Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

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elmstop
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#31 Beitrag von elmstop » 2018-05-11 9:19:59

Hey Jörg, wer Dich kennt, weiß dass Du ein ganz sympathischer freundlicher und hilfsbereiter Mensch bist. Leider sind viele unserer Mitbürger nicht bereit Ihren ersten Eindruck zu revidieren. Sie sehen den großen teuren Laster und schon bist Du in der Schublade. Danach kannst Du machen was Du willst, Du kommst da nicht mehr raus. Ohnehin ist es schwierig wenn man in Deutschland zu einer Randgruppe gehört, und wenn es dann noch ein großer teurer stinkender und die Umwelt verseuchender Laster ist, hast Du verloren. Unser Jumbo ist Low Budget und trotzdem haben wir schon ähnliches erlebt. Mittlerweile ist es uns egal was die anderen sagen. Wir machen unser Ding.
Klingt egoistisch und ist es auch. Aber so what? Keiner kommt hier lebend raus, also lebt,liebt esst und trinkt und lasst es Euch gut gehen und fahrt alte Laster zum reisen oder auch nur zum Spaß. (frei nach Sir Anthony Hopkins).
Grüße vom Jumbo Team

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AL28
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#32 Beitrag von AL28 » 2018-05-11 9:49:26

Haha
Ist das jetzt die neue Sozial korrekte Art des Protzen ? " Helft mir mit meinen Überfluss umzugehen . " oder die Opferrolle " ICH kann doch nichts dafür das ihr so arme Würstchen seid " ! :lol: :lol:
Sollen wir jetzt ein Kreis bilden und eine Problemkerze anzünden , unser verhalten an die armen verfolgten und zu unrecht beneideten Bonzen überdenken ! :eek:
Ich schmeiß mich weg !!!!!! :lol: :lol: :lol: :lol:
Und nein ich habe kein schlechtes gewissen weil ich nicht viel habe . Und ja , bei manchen Sachen beneide ich euch Bonzen . Meistens nur kurz , den ihr habt Probleme dich ich mir nur schwer vorstellen kann . :idee: :angel: :lol:
Ich kann dich trösten . Wen wir am Lagerfeuer sitzen und du kommst dazu und wir schicken dich wieder weg , liegt nicht an deinen Reichtum sondern daran das du ein Arschloch bist . Wen du bleiben kannst bist du einfach in Ordnung , da sehen wir über den " MAKEL" Reichtum gerne und großzügig hinweg . Du bekommst genauso dein Bier und essen aus den großen Topf , ohne wie es von dir gewohnt ist erst mal dafür zu Löhnen .
Wen du ein Lagerfeuer hast und einer wie ich aus der Unterklasse kommt und setzt sich dazu und bleibt auch sitzen , dann nur weil du kein Arschloch bist und nicht weil du besser finanziell ausgestattet bist .
Die Ständigen Pleitegeier meiner Bevölkerungsschicht und die notorischen Geizhälse deiner Bevölkerungsschicht ( die komischerweise das genau gleich Ziel haben , sich durch zu schnorren ) , willst weder du an deinen Lagerfeuer haben , noch sind sie bei uns willkommen .
Ein Ansatz deinen Problem zu begegnen , wäre auch damit Aggressiv damit umzugehen .
Ein paar große Aufkleber im Sichtfeld , so das sie beim bestaunen deines Fahrbaren Palastes sofort in Auge springen , wären : " Deine Armut kotzt mich einfach an . " Besichtigung nur mit Bankauskunft " Ansprechkarten bitte am Schalter für fünf Euro das Stück lösen "
:joke: :lol: :lol: :lol: :lol:
Ich glaube es nicht !!
Probleme gibt es !
Gruß
Oli

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#33 Beitrag von meggmann » 2018-05-11 13:02:44

Es gibt ja auch so was wie selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn ich dauernd erwarte, dass andere neidisch auf mich sind empfinde ich das auch irgendwann so.
Und ja, es gibt viel Misgunst - aber manchmal ist es gar keine... alle mal etwas locker bleiben und sich nicht auf materielles reduzieren lassen (weder nach viel noch nach wenig).

