Diesel in Kanistern

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chevyuser
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Diesel in Kanistern

#1 Beitrag von chevyuser » 2018-07-31 13:18:28

Hallo zusammen,
mich treibt eine simple Frage um:
Wieviel Diesel darf ich im Bereich der EU in Kanistern mitführen? Gilt dafür die gleiche Regelung wie für den privaten Kraftstofftransport in Europa?

Im Prinzip weiss ich als Bootsfahrer, dass beim Transport von Kraftstoff für den Verbrauch in nicht dem transportierenden Motorfahrzeug eine Begrenzung nicht existiert bzw. bis 600 oder sogar 1000 Liter erlaubt sind.
das gleiche gewerblich wenn ich Sprit für meinen Gabelstapler hole oder so.

Beim Grenzübertritt gibt's dann noch Freigrenzen um die jeweils eigenen Grenztankstellen zu schützen.(Marktwirtschaft lässt grüssen, Wettbewerb tot)

Jetzt ist die Frage ob das genauso zur Anwendung kommt wenn man im LKW im zertifizierten Feuerwehr Kanisterhalter 80l Diesel in 4 Kanistern mitnimmt.
Privat versteht sich. In der Wallachei fragt da natürlich keiner nach, aber irgendwie muss der Sprit da ja auch hin in besagte Gegend.
130 Liter reichen original ja auch für eine nette Reichweite, aber Reserve ist immer gut... Allemal besser als immer Sommerdiesel im Winter im 400l Tank zu haben :-)
Und erst die böse Dieselpest....
Spass beiseite, kennt ihr die entsprechenden Regelungen für innereuropäischen Verkehr incl. Schweiz?

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romain
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Re: Diesel in Kanistern

#2 Beitrag von romain » 2018-07-31 13:40:20

Luxemburg : NULL Liter als Reserve im Kanister. Toleriert sind 10 liter Benzin für den Rasenmäher, Motorsäge oder ähnliches. Wenns dann mal 20 Liter sein sollten drückt man normalerweise beide Augen zu.
Kontrolle? Ab und zu, meist nahe der Ostgrenzen
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Pingu
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Re: Diesel in Kanistern

#3 Beitrag von Pingu » 2018-07-31 13:41:09

Hier war letztens die Diskussion, dass die in Italien erlaubte mitgeführte Menge in Kanistern = 0 Liter, in Worten: Null Liter ist, wenn ich es richtig verstanden habe.

Also, nein: es gibt keine einheitliche Regelung und Du musst Dich für jedes Land einzeln informieren.

Thilo

Flammkuchenklaus
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Re: Diesel in Kanistern

#4 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2018-07-31 13:48:50

Beim Grenzübertritt gibt's dann noch Freigrenzen um die jeweils eigenen Grenztankstellen zu schützen.(Marktwirtschaft lässt grüssen, Wettbewerb tot)

Falsch hier geht es nicht um Wettbewerb

hier geht es um Steuern und Zölle, der jeweilige Staat will auch was haben....und beim Sprit nicht zu knapp

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CharlieOnTour
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Re: Diesel in Kanistern

#5 Beitrag von CharlieOnTour » 2018-07-31 14:39:45

Hallo,
ich bin jahrelang mit einer großen Batterie von Reservekanistern (4-5 á 20L) im G herum gefahren.
An Grenzübergängen hatte ich prinzipiell nur einen Kanister gefüllt. Damit gab es nie Probleme.
Kontrolliert wurde ich recht häufig, zu bemängeln gab es allerdings nie etwas.
In Norwegen darf man z.B. auch nur 10L einführen.
Mit einem früheren G-Modell wurde ich dort von einer mobilen Kontrolle kontrolliert und die 20L im Kanister haben niemanden gestört.

Auf deine Frage bezüglich der Schweiz: Auch dort bekamen die Zöllner bei jeder Kontrolle Schnappatmung beim Anblick meiner Kanister.
Erst das klopfen an selbigen hat sie wieder freundlich werden lassen.
Fazit: Mit 4 Kanistern würde ich nicht in die Schweiz fahren.

Beim LKW verkneife ich mir sogar den einen Kanister. Aus Bequemlichkeit. Ich kann tausende Kilometer mit den Tanks fahren, da sollte es doch wirklich nicht mehr auf die letzten 20 Liter ankommen. Deshalb habe ich am Laster zwar 2 Kanister montiert, diese aber noch nie befüllt gehabt.

