Finanzierung von Langzeitreisen

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tichyx
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#61 Beitrag von tichyx » 2018-04-17 11:03:31

Hallo,

für alle die kreativ und mutig sind, sich ein "Händchen" zutrauen und etwas Geld auf der Kante haben, hier ein Modell, wie man sein Geld auch vermehren kann, um davon zu Reisen:

http://www.bodenseepeter.de/2012/04/08/ ... mmobilien/

Der Artikel ist schon etwas älter und die Lage hat sich durch den Boom und die fallenden Zinsen etwas verändert, aber im Prinzip funktioniert das immer noch genauso. Gleichzeitig ist der Artikel auch ein schönes Beispiel, wie Kapitalismus funktioniert...

Grüße

Olli
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Mark86
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#62 Beitrag von Mark86 » 2018-04-17 11:11:45

tichyx hat geschrieben:
2018-04-17 11:03:31
Hallo,

für alle die kreativ und mutig sind, sich ein "Händchen" zutrauen und etwas Geld auf der Kante haben, hier ein Modell, wie man sein Geld auch vermehren kann, um davon zu Reisen:

http://www.bodenseepeter.de/2012/04/08/ ... mmobilien/

Der Artikel ist schon etwas älter und die Lage hat sich durch den Boom und die fallenden Zinsen etwas verändert, aber im Prinzip funktioniert das immer noch genauso. Gleichzeitig ist der Artikel auch ein schönes Beispiel, wie Kapitalismus funktioniert...

Grüße

Olli
Sorry, aber das halte ich für Blödsinn.

Wohnungswirtschaft ist ein Geschäft.
Zum einen fehlen in der Kalkulation Reparaturkosten, Sanierungsrücklagen & Co, zum anderen ist die Verwaltung, Betreuung, etc. alles mit Arbeit verbunden. Man kann das als Job sehen, den man flexibel ausüben kann, aber ohne Arbeit geht das alles nicht.
Dazu generiert das nur ein langfristiges sicheres Einkommen, wenn man einen Bestand hat, bei dem die laufenden Sanierungsrücklagen, Reparaturkosten und Mietausfälle nebst Nebenschmerzen aus dem laufenden bezahlt werden können.
Ein Mietnomade der Gerichtskosten, Mietausfälle und Sachschäden von 20.000€ hinterlässt, verhagelt dir die Rendite auf ettliche Jahre. Die Kohle musst du selbst aus deiner Tasche dabei packen...
Auch mal eine Heizung für 4.000€ (kostet n Vailant VCW mit Montage) und schon ist die Miete von 14 Monaten weg...
Sich den Spass für ein paar hundert Euro Miete im Monat an zu tun macht eigentlich wenig Sinn...
Interessant wird dass erst, wenn man so viele Objekte hat, dass man genug Umsatz hat, um so Kleinigkeiten einfach aus dem laufenden zu bezahlen und am Jahr immernoch genug hängen bleibt. Erst dann lohnt es sich arbeitsmäßig auch, für Problemfälle, Mietnomaden, Vermietung, Abrechnung, etc. ein ordentliches, kosteneffizientes Lösungssystem zu entwerfen... Dann ist man natürlich auch wieder in ner anderen Größenordnung und macht dann auch wieder in ner anderen Größenordnung Arbeit...

Ferner kann ich von so Eigentumswohnungsgeschichten nur abraten...
Da ist man selbst nie so richtig Herr des Geschehens und evtl. hat mein eine Renditeidee die völlig konträren Zielen von Eigentümern gegenüber steht...
Womöglich setzt du dann Mieter zwischen lauter Eigentümer, dass gibt schon den ersten Knatsch, weil die Eigentümer die Mieter hänseln, weil sie ja schließlich nur Mieter sind, was die Mieter aber nicht einsehen, weil die schließlich Miete zahlen...
Dann geht das weiter mit Dingen ums Haus drumherum... Wenn die Eigentümergemeinschaft beschließt, bist du mit dran. Die beschließt aber nicht unbedingt unter Beachtung von Rendite & Mietergerechten Entscheidungen, sondern will ja schön wohnen. Wo du als VM die Fassade nur streichst, weil der Rest für dich zu teuer ist und die 5% Heizungkosten mehr im Vergleich zur Dämmung der Mieter zahlt und dich dass nicht interessiert, haben die Eigentümer da schon n anderes Interesse. Schwupps, darfste mal für ne Fassadendämmung 12.000€ dabei legen, was dir unter Renditegesichtspunkten nie eingefallen wäre...
Dann beschließen sie neue Wohnungstüren für 3.000€ pro Stück, die du als Vermieter nie kaufen würdest, sondern du würdest als VM nur streichen lassen, weil deine Mieter die eh wieder eintreten und kaputt machen und du die wieder kostengünstig zusammen spachteln kannst und nachstreichen kannst, ne, dann verbockt dir die Eigentümergemeinschaft sauteure und reparaturunfreundliche Haustüren, Rendite wieder durch...

