
Mein Tip: Wenn Du Dir wirklich einen Hund zulegen willst, besorge Dir gleich eine gute Krankenversicherung für den Hund. Leider wird ED bei den meisten Versicherungen ausgeschlossen. Wenn Du Dir keine Versicherung und auch keine teuren Operationen leisten kannst, lass es.

VG
Ralf

davorngehtsweiter
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#8 Beitrag von davorngehtsweiter » 2019-01-09 13:47:51

Habe gerade wenig Zeit und hab nicht alles gelesen.
Moechte aber kurz die Frage nach dem Ziel beantworten.

Weltreise. Ueberall wo es spamnend ist.
An "juristische" Probleme habe ich noch gar keinen Gedanken verschwendet... :eek:

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Lassie
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#9 Beitrag von Lassie » 2019-01-09 14:30:56

Weltreise. Ueberall wo es spamnend ist.
Hallo,

wir haben mit unseren Hunden in Asien (genauer Shanghai, Hong Kong & Bangladesh) gewohnt, unsere Jagdhündin ist eine Chinesin, unser Springerspaniel ein Bangladeshi.
Alleine das Geschiss der Grenzübertritte sowie der Umzug nach Deutschland war zeitweise extrem teuer und nervig. Bei unserem Umzug von Shanghai nach HongKong musste unser Schäferhund damals 4 Monate in Quarantäne und es ist ein Wunder, dass er keinen 'Knacks' bekommen hatte.
Auf Weltreise muss dir klar sein, dass ein Hund immer mehr Arbeit und Ärger mit sich bringt, Grenzübertritte werden schwieriger bis unmöglich, die offiziellen Wege wie Impfungen, Bluttests, etc sind allesamt kostspielig und oftmals zeitaufwendig. Vor allem in Asien und Südamerika scheint es mit Hunden keine Freude zu machen zu Reisen, nach Australien und Neuseeland oder auch Island kommst du gar nicht mit Hund. Von daher will das gut überlegt sein.

Wenn du aber ein Hundemensch bist und unbedingt eine Fellnase an deiner Seite haben willst / sollst, wird dir eh auf deiner Reise früher oder später ein Sozialfall zulaufen, den du nicht zurücklassen kannst :p :hug:

Wir selber werden mit unseren Hunden vorerst nur innerhalb Europas und ggf Russland und diverse Anrainerstaaten bereisen, solange eben der Aufwand erträglich ist. Auf Weltreise - im Sinne von möglichst viel Sehen und Bereisen - würde ich eher ohne Hund und etappenweise vielleicht sogar ohne eigenen Laster gehen. Mit leichtem Gepäck kommt man bekanntlich weiter... :ninja:

Viele Grüße
Jürgen
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Aarlon

Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#10 Beitrag von Aarlon » 2019-01-09 14:36:44

Lassie hat geschrieben:
2019-01-09 14:30:56
Wenn du aber ein Hundemensch bist und unbedingt eine Fellnase an deiner Seite haben willst / sollst, wird dir eh auf deiner Reise früher oder später ein Sozialfall zulaufen, den du nicht zurücklassen kannst :p :hug:
Verschwende weniger Deine Zeit, nach einem Hund zu suchen. Lass Dich von Deinem Hund finden! Dann wird das sowieso passen...

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Geishardt
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#11 Beitrag von Geishardt » 2019-01-09 15:24:07

Hallo,

der ideale Hund für Fernreisen ist kein Hund.

Ein über x Mutationen vom Wolf abstammendes Tier -genetisch noch stark mit dem Wolf verwandt-, ist nicht geeignet sich relativ kurzfristig in unterschiedlichen Klimazonen aufzuhalten. Die Anpassung kann nur über 'Abwurf oder Neubildung der Unterwolle des Fells erfolgen.

Den Fellwechsel von Winter in Sommer stelle ich mir in einem Wohnmobil sehr lustig vor.

Der Bewegungsstau bei langen Fahretappen wird der Hund überstehen, aber artgerecht ist dies garantiert nicht. Auch die Behauptung, der Hund wurde vorher ausreichend bewegt ist nicht haltbar. Einen durchtrainierten Hund durch Bewegung müde zu machen ist ohne Hilfsmittel (wie Fahrrad) fast unmöglich.