Gruß
Chris

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Re: Diesel in Kanistern

#6 Beitrag von Gogomobil » 2018-07-31 18:33:50

Es kommt immer darauf an für was man den Sprit transportiert. Nach ADR-Regel wird Diesel mit 1 Punkt je Liter gerechnet und bis 1000 Punkte darf man ohne Gefahrgutschein transportieren. Die ADR-Regelung gilt aber nur für "Ladung" (=nicht fest mit dem Fahrzeug verbundene, ohne spezielles Werkzeug lösbare EInrichtungen), nicht für eingebaute, oder eingetragene Tanks an denen der Motor hängt. Reserve lose waren nach ADR 20l PKW und 60 l LKW, wobei das wiederum je nach Land eingeschränkt wurde bzw zu versteuern war (ebenso wie sie schon den normalen Tank per Stock ausgemessen und versteuert haben) Reservekanister und Reserve sollte aber nicht muss UN-Zulassung haben. Wenn du im Diesel Benzin für die Kettensäge mitnimmst sollte aber die Nummer drauf sein sowie Flammensymbol. Wenn Kontrolle könnte es sonst teuer werden, mussten wohl schon einige Forstleute mit Dieselpickup erfahren. Ist zwar idiotisch aber selbst ein dünner Kanister für Scheibenklar mit Nummer und Flammaufkleber wäre da besser gewesen und zulässig nach Gesetz als ein stabiler aber unbedruckter "Reservekanister" denn es war ja keine Reserve.
Dann gibts noch Behälter für Benzin (3 Pun kte maximal daher 333 l ohne ADR-Schein) mit bis 300 l oder eben bis 980 l aus Kuststoff oder Stahl "zugelassen zum sofortigen Verbrauch" auch Handwerkerregel genannt, d.h. du fährst damit zur Tanke machst den Kombi etc mit bis zu 980 l voll und tankst damit dann sofort reihum als Gartenbaubetrieb/Land/Forstwirt etc. Kleinbagger Generatoren, Pumpen usw. Damit darf man aber nicht wie in einem "Tank" längere Zeit Sprit lagern/abstellen.
Was nun internationale Gegebeheiten angeht, ja wir haben EU angebliche Harmonisierung und internationale Verträge wie ADR mit Gefahrgutvorschriften.... aber trotzdem ist es wichtig überall die Ausnahmen exakt zu kennen. Es ist sogesehen ja schon ein Wunder, dass der Diesel, Benzin und LPG wenigstens EU-weit einigermaßen einheitlicher Zusammensetzung sind, da kann man doch wenigstens beim Mitführen andere Regeln haben. Wobei ich ne Mengenbegrenzung außerhalb Betriebstank und den 20/60l als Reserve wegen der entgehenden Steuer heute im Zeitalter der eh anfallenden Maut auch nichtmehr verstehe.
Bisher habe ich beim Kanister immer den Benzinkocher oder Dieselheizer/Starklichtlampe dabeigehabt und dann war das gegessen denn auf die Frage wie die sonst betrieben werden sollten, etwa per Abschlauchen aus dem Tank?, war dann der Kanister OK.
Aufpassen auch gerade jetzt bei Grillzeit und Gasflaschen am Baumarkt: Flasche muss gesichert sein und ob leer oder voll ne Schutzkappe tragen. Wird sonst schnell teuer bis über 1000 EUR bei Kontrollen. Also Flasche lieber unsichtbar aber natürlich aus Eigenintresse verzurrt transportieren. LKW Anstreichen und mal eben 10 x 1l Verdünnung? Nee, 1-2,3 l ja bei mehr muss! das im zugelassenen Umkarton gelagert sein zum Transport, ähnliches gilt bei Farbe, Scheibenfrostschutz usw. selbst manche Reinigungsmittel sind Gefahrgut mit Sicherungspflicht usw - AUCH wenn die (zugelassenen, UN-Nummer und aktuelles Datum) Kanister leer aber nicht gespült sind! Da ist schon mancher Metzger reingefallen mit 10-20 Kanistern zum Entsorgen lose auf der Ladefläche und Kontrolle.
Kurzum Betriebsstoff ist Gefahrgut, als Reserve max 20/60 l vereinfacht mitzunehmen. Danach dann 1000 Punkte/Kleinmengenregel und dazu leider noch obendrauf die nationalen Gegebenheiten, sonst wärs ja zu einfach und nicht EU. Kurzum ghe davon aus dass du nie alles weist, sich das dauernd ändert, nur die Kontrolleuer das exakt und aktuell nachschlagen können etc. selbst veraltete Aufkleber wären ein Verstoß obwohl der Totenkopf oder die Flamme neu nur minimal anders aussieht... aber so isses halt leider ===> was auch bedeutet, meine Angaben oben können da und dort auch schon wieder veraltet sein, man aktualisiert halt nur das was man braucht zwischen den Schulungen :frust:
Gruß andi