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#34 Beitrag von Seapilot » 2018-05-11 14:10:25

Mal zur Abwechslung etwas Positives. In einem anderen Beitrag ging es darum welche Erfahrungen andere LKW Eigner mit parken in Wohngebieten gemacht haben. Da haben einige wirklich üble Erfahrungen mit ihren Nachbarn gemacht und mich schon vorgewarnt das es mir ähnlich ergehen dürfte. Nun seit einiger Zeit steht der Dicke nun in einer sog. „Besseren Wohngegend „ in einer Verkehrsberuhigten Straße. Bisher ohne Mecker der Nachbarschaft. Vor zwei Wochen hat sich der Generator wegen eines technischen Fehlers eigenständig gestartet. Der lief dann die ganze Nacht. Am Morgen des nächsten Tages bekam ich einen Anruf und ich erfuhr von dem Lärm. Da ich zu dem Zeitpunkt ca 300 km entfernt war musste ich erst etwas organisieren. Irgendwie habe ich es dann geschafft nach 12 Stunden Beschallung den Radaubruder zum Schweigen zu bringen.
Nun hatte ich erhebliche Bedenken ob der Toleranz meiner Nachbarn bezüglich weitern Parkens.
Nach meiner Ankunft dann die Runde gemacht und erklärt warum der Lärm entstanden ist und das Maßnahme getroffen wurde dies in Zukunft definitiv zu verhindern. Das alles verbunden mit einer Entschuldigung und einer Einladung in den nächsten Tagen zu Fassbier und Brezel.
Am folgenden Abend traf sich die Nachbarschaft bei mir. Alle, wirklich alle hegten keinen Groll sondern waren ehrlich angetan von dem Abend und auch von dem Lärmlaster. Im Gegenteil sie fanden es eine tolle Idee die Nachbarn auf die Art mal alle näher kennenzulernen.
Kein Neid und keine Missgunst

Knut

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#35 Beitrag von gunther11 » 2018-05-11 14:32:41

Mir war es immer ziemlich egal, was andere davon halten was ich und wie ich lebe.
Mal war es der Käfer, die Ente oder seltsamste WoMo-Umbauten, heute eben ein LKW. Wenn man rumrennt und jedem erklärt man hat 200.000+ Karre im Garten, dann gibt das ein Problem glaube ich. Wenn ich meine (deutlich günstigeren LKW) vor der Tür habe werde ich wohl öfters bestaunt, ab und an belächelt aber bis jetzt noch nie blöd-neidisch angemacht. Wenn ich den LKW (<7,5t) vor einem Haus parke, dann klingle ich da und frag ob es stört für 1-2 Nächte, bis dato noch nie eine Abfuhrt erhalten, dafür öfter nette Gespräche die oft in ein Angebot für Wasser oder Strom enden.

Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus...
Egal ob es um Neid geht, einen Parkplatz im Wohngebiet oder einen schönen Stellplatz in der Natur.

Meine Erfahrung mit dem einen oder anderen LKW-WoMo Eigentümer... die haben das Teil von einem HochglanzProspekt Laden als Statussymbol gekauft, da sind dann Probleme vorprogrammiert. Die die selber Schrauben, was immer sie können (und teilweise noch mehr) haben das Problem eher nicht.

Allen ein stressfreies WE
Gunther
13.10.17 Fahrzeug mit Kabine da :-) getauft auf Lulatsch

Ich würde nie einem Club beitreten der Menschen aufnimmt wie mich.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#36 Beitrag von meggmann » 2018-05-11 16:29:35

Mit ein wenig Höflichkeit und Freundlichkeit kommt man eh weiter - wenn man vorher fragt sagen die meisten nicht nein. Wenn man sich einfach irgendwo "hinfläzt" kann das schon anders aussehen.
Nicht falsch verstehen, ich sage nicht man solle jedem in den Allerwertesten kriechen - aber mal freundlich fragen ob es ok ist wenn man da steht schadet doch auch nicht. Ist bisher überall sehr gut angekommen. Mit Alteisen wird man ja gerne zwischen cool, ein wenig verrückt, besonders, schrullig oder so in die Richtung "eingruppiert" - mit halbwegs vernünftigen Umgangsformen interessiert das aber niemanden wirklich länger. Und fast jeder fragt nach ein paar Minuten des Gesprächs, ob man damit in der Wüste war - scheint so die gängige Erwartung.

Gruß, Marcel
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#37 Beitrag von stonedigger » 2018-05-12 8:43:32

Hallo,

Ich denke hier kommen mehrere Faktoren zusammen:
1. Früher waren es eher die Lebenskünstler mit alternativem Lebensstil, die mit dem alten AL28 um die Welt gefahren sind. Kaum jemand hat sich so ein Teil als Alternative zu einem Hymer - Wohnmobil gekauft. Heute ist das anders: Man möchte sich vom Establishment durch ein cooles Mobil absetzen. Und heute kann das jeder: Man braucht kein technisches Geschick um sich einen coolen Laster vor die Tür zu stellen, sondern nur den Geldbeutel. Das ist so ähnlich, wie die Zugspitze hochzuwandern. Nur wenn man selbst hochläuft ist man stolz und kann den Blick als Ergebnis seiner eigenen Arbeit genießen. Daher werden sich auf den Treffen auch immer unterschiedliche Grüppchen bilden. Ich persönlich interessiere mich nicht die Bohne für ein nagelneues, gelecktes und v.a. komplett fremdgefertigtes Mobil. Wozu auch: Was will mir der Besitzer schon beibringen? Das führt dazu, dass man mit den Besitzern auch nicht ins Gespräch kommt und diese dann oft alleine vor ihrer 150€ Edelstahl-Feuerschale sitzen.