Ich kann daher wenn man Geld verdienen will, nur anraten, ganze Häuser zu kaufen, in guter Lage, mit kleinem Grundstück, gesuchtem Querschnitt, und genug Wohneinheiten damit sich die Objektbetreuung lohnt... So bei uns in der Gegend ab 350, 400m² fängts an interessant zu werden...
Das bekommst du aber langfristig nicht gescheit bewirtschaftet, wenn du mit deinem LKW Jahrelang auf Reisen bist.... Das geht nur für ne Begrenzte Zeit, und dann musst du dich selber wieder um den ganzen Scheiss kümmern, den Verwalter & Co nicht auf die Reihe gebracht haben.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#63 Beitrag von Pele » 2018-04-17 11:34:14

Hallo Tom,

ich kann Deine Überlegungen bezüglich der sozialen Verantwortung und emotionaler Bindung komplett verstehen und Dich nicht beruhigen; sie führt bei vielen Bekannten dazu, dass sie erst wegfahren ( für 3 Monate oder mehr ) wenn die Eltern verstorben sind und es dann durch die hohe Lebenserwartung und -alter der Eltern schon sehr spät wird, was ich keinesfalls so verstehen will, dass die Eltern zu alt werden. Selbst bei uns ist es so, dass wir uns auch aufgrund dieser Problematik nicht länger als 3-6 Monate von zu Hause entfernen möchten. Wir haben auch für uns festgestellt, dass für uns 3-5 Monate genug sind. Dann reicht es und die Reiseerlebnisse wollen wir erst mal wieder verarbeiten und auch unser zu Hause wieder genießen. Für uns ist unser zu Hause immer noch unser Haus und nicht unser Wohnmobil. Zum Glück können wir uns das finanziell leisten und auch diese relativ teuren "Kurzreisen" ( 3-6 Monate ). Es ist ja logisch umso kürzer man fährt desto teurer sind die Kosten pro Tag. Stehtage sind ja viel billiger als wenn ich 500 km fahre ( bei Verbrauch um 25 l Diesel ). Wir gehen dazu noch besonders an diesen Fahrtagen sehr gerne essen um uns nicht der Arbeit des Einkaufens und Kochens auszusetzen und weil wir es gerne machen.

An Mark sei gerichtet, dass ich mit knapp 32 Jahren auch noch so gedacht habe und das heute 25 Jahre später anders empfinde. Auch das ist nicht bewertend, nur feststellend. Wir haben noch unsere Eltern und natürlich auch "externe Dienstleister" oder ein Elternteil im Pflegeheim. Leider ist es so, dass die Eltern damit nicht pflegeleichter werden, sondern man sich eher noch mehr kümmern muss.

Aber egal wie es hier diskutiert wird, jeder sollte seinen Weg finden und glücklich sein, ohne dass sich andere darüber brüskieren. Wir haben unseren Weg gefunden und ich denke jedem kann es gelingen. Man muss sich nur darüber klar sein, dass es Weg heißt und nicht Wege; d.h. auch, dass nicht alles geht und man nicht alles haben kann im Leben.

Liebe Grüße

Peter

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#64 Beitrag von Pele » 2018-04-17 11:42:45

Hallo,

wir leben von der Vermietung unserer Immobilen ( Gewerbe, Häuser, Hallen ) und wenn alles vermietet auch sehr gut. Ich gebe gerne und leider recht, dass man dann nicht jahrelang weg fahren kann. Zum einen: Eigentum verpflichtet und es muss sich darum gekümmert werden. Bis es so groß wird, dass man dafür eine Firma beauftragen kann dauert es und auch dass bedarf es der eigenen Entscheidung. Zum anderen und auch das ist nicht zu vernachlässigen, spielt der Neid eine große Rolle. Wenn die Mieter erfahren, dass man sich von deren Miete ein schönes Leben macht ist es schon schwer genug; wenn man dann aber auch noch auf Weltreise geht und am besten darüber auch noch berichtet, dass wird es heftig.

Wir halten daher den Ball flach und erzählen unseren Mietern nicht wann und wie lange wir reisen, es ist immer ein Ansprechpartner da und ansonsten halten wir uns distanziert und bescheiden (oder versuchen es). So sieht auch keiner unserer Mieter das Expeditionsmobil für paar Euro :angel: .

Liebe Grüße

Peter

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#65 Beitrag von tomzwilling » 2018-04-17 11:48:53

Hallo Peter,
danke für deine Ausführungen. Unsere Situation stellt sich nahezu identisch dar. Wir werden wohl auch erstmal bis zu einem halben Jahr unterwegs und zwischendurch immer mal wieder zuhause sein. Die finanziellen Grundlagen für "Kurzreisen" und Flüge in entferntere Regionen, wo der Laster geparkt wurde, sind glücklicherweise vorhanden.
Gruß Tom
Denn: Viel Wissen, viel Ärger; wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge. (Kohelet 1,18)

Mark86
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#66 Beitrag von Mark86 » 2018-04-17 11:55:21

Pele hat geschrieben:
2018-04-17 11:42:45
Wir halten daher den Ball flach und erzählen unseren Mietern nicht wann und wie lange wir reisen, es ist immer ein Ansprechpartner da und ansonsten halten wir uns distanziert und bescheiden (oder versuchen es). So sieht auch keiner unserer Mieter das Expeditionsmobil für paar Euro :angel: .