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romain
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Re: Diesel in Kanistern

#7 Beitrag von romain » 2018-07-31 19:26:45

Gogomobil hat geschrieben:
2018-07-31 18:33:50

Dann gibts noch Behälter für Benzin (3 Pun kte maximal daher 333 l ohne ADR-Schein) mit bis 300 l oder eben bis 980 l aus Kuststoff oder Stahl "zugelassen zum sofortigen Verbrauch" auch Handwerkerregel genannt, d.h. du fährst damit zur Tanke machst den Kombi etc mit bis zu 980 l voll und tankst damit dann sofort reihum als Gartenbaubetrieb/Land/Forstwirt etc. Kleinbagger Generatoren, Pumpen usw. Damit darf man aber nicht wie in einem "Tank" längere Zeit Sprit lagern/abstellen.
Gruß andi
Da hat schon so mancher deutsche "Handwerker" noch bevor er wieder zurück über seine Grenze war, sehr teuer für sein im Ausland gekauften Sprit draufzahlen müssen (ohne den Sprit mit nach Hause nehmen zu können) . Ich wäre vorsichtig mit solchen Ratschlägen. 300 Liter auf der Ladefläche oder im Kofferraum ist bei uns nicht nur ein kleines Vergehen.
Gogomobil hat geschrieben:
2018-07-31 18:33:50

Was nun internationale Gegebeheiten angeht, ja wir haben EU angebliche Harmonisierung und internationale Verträge wie ADR mit Gefahrgutvorschriften.... aber trotzdem ist es wichtig überall die Ausnahmen exakt zu kennen. Es ist sogesehen ja schon ein Wunder, dass der Diesel, Benzin und LPG wenigstens EU-weit einigermaßen einheitlicher Zusammensetzung sind, da kann man doch wenigstens beim Mitführen andere Regeln haben. Wobei ich ne Mengenbegrenzung außerhalb Betriebstank und den 20/60l als Reserve wegen der entgehenden Steuer heute im Zeitalter der eh anfallenden Maut auch nichtmehr verstehe.

Gruß andi
Flammkuchenklaus hat es ja eigentlich vorhin schon auf den Punkt gebracht und es nützt nichts auf die EU zu hauen weil einem eine Harmonisierung mal passt und das andere mal fehlt sie einem. Europa hat 1951 mit der Gründung der Montanunion nunmal den Wunsch gehabt, enger zusammen zu rücken, eine Union zu bilden, miteinander zu handeln und zu reden, aber dass trotzdem jeder Staat seine eigene Unabhängigkeit, seinen Eigenarten und Identitäten behalten sollte.
Es geht neben Sicherheitsbedenken hauptsächlich um Steuergelder. Und da bleibt Europa nunmal ein Gebilde aus einzelnen Staaten. Genau wie zB die Strassenverkehrordnungen zwar harmonisiert sind, gibt es halt immer nationale Unterschiede die man Auch beachten muss. Manche Länder finden es nunmal bedenklich dass in einem Europa mit Tankstellen alle par km privat noch grössere Spritmengen umherkutschiert werden. Wenn man zwar voraussetzen sollte dass Besitzer der Führerscheinklassen C,D,E da etwas vorsichtiger handeln ist das nicht unbedingt gegeben.

Ein ADR Schein für privat Fahrten, und um privat geht es ja hier, finde ich nun auch ein wenig tricky wo dir im Ausland der jeweilige Hüter der Steuern und Akzisen schnell mal einen Punkt setzt.
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Re: Diesel in Kanistern

#8 Beitrag von Wilmaaa » 2018-07-31 19:28:52

romain hat geschrieben:
2018-07-31 19:26:45
es nützt nichts auf die EU zu hauen weil einem eine Harmonisierung mal passt und das andere mal fehlt sie einem.
Danke! :unwuerdig: :wub: :spiel:
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Re: Diesel in Kanistern

#9 Beitrag von Flood » 2018-07-31 21:47:26

Jetzt bin ich mal platt, weil ich seit mehr als vier Jahren mit 4 Kanistern a 20 Liter am Unimog außen in Europa auf- und abgefahren bin (Frankreich, Schweiz, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Albanien) plus Marokko - ohne dass irgendwer, irgendwann, irgendwie auch nur irgendetwas gesagt oder gemacht hätte...