2. Tatsächlich ist der Mensch oberflächlich. Ich selbst habe Menschen früher oft nach Äußerlichkeiten beurteilt. Einen meiner besten Freunde hab ich in Tarnfleck kennengelernt und erst nach Wochen sind wir miteinander in Zivil eins trinken gegangen. Sagen wir mal so: Aufgrund seines Styles hätte ich ihn wohl nie angesprochen. Was möchte ich damit sagen: Man muss manchmal über seinen Schatten springen und darf nicht auf Grund von Äußerlichkeiten auf den Charakter schließen. Weder ist jeder Besitzer eines neuen LKW ein arroganter Bronze, noch jeder Fahrer eines alten LKW ein Hippie. Mir ist letztes Jahr in Egling ein Zeitgenosse mit einem alten, verranzten LKW über den Weg gelaufen, der nach alter deutscher Handtuchmentalität erst einmal klar gestellt hat, dass er ja noch für Freunde neben sich einen Platz besetzen müsse und er dann auch noch Platz für sein übergroßes Tarp bräuchte. Beim Aufstellen dieses Tarps kamen, dann noch ein toller Spruch, dass das Aufstellen ja auch ein paar Asylanten für ihn erledigen könnten. Eine Weisheit in diesem Zusammenhang: Dumme A.... Gibt es überall. Und von diesen muss man sich fernhalten. Wir sind dann weggefahren und standen neben einem echt freundlichen, coolen Juristen, der sich sicherlich mehr hätte leisten können, wie das Fahrzeug, dass er fuhr. Saint-Exupery: "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

3. Und noch mehr von Saint-Exupery: " Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse" Das gilt wohl in der heutigen Zeit v.a. auch für das geschrieben Wort insb. In diesem Forum. Schnell kann man hier etwas falsch auffassen und als Neid beurteilen, obwohl es gar nicht vom Verfasser so gemeint war. Und nach der Theorie der selbsterfüllenden Prophezeiungen empfindet der Besitzer eines 500.000 € Trucks, an dem er nichts gearbeitet hat und wohl auch nicht könnte es als Neid, obwohl es doch eher der eigene Komplex ist, der ihn ärgert.

Fazit: Macht Euch frei von Oberflächlichkeiten und nehmt Euch selbst nicht so wichtig!

SD

sunshine
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#38 Beitrag von sunshine » 2018-05-12 22:41:21

Vielleicht so als provokanten Gedankenanstoß vorab:
Neid muss man sich verdienen, Mitleid gibt`s gratis!
Früher hielten sie mich für arrogant, heute wissen sie, dass ich gut bin. :wack:

Vieles ist doch eine Frage des Blickwinkels und man wird schnell merken, egal welcher Inhalt von außen kommt, ob der Winkel von unten oder von oben eingerichtet ist.
Also lasst doch den meisten Menschen ihre Minderwertigkeitskomplexe und lächelt milde darüber! Freiheit löst immer Neid und Ablehnung oder Bewunderung aus, siehe schon Huckleberry Finn... (und der hatte nicht materiell mehr...)

Viel interessanter sind Leute, die materiell "mehr" haben und dennoch nicht ob dieses materiellen Reichtums beneidet werden. Mir fallen da Mick Jagger, Keith Richards etc. ein. Wer neidet ihnen das Geld?
Ich denke, diese Menschen haben ihren Stil und ziehen ihr Leben eben kompromisslos durch, also protzen sie nicht mit LKWs oder anderen Dingen. Diese gehören einfach gegebenenfalls zu ihnen.

Wenn du etwas wirklich lebst, fällt es, denke ich, anderen sehr schwer, dich deshalb zu diskriminieren. Sie werden dich eher bewundern!

