Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von GNV

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Ubelix
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Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von GNV

#1 Beitrag von Ubelix » 2018-02-14 22:48:52

Hallo

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen!

Wir sind vor einigen Tagen aus Tunesien zurückgekommen.
Unser Ziel war der „Verlorene See“ südlich vom Tembain.
Das Wetter war recht wechselhaft in der Wüste.
Von bedeckt bis sonnig von leichtem Regen bis stark windig hatten wir alles.
Tags zwischen 24-28°C und nachts war es dann auch schon mal so um die 6-8° kühl.

Der Dinar stand günstig, für 1 Euro gab es 2,90 Dinar.
Zum Vergleich: Der Liter Diesel kostete 0,46 Euro und für einen Euro gab es 10 fette Baguettes:
Stückpreis 0,230 Dinar. Brot ist wohl subventioniert.
Für die Fahrt südlich vom Tembain mussten wir eine Erlaubnis und einen Führer haben.
Abdulla bekam pro Tag mit Auto 150 Euro, sprach gut Deutsch und wir nahmen seine Dienste für vier Tage in Anspruch.
Es war wenig los in der Wüste so hatten wir ausreichend Platz zum Spielen.

Die Fähre von GNV hatte auf der Hinreise einen Kabelbrand und drehte nach drei Stunden eine Runde und wir befanden uns mitten in der Nacht wieder in Genua.
Bei der Rückfahrt die für 22 Uhr angesetzt war, war kein Schiff da.
Uns wurde mitgeteilt Einschiffung ist erst morgen um 7 Uhr.
Als wir das vorgebuchte Ticket abholen wollten, sollten wir erst eine bereits voll ausgefüllte Verzichtserklärung auf jegliche Entschädigung unterschreiben die uns nach EU-Recht (hier 50% des Fahrpreises bei 12 Stunden Verspätung) zustehe. Als wir uns weigerten wollte man uns kein Ticket geben. So machten die das auch mit allen anderen Passagiern.
Wir weigerten uns mit einer weiteren Gruppe Deutscher zu unterschreiben.
Nachdem wir etwas Tumult gemacht hatten und das Verhalten dort mit Videobeweisen festhielten wurden nach einigen Gesprächen mit den Italienischen Vorgesetzten uns die Tickets ausgehändigt.
Ein Hotelzimmer für die Nacht wurde uns nicht angeboten. Wir durften schauen wo wir blieben.
Man darf hier wohl eindeutiger von Nötigung sprechen was die GNV hier mit ihren Passagieren veranstalten.
Tunesier sagten uns, dass die das immer so machen würden und kein Ticket rausrücken würden auch wenn man bereits bezahlt habe, wenn man nicht unterschreibe.
Netter Laden.
Wir werden jetzt unsere Ansprüche geltend machen, mal sehen was die Rederei in Italien zu dem Verhalten in Tunesien sagen.
Wie die sich zu dem Vorfall Verhalten werde ich dann hier nochmal darlegen.

Wer etwas von unserer Fahrt sehen möchte, hier ein Video https://youtu.be/va0vUj6iUjU
Viele Grüsse
Peter + Conny

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steyermeier
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#2 Beitrag von steyermeier » 2018-02-14 23:51:24

Hatten ein ähnliches Thema mit GNV auf der Hinreißen nach MA...Genua -Tanger Med....
GNV hatte uns auf allen möglichen Wegen ca.2 Tage vor Abfahrt informiert, dass die Fähre Verspätung hätte...wegen Sturm.wir wussten Also Bescheid, sind etwas langsamer runter gegondelt , die Fähre fuhr dann wie angekündigt mit 18 Std Verspätung. Wir mussten nichts unterschreiben. ...ich wäre und bin aber nicht auf die Idee gekommen Ansprüche geltend zu machen...bei dem eng terminieren Pendelverkehr über 1500km kann ich mir schon vorstellen, dass so Ereignisse wie Wetter da etwas ändern können...GNV hat sich gekümmert und uns informiert...wir waren aber auch in der glücklichen Lage , einfach eine Nacht mehr im Lkw zu übernachten und gut.
Gruß markus

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#3 Beitrag von Gordie » 2018-02-15 0:13:30

Auch wir hatten schwere Probleme.
Die Fähre ist nicht in Tunis losgefahren. Es sollte Ersatz am nächsten morgen kommen und um 8 uhr sollte man beim Schalter sein. Der schalter wurde jedoch erst gegen abend geöffnet. Die Leute mit normalen pkw mussten draussen vor ihren Autos im Hafen geschlafen. Erst drei Tage später kam Ersatz. Aufgrund der Menge War aber nicht klar ob alle mitfahren können.
Als Entschädigung gab es für uns eine Kabine auf dee Fähre und ein kostenloses mageres Abendessen und Frühstück das aus einen Papbecher Kaffee und ein eingepacktea xroissoint bestand. In der anschliessenden Korrospodenz haben wir dann anschliesend auch 50 prozent ermässung auf einen der nächsten überfhrten bekommen. Diese 50 prozent hatten jedoch soviele Einschränkungen das diese sich auf 0 prozent auflösten.