Liebe Grüße

Peter
Klar, je mehr sie das Gefühl haben "du hasts ja" desto weiter geht die Bereitschaft, Miete zu zahlen nach hinten.
An so Sprüche wie "ich weis gar nicht wieso ich Miete zahlen soll, sie haben doch genug Geld" oder "ich konnte meine Miete nicht bezahlen, ich musste mal mitm Surfboard nach Malle, ich brauchte das halt grade mal" gewöhnt man sich da schnell...
Man muss aber auch schnell vor Ort sein können und schnell hinterher haken können, nicht nur fehlender Miete, auch ein unterwasser stehender Keller oder eine defekte Gasleitung will gehandelt werden, oder n Sturmschaden am Dach...
Wichtig ist auch, dass man wenn einer seine Miete nicht bezahlt, sofort nervend hinterher hakt, denn wenn erst 2 oder 3 Mieten offen sind und der dann aufgibt, hat man die Arschkarte... Das alles aus Afrika raus mitm Laptop zu handeln stelle ich mir schwierig vor...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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franz_appa
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#67 Beitrag von franz_appa » 2018-04-17 14:23:59

Hi
Da muss ich dem Mark aber jetzt mal recht geben !
Das genau ist unsere (leider leidvolle und kostenintensive) Erfahrung aus 15 Vermieterjahren.
Nacheinander (in einem 6 Parteienaussiedlerhof) eine Family die die letzten 4 Monate nicht bezahlt und über Nacht auszieht und auch noch unsere Möbel mitnimmt (allerdings nur die von Wert, und ihrem Sperrmüll haben sie dafür da gelassen...)
Nächster Fall:
Ein Mieter der bei anderen Mietern beim Kaffe verlauten lässt " das wäre sein erstes Mietverhältnis bei dem er nicht die miete gekürzt hätte..." :eek: ...
Leider ist der nicht ausgezogen sondern hat uns noch weitere 3 Jahre um Nerven, Geld und 2 Aktenordner Anwalts-briefe gebracht.
Den Titel haben wir heute noch (ist dann an unbekannt verzogen - und ja es gibt Menschen die hinterlassen im Internet keine Spuren, leider...)
Die dritten Liebelingskandidaten hatten ca 1 Jahr keine Miete mehr gezahlt und eine verwüstete, von Hundebabys vollgeschissene Wohnung
hinterlassen als sie dann endlich weg waren.
Von den Nebenkostennachzahlungen brauche ich wohl nicht zu reden...

Das Recht irgendjemand davon achtkantig rauszuwerfen hast du als Vermieter nicht, du darfst dir das anschauen und Mahnbriefe schreiben - das war es!

Auf die Ebene mit dem Russen der Ohren abschneidet wollten wir uns nicht herabbegeben.

Sorry für die Kaperung dieses Freds - aber das musste mal raus.

Vermieten? Nie wieder!!!
Mit Rendite? Ha Ha Ha - wie Mark sagt das fängt bei ungefähr 20 Wohneinheiten an einigermaßen lukrativ zu werden.
Und letztendlich tragen die ehrlichen Mieter die Kosten der Idioten mit - oder du trägst sie (womit die Rendite futsch ist)

Da finde ich die Idee mit den Garagen von Johnson schon besser.
Oder Proberäume für Bands. Im Verhältnis viel teurer als Wohnraum...

Greets
natte
Eat a Peach: Allman Brothers - Gov't Mule - Blues-Rock
26.05. 2018 im Beatles Museum "Yellow Submarine", Bad Ems

04.08. 2018 Transpool - eigene Songs, viel Energie, punkyfunkysong&roll
auf dem Lava-Rock Festival bei Mayen

Dead Baron:
jazzy, funky, improvisiertes Zeugs
01.09.2018 Mahlberg Festival Bad Ems
teaser gefällig? https://www.youtube.com/watch?v=V1qCLXN37Dw

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#68 Beitrag von Mark86 » 2018-04-17 15:30:47

15 Vermieterjahre bei 6 Wohneinheiten mit alle 3 Jahre eine Flachpfeife, hm, da hab ich nen besseren Schnitt...
Ich bin aber auch sofort hinterher, damit es gar nicht erst einreißt...

Das Spielchen ist immer das Gleiche, die Leute kommen in finanzielle Bedrängnis, entweder weil sie das Geld was sie zum Mietezahlen brauchen versoffen haben, oder in den Urlaub geflogen sind, etc. oder einfach weil sie Geld vom Amt kriegen und das Amt nicht ordentlich bearbeitet, bzw. die Leute nicht pünktlich hin gehen, dann geraten die Leute in den Rückstand. Wenn man da ab der ersten Miete dran bleibt und die Leute genug nervt, kriegen Sie den Arsch hoch und zahlen in Raten nach, kommen bis zum Amt, etc. was aber natürlich auch mal heißt, die Leute zu wecken, bevor das Amt schon wieder zu hat, etc.
Man muss sich das so vorstellen, dass das einfachste ist, aufm Arsch vorm Fernseher sitzen zu bleiben und keine Miete zu zahlen / sich nicht zu kümmern.
Erst wenn man den Leuten so sehr auf die Nerven geht, dass es weniger Arbeit macht, sich zu kümmern und zum Amt zu gehen, als weiter vom Vermieter nerven zu lassen, gehen sie los...