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#39 Beitrag von Thomasito » 2018-05-14 13:27:21

Hallo LKW-Reisende

Für mich ist das keine Neid- oder Missgunst Debatte. Vielleicht werden hier einfach einige Erwartungen nicht erfüllt. Damit meine ich die Erwartungen einiger Leute, die mehr haben.
Die Mehrzahl jener, die mehr hat, hat ja diesen Zustand auch irgendwie angestrebt. Das unterstelle ich mal schlicht.
Daher versteht man das Leben in diesen Kreisen als allumfänglichen Geldsammel-Wettbewerb, an dem jeder Mensch grundsätzlich teilnimmt, und bei dem es darum geht als Sieger hervorgehen.
Erfolg ist ja auch irgendwie attraktiv und ein teures, schickes Expeditionsmobil repräsentiert wirksam die Zugehörigkeit zu den erlauchten Gewinnern.
Nun bleibt aber die Huldigung aus, die Sportler auf dem Treppchen oder Feldherren Hoch zu Ross nach gewonnener Schlacht zu teil wird..
In so einer Situation wird dann die Reserviertheit eines angetroffenen Minderbemittelten als Neid und Missgunst aufgefasst und es ist die Rede von "Diskriminierung".
Sollte das Vermögen zudem aus einer glanzvollen Industriekarriere stammen, spielt sicher auch die Abwesenheit der gewohnten Speichelleckerschaft eine Rolle, die den Weg nach oben säumten. Grinsende, nickende und unterwürfige Zustimmer finden sich eben leichter in Regelmeetings als am Campingplatz, am Lagerfeuer oder gar am Ende der Welt.

Reichtum möchte ich nicht verteufeln und ich gönne den Kerlen das. Auch handelt es sich dabei nicht grundsätzlich um Ar...löcher. Ich durfte da auch nette Kandidaten kennenlernen.
Ich erlaube mir aber, völlig losgelöst von allen materiellen Darbietungen, einen Menschen sympathisch zu finden, oder eben nicht.
Wenn mir Einer am Lagerfeuer erzählt, dass er zweistellige Millionenbeträge im Jahr verdient und davon ausgeht, dass ich ihn deswegen für einen tollen, interessanten Typen halte, dann täuscht er sich.
Wenn einer vorne links aus einem €500.000.- Karren steigt und meint er bekommt dafür gleich den Daumen hoch, dann täuscht er sich ebenfalls.
Diskriminieren möchte ich aber trotzdem niemanden, gleichwohl es auch Verfahren der Vermögensbildung gibt, die dies erschweren.

Gruß

Thomas

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#40 Beitrag von Lassie » 2018-05-14 14:13:52

Huhu zusammen,

ich hab mal gelernt: so wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück.
Und: behandele andere so, wie du selbst behandelt werden willst.

Damit fahr ich recht gut und komme mit Hinz und Kunz gut zurecht, egal ob nun der einfache Schorsch von der Schicht oder die werte Exzellenz von Botschafter.
Ich hatte in den vergangenen Jahren das große Glück und hab in vielen Ländern ganz unterschiedliche Menschen kennenlernen dürfen.

Festgestellt habe ich:
- alle Menschen wollen anständige Arbeit, anständiges Brot, ein angenehmes Zuhause, nette Nachbarschaft, Frieden und eine gute Ausbildung für ihre Kinder
- alle wollen gern mal lachen, Unterhaltung, Humor, Musik und ein Bierchen
- mit etwas Alkohol im Blut zeigt sich der wahre Charakter
- jeder Mensch braucht Anerkennung und Wertschätzung
- alle waschen und kochen mit Wasser
- materieller Reichtum wird oft mit emotionaler Armut erkauft :cold:
- wahrer Reichtum sind Freundlichkeit, Freunde und intakte Familien
- am Ende bleiben den Menschen - wenn sie Frieden haben - Dankbarkeit und Demut (so erlebt bei Sterbenden...)
- das letzte Hemd hat keine Taschen
- das Leben ist immer tödlich.
- der Tod kommt fast immer zu früh.

Und so versuchen wir zu leben, zu lieben, zu lachen - und zwischendrin unsere kleineren und größeren Träume und Wünsche zu erfüllen.

Viele Grüße
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Erasmus von Rotterdam

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#41 Beitrag von Sternwanderer » 2018-05-14 15:15:27

Allgemeine Wahrheiten sind was Tolles. Wie schön wäre das Leben wenn alle Menschen nach diesen Grundsätzen leben würden :wub:

..... und wie langweilig :rock:
http://www.die-sternwanderer.de


Beste Grüße, Maik

Nur wer seine Träume lebt,
kann seine Sehnsucht stillen.
(Sergio Bambaren)

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#42 Beitrag von Seapilot » 2018-05-14 16:33:21

Wie die Situation insbesondere in Deutschland ist mögen zwei Aussagen verdeutlichen die einmal von Auto Becker in Düsseldorf stammen und zum anderen von meinem Onkel der Inhaber eines mittelständischen Unternehmens für Schweißtechnik war.
Becker sagte mal sinngemäß auf die Frage warum man nicht mehr Rolls -Royce in Deutschland verkaufe. „ Es gibt sehr wohlhabende Kunden die sich ohne weiteres ein solches Fahrzeug leisten könnten. Es aber nicht tun und lieber zwei S-Klasse Mercedes in die Garage stellen weil sie nicht zu sehr in der Nachbarschaft auffallen möchten „
Und als ich meinen Onkel fragte warum er sich nicht mal so ein richtig schickes und teures Auto kauft, antwortete er:“ Ich muss bei der Wahl meines Wagens immer die Balance wahren. Fahre ich ein zu teures Auto könnten die Kunden denken das ich sie bei dem Preisen über den Tisch ziehe. Fahre ich ein zu billiges kommen evtl Gerüchte um die Firma in Umlauf die Geschäfte gingen schlecht. Onkelchen fuhr damals immer Ford Granada in Topversion. Niemals Mercedes und nie VW

