Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

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Unterwegs
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Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#1 Beitrag von Unterwegs » 2018-07-26 21:56:18

Hallo, ich wurde vor wenigen Tagen von einem Reisenden in Canada darauf hingewiesen, dass man nach 3 Jahren bei der Wiedereinführung des deutschen Wohnmobils Einfuhrumsatzsteuer bezahlen muss.

Hat da jemand weitere Informationen oder Erfahrungen dazu?
MfG Theomobil

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Ulf H
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#2 Beitrag von Ulf H » 2018-07-26 22:13:07

Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#3 Beitrag von Unterwegs » 2018-08-20 4:53:11

Hallo Ulf,

danke für Deinen Hinweis, aber da steht auch nichts was mir weiterhilft...

Ich habe beim Zollamt nachgesehen, und das gefunden:

Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat
:
Zoll und Steuern
:
Reisefreimengen
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Rückwaren

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Das Reisegepäck, das Sie mit in den Urlaub genommen haben, können Sie bei Ihrer Rückreise auch wieder einfuhrabgabenfrei zurückbringen. Zollrechtlich werden solche Waren als "Rückwaren" bezeichnet.
Beispiel

Nehmen Sie ein teures Fahrrad mit in Ihren Urlaub, so können Sie dieses Fahrrad auf Ihrer Rückreise einfuhrabgabenfrei wieder in die EU mitbringen. Haben Sie sich jedoch während Ihres Urlaubs in einem Drittland ein gleichwertiges Fahrrad gekauft, müssen Sie bei Ihrer Wiedereinreise in die EU Einfuhrabgaben zahlen, sofern die Reisefreigrenze überschritten ist.

Bei der Mitnahme von wertvollen persönlichen Gegenständen (z.B. Sportgeräte, Kameraausrüstung, Computer, Schmuck) empfiehlt es sich zur Vermeidung von Zweifeln über die Herkunft der Gegenstände und einer damit verbundenen Abgabenerhebung bei der Rückreise, einen Nachweis vorzulegen.
Dazu sollten Sie sich vor der Ausreise bei der Zollstelle einen sogenannten "Nämlichkeitsnachweis" (= Nachweis, dass der nämliche wertvolle persönliche Gegenstand zurückgebracht wird) ausstellen lassen.

Als Nämlichkeitsnachweis dient das Auskunftsblatt INF 3 für Rückwaren (Formular 0329 - nur im Vordruckhandel erhältlich) oder die Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung im Reiseverkehr (Formular 0330 - nur für die Wiedereinreise nach Deutschland). Das Auskunftsblatt INF 3 oder die Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung im Reiseverkehr wird vor der Ausreise bei jeder Zollstelle unter Vorführung der Waren ausgestellt.

Sie sollten die Gegenstände so genau beschreiben, dass eine Identifizierung bei der Rückreise problemlos möglich ist.
Hilfreich sind hierfür auch beispielsweise Fotos von Schmuck, Angabe des Modells und der Seriennummer von technischen Geräten. Alternativ können Sie bei Ihrer Wiedereinreise auch den ursprünglichen Kaufbeleg oder Schriftverkehr als Nachweis vorlegen, wenn der betroffene Gegenstand dort ausreichend bezeichnet ist und belegt, dass die Waren in der EU erworben wurden.
Hinweis

Bei Flugreisen müssen Sie sich also um den Nämlichkeitsnachweis kümmern, bevor Sie Ihr Gepäck aufgeben. Nach der Gepäckaufgabe kann Ihnen kein Nämlichkeitsnachweis mehr ausgestellt werden.


Für Ihr privates Fahrzeug benötigen Sie keinen speziellen Rückwarennachweis. Dieser ergibt sich bereits aus den Zulassungspapieren.


Der letzte Satz ist für mich entscheidend!!!