Hat man Pech und ist das Ganze eingerissen, der Rückstand über 3 oder 4 Mieten hinaus, dann gehts darum, die Leute möglichst schnell los zu werden. Schnell, Geräuschlos, Hauptsache sie sind weg. Die ganzen Schreibereien kann man sich sparen, die Leute machen Ihre Briefkästen ab nem gewissen Schuldenpunkt (und sie haben ja meistens dann nicht nur beim Vermieter Schulden) sowieso nicht mehr leer. Räumungsklagen sind teures Mittel, wenn man Pech hat haben Sie nen findigen Anwalt (das sind dann die Profis) und gehen noch in Revision vors Landgericht, was Ihnen zusteht und sie dank ProzessKostenHilfe nix kostet. Sie wissen auch, dass sie verlieren, aber das zieht sich nochmal 3-6 Monate, die sie umsonst wohnen. Wenn du Pech hast, steht die 1,5 Jahre die Heizung auf Volllast und es wird über offene Fenster die Wärme reguliert, bei ner Zentralheizung bleibst du auf den Kosten genau so sitzen wie auf 1500m³ Wasser, die durch die Wasseruhr gelaufen sind, weil der Mieter bei Wasserplätschern so schön entspannt schlafen konnte...

Die Ämter interessiert es übrigends nicht, wenn der Mieter die Miete versäuft, die sprechen nicht mit einem wegen Datenschutz. Der Mieter kann auch beim Amt angeben, dass er seine Miete selber aufs Konto haben will, was das Amt sofort macht, damit der Vermieter nicht erfährt dass der Mieter Harz IV bekommt.
Ebenso werden sämtliche Strafanzeigen in den Bereichen generell eingestellt.

Wenn es dann final zur Räumung kommt, ziehen die Mieter einfach weiter. Die Kaution stellt das Amt, das Amt zahlt auch direkt die nächste Bude, denn es zahlt dahin wo der Mieter den Lebensmittelpunkt hat, Mietschulden & Co sind uninteressant für die Ämter.

Wenn sie ausziehen, nehmen sie auf Türen, Türzargen, etc. natürlich generell keine Rücksicht, wenn du Pech hast fehlt hinterher deine Heizung und deine Wasserhähne, dafür wirst du neuer Eigentümer von ganz viel Sperrmüll und kannst froh sein, wenn es nur das ist...

Ob dass wirklich so die Top Anlageform ist, ich weis ja nicht...
N interessanter Job mit variablen Arbeitszeiten zwischen denen man mal länger in den Urlaub fahren kann ist es, aber auch immer mit Ärger und Arbeit verbunden...
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#69 Beitrag von tomzwilling » 2018-04-17 16:07:13

So langsam könnte man eigentlich auch ein eigenständiges Thema über die Erfahrungen mit Mietern eröffnen?
Gruß Tom
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#70 Beitrag von tichyx » 2018-04-17 16:33:05

Man könnte auch ein komplettes, eigenes Forum oder besser ein zweites Wikipedia eröffnen, alleine mit den gesammelten "Erfahrungen" von.... ach lassen wir das.
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felix
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#71 Beitrag von felix » 2018-04-17 17:47:10

Hallo Forum,

unterwegs kann man auch richtig gut Geld verdienen, irgendwie werden hier nur Gelegenheits- oder Hilfsjobs vorgeschlagen und Journalismus ist eine eng umkämpfte Branche. Aber gerade die Ingenieurs-Disziplinen haben viel Außendienst auf der ganzen Welt und i.d.R. werden Kollegen mit Weltweiter Reisebereitschaft händeringend gesucht. Geld spielt nicht wirklich eine Rolle, das Reisen und alle Eventualitäten deckt die Firmenkreditkarte, dazu gibt es Spesen und ein deutsches Gehalt, Rente, Krankenversicherung und Sozialabgaben - alles gedeckelt. Wenn man mit Menschen vor Ort zusammenarbeitet, bekommt man Einblicke und Kontakt zu dem Land, wie es von der Straße aus oft kaum möglich wäre. Zumindest, wenn man sich etwas dafür interessiert. Klar, das ist dann nicht mit dem LKW, sondern mit Flugzeug, Taxi/Mietwagen und Hotel. Aber man erlebt dennoch viel und ist auch oft an spannenden Orten, Baustellen können durchaus auch Abenteuer sein. Und zumindest mir macht es auch Spaß etwas zu können und aufzubauen. Wenn einen die Firma im Projektgeschäft über Wochen oder Monate durch die Welt jagt, dann ist man im Büro nicht unverzichtbar, dann kann man auch mal Urlaub und Überstunden zusammen legen und zwischendurch mit dem LKW reisen.

Über die Branche kann man durchaus steuern, wohin man so kommt: Automatisierungstechnik/Maschinenbau ist eher Europa, Nordamerika, China, Australien. Bodenschätze/Zement/Stahl/Druck/Infrastruktur geht Weltweit, auch in Schwellen- oder Entwicklungsländer. Ein Kollege, der zuvor (Straßen)Baumaschinen repariert hat, hat z.B. bis auf zwei alle Länder Afrikas als Arbeitsplatz gehabt. Und es gibt auch das volle Programm: Dienstleister und NGOs haben viele Möglichkeiten dorthin zu kommen, wo andere nicht hinkommen, wenn man die nötige Qualifikation hat (Arzt ist wohl am universellsten): z.B. hat eine Bekannte als Politikwissenschaftlerin für die EU in Nordmali Menschenschmuggler interviewt - beruflich mit dem Toyota durch die Sahara. Einfach im Vorstellungsgespräch direkt fragen, wo die Projekte liegen und welche Aufgaben es dort gibt...