Ich glaube das ist ein typisch deutsches Problem. Es wird ja auch fast nie offen über das Einkommen gesprochen. Andere Nationen sind da entspannter.
Es gab meines Wissens mal bei AMEX die Möglichkeit die Gold- oder Platinkarte mit dem Jahreseinkommen individualisieren zu lassen. In USA soll das durchaus en Vogue gewesen sein. In Deutschland wäre man damit sicher maximal unangenehm aufgefallen.

Dabei haben Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen doch eigentlich Grund stolz darauf zu sein, haben Sie dies doch meistens durch ihre Arbeit und Ausbildung verdient. Wer im Sport Höchstleistung bringt und Medaillen und Pokale erringt zeigt diese doch auch voller Stolz. Schon etwas bigott die Erfolge durch Arbeit oder Ideen geringer zu schätzen, resp. Diejenigen die ihre Erfolge nach außen sichtbar machen als „Angeber“ abzukanzeln. Nicht jeder mag den Pelz nach innen tragen.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#43 Beitrag von jan der boese » 2018-05-24 8:08:12

Seapilot hat geschrieben:
2018-05-14 16:33:21
Nicht jeder mag den Pelz nach innen tragen.
wärmt aber definitiv besser;-)

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#44 Beitrag von Joe » 2018-05-24 8:52:32

Hi,

Hanomakker (EDIT: Statt Hanomacker meinte ich Hanomakker) hier aus dem Forum hat mir (so aus der Erinnerung) mal folgendes gesagt:
Ohne die Fahrzeuge hätten wir uns wahrscheinlich nie kennengelernt.
Dabei sollte man folgendes wissen: Er ist geschätzt 25 Jahre (?) jünger als ich. Er eher Kleidung die auch für die Arbeit geeignet ist und legeres Aussehen, ich mit kurzen Haaren und (damals) eher gepflegtere Kleidung. Er mit einem Hano in alter Lackierung und spartanischem Ausbau, meiner damals noch mehr oder weniger frisch lackiert, etc. etc..
Das ist insofern richtig, da ohne unser Hobby (WoMo) die Schnittmenge eher klein ist.
Andererseits gehen wir auch auf Metall-Konzerte und finden dort die Stimmung häufig besser als die Mucke die wir hören. Dabei haben wir auch schon Pärchen kennengerlernt, bei denen die gemeinsame Schnittmenge normalerweise auch nicht vorhanden zu sein scheint und wir haben uns prächtig amüsiert und treffen uns seitdem auch außerhalb von Konzerten.
Zumindest bei solchen Konzerten kann ich mir vorstellen, dass Hanomacker und ich uns auch kennengelernt hätten.
Es sind am Anfang die Interessen, die einen zusammenbringen und dann, ob man sich sympathisch findet. Dabei ist es dann egal, wer den längsten und hellsten hat, der „Mensch“ entscheidet. :hug:
Zuletzt geändert von Joe am 2018-05-24 14:03:00, insgesamt 1-mal geändert.
Mit lieben Grüßen von der Nahe
Joe

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#45 Beitrag von LutzB » 2018-05-24 11:53:53

Seapilot hat geschrieben:
2018-05-14 16:33:21
Dabei haben Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen doch eigentlich Grund stolz darauf zu sein, haben Sie dies doch meistens durch ihre Arbeit und Ausbildung verdient.
Und wer hat ihnen die gute Ausbildung mitfinanziert? Ball ma' flach halten.

Lutz
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#46 Beitrag von Seapilot » 2018-05-24 12:59:15

LutzB hat geschrieben:
2018-05-24 11:53:53
Seapilot hat geschrieben:
2018-05-14 16:33:21
Dabei haben Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen doch eigentlich Grund stolz darauf zu sein, haben Sie dies doch meistens durch ihre Arbeit und Ausbildung verdient.
Und wer hat ihnen die gute Ausbildung mitfinanziert? Ball ma' flach halten.

