Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

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wischulte
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Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#1 Beitrag von wischulte » 2018-05-19 21:24:53

Hallo,

mein 1017 A befindet sich auf dem Weg nach Halifax. Habe im Forum gelesen, dass es Sinn macht oder sogar notwendig ist, Additive beim Dieseltanken hinzuzufügen.
Meine Frage an erfahrene Nordamerika Reisende: Welches Mittel kaufe ich und welche Dosis ist sinnvoll? Gibt es Unterschiede zwischen Kanada und USA?
Freue mich über Infos zu diesem Thema!

Gruß
Wilhelm
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Donnerlaster
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#2 Beitrag von Donnerlaster » 2018-05-20 0:23:46

Frage: warum soll das Sinn machen und notwendig sein?

Ich habe jetzt ca. 2000 km hier in Kanada gefahren und noch läuft das Auto ohne Probleme.

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DB Canada
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#3 Beitrag von DB Canada » 2018-05-20 6:06:13

Kann dem vorherigen author nur beipflichten , fahre seit ueber 30 jahren hier dieselfahrzeuge aller groessen sowie baumaschinen und halte das fuer schwachsinn , ab october ist bei allen zulieferern hier automatisch auf winterdiesel umgestellt .nie auch im tiefsten winter probleme gehabt.
Gruss aus BC

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#4 Beitrag von Itchywheels » 2018-05-20 17:49:22

Ich habe in Kanada immer Zweitaktöl beigemischt - mir war das Risiko zu groß - ich las im Vorfeld der Reise einige Berichte über geschrottete ESP. Als wir dann in der Rockys ein Problem hatten und wir eine Dieselfirma mit Spezialwerkzeug brauchten (hatte nix mit Treibstoff zu tun, uns war der Kaltstartregler in der ESP gebrochen) - zeigte mit der Besitzer einige geschrottete ESP - zurückzuführen auf Diesel mit einer sehr geringen Eingenschmierung. Er empfahl uns dann bei jeder 2. Tankung einen Zusatz mit in den Tank zu kippen. Das haben wir dann auch getan.
Aber, es handelte sich bei den berichteten Schäden und bei den Pumpen die ich in der Dieselbude sah immer um Verteiler ESP - von Reihen ESP ist mir bislang kein Schaden bekannt.

Gruß
Rico
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#5 Beitrag von sri-lanka » 2018-05-20 18:25:27

Was ist denn in Canada am Diesel so derartig anders, als in Europa?
Dass der Diesel nicht überall auf der Welt gleich gut ist, dies ist mir klar.
Canada ist doch kein Land, ich sag mal so, in welchem gepanschter Diesel aus Fässern am Strassenrand verkauft wird und an der Tankstelle nicht mit Sicherheit weis, was man bekommt. (Beispiel).

Da fahren bei ca. 36 Mill. Einwohnern doch sicherlich einige, auch alte Diesel-Fahrzeuge herum. Müssen die alle Öl beimischen?
Ich war noch nie mit dem eigenen Fz. in Canada, darum meine Frage.

Grüsse

Werner

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#6 Beitrag von Itchywheels » 2018-05-20 18:38:27

Nein nein - da ist nichts gepascht - der Diesel ist einfach zu „trocken“ - er schmiert nicht richtig. Hängt wohl am Sulfatgehalt.
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#7 Beitrag von Puffi » 2018-05-21 10:14:28

Vielleicht passend zum Thema dieser Link...

https://www.offroad-travelers.com/2017/ ... d-den-usa/


Gruß Puffi
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Pirx
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#8 Beitrag von Pirx » 2018-05-21 11:31:07

Puffi hat geschrieben:
2018-05-21 10:14:28
Vielleicht passend zum Thema dieser Link...

https://www.offroad-travelers.com/2017/ ... d-den-usa/


Gruß Puffi
In dem verlinkten Text wird aber einiges durcheinander gewürfelt! Der niedrige Schwefelgehalt ("low sulphur diesel") liegt auf dem selben Wert wie bei uns in Europa und hat mit dem Problem nichts zu tun. Es geht ausschließlich um die niedrige Cetanzahl.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#9 Beitrag von romain » 2018-05-21 12:20:33