Vor allem Schweiz: Da habe ich wegen der Schwerlastabgabe bzw. später der Bescheinigung zur Veteranen-Regelung (H-Kennz.) viermal lange und gemütlich direkt am Grenzposten gestanden...

Na, jetzt wo ich weiß, dass es deswegen Ärger geben kann, gibt es ihn dann wahrscheinlich auch...

Die Kanister sind auch voll - der Haupttank fasst nur 180 Liter, bei 22 L/100 km kommt man damit nicht sooo weit; da ist es schon beruhigend, eine Reserve zu haben.

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Re: Diesel in Kanistern

#10 Beitrag von Mark86 » 2018-07-31 22:00:35

Wilmaaa hat geschrieben:
2018-07-31 19:28:52
romain hat geschrieben:
2018-07-31 19:26:45
es nützt nichts auf die EU zu hauen weil einem eine Harmonisierung mal passt und das andere mal fehlt sie einem.
Danke! :unwuerdig: :wub: :spiel:
Danke 2
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Diesel in Kanistern

#11 Beitrag von Gogomobil » 2018-07-31 22:23:10

Da hat schon so mancher deutsche "Handwerker" noch bevor er wieder zurück über seine Grenze war, sehr teuer für sein im Ausland gekauften Sprit draufzahlen müssen (ohne den Sprit mit nach Hause nehmen zu können) . Ich wäre vorsichtig mit solchen Ratschlägen. 300 Liter auf der Ladefläche oder im Kofferraum ist bei uns nicht nur ein kleines Vergehen.

Ein ADR Schein für privat Fahrten, und um privat geht es ja hier, finde ich nun auch ein wenig tricky wo dir im Ausland der jeweilige Hüter der Steuern und Akzisen schnell mal einen Punkt setzt.
Also romain, es wäre /ist doch wohl einfach im WWW nachzusehen ob meine Angaben stimmen? Die ADR-Regel gibt es http://www.gefahrgutberatung.ch/downloa ... 20ADR_.pdf hier mit Bild und da in Schrift https://www.haufe.de/arbeitsschutz/arbe ... 82890.html
Und nirgendwo habe ich geschrieben dass das für Grenzübertritt =Sprittschmuggel gilt! Es geht um Brennstoffe und damit Gefahrgut und egal wo in Europa fällt das unter ADR, Punkt.
Das Dingens heißt eben Handwerkerregelung oder 1000 Punkte Regel deswegen darf sie aber doch jeder auch privat nutzen, so hatte ich auch geschrieben, die Aussage mit ADR Schein für Privatfahrten machen ist also Blödsinn - es sei denn du transportierst eben mehr Gefahrgut als die 1000 Punkte hergeben dann geht es auch privat NUR mit ADR Schein, Versender- und Begleitschein ausgeklappter Warntafel etc. Kein Hüter der Steuern und Co kann daran was ändern, denn du mußt die Mengen ja nicht über die Grenze bringen, allein innerstaatlich zu viel dabei (wie war das hier schon mit "..och die xyz l Diesel hätt ich dir abgenommen und verfahren"? Jo aber wie transportiert???) reicht aus ohne Schein , oder Begleitpapiere, ohne zugelassene Behälter usw. Das gibt Ticket und WeiterFahrverbot. Wie du das findest ist denen egal, das ist nunmal internationales (EU)Gefahrgutrecht für die Straße. Und ja vor allem wenn du in Gebiete fährts wos öfter solche Transporte gibt, Hafen mit Raff-inerie, Chemischen Werken...oder noch die alte Warntafel dran zwar eingeklappt aber z.B. nach Stuttgart rein fahren, kontrollieren die gerne und häufig auch Wagen die "nur" so Kanister außen haben oder aussehen als ob.
Dazu käme bei manchen hier auf Reisen noch (Gefahrgut-)Seerecht z.B. bei Fähren, oder Eisenbahn mit Sonderregelungen, was aber wohl zu weit führt.
Grund meiner Schreiberrei war der, dass hier nur und allein auf Zoll/Steuerrecht bei den Antworten abgehoben wurde, DAS ist aber beileibe nicht alles und unter Umständen bei Verstoß sogar noch der billige Fall.
Wenn mans weiß kann man die Gefahr wenigstens einschätzen, nur nie das Wissen zugeben, falls doch mal was auffliegt. Das wäre dann Vorsatz und straferhöhend wie es so schön heißt. Klappe halten, Anwalt machen lassen sonst wird es noch teurer. Allerdings gerade die 1000 Punkte sind ein Recht das man durchaus auch nutzen kann darf und bei Bedarf auch sollte! Und nochmal für Langsamversteher: Das alles geht um ADR-Gefahrgut, Zoll und Steuern sind ein gaanz anderer Fall!