Was war die bessere Erfahrung - mit dem LKW nach Asien oder mit einer Gruppe Chinesen in der Provinz Teile einer LKW-Fertigung ans Laufen zu bringen? Ich habe beides getan und möchte beide Erfahrungen nicht missen.

MlG,
Felix

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#72 Beitrag von Puffi » 2018-04-17 21:54:06

Hallo zusammen,

Wir sind 2004 komplett ausgesteigen :positiv:

Es geht mit allen bisher hier genannten Möglichkeiten. Jeder muß für sich selbst entscheiden wie er es vorher angeht und wie wenn die Freiheit dann tatsächlich erreicht ist. Alles hat mit Geld zu tun und hier ist einfach Haushalten das Zauberwort. Viele versäumen es die Lebensziele zu spät festzulegen und anzugehen. Hier braucht es zeitig etwas Klarheit und Willen.

Erstmal infiziert wurden wir auf diversen Weltreisetreffen wo so eigenartige Typen so eine Lebensweise bereits seit Jahren vorlebten. Heute und zukünftig wird das alles womöglich nicht mehr so einfach sein, das Leben und die Lebensweise bzw. Vorstellungen haben sich doch sehr verändert.

Es gibt sicher nicht die eine Lösung...... :spassbremse:

Gruß Puffi
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#73 Beitrag von jonson » 2018-04-18 7:20:07

Ich glaube das es in Zukunft immer einfacher für mehr Menschen wird sich auf Langzeitreise zu begeben...
Die Erbengeneration wird grösser..
Bessere Verfügbarkeit von "Abenteuer/ Wohnfahrzeugen"...
Vor 30 Jahren war doch kaum jemand unterwegs.... Schau mal jetzt im Winter nach Spanien was da an "Langzeit reisenden " unterwegs ist... Das geht in die zehntausende..
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#74 Beitrag von Puffi » 2018-04-18 9:04:53

jonson hat geschrieben:
2018-04-18 7:20:07
Ich glaube das es in Zukunft immer einfacher für mehr Menschen wird sich auf Langzeitreise zu begeben...
Die Erbengeneration wird grösser..
Bessere Verfügbarkeit von "Abenteuer/ Wohnfahrzeugen"...
Vor 30 Jahren war doch kaum jemand unterwegs.... Schau mal jetzt im Winter nach Spanien was da an "Langzeit reisenden " unterwegs ist... Das geht in die zehntausende..
Habe die Überwinterer in Spanien persönlich erlebt. Das waren in der Regel alles die Generationen die eine wohlverdiente Rente haben. Teilweise waren Leute dabei die wegen den Kosten ( Winter ) diese Art für sich gewählt haben. Im übrigen reisen die nicht, die stehen meist 3-4 Monate am selben Fleck :frust: .

Die Jüngeren brauchen teilweise 3 Jobs und werden trotzdem keine Rente haben. Und beim Erben wird gaaaanz :joke: sicher bald Onkel Staat verstärkt sich das holen was er mit vollen Händen ausgiebt. Es gilt also nicht auf das Erbe zu warten sondern selbst aktiv zu sein um seinen Traum wahr zu machen.

Gruß Puffi
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#75 Beitrag von Mark86 » 2018-04-18 10:06:36

Es gilt also nicht auf das Erbe zu warten sondern selbst aktiv zu sein um seinen Traum wahr zu machen.

Gruß Puffi
Ich habe beobachtet, dass wenn alles "Planmäßig" läuft und niemand überraschend früh stirbt, man bis man erbt -zumindest bei mir in der Familie- so alt ist, dass man in keinen Allrad LKW mehr rein klettern kann, um die Welt zu bereisen... Also die Finanzierung kommt zu spät, so nach Pflegeheim & Co überhaupt ein Betrag übrig bleibt, der noch für ne Weltreise mit nem Allradlaster reicht.
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#76 Beitrag von Tomduly » 2018-04-18 10:57:34

Moin!

Bei der Erberei von Immobilien sollte man sich auch im Klaren sein, dass man nicht nur ein (hoffentlich) abbezahltes Häuschen in (hoffentlich) akzeptabler Lage erbt, sondern auch eine ganze Reihe von Pflichten. So greift z.B. bei geerbten Bestandsgebäuden die Pflicht zur energetischen Sanierung innerhalb von zwei Jahren...

Grüsse
Tom

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#77 Beitrag von MANniMan » 2018-04-18 20:02:04

Genauso wichtig, wie sich über eine sinnvolle und nachhaltige Finanzierung der Reise ausreichende Gedanken zu machen und gute Lösungen für die persönlichen Lebensumstände zu finden, ist aus meiner Sicht, auch ein gutes "praxisgerechtes / - erprobtes" Handlungskonzept zu haben, um zB nach x Monaten / Jahren wieder ins "normale" Leben zurück kommen zu können.

Dieses Thema verbinden wir jedenfalls ganz eindeutig mit der Thematik Langzeitreise...

Unsere bisherigen -bislang nur 6 Wochen am Stück andauernden- Reisen mit unserem MANni haben uns aufgezeigt, wie tief dann schon die Entspannung ist und wie gut Entschleunigung auf das komplette körperliche / seelische Wohlbefinden wirkt, was mit "keine Lust auf neuen Druck oder überflüssigen materiellen Ballast" einhergeht. Umso schwerer ist es mir daher als Gesellschafter und GF gefallen, nach diesen 6 Wochen mit ganz tollen Reiseeindrücken und einer super tollen Zweisamkeit wieder auf "normale Drehzahl" hochzufahren, quasi wieder unverändert im Betrieb zu funktionieren und im täglichen Hamsterrad wieder voll und kraftvoll anzutreten.