Könnte es daran liegen dass in den USA nicht überall alle Tankstellen sagen wir mal "anständigen" Diesel verkaufen. Es gibt da immer noch 3 oder 4 Staaten der lower 48, und dies im Nordwesten glaub ich, die nicht der "50 States Emission Control" unterliegen. Diese Einstellung der Software kostet beim Auto ungefähr 10 PS Leistung und steht bei einigen Herstellern mit rund 180 Dollar in der Zubehörliste. (War bei meinem vorigen Toyota der Fall) In Bundesstaaten wo die Norm nicht so streng ausgelegt ist verzichten die Käufer gerne schon mal auf diese Option
An grossen Tankstellen an den Interstates wo alle Trucks tanken, wird das Problem wohl nicht liegen, aber auf kleinere Routen könnte man da schon *schlechteren* Diesel mit mehr als 50 ppm Schwefel erwischen, Auch wenn Canada und USA global unter 15 ppm (Euro6) geführt werden.
Verträgt ein Euro 6 Atego zb einen anständigen Schuss Oel? Bei Euro 2 oder 3 ist das kein Problem, da wir früher im Winter immer Benzin plus 2Takt Oel beigemischt haben, aber alles über Euro5 ?

Rico, der Franzose dem du in Nevada oder Nordkalifornien geholfen hast brauchte schlussendlich auch eine neue ESP

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#10 Beitrag von erongo » 2018-05-21 17:22:54

Es geht um den für alte Fahrzeuge (wie den 1017) zu niedrigen Schwefelgehalt im Diesel. Schwefel hat nämlich durchaus positive Eigenschaften, z. B. das Schmierverhalten:
Schwefel hat aber auch eine positive Eigenschaft: das Schmierverhalten. Schwefelfreie Dieselkraftstoffe müssen durch besondere Additive (Lubrifier) so verbessert werden, dass die empfindlichen, kraftstoffgeschmierten Bauteile in den Einspritzanlagen moderner Dieselmotoren (Elektro-Kraftstoffpumpen, Hochdruckpumpen oder Pumpe-Düse-Einheiten, Injektoren) leicht und reibungsfrei arbeiten können. Durch die Beimischung von Pflanzenölmethylestern (Biodiesel) zum schwefelfreien, mineralischen Dieselkraftstoff hat sich das Schmierverhalten ganz beträchtlich verbessert und ist der Einsatz dieser Lubrifier ist seitdem geringer.
(Zitat Aral)

Von Optilub, Liqiud Moly o. ä. gibt es entsprechende Zusätze. Wenn man sich für deren Einsatz entscheidet sollte man das aber konsequenterweise auch hier in Europa tun. Das Problem ist hier dasselbe wie in Nordamerika ...

Ulli

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#11 Beitrag von Puffi » 2018-05-21 19:55:12

"Freiheit beginnt wo Wege enden"

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#12 Beitrag von JoSuPa » 2018-05-21 23:09:00

@Puffi, guter link, danke
Gruss John

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#13 Beitrag von Hilux2011 » 2018-05-22 16:19:46

Hallo,
bei jedem Canadian Tire (ähnlich ATU/Obi hier) oder auch beim WalMart bekommst du ein Diesel-Additiv im 5l-Gebinde, in den USA als Gallone. Der heißt " Power Service Diesel Kleen & Cetane Boost"

http://www.canadiantire.ca/en/pdp/power ... 0766p.html

Diesen einfach bei jedem Tanken dazugeben. Die genaue Dosierung steht leider nirgends, ich habe mir ausgerechnet, dass ich ca +-200ml in meinen 80l (Hilux-)Tank schütten muss. Das hat super geklappt. Fahre seitdem hier auch immer mit einem liquimoly-Dieseladditiv.

Habe bei Baltimore einen Holländer mit Fiat Ducato-Wohnmobil getroffen, der nach ca 20.000Km ohne Dieseladditiv tatsächlich Probleme hatte (aufleuchtende Kontrollleuchten usw.), der hatte noch nie was von Diesel-Additiv gehört

Liebe Grüße
Fabian (mit HIlux/Ortec Minicamp)

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#14 Beitrag von WomIng » 2018-05-23 11:33:38

wischulte hat geschrieben:
2018-05-19 21:24:53
mein 1017 A befindet sich auf dem Weg nach Halifax. Habe im Forum gelesen, dass es Sinn macht oder sogar notwendig ist, Additive beim Dieseltanken hinzuzufügen.
unser Trecker ist ebenfalls gerade auf dem Weg nach Halifax (Atlanfic star).

Wir waren 2012 ca 52*000km in Nord-Amika herum gefahren, mal mit mal ohne Cetan-booster.

Es gab in CDN 2 Dieselsorten: #1 u #2
was den Unterschied technisch ausmacht konnte ich (trotz vieler Fragen) nie heraus finden.
Wahrscheinlich gibt es keinen, es ist dort wohl ähnlich wie in D mit dem
preisgünstigeren Landwirtschafts-Diesel.

