Polarkreisüberquerung 02.2019

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Firemen007
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Polarkreisüberquerung 02.2019

#1 Beitrag von Firemen007 » 2018-12-04 18:13:07

Hallo,
Bei mir geht es ende Feb 2019 Richtung oberhalb des Polarkreises hin.
Fahre mit einem Iveco Deutz 90/16 noch mit Zwilling auf der Hinterache und im Gepäck Schneeketten für alle 4 bzw 6 Reifen.

Da mein Aufbau noch der "allte Rollo Aufbau der Feuerwehr ist und wir uns erst Ende 2019 Anfang 2020 einen Wohnkoffer zulegen, wurde der Innenraum mit
Holz und Dämmung versehen welches für 0€ im Internet zur Abholung angeboten wurde (warum geld ausgeben wenn der koffer eh nur 1 jahr benötigt wird).

Als Heizung im Aufbau ist eine Planar 44D und ein Holzoffen. In der Fahrerkabine (DoKa) ist die Übliche Standheizung der Feuerwehr Verbaut und voll funktionsfähig.

Allerdings Übernachten wir (Freundin, 2Hunde und ich) auch nur auf der Fahrt da hoch im Fzg und an sonsten in einer Miet-Unterkunft.

Hier mal ein paar Fragen an die Polarwinterfahrer.
- Ist es eigentlich von Nöten oder Sinnvoll sich eine Diesel-Therm einzubauen oder Reicht der Scandinavian Diesel aus?
- Luftgekühlter Deutz vorne die Luftzufuhr einschränken? - ja, - evtl, - auf keien Fall?
- Was ist sonst noch zu beachten, Tip's und Ideen ?

Gruß Jo

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pete
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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#2 Beitrag von pete » 2018-12-04 19:10:22

https://www.schwedenforum.com/threads/4311-winterdiesel
Hier ist von minus 50 Grad die Rede.
Vielleicht meldet sich @ „Micha der Kontrabass“ noch zum Thema.

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Wilmaaa
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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#3 Beitrag von Wilmaaa » 2018-12-04 19:56:07

Es gibt einige Threads, wie man sein Fahrzeug winterfest machen kann.
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#4 Beitrag von Firemen007 » 2018-12-04 20:30:36

Ja schon gesehen und viel Gelesen, Danke
Aber gibt es Speziell beim 90/16 Wintertechnisch was zu beachten?

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Pirx
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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#5 Beitrag von Pirx » 2018-12-04 20:34:49

Firemen007 hat geschrieben:
2018-12-04 18:13:07
Hier mal ein paar Fragen an die Polarwinterfahrer.
- Ist es eigentlich von Nöten oder Sinnvoll sich eine Diesel-Therm einzubauen oder Reicht der Scandinavian Diesel aus?
- Luftgekühlter Deutz vorne die Luftzufuhr einschränken? - ja, - evtl, - auf keien Fall?
- Was ist sonst noch zu beachten, Tip's und Ideen ?
1.) Ich hatte bei meiner Winterreise ans Nordkapp keine Heizung für den Dieselfilter oder die Dieselleitungen eingebaut. Mit dem im Norden erhältlichen Arctic-Diesel war das kein Problem.
2.) Zur Luftkühlung kann ich als Mercedesfahrer nichts sagen.
3.) Mein Reisebericht ist leider nach dem letzten Update der Forensoftware im Daten-Nirwana verschwunden. Da wären noch einige Tipps zu finden gewesen.

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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#6 Beitrag von yheesher » 2018-12-04 20:54:15

Moin Jo,

wo wollt ihr denn hin?

Wir werden auch im Februar nach Scandinavien fahren, und haben vorr. 4Wochen Zeit.
Das Wunschziel sind die Lofoten (Freunde besuchen), aber das wird unsere Tochter entscheiden. Mal sehen wie gut das mit der kleinen so läuft :-)

Wir wollen durch Schweden "zügig"gen Norden fahren, dann rüber nach Norwegen und in aller Gemütlichkeit zurück bummeln.

Kein fester PLan ist immernoch am schönsten.


Grüße
Jo

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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#7 Beitrag von Firemen007 » 2018-12-04 21:21:52

Servus Jo :D

Es geht von München aus nach Norden, Travemünde oder Rostock und dann mit der Fähre nach Trelleborg.
Dann über Göteborg recht rüber bis hoch zur Grenze nach Finnland und dort dann noch 100 -150 km oberhalb von Rovaniemi.
Genaue Daten hat meine Freundin, ich bin nur der Fahrer :D (Arbeitsteilung, der eine Plant der andere Fährt)Sie hat keinen Führerschein für ü3,5to :totlach: )

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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#8 Beitrag von yheesher » 2018-12-04 22:23:27

Heho,

uii, na das sind reichlich kilometer...
Wir werden ende Januar in Kiel losfahren, welche Fähre steht noch nicht fest. Aber dann auch Schwerden hoch.
Wir können ja mal locker in Kontakt bleiben wäre doch super in Schwerden ggf ein Stückchen zusammen zu fahren/ zu stehen.

Ach ja meine bisherige Wintererfahrung möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Oktober/November Mongolei: (-21°C) Scheißdiesel.
- Mit unsererm Vorkammer"Jauchepumpe"Diesel (Damals noch T3-Syncro) hatten wir auch bei -21°C keinerlei Problem. Der stink normale Serienfilter war so herlich grob, der hat alles brav durchgesaugt. ICh hatte allerdings auch bei den Temperaturen immer ca 3-5% Benzin (95OKT) mit im Tank. Probleme hatten wir mit der Dosierpumpe der Heizung, die anfangs noch außerhalb vom Fahrzeug war und den kalten Diesel "schlürfen" musste. Die hatte öfters mal ins leere gepumpt.
Ich hab dann einen 10Liter Kanister inklusive der Dosierpumpe in den Innenraum gestellt und siehe Warmer Diesel = zufriedene Heizung.