Bei einem Überfall dürfte der Hund nicht sehr hilfreich sein, da mit hoher Wahrscheinlichkeit die Täter bewaffnet sind.

Die Probleme bei Grenzübertritten wurde bereits ausführlich beschrieben. Wobei ich die größten Probleme bei Ländern mit einem hohen Lebensstandart sehe. Nach meiner Erinnerung -alt- forderten die USA eine Quarantäne von 3 Monaten.
Unsere Kopf ist rund, damit wir beim denken die Richtung wechseln können. Francis Picabia

carpe Diem

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#12 Beitrag von guatapt » 2019-01-09 15:26:45

Geishardt hat geschrieben:
2019-01-09 15:24:07
...
Nach meiner Erinnerung -alt- forderten die USA eine Quarantäne von 3 Monaten.
Du sagst es: Alt!

VG
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#13 Beitrag von tomzwilling » 2019-01-09 15:47:46

Geishardt hat geschrieben:
2019-01-09 15:24:07
Hallo,
der ideale Hund für Fernreisen ist kein Hund.
Der Bewegungsstau bei langen Fahretappen wird der Hund überstehen, aber artgerecht ist dies garantiert nicht. Auch die Behauptung, der Hund wurde vorher ausreichend bewegt ist nicht haltbar. Einen durchtrainierten Hund durch Bewegung müde zu machen ist ohne Hilfsmittel (wie Fahrrad) fast unmöglich.
Genau so sehe ich das auch. Eine Weltreise wurde bei uns erst dann konkreter, als unsere Schäferhündin vergangenen März das Zeitliche segnete. Bei einer Langzeitreise mit Rucksack und Wanderstöcken sieht das sehr viel artgerechter aus.
Gruß Tom
Denn: Viel Wissen, viel Ärger; wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge. (Kohelet 1,18)

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#14 Beitrag von davorngehtsweiter » 2019-01-09 16:00:08

oh je... da habe ich erwartet das ich überschüttet werde mit wundervollen anekdoten und positiven tipps und stattdessen schlägt mir eine welle von "lass es bleiben im reise-lkw" entgegen.
:eek: und auch wenn nicht "alle" geantwortet haben, so ist das wohl statistisch schon mal eine richtung. völlig unerwartet das ist.

hatte mir das alles so schön und unkompliziert vorgestellt.
muss ich erstmal verdauen.
danke schon mal.

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#15 Beitrag von Nusskasten » 2019-01-09 16:06:04

Ich sehe das wie Aarlon,
geh reißen und dein Hundekumpel wird dich finden. Wir hätten letztes Jahr in Griechenland einen jungen Rüden mitgenommen. Aber am Morgen an dem wir beide unabhängig voneinander die Entscheidung getroffen haben den mitzunehmen kam er nicht mehr...
Aber ich kenne genug Reisende die sich auch finden lassen haben.
....Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's einfach gemacht....

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#16 Beitrag von Oelfuss » 2019-01-09 18:05:28

Moin,
Ich habe einen schipperken,bellt auch wie ein großer,hat eine super Nase 👃,und wiegt ca.7-8 kg,mag nur keine hitze und badet nicht so gerne.Haart wenig und riecht nach nix.
Grüße Christian
Haben ist besser als brauchen, aber brauchen und nicht haben ist ganz schlecht

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#17 Beitrag von unimag » 2019-01-09 18:23:50

Nach einer Anfrage hier im Forum hatte man mir dringend davon abgeraten, den Hund mit nach Afrika zu nehmen, und das war gut so. Wir haben uns in Rumänien von einem damals 8 Wochen alten Welpen finden lassen, den wir nicht weiter seinem Schicksal überlassen konnten, nachdem wir ihm in die Augen geblickt hatten. Bis jetzt mussten wir deshalb z. B. auf Australien verzichten. Aber grundsätzlich haben keinen Augenblick bereut, ihm damals vor 12 Jahren, zu verfallen. Als Wachhund taugt er keine faule Zwiebel, schläft nachts durch, egal, wer an das Womo klopft. Herrchen wird schon aufpassen. Dafür ist er ein begnadeter Jäger, in SA trieb er Guanakos und in NA Elche...