Mein resumee:
je höher der Motor gezüchtet (150 PS aus 2 ltr Hubraum) ist desto eher benötigt man Cetan-booster.
Je älter die Motorbaureihe desto unnötiger der Cetan-Booster

Cetan-booster hatte jeder WalMart-Superstore.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#15 Beitrag von siegerland » 2018-05-23 11:38:37

Informationen des Mineralölverbandes Kanadas:

https://retail.petro-canada.ca/en/independent/2060.aspx

3. How is diesel fuel classified?
Diesel fuel is usually classified as
Seasonal diesel fuel: Type B or Number 2 - the most commonly used diesel fuel.
Light diesel fuels: Type A or Number 1, for special applications.
Recently, diesel fuel has also been classified by sulphur content: ultra low sulphur, low sulphur diesel and regular sulphur diesel.
Der Zufall geht Wege, da kommt die Absicht gar nicht hin
---
http://ln2-forum.de/

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#16 Beitrag von WomIng » 2018-05-23 12:44:08

Puffi hat geschrieben:
2018-05-21 19:55:12
Gut erklärt in diesem Link....
https://matsch-und-piste.de/der-diesel- ... -losungen/
bis auf einen Punkt:

4-Takt-motoröl in den Diesel schütten ist mE ein absolutes NoNo !

4-Takt-motoröl ist insbesondere darauf ausgelegt, nicht mit zu verbrennen,
das Zeug kann sich dann an den Injektoren festkleben.

Hingegen könnte 2-Takt-motoröl sinnvoll sein, da es ausgelegt ist, möglichst sauber zu verbrennen.
Ich habe da aber zweifel, da das Zeug die Viskosität etwas erhöht (u den CetanWert reduziert).
Und damit kann es Probleme machen, mit 2000 Bar durch die (noch feineren)
Düsen bei common-rails gepresst zu werden.

Bei alten Vorkammer-Dieseln ist es aber mW sinnvoll.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#17 Beitrag von Seapilot » 2018-05-23 15:28:49

Schon lustig, kein Euro 5 oder 6 Laster kaufen um auf Weltreise keine Probleme zu bekommen. Dann aber nicht nach USA ode Kanada, weil da die alten Diesel Probleme wegen schwefelfreiem Sprit bekommen. Und den neuen fehlt die nötige Cetanzahl um ordentlich zu verbrennen. Gibt es außer Vielstoffmotoren welche die überall funktionieren?

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#18 Beitrag von Pirx » 2018-05-23 17:28:26

Seapilot hat geschrieben:
2018-05-23 15:28:49
Schon lustig, kein Euro 5 oder 6 Laster kaufen um auf Weltreise keine Probleme zu bekommen. Dann aber nicht nach USA ode Kanada, weil da die alten Diesel Probleme wegen schwefelfreiem Sprit bekommen. Und den neuen fehlt die nötige Cetanzahl um ordentlich zu verbrennen. Gibt es außer Vielstoffmotoren welche die überall funktionieren?
Alte Dieselmotoren haben keine Probleme mit schwefelfreiem Diesel. Neue Dieselmotoren haben dagegen Probleme, den schwefelhaltigen Diesel gern besuchter Reiseländer zu verdauen.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#19 Beitrag von Wombi » 2018-05-24 0:37:33

Hallo Willy,

Wie von Hilux 2011 geschrieben, ...Power Service Diesel Kleen & Cetane Boost" ist das Mittel der Wahl.
Dosierung nach nach 3 Jahren und 130.000 Km Erfahrung in USA und Canada , etwa 1 Kanne für 600 Liter und der Motor läuft deutlich ruhiger und ist durchzugfreudiger.
Für Sommer die silberne Kanne, für Minustemperaturen die weiße Kanne.
Vor etlichen Jahren war noch ein Dosierungsplan auf der Flasche .... jetzt nicht mehr.
Gibts bei Canadian Tire, bei Napa Auto Parts, bei WalMart, bei O Reily Auto Parts .... WalMart war am Billigsten.

Wir waren ja lange oben in Prudhoebay und nach einigen Gesprächen mit den Leuten von BP sagte man mir, die Cetanzahl liege in USA und Kanada teilweise bei 40 ... was also einer besseren Suppe entspricht.
Eine höherwertige Aufbereitung wäre zu kostspielig und ist in Nordamerika nicht gewollt.
Billig ist das Zauberwort.
Es gab regional große Unterschiede in der Spritqualität .... manchmal lief er super, manchmal trotz Zugabe noch unruhig.