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Re: Diesel in Kanistern

#12 Beitrag von Wilmaaa » 2018-07-31 23:27:06

Gogomobil hat geschrieben:
2018-07-31 22:23:10
Und nochmal für Langsamversteher
Das muss doch jetzt nicht sein... :cold:
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Re: Diesel in Kanistern

#13 Beitrag von romain » 2018-08-01 0:20:15

Der Langsamversteher kennt halt die Gegebenheiten vor Ort :angel:, sorry ich muss mich zurücknehmen, ich denke ich kenne sie. Wenn du es aber besser kennst hierzulande ,will ich dir das mal abnehmen.
Steht nicht im www, (die Spritgeschichten mit Kanistern und Tanks auf der Ladefläche) aber fast wöchentlich in der Zeitung :dry:
Die deutsche Handwerkerregel gilt also EU weit ? Ahaaaa. Wusste ich, und die lokalen Autoritäten bisher noch nicht.

Jeder tut nun mal wie er es nun halt mal möchte und beruft sich dann im Falle einer Kontrolle gerne auf seinen dann privaten genutzten ADR Schein. Es geht also nicht um Grenzübertritte, sorry ich habe allerdings das Thema verfehlt: ich habe nur berichtet was hier in der Grenzregion abläuft und bei einem kleinen Land ist man halt überall schnell an der Grenze. :blush: Die Frage habe ich dann wohl auch missverstanden wie es in den einzelnen EU Ländern, nicht in Deutschland, gehandhabt wird.
Ich berufe mich allerdings bei einer Kontrolle lieber nicht auf das www oder auf dich :angel: sondern beuge mein Haupt, im Falle wo ich gegen unsere oder anderswo auf landesspezifische Gesetze verstosse, vor dem Zoll oder der Polizei

Nichts für ungut und nutze deine Kentnnise ruhig EU weit aus.
Achja, zwischen privat Fahrt und Gefahrguttransport gibt es wohl einen klitzekleinen Unterschied
Und NEIN , ich habe nie einen ADR Schein gemacht, ich habe nur Führerscheinklasse C,D und E seit 1981
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Re: Diesel in Kanistern

#14 Beitrag von Mathias-Peter » 2018-08-01 1:57:37

Ich glaube, dass Thema war nicht ARD-Schein, sondern mit wieviel Diesel/Benzin in Kanistern ich um die Welt gondeln kann.

Liebe Grüße
Mathias

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Re: Diesel in Kanistern

#15 Beitrag von Pirx » 2018-08-01 7:22:13

Ist ja nicht so, daß wir das Thema noch nie gehabt hätten ...
:search:

viewtopic.php?f=17&t=68633
viewtopic.php?f=18&t=40144
viewtopic.php?f=18&t=23310
viewtopic.php?f=36&t=15683

Komischerweise laufen diese Threads immer sehr ähnlich ab ... :hacker:

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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Re: Diesel in Kanistern

#16 Beitrag von brummiwomo » 2018-08-01 7:32:56

mist, jetzt habe ich ein verständnisproblem.

in D darf ich privat doch bis zu 240l tansportieren. in kanistern, nicht größer als je 60l natürlich entsprechend der norm für kanister

siehe ADAC
https://www.adac.de/infotestrat/tanke ... ault.aspx

genauer:
https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/2830

als echte reserve hingegen kenne ich auch die 20/60-Regel für pkw/lkw

grüße
carsten
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Re: Diesel in Kanistern

#17 Beitrag von Gogomobil » 2018-08-01 9:18:23

Steuer und ADR haben nichts miteinander zu tun. ADR ist ein EUweit gültiges Vorschriftenwerk (Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route, deutsch: Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße), damit auch die darin enthaltenen Regeln. Da das Thema scheints doch zu kompliziert ist und einige es trotz der Belege besser wissen bin ich bei dem Thema hier raus.

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Re: Diesel in Kanistern

#18 Beitrag von happylandy » 2018-08-02 19:32:10

Achtung auch bei der Einreise NACH DEUTSCHLAND. Autos (vor allem Reisebusse und gewerbliche Fahrzeuge) werden an der Grenze zu Polen kontrolliert. Sind nicht serienmäßige Zusatztanks eingebaut muß der die Steuer nachgezahlt werden- das ist nicht wenig.
Ich kenn es aus erster Hand, IVECO mit 120L Zusatztank. Ca. 240 EURO Nachzahlung ...

Grüße
Martin

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