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#4 Beitrag von mangusta » 2018-02-15 1:47:13

Wir hatten den Eindruck, daß zwar sowohl auf den Fähren nach Marokko als auch auf den nach Tunesien "GNV" drauf steht - daß aber zwischen den beiden Linien ein Unterschied von Qualitätswelten herscht.

Bei der Wiederankunft aus Tunesien stand in Genua fast in allen Toiletten das Wasser auf dem Fußboden bis zu 10 cm hoch und der Grad der Vermüllung der kompletten Fähre war unbeschreiblich.

So etwas habe ich auf den Marokkofähren der selben Linie nie erlebt.

Gruß

Rolf

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#5 Beitrag von Gordie » 2018-02-15 4:42:04

[quote="mangusta"

Bei der Wiederankunft aus Tunesien stand in Genua fast in allen Toiletten das Wasser auf dem Fußboden bis zu 10 cm hoch und der Grad der Vermüllung der kompletten Fähre war unbeschreiblich.


Rolf[/quote]

Kann ich nur bestätigen. War bei uns auf der Hinfahrt genauso entsetzlich!

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#6 Beitrag von VHIH » 2018-02-15 7:33:57

Hallo,
Frage als absoluter Fährenneuling:
Hat man auf der Fähre Genua-MA eigentlich immer Zugang zu seinem Fahrzeug?
Gruß
Volker

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#7 Beitrag von Garfield » 2018-02-15 10:11:52

Nein , nur in Barcelona kannst Du runter zum Fahrzeug. Gr.Garfield

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#8 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-02-15 10:18:41

VHIH hat geschrieben:Hallo,
Frage als absoluter Fährenneuling:
Hat man auf der Fähre Genua-MA eigentlich immer Zugang zu seinem Fahrzeug?
Gruß
Volker
Nein, nie während der Überfahrt! Sonst würde die Cafeteria auch nichts einnehmen.
Ist aber eigentlich der Normalfall bei fast allen Fährgesellschaften. Ist mir auch lieber so, da so weniger an den Fahrzeugen herumgespielt werden kann.

Edit: Wie Garfield schrieb im Hafen von Barcelona. Aber das ist auch so eher nicht vorgesehen und mehr ein ausnutzen der Umstände das andere Gäste zu Ihren Fahrzeugen zum Ausfahren müssen.

Gruß
Chris

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#9 Beitrag von VHIH » 2018-02-15 10:45:08

Alles klar, danke

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#10 Beitrag von sico » 2018-02-15 11:11:58

Hallo Peter,
diese unerträglichen Bedingungen bzgl Hygiene, Komfort, Essensqualität, Kosten, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Service und vieles mehr hat uns zu dem Entschluß gebracht, vorerst nicht mehr nach Tunesien zu fahren.

Sorry, so leid mir das für Tunesien und seine Menschen tut, aber diese Bedingungen sind einfach katastophal und unakzeptabel.
mfg
Sico

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#11 Beitrag von meggmann » 2018-02-15 15:33:09

Hallo Sico,

ict das nur ein Problem von GNV auf der Route oder ist das generell / häufiger bei denen so. Meine einzigen Fährerfahrungen sind mit DFDS - und da war es absolut anders.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#12 Beitrag von Pirx » 2018-02-15 18:12:10

meggmann hat geschrieben:Hallo Sico,

ict das nur ein Problem von GNV auf der Route oder ist das generell / häufiger bei denen so. Meine einzigen Fährerfahrungen sind mit DFDS - und da war es absolut anders.

Gruß, Marcel
Naja,

die tunesische Konkurrenz der Fährlinie CTN ist da auch nicht besser als die Italiener von GNV: Pünktlichkeit, freundlichen Service, brauchbares Essen zu angemessenen Preisen und vor allem saubere Kabinen und hygienische Waschräume/WC's bringen die auch nicht hin.