Mittlerweile unterstützen wir ein Tierschutzprojekt, das sich rumänischen Straßenhunden widmet.

Gruß Gerd
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#18 Beitrag von Anny » 2019-01-09 18:41:20

Anekdoten willst du also hören,
geht auch - doch erst mal, alles was hier geschrieben und zu Bedenken gegeben wurde, kann ich voll unterschreiben.
Ich reise mit zwei Hunden und bin dadurch was Reiseziel und Unternehmungen angeht schon eingeschränkt.
Meine mittelgroße Mischlingshündin wird 15 Jahre und die Jagdhündin (Weimaraner) wird 4 Jahre.
Der Fellwechsel im Mobil ist trotz Dyson schon eine Herausforderung. An Fahrtagen habe ich anschließend nicht frei, sondern muss mit dem Jagdhund noch arbeiten und Fahrrad fahren. Ja, sie passen auf, melden zuverlässig und wenn das Wetter passt, bleibt die alte als Wachpersonal am Fahrzeug und die junge begleitet mich. Wegen Blutuntersuchung usw. bleiben wir vorerst in Europa.
Ach ja, die Anekdote: wir sind momentan an der Algave und da muss mein Jagdhund kurz vor Weihnachten irgendwo Hasch Kekse oder Ähnliches geklaut oder bekommen haben. Auf schallendes Gelächter ein Stück weiter, gab ich nicht gleich etwas, doch als einige Zeit später mein Hund weite Pupillen und Ausfallerscheinungen bekam,
machte ich mir Sorgen und fuhr zur Tierklinik. Dort erfuhren wir, dass am Surfer Strand schon mal belastete Hinterlassenschaften rum liegen können :sick:
Zum Glück blieben wir über Nacht vor der Klinik stehen, denn am Morgen kam der "Patient" hinten nicht mehr hoch. Das war zum Glück, einer Wunderheilung gleich,
bereits beim erneuten Vorstellen bei der Tierärztin verschwunden. Mein Hund war wieder clean :lovehead:
Das mag mit Familie alles etwas einfacher sein, mir als Alleinfahrerin stehen da öfter mal die Haare zu Berge, denn meine Lebenssituation hatte sich geändert.
Der Vorschlag dich finden zu lassen ist großartig und ich denke sofort an eine Begegnung in Rumänien, doch da hatte ich ja bereits 2 Hunde.
Auf jeden Fall ist ein kl. Rudel artgerecht, also Familie mit Hund - prima - viel Glück und sonnige Grüße aus Portugal
Wann wurde eigentlich aus sex, drugs and rock`n roll - glutenfrei, laktoseintolerant und Helene Fischer?

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#19 Beitrag von Gogomobil » 2019-01-09 18:43:52

Bei der Hundewahl muss man vor allem 2 Dinge unterscheiden, zum einen eine (gewisse) Vorauswahlmöglichkeit und dann individuelle Eigenheiten.
Das heißt z.B. niemals einen Jagdhund wählen! Es gibt da zu unterscheiden Jagdhundrassen und echte Jagdhunde die auf die Jagdeigenschaften gezüchtet wurden. Was nützt ein Hund der dann hinter jedem Erdhörnchen her ist oder Hühner, Schafe Kanikel jagen aufner Reise wo man vom Platz wieder weg will? und nein die lassen sich wenn sie Passion haben nicht abrufen! Also echte Jagdhunde aus entsprechender Zucht geht nicht, Jagdhundrassen aus "normaler/ziviler Zucht" na ja, ein Retriever oder Labrador mag gehen der "bringt" ja nur, aber ein Dackel oder Terrier die dann jeden oder nur da und dort nen Ratten-, Dachs- ... Bau inspizieren und im Extremfall ausgebuddelt werden müssen, ne muss auf Reisen nicht sein. Gilt ebenso für Stöberhunde, Windhunde....
Also erkundigen was die Rasse für Eigenschaften hat, nicht zu klein wählen und fürs eventuelle heben nicht zu schwer. Zu leicht ist auch nix, Abschreckung ist der beste Schutz und schwarz schreckt noch mehr, ist aber wegen/bei Hitze schlecht