Falls jemand andere "persönliche Erfahrungen" gemacht hat, bitte gerne um Info.
MfG Theomobil

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#4 Beitrag von ingolf » 2018-08-20 6:57:51

Moin,
ich hab ja keine Ahnung aber warum hat das WoMo D verlassen?
Es war abgemeldet, nun wird es wieder angemeldet.
Mich hat auch keiner gefragt wo das Krad war als ich es nach 3 Jahren wieder angemeldet habe.
Grüße, Ingolf
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#5 Beitrag von OliverM » 2018-08-20 7:49:08

ingolf hat geschrieben:
2018-08-20 6:57:51
Moin,
ich hab ja keine Ahnung aber warum hat das WoMo D verlassen?
Es war abgemeldet, nun wird es wieder angemeldet.
Mich hat auch keiner gefragt wo das Krad war als ich es nach 3 Jahren wieder angemeldet habe.
Grüße, Ingolf
Naja Ingolf,
du musstest mit deiner Karre ja auch nicht von einer Fähre runter und an einer Zollkontrolle vorbei . Von daher ist das Qualitativ ein großer Unterschied.

Gruß

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#6 Beitrag von GeoFlo » 2018-08-20 9:31:15

Die Theorie steht hier http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle ... _node.html

Rechtlich handelt es sich beim Fahrzeug und den sonstigen ursprünglich aus der EU stammenden Gegenständen (Werkzeug, Computer, Kamera etc.) um Rückwaren. Deren Wiedereinfuhr in die EU ist nur dann steuerfrei, wenn sie innerhalb von 3 Jahren nach der Ausfuhr erfolgt. Es gibt zwar Ausnahmen von dieser Bedingung, aber die greifen hier nicht.

Das ist die Theorie. Wie das in der Praxis gehandhabt wird kann ich Dir leider nicht sagen. In der Tat mag es besser sein über Antwerpen oder Rotterdam (wieder) einzuführen. Denn der größte Batzen der möglichen Abgaben ist die Einfuhrumsatzsteuer, die in D zu zahlen wäre und welches Interesse sollten die Beamten in NL oder B haben, diese einzutreiben.

Ich würde mich bei Verschiffern und Forwardern mit einschlägigen Erfahrungen erkundigen.

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#7 Beitrag von buckdanny » 2018-08-20 9:38:19

na ja es fällt dann halt die Mehrwertsteuer in Belgien oder den Niederlande an
das Leben ist eher breit wie lang, und wir steh´n alle mittenmang!!

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#8 Beitrag von FSausS » 2018-08-20 10:19:04

Moin,
da steht doch ganz KLAR
Für Ihr privates Fahrzeug benötigen Sie keinen speziellen Rückwarennachweis. Dieser ergibt sich bereits aus den Zulassungspapieren.
Die Märchensteuer ist daher nur auf gewerblich angemeldete Fahrzeuge nach dieser Zeit zu entrichten da davon ausgegangen wird, dass ein Geschäftsfahrzeug auch im Ausland zu gewerblichen Zwecken genutzt wurde.
Im übrigen - Gewerbetreibende können sich die MwSt wiederholen bzw. gegenrechnen.
Anzumerken ist auch, dass Gewerbetreibende für das Fahrzeug u.U. beim Erwerb keine MwSt gezahlt haben.

Ich hab "damals" auch den Fehler gemacht und fahre seit dem mit einem abgemeldeten Fahrzeug durch die Weiten Afrikas. Wenn ich erneut ein (D)Fahrzeug für längere Zeit ausserhalb der EU nutzen wöllte, würde ich ein Saisonkennzeichen mit 1 Monat Laufzeit wählen. So bleibt das Fahrzeug "ordentlich" registriertund hat und hat die nötigen "Zulassungspapiere"!
Kostet zwar im Jahr einen Monat Steuern und Versicherung, aber dieser Vorteil wiegt viele Nachteile auf.
Moin,
ich hab ja keine Ahnung aber warum hat das WoMo D verlassen?
Es war abgemeldet, nun wird es wieder angemeldet.
Mich hat auch keiner gefragt wo das Krad war als ich es nach 3 Jahren wieder angemeldet habe.
Grüße, Ingolf
Ich frag ich mich grad wie man ein Fahrzeug nach 3 Jahren Abwesenheit wieder in D anmelden kann - ich gehe mal davon aus dass du HU gemacht hast nach der Rückkehr des Krades nach D - weil OHNE HU keine Anmeldung....?!