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Diejenigen die durch überdurchschnittliche Einkommen auch überdurchschnittlich Steuern zahlen. Hartz4 Empfänger dürften an der Finanzierung deutlich weniger beteiligt sein. Ball flach halten, sehe ich auch so.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#47 Beitrag von LutzB » 2018-05-24 13:07:18

Seapilot hat geschrieben:
2018-05-24 12:59:15
Diejenigen die durch überdurchschnittliche Einkommen auch überdurchschnittlich Steuern zahlen. Hartz4 Empfänger dürften an der Finanzierung deutlich weniger beteiligt sein. Ball flach halten, sehe ich auch so.
Leider verbaust Du Dir mit Deiner polemischen Kacke es immer wieder, dass ich Dich ernst nehme.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#48 Beitrag von Michaele532 » 2018-05-24 13:25:25

Seapilot hat geschrieben:
2018-05-14 16:33:21
Dabei haben Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen doch eigentlich Grund stolz darauf zu sein, haben Sie dies doch meistens durch ihre Arbeit und Ausbildung verdient.
Huch? Seit wann ist das so?
Komisch, da kenne ich einige die im Pflege- und Sozialbereich arbeiten bis nix mehr geht - haben trotzdem kein Geld.
Und wenn ich manche "Manager" Entscheidungen so angucke....

Aber sonst halte ich das so wie Oli (AL28), Arschlöcher gibts überall, ob arm oder reich...

Micha
Hier mehr zu mir, Hanomag und dem Stammtisch:
https://hanomag.ce-mu.de/hano/michaele/hanomag_d/
Die Restauration von Hanne:
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#49 Beitrag von Seapilot » 2018-05-24 13:38:08

Was bitte ist an der Feststellung das Ausbildungsstätten wie Schulen und Universitäten steuerfinanziert werden, und die Steuerlast vom zu versteuernden Einkommen abhängig ist nun polemisch? Ebenso die Feststellung das Bezieher von Transferleistungen zum Erhalt dieses Systems wenig bis nichts beitragen. Eher würde ich Deine Einlassung das quasi jeder Absolvent einer Uni den unterdurchschnittlich verdienenden Bürgern höchsten Dank schuldet als Polemik ansehen. Wobei ich eigentlich grundsätzlich nichts gegen Polemik habe. Bringt es manche Dinge doch recht plakativ auf den Punkt.
Jetzt kommt bestimmt gleich noch jemand um die Ecke der grundsätzlich jedem „Besserverdiener „ ( ich hasse diesen Begriff), Steueroptimierung unterstellt. Fakt ist aber das ein kleiner Teil unserer Gesellschaft einen überproportionalen Teil der Steuereinnahmen generiert .
Und ich spreche hier nicht von Millionären sondern von der Mittelschicht und mittelständischen Unternehmen.
Dieses ewige „Genöhle“ über die Besserverdiener geht mir immer mehr auf die Nerven. Warum haben die Kritiker nicht auch studiert? Oder warum sind sie keine Risiken wie Selbständigkeit eingegangen? Immer nur das Ergebnis sehen und das als Gottesgeschenk ansehen. Und dann das Lied der sozialen Ungerechtigkeit anstimmen.
Wer es heute zu Wohlstand gebracht hat der hat in der Regel hart gearbeitet. Oder er ist Risiken eingegangen. Hoher Gewinn ohne Risiko ist die Quadratur des Kreises. Ich hätte selbst die Möglichkeit gehabt vor Jahren soviel Kohle zu machen das ich längst nicht mehr arbeiten bräuchte. Leider hatte ich zu viel Schiss. Ich hätte alles auf eine Karte setzen müssen. Top oder Flop. Bin dann halbherzig eingestiegen und auch nur halbherzig gewonnen. So ist das nun mal. Ich neide denen die das Geschäft dann gemacht haben aber keinen Cent. Im Gegenteil die hatten echt Eier.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#50 Beitrag von Seapilot » 2018-05-24 13:50:46

Michaele532 hat geschrieben:
2018-05-24 13:25:25
Seapilot hat geschrieben:
2018-05-14 16:33:21
Dabei haben Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen doch eigentlich Grund stolz darauf zu sein, haben Sie dies doch meistens durch ihre Arbeit und Ausbildung verdient.
Huch? Seit wann ist das so?
Komisch, da kenne ich einige die im Pflege- und Sozialbereich arbeiten bis nix mehr geht - haben trotzdem kein Geld.
Und wenn ich manche "Manager" Entscheidungen so angucke....

Aber sonst halte ich das so wie Oli (AL28), Arschlöcher gibts überall, ob arm oder reich...