Zweiter Punkt was der Bauer nicht kennt frisst er nicht gilt auch für Hunde. Den Welpen schon die erste Fahrt angenehm genießen lassen, nach hupen, Lärm... einen Keks reindrücken, zwischendurch anhalten spielen dann liebt er den Wagen. Mit Training kann man viel erreichen aber die individuelle Mentalität ist das Wichtigste - auch und gerade was Aufpassen, Kläffen usw. angeht. Da steckt man nicht drin, kann aber durch Fehler im Welpenalter viel versauen (Trauma durch Türknallen, Zugrappel und dann mit dem ängstlichen Tier kuscheln und es so in der Angst bestätigen statt z.B ignorieren und danach - Keks rein war doch garnix. Hier machen gerade Anfänger die meisten Fehler. Ganz wichtig, auch Hunde haben ein Gedächtnis, die können sich sehr wohl an vergangene Schandtaten die sie angestellt haben erinnern (von wegen später darf man die nicht mehr strafen) aber eben auch an Situationen die sie meiden oder toll finden.
Haare, Pudel haaren nicht, müssen daher geschoren werden, Rassen wie Hoverward und andere haben keine/kaum Unterwolle erleichtert die Pflege. Kurzharige Hunde (Boxer) , die Stoppelhare stecken wie Nadeln in allen Textilien und Polstern :frust: , langhaarige Rassen lassen die Fusseln gern schön sichtbar obendrauf liegen :angry: , sieht schlimm aus ist aber dann doch viel leichter (doppelseitiges Klebeband etc.) wegzubekommen als die Nadelfilze. Kurzum egal welche Fusselspender die Haare muss man als "Stammwürze" einfach akzeptieren. Echte Nackthunde sind zu empfindlich und teuer und haben doch da und dort na? Haare!
Soweit die kurze Rasse & Reiseunabhängige Aufzählung meiner Meinung nach zu beachtender Dinge.
Gruß
andi

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#20 Beitrag von urologe » 2019-01-09 20:19:01

Wenn Ihr viel über Weltreise und Hund wissen wollt und viel Zeit für einen authentischen Blog habt , lest bitte :
https://www.katonworldtour.com

Weltreise und glücklicher Hund schließen sich aus .
Lest die vielen kleinen und großen Katatrophen nach , die den beiden Hundenarren unterwegs zugestoßen sind bis sie den Hunden zuliebe ihre Weltumrundung nach 3/4 abgebrochen haben und erst nach dem Tod der Hunde wieder mit großer Freude fortgesetzt haben - ein sehr starkes Argument meine ich !
Nb. Das waren Alltagsprobleme wie Schlangenbiss, Hundefeindlichkeit mit Schlaegern in manchen Ländern, Krankheiten, Hitzekollaps , Lungenoedem bei Passuberquerung , etc

Der Hund wird Euren Tagesrhythmus bestimmen , okay , dann besuchen wir den Taj Mahal eben nicht , wird sowieso überbewertet.. und Ähnliches wird Alltag .

Der Hygienebegriff muss auch neu definiert werden , wenn man so dicht aufeinander lebt . Je nach Rasse gibt es keine Ecke , keinen Schrank , der nicht voller Haare ist , oder wenn er/sie ein klein wenig sabbert finden sich die Spuren 360 Grad dreidimensional wieder . Nicht jeder Hund verträgt immer wechselndes Futter mit dem Effekt sehr kurzer Fahretappen bis zum nächsten Gassi-Gehen .

Das Thema „ Ladungssicherung“ will ich garnicht ansprechen , weil sich J e d e r sträflich darüber hinweg setzt .