Grüßle Frank
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#9 Beitrag von GeoFlo » 2018-08-20 10:55:11

buckdanny hat geschrieben:
2018-08-20 9:38:19
na ja es fällt dann halt die Mehrwertsteuer in Belgien oder den Niederlande an
Nein. Für Fahrzeuge fällt Mehrwertsteuer in den Land an, in dem das Fahrzeug zugelassen wird und nich dort, wo es eingeführt wird.

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#10 Beitrag von buckdanny » 2018-08-20 11:05:39

Bei der Einfuhr gibt es keine Unterscheidung zwischen Privat und Gewerblich, und das die Umsatzsteuer für Fahrzeuge immer im Verbrauchsland anfällt(betrifft ja nur Privatkäufe) ist nur für Neufahrzeuge.
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#11 Beitrag von buckdanny » 2018-08-20 11:23:14

FSausS hat geschrieben:
2018-08-20 10:19:04
Moin,
da steht doch ganz KLAR
Für Ihr privates Fahrzeug benötigen Sie keinen speziellen Rückwarennachweis. Dieser ergibt sich bereits aus den Zulassungspapieren.
Die Märchensteuer ist daher nur auf gewerblich angemeldete Fahrzeuge nach dieser Zeit zu entrichten da davon ausgegangen wird, dass ein Geschäftsfahrzeug auch im Ausland zu gewerblichen Zwecken genutzt wurde.

Wieso sind nur gewerbliche Fahrzeuge zugelassen?

Bei der Einfuhrumsatzsteuer, im Anfall, gibt es keine Unterscheidung zwischen Privat und Gewerblich
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#12 Beitrag von Wesermann » 2018-08-20 12:37:06

Moin
mal ganz dumm gefragt,warum muss ich mit einem abgemeldeten Fahrzeug im Ausland her rum fahren ?Wäre es nicht besser mit einem in D- Land registriertem Fahrzeug unterwegs zu seien? Was spare ich dabei ausser der Steuer? Ich habe echt keine Ahnung,aber wenn ich hier so mit lese und das auch in anderen Tread`s ,scheint das nix als Unanehmlichkeiten zu geben .
Wie hoch ist den die Einfuhrsteuer.Ich habe jetzt nur mal meine Steuer gerechnet,das wäre für mich 2250€ in 3Jahren ,wenn ich von 19% E- Steuer ausgehe bei einem Wert von 20000€,
wären das 3800€ Einfuhrsteuer ,was habe ich da gespart ?
Vielleicht kann mir das jemand aus einander tüddeln.
Gruß Armin :angel:

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#13 Beitrag von Bahnhof » 2018-08-20 13:13:22

Die drei Jahres Regel hat nichts mit zugelassen oder abgemeldet zu tun


Du sparst ja nicht nur die Steuer, sondern auch die Versicherung

Bei einem Reisebudget von 1500€ pro Monat ist das schon nicht zu vernachlässigen

Der Gesetzgeber macht es dir ja auch denkbar einfach, einfach die Rubbelstelle im Schein und die Plakette am Nummernschild abrubbeln, schon kannst online dein Fahrzeug abmelden.
Wenn mal hinter Istanbul bist, versteht dass doch kein Mensch mehr, dass du mit entwertetem Schein und Nummernschild unterwegs bist

Rückreise, besonders über Land von Osten ist halt etwas heikler, hält aber viele nicht davon ab

Vorallem ohne h-Kennzeichen ist die Ersparnis in zwei oder drei Jahren schon beachtlich und du hast unterwegs ja keinerlei Nutzen, sondern nur Kosten


Gruß

Gruß

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#14 Beitrag von buckdanny » 2018-08-20 13:20:23

neben der Kfz-Steuer spart man sich Versicherung des Fahrzeug, gilt ja auch nicht weltweit, dann noch die HU und die SP

Fällig werden wenn nicht als Rückware abgefertigt wir, der Zoll 10% bei Womo, und die EUSt 19% entspricht der normalen Mehrwertsteuer

Die Abgaben bei der Einreise werden nach dem Wert berechnt, mal fiktiv Fahrzeugwert 50.000 € sind bei 10% 5.000 € die Berechnunggrundlage für die Steuer ist Fahrzeugwert + Zoll also 55.000€ macht 10.450 €

insgesamt wären das dann 15.450 €
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#15 Beitrag von GeoFlo » 2018-08-20 13:25:21

buckdanny hat geschrieben:
2018-08-20 11:05:39
... das die Umsatzsteuer für Fahrzeuge immer im Verbrauchsland anfällt(betrifft ja nur Privatkäufe) ist nur für Neufahrzeuge.
Stimmt. Hatte ich übersehen. Dann vielleicht besser nicht B oder NL da die Umsatzsteuer dort höher ist als in D.