Kurzum: Gibt es dafür auch für den "Wiedereinstieg" nach einer längeren Reise ein paar Tips für uns...mir jedenfalls fällt aktuell nichts Brauchbares ein, warum und wie ich mich dann wieder motivieren könnte, sollte ich zB ein Sabbatical eingelegt haben und erst mal so richtig "nach einer 1 jährigem Tour runtergefahren" bin...
Liebe Grüsse
Martin

-------
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#78 Beitrag von Pele » 2018-04-19 8:55:05

Hallo Martin,

auch hier kann ich Dir leider nur zustimmen. Ich habe es im Freundes- und Bekanntenkreis beobachtet, wie schwierig es ist nach einer längeren Reisezeit wieder in den Alltag einzusteigen. Wir haben hier über Depressionen bis Ehescheidungen alles erlebt. Für mich wäre es nichts, daher steige ich nicht wieder ein. Wenn man aussteigt, dann meines Erachtens für immer. Dieses Hin und Her würde mich auch zerstören. Das ist wie 3 Wochen Essen und Trinken ohne Limit und dann 3 Wochen fasten und das immer abwechselnd.

Also dann lieber von dem süßen Gedanken nur träumen und warten bis er verwirklicht werden kann. Wobei ich das Können hier mehr im persönlichen Bereich eines Menschen sehe, als an finanziellen Gründen. Es gibt viele Beispiele und auch die o.a. Beiträge zeigen, wie man es finanziell schaffen kann. Wichtig ist, dass bei beiden Reisenden auch die innere Einstellung passt. Meine Frau und ich haben für uns festgestellt, dass 6 Monate Reise genug sind; es wäre fatal jetzt zum Beispiel 2 Jahre reisen zu wollen. Dann muss man eben sehen wie man solche Fernziele (Kanada, Südamerika, Australien usw. ) erreicht oder eben sein lassen. Es gibt immer Lösungen.

Grüße

Peter

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#79 Beitrag von jonson » 2018-04-19 9:02:43

Ein sechs Wochen Urlaub hat sicher nichts mit einer Langzeitreise zu tun.. Je länger Du selbst unterwegs bist umso schwieriger wird ein Wiedereinstieg.. Warum auch?... Die anderen Leute werden immer skuriler und über was für Dinge sich alle unterhalten.. Totaler Quatsch...Aber es ist eigentlich so das sich die Reisenden verändern und bei den anderen bleibt alles beim Alten..
Bei mir hat sich der Freundes und Bekanntenkreis total geändert.. Ich kenne nur noch mobile Menschen... Arbeite auch nur noch mit mobilen Menschen zusammen..Hausbesitzer und Mieter zb hier in München kann ich in kaum einer Form mehr verstehen. Ich denke wer länger als zwei Jahre unterwegs ist, wird wohl niemals mehr so agieren wie vor dem "Ausstieg"..
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#80 Beitrag von DerDicke » 2018-04-19 9:25:34

jonson hat geschrieben:
2018-04-19 9:02:43
Bei mir hat sich der Freundes und Bekanntenkreis total geändert.. Ich kenne nur noch mobile Menschen... Arbeite auch nur noch mit mobilen Menschen zusammen..Hausbesitzer und Mieter zb hier in München kann ich in kaum einer Form mehr verstehen. Ich denke wer länger als zwei Jahre unterwegs ist, wird wohl niemals mehr so agieren wie vor dem "Ausstieg"..
Das kennen wir auch genau so. Wir sind seit Beginn unserer Reise viel offener gegenüber anderen Lebenseinstellungen und -sichtweisen, unsere politische Einstellung hat sich verändert und das bereits nach knapp einem Jahr unterwegs. Freiheit ist für uns ein geiles Gefühl für das sich Verzicht in jedem Fall lohnt.
Einen Wiedereinstieg in das "alte" (Berufs-) Leben mit all seinen Zwängen und Abhängigkeiten könnten wir uns derzeit nicht mehr vorstellen. Wir glauben aber nicht dass es für uns ein Problem werden wird - wir haben gelernt dass man einfach machen muss, der Rest ergibt sich dann schon...
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#81 Beitrag von Puffi » 2018-04-19 9:29:47

Das nach Langzeitreisen nichts mehr so ist wie es war hat uns teilweise zu schaffen gemacht. Man versteht die Menschen nicht mehr und selbst wird man auch nicht mehr verstanden. Bei vielen fällt man durch den Rost und wird wie ein Netbeschmutzer behandelt. Diese Erfahrung wird fast jeder machen :eek: und gilt es zu bedenken.....

Gruß Puffi
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#82 Beitrag von sri-lanka » 2018-04-19 9:51:03

So wie Jonson, dachte ich soeben auch.

Bekannte von mir leben nun schon seit ca. 20 Jahren im Wohnmobil. Immer in südlichen Ländern überwintert und den Sommer jeweils in Mitteleuropa verbracht.
Finanziert wurde/wird dies durch den Verkauf vom Haus, verkauf von ein wenig Land und einer Rente. Das Paar hat keine Kinder und wenn sie zurück kommen auch kein Zuhause (ausser WoMo) mehr.
Das Geld fürs Haus ging vermutlich durch den Kauf vom "Dickschiff" mit Auto im Heck schon mal drauf.