Mensch und Hund sind schon ein Thema für sich-
Erziehung, gerade beim ersten werden genügend Fehler gemacht, denkt nur an die ersten zwei Jahre des gegenseitigen Kräftemessens , wenn sie pausenlos weglaufen.... willst Du das in Usbekistan oder wo Ihr zufällig seid , vorzugsweise in einem Hundefeindlichen Land . Hündin und Hitze ist in der kleinen Kabine auch ein eigenes Hygiene-Thema ...

Das alles können die wunderschönen Stunden zusammen unterwegs niemals aufwiegen . Lasst es und genießt die Welt zu zweit !

Ich würde um nichts in der Welt unsere zig Tausend Kilometer mit unserem Berhardiner missen wollen, aber wir sind immer nur bis 8 Wochen unterwegs (gewesen) , haben den LKW auf den Hund zugeschnitten gebaut incl elektrohydraulischer Treppe und zusätzlicher Rampe , Klimaanlage in der 2x2m großen „Hütte „ und , und ...

Viel geschrieben, das Thema bzw. der Hund liegt mir am Herzen .Seit einem halben Jahr fahren wir nicht mehr, Hund schafft altersbedingt die Treppe nicht mehr - wie schön, dass wir jetzt keine World-Traveller sind !

LG
Ralf
Vorsorge tut gut - KAT fahren
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carasophie
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#21 Beitrag von carasophie » 2019-01-09 20:39:37

Hallo,
ich bin gewerbliche und zertifizierte Hundetrainerin und biete Ersthundehaltern eine Beratung an vor dem Erwerb eines Hundes. Jedes Mal macht so eine Beratung die Leute entweder glücklich - aber genauso oft kommt auch der Entschluss, mit dem Erwerb eines Hundes zu warten, bis die Bedingungen angepasster sind an die Bedürfnisse der Hunde (und der Umstände).

Warum?
Weil im Hundebereich, (Training, Zucht, Auslandshunde, Erziehung, individuelle Auswahl einer Rasse, eines Hundes aus dem Tierschutz) soviel Unterschiedliches erzählt, geschrieben, gepostet, gebloggt wird ... was einfach falsch ist. "Hund" kann irgendwie jeder - und das sieht man ja auch öfters hier im Forum :joke:

In den letzten 20 Jahren wurde in dem Hundebereich (Verhalten, Herkunft) viel geforscht und es hat große Veränderungen in der Folge gegeben. Das ist leider oft noch nicht angekommen in der Praxis, besonders weil diese Forschungen auf Englisch dokumentiert/veröffentlicht werden - in Deutschland wird zu 80% aber immer noch so über Hunde gedacht wie vor 50 Jahren... einer schreibt vom anderen ab...

Also, um eine wichtige Frage zu beantworten: ja, es ist toll, einen Hund dabei zu haben, aber Du wirst viele Einschränkungen auf der Reise haben. Wenn Dir ein Hund lieb ist, dann kauf Dir hinterher einen. Das haben hier ja auch schon viele sehr schön dokumentiert.

- Ein Hund braucht mit Dir gemeinsam zwei Stunden am Tag nur - für - sich
- einer Rasse zugeschriebenen Eigenschaften heißt nichts über die individuellen Eigenschaften eines Welpen, wenn er erwachsen ist. Das Wesen eines Hundes ist breiter gefächert als die zugeschriebenen Rasseeigenschaften. Und die Einflüsse von Erziehung und/oder zufälligen Ereignissen auf Verhalten können gravierend sein.
- die üblicherweise den Mischlingen zugeschriebene Gesundheit ist ein Märchen
- die üblicherweise den Rassehunden zugeschriebene Gesundheit ist ein Märchen
- Hunde mögen in der Regel keine Städte, keine Menschenansammlungen, keine andere Straßenhunde...
- Hunde werden krank und brauchen fähige Veterinäre
- Hunde brauchen langfristig 15-18 Stunden Schlaf am Tag, um gesund zu bleiben
- Hunde wollen nicht lange alleine sein
- Hunde wollen viel fressen, was so rumliegt (und das ist in vielen Ländern nicht gesund für sie, evtl. tödlich)

usw. - usw.

Es gibt wirklich gute Hundepensionen, die kosten zwischen 40 und 50€ am Tag. Die sind schwer zu finden und langfristig ausgebucht. Aber eine gute Alternative für kurze Reisen.