Ich habe mir jetzt nochmal die einschlägigen Vorschriften angesehen und die Rechtslage ist klar: Fall die Wiedereinfuhr nach 3 Jahre erfolgt besteht keine Befreiung von Einfuhrabgaben (Zoll und Einfuhrumsatzsteuer). Dabei kann es meiner Ansicht nach auch keinen Unterschied machen, ob das Fahrzeug während des Auslandsaufenthalts in D zugelassen war oder nicht. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass eine fehlende Zulassung das Risiko einer Prüfung durch den Zoll erhöhen könnte.

Bleiben also nur die "besonderen Umstände". Hier wäre die Praxis interessant.

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#16 Beitrag von muecken_manni » 2018-08-25 11:25:53

Hallo Gemeinde.....
Das Einfuhrgesetz ist leider eindeutig: nach drei Jahren ausserhalb der EU ist die Rückwaren Option "abgelaufen"

So jetzt die eigene Erfahrung:

Nach fast genau zwei Jahren haben wir unseren Toyota , der im Mai 2015 mit Seabridge nach Halifax, Kanada, verschifft wurde, jetzt aus Montevideo, Uruguay kommend, in Hamburg abgeholt.

Vor uns war ein Kollege beim Zollschalter. Ebenso Fahrzeugabholung. Aber: Länger als drei Jahre weg. Das Fahrzeug wurde ihm nicht ausgehändigt.
Die Berechnung des Zoll plus Einfuhrsteuer war noch nicht fertig. Aber man bereitetet ihn schon auf ein Sümmchen vor, er musste wieder gehen....

Er war ziemlich geschockt.

Wir standen direkt hinter ihm, und konnten das Gespräch (mea culpa, Datenschutz), verfolgen !

Das war Ende Juni 2017.

Grüsse,

Manne

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#17 Beitrag von Puffi » 2018-08-26 9:28:56

Vielfach in allen möglichen Foren diskutiert, bis heute ungeklärt.

https://panamericanaforum.org/index.php?id=17172

Gruß Puffi
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#18 Beitrag von Puffi » 2018-08-26 9:32:16

"Freiheit beginnt wo Wege enden"

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#19 Beitrag von FSausS » 2018-08-26 10:05:12

Moin,
ist Ware=Handelsgut denn mit privatem/eigengenutztem Fahrzeug gleich zusetzen?
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#20 Beitrag von Puffi » 2018-08-26 11:14:48

FSausS hat geschrieben:
2018-08-26 10:05:12
Moin,
ist Ware=Handelsgut denn mit privatem/eigengenutztem Fahrzeug gleich zusetzen?
Grüßle Frank
Ware ist im Regelfall gewerblich, so würde ich das sehen.....

Bei Reisefahrzeugen müßte dann der ganze Plunder dann ja auch noch rückverzollt werden, nicht nur das Auto selbst. Die Fälle von denen man hört das es zu einer Wiedereinfuhrverzollung nach 3 Jahren kommt sind selten. Denke der Zoll wendet seine Paragraphen in diesen Fällen nicht korrekt an. Letztlich gilt es einmal genau zu klären was tatsächlich Sache ist, aber das heißt widerum schlafende Hunde wecken :eek:

Wer ganz sicher gehen will kann evtl. mit so einem Formular Streß und Nerven schonen.
https://www.logistik.marum.de/abwicklun ... 3-ruckware

Gruß Puffi
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#21 Beitrag von Bahnhof » 2018-08-26 12:07:30

Im Ernstfall hilft das doch alles nix

Wenn in Hamburg beim Zoll stehst und die wollen dass du dein Auto nochmal verzollst, dann hat man halt Pech gehabt und wird nicht drum rum kOmmen
Wenn der Zöllner grad sein sadistischen Tag hat und die Spiegelreflex, die Kühlbox und das Navi auch noch verzollen will, dann wirst auch da nicht drum rum kommen