Und BC/Canada war eine der schlimmsten Provinzen, was Spritqualität anbelangt.

Das geht soweit, daß der Motor unruhig zu sägen beginnt und klappert wie ne 10er Mutter in ner Coladose.
Uns wurde es empfohlen und wir haben es weiter empfohlen .... und jeder bestätigte die verbesserten Laufeigenschaften.

Ganz witzig ist, 2 Reisende meinten auch, so ein Mist .... unerklärlicherweise hatten beide nach gut 60.000 einen Motorschaden ... 1 X Mercedes Atego 1 X MAN 14.280, ich weiß aber nichts näheres darüber .... las es nur auf deren Homepage.

Egal wie, er läuft deutlich besser und der Schwefel, wie Pirx schon angemerkt hat, ist es nicht.

Ich versuchte immer, nicht mehr als 250 oder 300 Liter an einer Tanke zu bunkern und so der Gefahr aus dem Weg zu gehen einen vollen Tank mit Suppe zu haben.
Eine Garantie ist das aber auch nicht.

Soweit die von uns gemachten Erfahrungen.

Gruß nach nun 5 Jahren aus Costa Rica,

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#20 Beitrag von WomIng » 2018-05-24 0:41:45

Pirx hat geschrieben:
2018-05-23 17:28:26

Alte Dieselmotoren haben keine Probleme mit schwefelfreiem Diesel. Neue Dieselmotoren haben dagegen Probleme, den schwefelhaltigen Diesel gern besuchter Reiseländer zu verdauen.
vielleicht doch eher umgekehrt:

alte Dieselmotoren benötigten den Schwefel zur Schmierung der ES-Pumpe,
können also Probleme mit ULS-Diesel bekommen.

neue Dieselmotoren haben Probleme mit Schwefel wegen der Kats.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#21 Beitrag von Pirx » 2018-05-24 7:14:38

WomIng hat geschrieben:
2018-05-24 0:41:45
Pirx hat geschrieben:
2018-05-23 17:28:26

Alte Dieselmotoren haben keine Probleme mit schwefelfreiem Diesel. Neue Dieselmotoren haben dagegen Probleme, den schwefelhaltigen Diesel gern besuchter Reiseländer zu verdauen.
vielleicht doch eher umgekehrt:

alte Dieselmotoren benötigten den Schwefel zur Schmierung der ES-Pumpe,
können also Probleme mit ULS-Diesel bekommen.

neue Dieselmotoren haben Probleme mit Schwefel wegen der Kats.
Die Schmiereigenschaften des fehlenden Schwefels werden von der Raffinerie durch Additive ersetzt. Daher ist in der Schmierwirkung kein Unterschied.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#22 Beitrag von Seapilot » 2018-05-24 8:18:15

Pirx hat geschrieben:
2018-05-24 7:14:38
WomIng hat geschrieben:
2018-05-24 0:41:45
Pirx hat geschrieben:
2018-05-23 17:28:26

Alte Dieselmotoren haben keine Probleme mit schwefelfreiem Diesel. Neue Dieselmotoren haben dagegen Probleme, den schwefelhaltigen Diesel gern besuchter Reiseländer zu verdauen.
vielleicht doch eher umgekehrt:

alte Dieselmotoren benötigten den Schwefel zur Schmierung der ES-Pumpe,
können also Probleme mit ULS-Diesel bekommen.

neue Dieselmotoren haben Probleme mit Schwefel wegen der Kats.
Die Schmiereigenschaften des fehlenden Schwefels werden von der Raffinerie durch Additive ersetzt. Daher ist in der Schmierwirkung kein Unterschied.

Pirx
Das ist für hochwertige Brennstoffe sicher so, aber offensichtlich wird da schon übler Stoff produziert, ob die dann Additive zusetzen wage ich zu bezweifeln.

Knut

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#23 Beitrag von ADK-Fahrer » 2018-05-24 18:14:06

Im Zweifel ein ordentlicher Becher Zweitacktöl oder frisches Motorenöl in den Tank und die Pumpe läuft nicht trocken.
Ruß
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Es stimmt übrigens nicht, dass Teile die man dabei hat, nicht kaputt gehen.
Richtig ist dagegen, dass Probleme die man mit Bordmitteln beheben kann, keine Probleme sind!