Wir sind etliche male kurz vor Weihnachten nach Spanien gehetzt, denn nach dem 06. Jan. mussten wir ja wieder arbeiten und haben bei den Leuten einen Besuch gemacht.
Mit jedem Jahr wurden diese Leute skurriler. Wenn ich dann von der Arbeit erzählte, wollte die das gar nicht hören, interessierte sie auch nicht, denn wer arbeitete war für sie sowieso irgendwie ein Depp.
Der Nachbar (auf Plätzen wie zBsp. Ziegenwiese) war ein Trottel, andere Vollidioten und so weiter....

Das Gesprächsthema beschränkte sich mehr oder weniger auf das Tun der anderen auf dem Platz, dem WoMo, wo man die Scheisse hinbringen kann und wo Frischwasser holen.
Sicher werden nicht alle Menschen so, nur ein Beispiel, wie sich diese Leute von Jahr zu Jahr verändert haben.

Grüsse

Werner

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#83 Beitrag von meggmann » 2018-04-19 10:40:00

Ich denke das kann man auf annähernd alle sich massiv verändernde Lebensumstände übertragen. Haben deine Freunde alle einen guten Job und du wirst warum auch immer länger arbeitslos ändert sich das Umfeld. Wirst du vom Konsummensch zum Selbstversorger wird das auch schwierig mit der Umgebung.

Ich habe mal einige Jahre an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Ländern gearbeitet - danach musste ich mich resozialisieren. Man teilt halt nicht mehr den Erlebnishorizont seines Umfeldes - und das ist vollkommen wertfrei.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
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- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#84 Beitrag von Ulf H » 2018-04-19 11:20:27

... mal sehen, was wird, der Wiedereintritt nach Deutschland steht unmittelbar bevor ...

Gruss Ulf
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Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#85 Beitrag von Puffi » 2018-04-19 11:50:25

sri-lanka hat geschrieben:
2018-04-19 9:51:03
So wie Jonson, dachte ich soeben auch.

Bekannte von mir leben nun schon seit ca. 20 Jahren im Wohnmobil. Immer in südlichen Ländern überwintert und den Sommer jeweils in Mitteleuropa verbracht.
Finanziert wurde/wird dies durch den Verkauf vom Haus, verkauf von ein wenig Land und einer Rente. Das Paar hat keine Kinder und wenn sie zurück kommen auch kein Zuhause (ausser WoMo) mehr.
Das Geld fürs Haus ging vermutlich durch den Kauf vom "Dickschiff" mit Auto im Heck schon mal drauf.

Wir sind etliche male kurz vor Weihnachten nach Spanien gehetzt, denn nach dem 06. Jan. mussten wir ja wieder arbeiten und haben bei den Leuten einen Besuch gemacht.
Mit jedem Jahr wurden diese Leute skurriler. Wenn ich dann von der Arbeit erzählte, wollte die das gar nicht hören, interessierte sie auch nicht, denn wer arbeitete war für sie sowieso irgendwie ein Depp.
Der Nachbar (auf Plätzen wie zBsp. Ziegenwiese) war ein Trottel, andere Vollidioten und so weiter....

Das Gesprächsthema beschränkte sich mehr oder weniger auf das Tun der anderen auf dem Platz, dem WoMo, wo man die Scheisse hinbringen kann und wo Frischwasser holen.
Sicher werden nicht alle Menschen so, nur ein Beispiel, wie sich diese Leute von Jahr zu Jahr verändert haben.
@Werner: Da bin ich voll bei Dir. Haben erstmals diesen Winter bei den Opis und Kuschelcamper in Spanien verbracht. Ich stimme Dir voll zu, einmal und nie wieder...... :frust: . Aber, man muß betonen das sind nicht die echten Langzeitaussteiger über die wir hier reden sondern Snowbirds ( meist Rentner ) um dem Winter zu entfliehen.

Das Thema kann man natürlich auch noch unter dem Stichwort "Aussteiger" sehen denn nicht alle fahren mit dem Womo um die Welt sondern wurschteln sich irgendwie durchs Leben und wollen einfach weg von Gängepplei, Staat und allem was nervt.

Gruß Puffi
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#86 Beitrag von Bustreter » 2018-04-19 11:52:07

Tomduly hat geschrieben:
2018-04-18 10:57:34
Moin!

Bei der Erberei von Immobilien sollte man sich auch im Klaren sein, dass man nicht nur ein (hoffentlich) abbezahltes Häuschen in (hoffentlich) akzeptabler Lage erbt, sondern auch eine ganze Reihe von Pflichten. So greift z.B. bei geerbten Bestandsgebäuden die Pflicht zur energetischen Sanierung innerhalb von zwei Jahren...