Und wenn der Zoll seine Regeln falsch auslegt, dann hilft einem das auch nix, weil der Zoll ist halt nunmal der Zoll 😄
Wenn der Zoll Geld von dir will, dann nimmt er sich das einfach und da wird ratz fatz gepfändet wenn nicht kooperierst


Wer das Risiko möglichst ausschließen will, der muss halt auf dem Landweg zurück in die EU kommen

Gruß

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#22 Beitrag von Lassie » 2018-08-26 12:19:08

Hallo zusammen,

ich versuche das Thema zu verstehen, scheitere aber gerade an dem Begriff 'Ware' - das sind nach meinem Verständnis und Rechtsempfinden Sachen und Güter, die gewerblich, d.h. mit Gewinnerzielungsabsicht verkauft werden sollen. Meinen privaten Laster will aber nicht verkaufen, sondern damit rumfahren und drinnen wohnen. Also sind alle Diskussionen rund um 'Versteuerung von Waren' eigentlich unnötig, weil die rechtliche Voraussetzung nicht gegeben ist - oder sehe ich das falsch?!

Kleiner Hinweis: als wir nach 20 Jahren Leben und Arbeiten aus Asien mit unserem Umzugsgut (ein 40'-Container voll privatem Krempel) wieder nach D kamen, mussten wir zwar eine komplette Packliste, d.h. 278 Kartons und Packstücke mit detaillierter Aufstellung des Inhaltes, Volumen, Gewichtes und Wertes abgeben, haben aber - wenn ich es noch recht in Erinnerung habe - keine Einfuhrsteuer oder Zoll bezahlt, da eben unsere persönlichen Effekten keine Waren im rechtlichen Sinne sind, dh. nicht zum Verkauf bestimmt sind. Für die Transportversicherung musste der Wiederbeschaffungswert angeben werden. Da die Abwicklung eine große Spedition gemacht hat, bin ich mir nicht mehr ganz sicher, welche Formulare und Erklärungen abgegeben werden mussten.

Viele Grüße
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Erasmus von Rotterdam

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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#23 Beitrag von buckdanny » 2018-08-26 13:39:49

Lassie hat geschrieben:
2018-08-26 12:19:08
Hallo zusammen,

ich versuche das Thema zu verstehen, scheitere aber gerade an dem Begriff 'Ware' - das sind nach meinem Verständnis und Rechtsempfinden Sachen und Güter, die gewerblich, d.h. mit Gewinnerzielungsabsicht verkauft werden sollen. Meinen privaten Laster will aber nicht verkaufen, sondern damit rumfahren und drinnen wohnen. Also sind alle Diskussionen rund um 'Versteuerung von Waren' eigentlich unnötig, weil die rechtliche Voraussetzung nicht gegeben ist - oder sehe ich das falsch?!
Da steht dein Rechtsempfinden im Widerspruch zu so ziemlich allen Regelungen in Sachen Zoll auf dieser Welt. Ware sind einfach alle beweglichen Dinge plus, in Europa, der elektrische Strom, das ist in Sachen Zoll so selbstverständlich das es nicht mal definiert ist. Noch nie was für den Privaten Gebrauch in aussereuropäischen Ausland gekauft? Würde unter deine Definition fallen, und trotzdem ohne Probleme bezahlt
Andere Staaten sehen das auch so, warum das Carnet de Passage, warum die Fahrzeuge im Pass eingetragen, die Plicht nach einem Jahr das Fahrzeug auszuführen


Lassie hat geschrieben:
2018-08-26 12:19:08
Kleiner Hinweis: als wir nach 20 Jahren Leben und Arbeiten aus Asien mit unserem Umzugsgut (ein 40'-Container voll privatem Krempel) wieder nach D kamen, mussten wir zwar eine komplette Packliste, d.h. 278 Kartons und Packstücke mit detaillierter Aufstellung des Inhaltes, Volumen, Gewichtes und Wertes abgeben, haben aber - wenn ich es noch recht in Erinnerung habe - keine Einfuhrsteuer oder Zoll bezahlt, da eben unsere persönlichen Effekten keine Waren im rechtlichen Sinne sind, dh. nicht zum Verkauf bestimmt sind. Für die Transportversicherung musste der Wiederbeschaffungswert angeben werden. Da die Abwicklung eine große Spedition gemacht hat, bin ich mir nicht mehr ganz sicher, welche Formulare und Erklärungen abgegeben werden mussten.