Wenn Du noch Fragen hast, immer her damit.
Grüssle, Bärbel

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#22 Beitrag von davorngehtsweiter » 2019-01-09 22:57:35

:lol: :lol: :lol: :lol:

Andi... Lange hier nicht mehr so gelacht beim lesen. Und mich gefreut Ueber den unkomplizierten Text.

Der rote Faden ist so unendlich wunderbar:

Keks rein in den 4 beinigen Organismus und dann jet dat schon jut.

:totlach:

Sehr geil.

Vielen Dank an alle die mich hier in kürzester Zeit mit inhaltlich tollen Beiträgen von wissen Null auf "wissen was zu bedenken ist"
Gehievt haben.

Wir/ich rasen bisher im. Hoechsttempo durch Europa und bauen den LKW ja nun gerade für AUSSERHALB Europas und wollte dort langsamer und entspannt mit Hund reisen.

Anscheinend genau falsch rum. Vermutlich hat sich das dann erledigt.... Schade....
Wirklich schade...


Gogomobil hat geschrieben:
2019-01-09 18:43:52
Bei der Hundewahl muss man vor allem 2 Dinge unterscheiden, zum einen eine (gewisse) Vorauswahlmöglichkeit und dann individuelle Eigenheiten.
Das heißt z.B. niemals einen Jagdhund wählen! Es gibt da zu unterscheiden Jagdhundrassen und echte Jagdhunde die auf die Jagdeigenschaften gezüchtet wurden. Was nützt ein Hund der dann hinter jedem Erdhörnchen her ist oder Hühner, Schafe Kanikel jagen aufner Reise wo man vom Platz wieder weg will? und nein die lassen sich wenn sie Passion haben nicht abrufen! Also echte Jagdhunde aus entsprechender Zucht geht nicht, Jagdhundrassen aus "normaler/ziviler Zucht" na ja, ein Retriever oder Labrador mag gehen der "bringt" ja nur, aber ein Dackel oder Terrier die dann jeden oder nur da und dort nen Ratten-, Dachs- ... Bau inspizieren und im Extremfall ausgebuddelt werden müssen, ne muss auf Reisen nicht sein. Gilt ebenso für Stöberhunde, Windhunde....
Also erkundigen was die Rasse für Eigenschaften hat, nicht zu klein wählen und fürs eventuelle heben nicht zu schwer. Zu leicht ist auch nix, Abschreckung ist der beste Schutz und schwarz schreckt noch mehr, ist aber wegen/bei Hitze schlecht

Zweiter Punkt was der Bauer nicht kennt frisst er nicht gilt auch für Hunde. Den Welpen schon die erste Fahrt angenehm genießen lassen, nach hupen, Lärm... einen Keks reindrücken, zwischendurch anhalten spielen dann liebt er den Wagen. Mit Training kann man viel erreichen aber die individuelle Mentalität ist das Wichtigste - auch und gerade was Aufpassen, Kläffen usw. angeht. Da steckt man nicht drin, kann aber durch Fehler im Welpenalter viel versauen (Trauma durch Türknallen, Zugrappel und dann mit dem ängstlichen Tier kuscheln und es so in der Angst bestätigen statt z.B ignorieren und danach - Keks rein war doch garnix. Hier machen gerade Anfänger die meisten Fehler. Ganz wichtig, auch Hunde haben ein Gedächtnis, die können sich sehr wohl an vergangene Schandtaten die sie angestellt haben erinnern (von wegen später darf man die nicht mehr strafen) aber eben auch an Situationen die sie meiden oder toll finden.
Haare, Pudel haaren nicht, müssen daher geschoren werden, Rassen wie Hoverward und andere haben keine/kaum Unterwolle erleichtert die Pflege. Kurzharige Hunde (Boxer) , die Stoppelhare stecken wie Nadeln in allen Textilien und Polstern :frust: , langhaarige Rassen lassen die Fusseln gern schön sichtbar obendrauf liegen :angry: , sieht schlimm aus ist aber dann doch viel leichter (doppelseitiges Klebeband etc.) wegzubekommen als die Nadelfilze. Kurzum egal welche Fusselspender die Haare muss man als "Stammwürze" einfach akzeptieren. Echte Nackthunde sind zu empfindlich und teuer und haben doch da und dort na? Haare!
Soweit die kurze Rasse & Reiseunabhängige Aufzählung meiner Meinung nach zu beachtender Dinge.
Gruß
andi