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Und glaubst Du die Lösung wäre Gehälter von Top Managern auf Niveau eines Krankenpflegers einzufrieren und im Gegezug Krankenpfleger wie Manager zu bezahlen?
Fehler passieren jedem. Dem Manager wie dem Krankenpfleger. Seltsam aber das Fehlentscheidungen einer kleinen Anzahl immer als negatives Beispiel herangezogen werden. Von den tausenden die innovativ Ihre Firma weiterbringen und wettbewerbsfähig halten wird eher selten gesprochen. Aber Leute wie Winterkorn , Breuer und Co eignen sich auch hervorragend als Feindbild um jede Führungskraft in Misskredit zu bringen.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#51 Beitrag von Joe » 2018-05-24 14:01:22

Hi,

da ist mir ein Fehler unterlaufen: Ich meinte Hanomakker oder Tino - nicht Hanomacker.
Mit lieben Grüßen von der Nahe
Joe

Die "private" Seite ist unter www.gertenbach.mobi zu finden.

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Bustreter
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#52 Beitrag von Bustreter » 2018-05-24 14:05:29

Dabei haben Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen doch eigentlich Grund stolz darauf zu sein, haben Sie dies doch meistens durch ihre Arbeit und Ausbildung verdient
Das trifft bestimmt für einen großen Teil der Menschen zu die du meinst wahrscheinlich inklusiv dich selber( kann auch du oder dir selber heißen bin mir da nicht sicher)
Andererseits ist es so und das war leider schon immer so dass zu Geld immer noch mehr Geld kommt und dass die dies schon immer dicke haben es entsprechend auch einrichten können dass sie ihren Nachwuchs entsprechend finanzieren und ausstatten entsprechend ist es dann natürlich auch so dass dieser Nachwuchs zwar für seinen Reichtum nichts kann aber auch nichts dazu beigetragen hat ich denke das ist es was auch öfter mal aufstößt.
Wenn ich mir z.b. die Goldlocke aus Amerika angucke dann glaube ich nicht dass der sehr viel geleistet hat.. er hat einfach nur unverschämt viel Glück gehabt und seine ersten Millionen geschenkt bekommen dann hat mehr verdient weil er einfach frech war und unverschämt und rücksichtslos das zum Maßstab zu machen und glücklich und zufrieden zu leben halte ich doch für sehr?... tja wie soll ich sagen ....abgehoben?
Schau dir weiter den ganzen alten Adel an .... wie kommt es dass da die Kinder immer gut ausgebildet sind und du ganz selten mal welche findest du normal leben oder leben müssen bin am letzten Wochenende erst wieder an einem Schloss vorbei gegangen finanziert mit EU-Geldern die komplette Sanierung vom Steuerzahler bezahlt und Schild an der Tür Privatbesitz betreten verboten unterhalb von dem Schlösschen gab es ein Museum welches schlecht gepflegt war und auch noch geschlossen dann bekomme ich mittlerweile eine allzu für Geld zum Fenster rausgeworfen wird.
Muss kurz zu machen denen die schon haben wirft man es hinterher alle anderen haben's schwer die die es dann trotzdem schaffen denen gönne ich das auch.
Ansonsten halte ich das auch gerne so wie es der Olli treffend beschrieben hat es gibt Arschlöcher... von denen halte ich mich möglichst fern
Christoph.
21 ist auch nur die halbe Wahrheit...

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Michaele532
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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#53 Beitrag von Michaele532 » 2018-05-24 14:06:28

Seapilot hat geschrieben:
2018-05-24 13:50:46


Und glaubst Du die Lösung wäre Gehälter von Top Managern auf Niveau eines Krankenpflegers einzufrieren und im Gegezug Krankenpfleger wie Manager zu bezahlen?
Fehler passieren jedem. Dem Manager wie dem Krankenpfleger. Seltsam aber das Fehlentscheidungen einer kleinen Anzahl immer als negatives Beispiel herangezogen werden. Von den tausenden die innovativ Ihre Firma weiterbringen und wettbewerbsfähig halten wird eher selten gesprochen. Aber Leute wie Winterkorn , Breuer und Co eignen sich auch hervorragend als Feindbild um jede Führungskraft in Misskredit zu bringen.
Oh ein Lerneffekt ist eingetreten!
Du hast also selber gemerkt, dass Pauschalisierungen nicht weiterhelfen.

Nicht jeder der schuftet verdient genug Geld. Nicht jeder der viel Geld hat, hat dafuer auch geschuftet.