Februar Nordschweden -35°C Polardiesel /bzw Ein Fahrzeug mit Benzin
- Mit dem Polardiesel hatten wir überhaupt keine Probleme bis -35°C. Kälter war es nicht. Natürlich springt ein -35°C kalter Diesel nicht gerne an, aber das lag nicht am Sulz im Filter, sondern am alter der Glühkerzen/Motor. Der Benziner in unserer Truppe ist im übrigen die ersten minuten auch nicht ruhiger gelaufen. Nur besser angesprungen :joke: Dort hatten wir einen Bus dabei, der hatte überhaupt keine Standheizung und hat seinen Diesel schlicht einfach 14Tage laufen lassen. Streng nach dem Motto immernoch billiger als ein Hotelzimmer :rock:

Winterstraßen in Se und NO:
Alles an "normalen" Straßen (Forstwege, Waldwege und andere Experimente ausgenommen) sind i.d.R super geräumt ich war damals mit neuwertigen Nokian Winterreifen unterwegs und hatte überhaupt keine Probleme Halt alles etwas vorsichtiger, aber ließ sich entspannt fahren. Die Skandinavier salzen auch so gut wie nicht. Dort wird eher eine mit Sand überstreute Schneeoberfläche kultiviert. Skandinavien ist ja auch echt nicht aus der Welt, dort fahren die Leute auch mit Fiat Punto und Co. zu Ihren Verwandten.

Anstehende Updates an unserem G90
a) ich hab noch keine Ketten, und die sind dort über 3,5t Pflicht (Schleuderketten zählen nicht)
b) Da Die Wasserstandheizung im Rahmen verlegt ist werde ich, aus den Mongoleierfahrungen heraus, die Zuleitung, Vorfilter, und Dosierpumpe mit Heizdraht umwickeln und Wärmeisolieren.
c) Die Rücklaufleitung vom Motor wird wahlweise via Minikugelhahn direkt in den Vorlauf gelegt. Da wir 2x 400L Tanks haben würde die Rücklaufwärme vom Diesel sonst total im Tank verpuffen. Und so schleuse ich meinen Warmen Rücklaufdiesel direkt vorm Filter wieder mit ein.

Ihr habt natürlich mit dem Deutz kein Wasser, da wäre natürlich bei richtig kalten Temperaturen eine Standheizung die in die Kühlluft bläßt ganz nett.
ABER. Zwei richtig fitte Batterien sollten wohl auch reichen.Irgendwann kommt der schon.
Zur allergrößten Not einfach mit nem Dachpappebrenner die Zylinder bearbeiten. Haben ja schön viele Kühl-, Ähh in dem Fall Heizrippen :D

Aber vermutlich tankt man einfach Polardiesel vor Ort und alls läuft einfach.

Viele Grüße
Jo

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franz_appa
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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#9 Beitrag von franz_appa » 2018-12-04 23:03:00

Hi
Also beim 130er (gleicher Motor) wird ab Null Grad die Plastikschürze für den "Kühlergrill" angemahnt - in der Betriebsanleitung.
Das brauch man sicherlich nicht sooo eng zu sehen - aber hier war die Rede von -30 oder -40 Grad??

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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#10 Beitrag von matthiasbut » 2018-12-04 23:12:29

http://stronordic.com/information-2/winter-tyres/truck/
Reifentypen welche für Fahrzeuge über 3,5 t zugelassen sind.
Leider sind da meine Michelin xzt und xzy nicht aufgeführt.
Wir fahren nun Continental Scandinavia LD3 und haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Es gib auch eine Vorschrift, dass man 3 Schneeketten braucht.
Nicht 3 Paar sonder 3 Stück.
Gruss
Matthias

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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#11 Beitrag von seebaer » 2018-12-05 10:31:54

Servus Jo,
wir planen im März nach Östersund (Biathlon) zu fahren und dann den ganzen Sommer bis zum Herbst dort oben zu bleiben.
Wintererfahrungen für Skandinavien habe wir reichlich .Wir sind vor 10 Jahren bei -30° in Jockmock (Nordschweden) gestanden.
Winterdiesel ist dort kein Thema,aber die Kälte. Wir hatten damals einen Vario Kombi.Die Isolierung war auch nicht das Gelbe vom Ei.
Heißt: es ist eingefroren was einfrieren wollte. Sind dann notgedrungen zur Küste abgebogen, damit alles wieder auftauen konnte.
Diese Erfahrung konnte ich beim Ausbau unseres jetzigen Wohnmobils hervorragend nutzen. Wir waren jetzt 2 Jahre mit unserem Wohnmobil in den USA
und haben den Ersten Winter in Canada auch bei großer Kälte verbracht. Null Probleme.
Viele Grüße aus dem Chiemgau
Werner

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Ulf H
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Re: Polarkreisüberquerung 02.2019

#12 Beitrag von Ulf H » 2018-12-05 16:03:41

... man braucht erfahrungsgemäss mindestens einen Winter bis man damit umgehen kann, dann machts aber sehr viel Spaß ... mal sehen, ob ich im jetzt beginnenden Winter mal eine Polarnacht erwische ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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