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meggmann
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#23 Beitrag von meggmann » 2019-01-10 8:19:07

Wir reisen mit einer Maremmen-Abruzzen Herdenschutzhündin. Für einen Anfänger (und die meisten langjährigen Hundebesitzer genauso) vollkommen ungeeignet. Sehr selbstständige Hunde, kein Kadavergehorsam, sehr mutig und bellen gerne. Und ja, so ein Hund schränkt ein wie jeder andere Mitfahrer auch. Bei uns passen aber die Einschränkungen zu unserem Reisetil (keine Städte, frei stehen, usw).
Ein Hund ist kein Gebrauchsgegenstand, den man sich für eine Reise zulegt wie einen Gaskocher sondern ein Lebewesen.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#24 Beitrag von franz_appa » 2019-01-10 10:03:01

Hallö
Ich stelle mal die Frage:
Würdest du auch ohne Idee einer längeren Reise, auf den Gedanken gekommen sein dir einen Hund zuzulegen??

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#25 Beitrag von OliverM » 2019-01-10 10:58:53

Nimm einfach einen Hund von einem gewerblichen und zertifizierten Hundetrainer. Da kann man eh nicht mehr verderben als es eh schon ist und braucht kein schlechtes Gewissen dem Tier gegenüber zu haben.

In diesem Sinne

Oliver
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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#26 Beitrag von Michaele532 » 2019-01-10 11:16:15

ich denke, dass ist der richtige Hund fuer dich:
https://us.aibo.com/

Micha
Hier mehr zu mir, Hanomag und dem Stammtisch:
https://hanomag.ce-mu.de/hano/michaele/hanomag_d/
Die Restauration von Hanne:
https://hanomag.ce-mu.de/hano/michaele/ ... resto.html

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#27 Beitrag von FamilieJacobs » 2019-01-10 13:28:55

Moin, wir haben 2 Labradore. Als wir noch zu viert waren war unser älterer oft mit auf Tour. Wunderbar. (Jetzt ists mit 5 Leuten ganz schön eng im Auto:-)
Er hat eigentlich fast alles gemacht was du anfangs beschrieben hast. Und war auch nicht böse drum ein paar Stunden bei Städtetrips im Auto zu bleiben.
Gruß CJ
Es grüßen Nicole, Ludwig, Ida, Freddy und Christian.

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#28 Beitrag von ami » 2019-01-11 1:11:47

OliverM hat geschrieben:
2019-01-10 10:58:53
Nimm einfach einen Hund von einem gewerblichen und zertifizierten Hundetrainer. Da kann man eh nicht mehr verderben als es eh schon ist und braucht kein schlechtes Gewissen dem Tier gegenüber zu haben.

In diesem Sinne

Oliver
Na ja, also so einfach ist das auch nicht, der Hundetrainer muss seine teure Ausbildung bei Martin Rütter gemacht haben und den Hund nach dessen Methoden konditioniert haben. :joke:

Mit Schrecken denke ich an seine TV-Filmchen. Aber er hat mit seinem Weg Millionen verdient und bereichert heute noch viele Talkshows (haben nur meistens nichts mit Hunden zu tun). :wack:

Nobody is perfect weder ein Hundetrainer noch ein Züchter, aber wenn der Welpe, junger oder alter Hund sich seine neuen Besitzer aussuchen kann, dann werden sie schnell ein Team.