Und nein, ich habe nicht jede Führungskraft in Miskredit gebracht.
Hier mehr zu mir, Hanomag und dem Stammtisch:
https://hanomag.ce-mu.de/hano/michaele/hanomag_d/
Die Restauration von Hanne:
https://hanomag.ce-mu.de/hano/michaele/ ... resto.html

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#54 Beitrag von Seapilot » 2018-05-24 14:27:03

Mag sein das ich auf dieses Thema besonders anspringe weil ich schon als Kind mitbekam wie einige aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern immer wieder unterschwellig betonten das sie glaubten Zahnärzte verdienen grundsätzlich zu viel. Ich habe aber auch mitbekommen wie viele Stunden sie in der Praxis und im Labor verbrachten, welche irren Summen Siemens für eine Einrichtung verlangt usw.
Und noch ein Wort zu dem angeblichen Reichtum des Adels. In meiner Zeit im Internat kamen drei meiner Schulfreunde aus Adelshäusern. Reich waren die nicht wirklich. Hatten nicht mal ein Schloss. Die Väter waren gut verdienende Angestellte.
Ich gönne wirklich jedem seine Yacht, sein teures Auto oder seine Luxusvilla. Was mich aber extrem ankotzt ist wenn diese Leute solche Dinge nicht wertschätzen. Wer ein so schönes und wertvolles Gut hat der sollte sich bewusst sein das es etwas Besonderes darstellt. Auch wenn er es aus der Portokasse bezahlt hat.

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#55 Beitrag von Thomasito » 2018-05-24 14:31:45

Und glaubst Du die Lösung wäre Gehälter von Top Managern auf Niveau eines Krankenpflegers einzufrieren und im Gegezug Krankenpfleger wie Manager zu bezahlen?
Niemals, Ruck Zuck würden die Kerle alle als Krankenpfleger arbeiten und aufgrund ihrer Unfähigkeit diesen Beruf auszuüben den Pflegenotstand zur Pflegekatastrophe machen.

Zweifelsohne gibt es Führungskräfte und Manager, die anständig sind und die einen guten Job machen. Ich bin überzeugt, das ist die Mehrzahl.
Ich würde mich aber von der romantischen Vorstellung verabschieden, dass jeder der mehr hat, auch hart dafür gearbeitet hat.
Gerne hören die auch was von richtigen Entscheidungen, Durchsetzungsvermögen, Initiative, Beharrlichkeit, Fähigkeit, Fleiß, Kompetenz, Risikobereitschaft...dem sogenannten Recht des besseren und stärkeren der es unweigerlich an die Spitze geschafft hat.

Hier passt doch das folgende Zitat:
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt
Der Friede sei mit Euch

Thomas

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#56 Beitrag von ami » 2018-05-24 21:35:00

Wenn ich mich so an meine Schulzeit erinnere, dann hatten Kinder von Ärzten, Rechtsanwälten, verarmten Adel, Lehrern und Beamten im Vergleich zu Kindern von Akkordarbeitern es deutlich einfacher eine gute bis sehr gute Abschlussnote beim Abbi zu erreichen. Der Fresskorb vom Bauern machte die Kinder auch automatisch zu besseren Schüler. Besonders Lehrer mit Kriegsabbi und Scheinstudium nach Kriegsende als es Lehrermangel gab, sind mir da in schlechter Erinnerung geblieben.

Aber ich lerne schnell und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Kinder es einfacher hatten nachdem der Lehrkörper wusste, dass ich studiert hatte und im Schul- und Kreiselternbeirat bin. Zum Einstieg braucht es nun mal gute Abschlüsse in der Ausbildung und dann ist der Weg mit etwas Fleiss vorgegeben. Ich stehe dazu, dass ich das System ausgenutzt habe und meine Kinder nun etwas mehr haben als andere. Das wir deswegen diskriminiert werden, wage ich zu bezweifeln. Und wenn, ist es mir shice gliech! Politiker und "reiche" Leute nutzen unser System schamlos aus. Warum soll der normale Bürger da Hemmungen haben? Geschadet habe weder ich noch meine Kinder jemanden und wir haben selbst auch keinen Schaden genommen.

ami

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Re: Diskriminierung nur weil ich etwas mehr habe?

#57 Beitrag von arocs » 2018-05-24 23:02:34

Es gibt zwei Worte im Leben, die einem Tür und Tor öffnen - ZIEHEN und DRÜCKEN.....

Mir ist es egal, wer mit welchen Auto um die Ecke kommt, aber es ist auch gleich, mit welchem Auto man sich wie Herr "Arschloch" benimmt......
Wer in einem Naturschutzgebiet wie auf der dänischen Insel Röm mit einem MAN 6X6 über schützenswerte Dünen fährt ist genau das gleiche Arschloch, wie einer, der das mit einem Al28 tut!
Wenn ich mir einen neuen Mercedes vom Munde abspare und das Auto in mühevolle Kleinarbeit selbst aufbaue, bin ich aber auch kein besserer Zeitgenosse, als der, der sich für 600000 Euro ein Neufahrzeug bei Bliss, Bocklet, Actionmobil oder wo auch immer kauft - vorausgesetzt er behandelt Mensch und Natur in seiner Umgebung ebenso wie alle anderen um ihn herum - mit RESPEKT!

In diesem Sinne
Gruß Jan
.....das Leben ist viel zu kurz um kleine Autos zu fahren

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