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#24 Beitrag von wischulte » 2018-05-25 14:28:54

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Beiträge!
Sie und auch weitere private Mails haben mir sehr geholfen.
Ich fühle mich jetzt erheblich sicherer als vorher und werde ebenfalls ein Additiv in der richtigen Dosis einsetzen, Markentankstellen aufsuchen und ggf. nochmal berichten.

L.G. an alle

Wilhelm
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#25 Beitrag von wischulte » 2018-06-10 1:58:16

Hallo,

bin seit fast 2 Wochen in Canada, ca 1000 km weit gefahren und zur Zeit auf Neufundland.
Habe bei 'Canadian Tire' mein Additiv gefunden. Mein 1017A läuft damit gut, soweit ich das jetzt schon beurteilen kann.

Gruß
Wilhelm
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#26 Beitrag von Donnerlaster » 2018-06-12 19:20:43

Und wir haben jetzt knapp 5000 km runter (zur Zeit auf dem Labrador Highway) und fahren ohne Additiv - bisher absolut keine Probleme.
Seit St. John's fahren wir gemeinsam mit einem Atego, Euro 6 - der ebenfalls ohne Additiv und ohne Probleme (und ebenfalls knapp 5000 km in Kanada gefahren)

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#27 Beitrag von Wombi » 2018-06-17 18:11:10

Hallo,

Alle fahren ohne Probleme ..... bis das Problem da ist.

Ich würde es nicht riskieren .... und vor allem ... was hindert mich daran, wenn schon viele von dem Problem warnen ???

Gruß, Wombi
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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#28 Beitrag von Seapilot » 2018-06-17 18:51:20

Vielleicht nach dem Motto „ lernen durch leiden „ Ist jedem unbenommen seine eigenen Erfahrungen zu sammeln.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#29 Beitrag von Mark86 » 2018-06-18 10:34:40

Donnerlaster hat geschrieben:
2018-06-12 19:20:43
Und wir haben jetzt knapp 5000 km runter (zur Zeit auf dem Labrador Highway) und fahren ohne Additiv - bisher absolut keine Probleme.
Seit St. John's fahren wir gemeinsam mit einem Atego, Euro 6 - der ebenfalls ohne Additiv und ohne Probleme (und ebenfalls knapp 5000 km in Kanada gefahren)
Ich würde mir da auch keine Gedanken machen, vor allem nicht bei nem alten 1017...
Die Reiheneinspritzpumpe ist da mal generell Motorölgeschmiert und auch die Einspritzdüsen haben Einspritzdrücke von um 200 bar und sind doch eher Wurfpassung...
Die Autos dürfen sogar mit bis zu 30% Benzin gefahren werden, lt. MB im Winter, wo neue CR Eispritzsysteme schon Späne werfen...
Wenn man weis, wie son CR Einspritzsystem funktioniert, wie empfindlich da die Injektoren sind, und dass in ner Commen Rail Hochdruckpumpe Drücke bis 2200 bar erzeugt werden und da wirklich alles nur vom Diesel geschmiert wird, sorry, aber n Aditiv in nen 1017???
Durch die Einspritzsysteme kannst du alles durchjagen, egal ob Diesel, Diesel/Benzin oder Pflanzenöl...

Wenn n 1017 bei dem Sprit auseinander fällt, welches halbwegs moderne Auto soll denn dann damit funktionieren?
Ich würde garnix in den Tank kippen und einfach fahren.
Ich würde es nicht riskieren .... und vor allem ... was hindert mich daran, wenn schon viele von dem Problem warnen ???
Man kann auch Probleme erfinden, wo es keine gibt, um sich über Lösungen zu freuen für Probleme die eigentlich gar nicht da sind...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Diesel-Additive in Kanada und USA (1017 A)

#30 Beitrag von WomIng » 2018-06-19 23:57:42

Donnerlaster hat geschrieben:
2018-06-12 19:20:43
Und wir haben jetzt knapp 5000 km runter (zur Zeit auf dem Labrador Highway) und fahren ohne Additiv - bisher absolut keine Probleme.
wie schon zuvor dargestellt:

je älter und großvolumiger der Motor desto unwahrscheinlicher das Problem.
Vorkammerdieseln ist das wohl völlig egal.

Neuere Comonrail-DIesel mit ES-Drücken über 1500 Bar kann's aber treffen.

Bei unserem wurde es holperig nach ca 10'000km USA-Diesel.

Aber die Ford-werkstatt kannte das Problem und hatte uns Cetan-Booster empfohlen.

Nun mach ich den auch vorsorglich rein, kostet ca 2$ zusätzlich.

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