Grüsse
Tom
hallo Tom

Das ist doch alles halt so wild du musst lediglich den Heizkessel austauschen der obersten Geschossdecke eine Dämmung verpassen
und eventuell im Keller noch ein paar Wasserleitung und Heizungsrohre isolieren wenn du dann selber ein ziehst hat sich es schon .
wenn du es vermieten willst musst du es ordentlich machen ... also Mieterfest möglichst Mietnomaden fest.
Und mal nebenbei wer kontrolliert das ....kein Schwein!
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#87 Beitrag von Pele » 2018-04-19 13:12:42

Bustreter hat geschrieben:
2018-04-19 11:52:07

... also Mieterfest möglichst Mietnomaden fest.
Hallo,

das verstehe ich sprachlich nicht :frust:

Wer kann übersetzen ?

Grüße

Peter

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#88 Beitrag von Mark86 » 2018-04-19 14:15:13

Bustreter hat geschrieben:
2018-04-19 11:52:07
also Mieterfest möglichst Mietnomaden fest.
Steckdosen / Lichtschalter im Berker System wo man die beim Auszug fehlenden Abdeckrahmen einzeln bekommt (die übergestrichenen Rahmen ersetzen kann), Holztüren weiß lackiert die man schnell nachspachteln / nachlackieren kann, blos keine Sicherheitsschlösser in den Eingangstüren, Schließbleche mit so kurzen Schrauben befestigen dass sie zwar gefühl zu sind, aber ohne große Beschädigungen eingetreten werden können, Fußleisten einfaches Wechselsystem, Wasserhähne mit Spezialmutter unten drunter damit der Hobbybastler sie mit seinem Aldiwerkzeugkasten nicht abbekommt, Treppenflur möglichst Schlagfest/Kratzfest und ausbesserbar, Lampen aus Kunststoff so aufhängen dass sie nicht kaputt gehen wenn jemand davor haut, Briefkastenanlage / Klingelanlage so kaufen dass man die Einzelteile nach bekommt, Schlüsselsatz eh immer in Reserve festhalten, Toiletten/Waschenbecken/Badewannen (Baco) auch so aussuchen dass sie einfach aus zu tauschen sind, etc.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#89 Beitrag von Bustreter » 2018-04-19 14:36:52

Mark86 hat geschrieben:
2018-04-19 14:15:13
Bustreter hat geschrieben:
2018-04-19 11:52:07
also Mieterfest möglichst Mietnomaden fest.
Steckdosen / Lichtschalter im Berker System wo man die beim Auszug fehlenden Abdeckrahmen einzeln bekommt (die übergestrichenen Rahmen ersetzen kann), Holztüren weiß lackiert die man schnell nachspachteln / nachlackieren kann, blos keine Sicherheitsschlösser in den Eingangstüren, Schließbleche mit so kurzen Schrauben befestigen dass sie zwar gefühl zu sind, aber ohne große Beschädigungen eingetreten werden können, Fußleisten einfaches Wechselsystem, Wasserhähne mit Spezialmutter unten drunter damit der Hobbybastler sie mit seinem Aldiwerkzeugkasten nicht abbekommt, Treppenflur möglichst Schlagfest/Kratzfest und ausbesserbar, Lampen aus Kunststoff so aufhängen dass sie nicht kaputt gehen wenn jemand davor haut, Briefkastenanlage / Klingelanlage so kaufen dass man die Einzelteile nach bekommt, Schlüsselsatz eh immer in Reserve festhalten, Toiletten/Waschenbecken/Badewannen (Baco) auch so aussuchen dass sie einfach aus zu tauschen sind, etc.
Danke Mark
So in etwa....
@ peter
Ich wollte damit ausdrücken dass man in Anlehnung an Kindertauglich etwas beispielsweise eben auch Mieter oder Mietnomaden fest bauen herstellen oder ausführen kann.
Meine Erfahrung mit zwei Jungs ist so das viele Dinge einfach nicht kindertauglich sind von denen man erwartet dass sie den nächsten fünf bis zehn Jahre halten manche halten 5 minuten dann sind sie hin manche halt etwas länger.
Genau so ist das mit Wohnungen und größeren Dingen in Wohnungen wenn du das Pech hast an schlechte Mieter oder Mietnomaden zu geraten da wird Parkett verfeuert, Schränke demoliert oder in unmöglichen Stellen Silikon Farbe oder sonstiges rein gekleistert und das sind dann meistens noch die kleineren Übel
Ich habe bis jetzt Gott sei Dank immer vernünftige Mieter gefunden die vernünftig mit dem anvertrauten Eigentum umgehen.
Ch.
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Re: Finanzierung von Langzeitreisen

#90 Beitrag von tomzwilling » 2018-04-19 14:51:25

Pele hat geschrieben:
2018-04-19 8:55:05
Also dann lieber von dem süßen Gedanken nur träumen und warten bis er verwirklicht werden kann. Wobei ich das Können hier mehr im persönlichen Bereich eines Menschen sehe, als an finanziellen Gründen. Es gibt viele Beispiele und auch die o.a. Beiträge zeigen, wie man es finanziell schaffen kann. Wichtig ist, dass bei beiden Reisenden auch die innere Einstellung passt. Meine Frau und ich haben für uns festgestellt, dass 6 Monate Reise genug sind; es wäre fatal jetzt zum Beispiel 2 Jahre reisen zu wollen. Dann muss man eben sehen wie man solche Fernziele (Kanada, Südamerika, Australien usw. ) erreicht oder eben sein lassen. Es gibt immer Lösungen.
Hallo Peter,
du sprichst mir aus der Seele...
Gruß Tom
Denn: Viel Wissen, viel Ärger; wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge. (Kohelet 1,18)

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