Viele Grüße
Jürgen
Ja kein Zoll und keine Steuer weil es eine Befreiung von den Abgaben für Umzugsgut gibt. Wahrscheinlich habt Ihr Arbeitsverträge, Meldebestätigungen oder sonstige Nachweise über den Wohnsitz vorgelegt, und Ihr habt einen Bescheid bekommen das Ihr die Waren ein Jahr nicht verkaufen, nicht vermieten dürft.
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#24 Beitrag von buckdanny » 2018-08-26 13:47:36

Puffi hat geschrieben:
2018-08-26 11:14:48

Denke der Zoll wendet seine Paragraphen in diesen Fällen nicht korrekt an. Letztlich gilt es einmal genau zu klären was tatsächlich Sache ist, aber das heißt widerum schlafende Hunde wecken :eek:
Ne der Rest hatte einfach Glück, das es noch sowenige sind, und das es deswegen nicht im Bewusstsein der Zöllner ist bei jedem zu klären wann die Ausreise war.

Puffi hat geschrieben:
2018-08-26 11:14:48
Wer ganz sicher gehen will kann evtl. mit so einem Formular Streß und Nerven schonen.
https://www.logistik.marum.de/abwicklun ... 3-ruckware

Gruß Puffi
Das INF3 ist kontraproduktiv es dokumentiert ja sozusagen das man über den 3 Jahren liegt, man stösst ja den Abfertigungsbeamten direkt auf die Problematik
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Unterwegs
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#25 Beitrag von Unterwegs » 2018-09-30 15:58:57

Nach mehrmaligem Kontak mit dem sehr hilfsbereiten Zoll in Deutschland habe ich, zumindest für mich, jetzt Klarheit geschaffen:

Nach 38 Monaten „außerhalb“ der EU fällt bei der Einreise Zoll und Steuern an!

Hier die entscheidende Antwort des Zoll:

Sehr Sehr geehrter Herr Hxxn,

leider muss ich Ihnen bestätigen, dass Sie in beiden beschriebenen Fällen bei der Wiedereinfuhr des Wohnmobils Einfuhrabgaben entrichten müssen – auch wenn das Wohnmobil „persönliches Eigentum, in Deutschland angemeldet und versichert“ ist.

Sowohl beim Verschiffen nach Kanada als auch beim Verlassen des letzten Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU) auf dem Landweg – z. B. über Polen, Lettland etc. – handelt es sich aus zollrechtlicher Sicht um eine Ausfuhr aus der EU.


Wenn das Wohnmobil 38 Monate außerhalb der EU bleibt, ist es keine Unionsware mehr und muss daher bei der Wiedereinreise als Nicht-Unionsware angemeldet und verzollt/versteuert werden.

Soweit die vorstehende Antwort fachliche Ausführungen enthält, sind diese aus rechtlichen Gründen unverbindlich.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag


Generalzolldirektion
Zentrale Auskunft

Dresden


Verstehen und nachvollziehen kann ich das zwar nicht, aber so ist die Rechtslage!

Allzeit gute Fahrt und immer rechtzeitige „Heimkehr“
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#26 Beitrag von Aarlon » 2018-09-30 16:59:11

Kannst Du Dir denn bei der "Ausfuhr" dann auch die Umsatzsteuer und Zoll erstatten lassen? Das könnte ne Plusnummer werden, denn vor 38 Monaten hatte das Mobil noch mehr Wert, als bei der Einfuhr 38 Monate später. Daher müsste die Ausfuhrerstattung höher sein, als die Einfuhrabgaben.

afrimog
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Re: Wiedereinreise mit WoMo nach mehr als 3 Jahren

#27 Beitrag von afrimog » 2018-09-30 17:16:54

Hallo,

Nach 20 Jahren Afrika über Hamburg ganz normal durch den Zoll, aber mit Carnet de Passage ohne Probleme.

Lieben Gruß
Rainer

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