Unser Yorky Gina hat am Abholtag auf 10 Kilometern Heimweg unsere Tochter und meine Frau 5 mal vollgekälbert. So 900 Gramm Hund haben wir innerhalb von 2 Tagen zu einem autoverrückten Vierbeiner gemacht. Wie? Wir hatten ihr eine Woche vor der Abholung eine Schlafdecke gebracht und die haben wir mit ins Auto genommen und darauf lag sie dann immer im Auto. Egal wer heute den Autoschlüssel in die Hand nimmt, er muss sie mitnehmen. Gina sollte nicht verkauft werden, aber weil sie uns ausgesucht hat, wurde sie abgegeben. :wub:

Da meine Frau nur europäische Länder bereisen möchte, fahre ich aussereuropäische längere Touren meistens alleine und ohne Hund, daher kann ich zu Problemen bei Grenzübertritten bis auf Kenia nichts sagen. Meine kenianischen Freunde haben sich bei uns zwei Yorkies ausgesucht und die sind mit dem Heimtierausweis ohne Quarantäne eingereist. Aber jeden Monat brauchen sie was gegen Herzwürmer, damit sie nicht davon befallen werden. Sie sind jetzt 10 Jahre alt, ein biblisches Alter für einen Hund in Kenia.

Ein für unsere europäischen Verhältnisse durchgeimpfter und versorgter Hund, muss in jedem neuen aussereuropäischem Land an die dortigen Verhältnisse medizinisch angepasst werden. Das möchte ich keinem meiner Hunde antun, daher bleiben sie besser hier.

ami

P.S. Ganz vergessen, Gina hat danach nie wieder im Auto gekälbert. Neue Familie mit allem drum und dran, das war Aufregung pur.

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#29 Beitrag von Andy » 2019-01-11 7:49:23

Hmmm,

Einen Hund wollte ich nie mehr, mein vater hatte immer welche gehabt, ist nur arbeit und ärger.

Aber wie im richtigen leben kam es nach über 25 jahren ohne köter dazu, dass der Hund die Familie gefunden hat.

So was von nem pflegeleichtem mistviech hatt ich noch nie gehabt, er ist geschatzt jetzt 5 jahre alt, schmusig, hält stundenlang fahrt im mercur stand, ja der ist sogar so geilmauf die karre, dass man nur die tür aufmachen muss und er springt rein :D
Nachts passt er auf und meldet jede ungebetene person im umkreis von 15 meter, außer auf treffen, airgendwie weis er, dass es dort enger zu geht. Verträgt sich zu 90 prozent mit andern hunden und menschen, naja ich kann ja auch nicht jeden leiden ;) ,

Reisemöglichkeit ist aber nun eingeschränkt, einige länder wollen irgendwelche zertifikate oder anderes....

Rasse?

Weis keiner irgend nen komischen mischling

So denne
Andy
Kein Zaster aber zwei .. äh nee jetzt drei .........ups jetzt vier Laster - bald wieder nur drei-- jetzt sind nur noch zwei -- nu doch wieder drei :) .... und auf einmal sind es zwei;)--arrgh jetzt wieder drei--und es sind jetzt nur noch zwei---

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Re: welche Hunderasse für EXmo Reisen? Erfahrungen mit euren Lieben?

#30 Beitrag von Chriss71 » 2019-01-14 10:49:47

Hallo,
da wir ausschließlich mit Hund reisen, würde mich interessieren, in welchen Ländern die angesprochenen Probleme bestehen?
Europa, Marokko, Mauretanien, Senegal machen keine Probleme.
Wir haben damals bewusst ein 20Kg Hund genommen.
Nun zahlt es sich aus, da seine Gelenke geschont werden müssen. Ich kann ihn mal eben in den LKW, auf die Bank usw heben. Bei 60Kg sähe es anders aus.
Wir haben einen Bullterriermix. Sieht böse aus, hat keine Ahnung vom Beissen (seit 12 Jahren) macht gerne Sport, hält von Radfahren jedoch nicht viel. Hat kein Interesse am Jagen, pöbelt kaum, allgemein lieb und hörte gut.
Hier in Afrika sehe ich mehr Vorteile für einen Hund als gegen. Nur in Parks kommt man mit ihm nicht rein. Das ist schade.

Ich bin gespannt auf eure Auflistung, da wir ja auch leider bald vor der Frage stehen: Hund oder nicht?

Viele Grüße
Christian

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