Ich habe inzwischen aufgegeben, am "Servicedesk" um Handtücher oder eine Rolle Toilettenpapier für meine teure "Außenkabine mit Dusche und WC" zu betteln oder auf die Beseitigung der Verstopfung im WC-Abfluß (nicht von mir verursacht) vor der Ankunft zu hoffen.

Ich nehme es immer als Einstimmung auf Afrika hin ... :angel:

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#13 Beitrag von advi » 2018-02-15 18:21:08

Also auf meinen Fahrten mit Gnv nach Tunesien vor ein paar Wochen war alles soweit okay. Bis auf leichte Verspätungen bzw meine Fähre nach Tunesien ist sogar früher abgefahren

Andere deutsche hatten 9 Stunden Verspätung mit der Fähre

Bei uns allen war aber die Sauberkeit soweit gegeben
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Meine Gedanken zu wie viel Expeditionsmobil ist nötig http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 18&t=75381

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#14 Beitrag von Dsg » 2018-02-15 20:55:28

Wir waren nach Tanger sowohl von Barcelona als auch von Genua aus unterwegs. Früher kam ich mal zu spät im Hafen an und hatte schon Befürchtungen, dass ich bis nach Algeciras runter muß. Heute bleibe ich entspannt. Habe noch nie erlebt, dass die Fähre ohne Verspätung ablegt. Ich kenn das gar nicht anders. Mit der Hygiene ist das halt so eine Sache. Es übernachten (und essen) ja auch viele Familien auf den Gängen, da bleibt das gar nicht aus. Das Essen im Selbstbedienungs- “Restaurant” kann man sich schenken. Es war immer schlecht und teuer, sowohl bei Grimaldi als auch bei GNV. Das echte Restaurant habe ich nie ausprobiert, war mir zu teuer. In den letzten Jahren haben wir uns dafür stets eine “Suite” gegönnt, die ist gar nicht so viel teurer als eine Außenkabine und man hat wirklich viel Platz. Wir nehmen uns immer etwas kaltes Essen mit und essen in der Kabine. Der Cappucino an der Bar ist aber gut.

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#15 Beitrag von Garfield » 2018-02-15 21:47:16

Angeblich hat sich was am Essen auf der Route Genua-Tanger -Genua getan . Seit Mai 2017 soll es eine Pizzeria geben , kann das jemand bestätigen und wenn ja kann man da für akzeptables Geld essen ? Allgemein hat sich GNV neu auf die Fahne geschrieben für mehr Service und Sauberkeit zu sorgen ob das was wird ?

Garfield

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#16 Beitrag von Dsg » 2018-02-15 22:27:21

“ Seit Mai 2017 soll es eine Pizzeria geben ...” Echt? Auf welchem Schiff?

Dsg

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#17 Beitrag von Nimrod » 2018-02-15 23:22:23

mangusta hat geschrieben:Bei der Wiederankunft aus Tunesien stand in Genua fast in allen Toiletten das Wasser auf dem Fußboden bis zu 10 cm hoch und der Grad der Vermüllung der kompletten Fähre war unbeschreiblich.
Liegt das dann an der Fährgesellschaft oder an den Reisenden?
LG
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#18 Beitrag von Ubelix » 2018-02-16 1:40:46

Hallo
Die Fähre war nicht ausgebucht mit welcher wir fuhren.
Die Sauberkeit war für beide Fährfahrten nicht zu bemängeln.

Nach dem Brand vor Genua drehte die Fähre um und wir wurden so gegen 2 Uhr in der Nacht aus den Kabinen geholt als wir wieder zurück in Genua waren.
Es ging dann auf ein Ersatzschiff welches bereits bereit lag und nach einigen Stunden Umladen fuhren wir am frühen Morgen wieder von Genua ab.
Es wurden uns da Gutscheine für Frühstück, das bekanntlich als Diät gut ankommt, und für Mittag und Abendessen gegeben.
Das Essen Mittags und Abends war reichhaltig und nicht wirklich zu bemängeln.

Aber das hat die Reederei nicht aus purer Freundlichkeit getan.
Wer einen Gutschein annahm, erklärt sich damit einverstanden, diesen als Ersatz für die ihm zustehenden Entschädigung für Verspätung nach EU-Gesetz zu akzeptieren.
Da waren der Kaffee und das Brötchen sowie beiden Essen billiger.

Das ist aber den meisten Reisenden nicht bewusst.
Ihr Recht als Schiffspassagier:
Verspätung mehr als eine Stunde - Fahrt bis zu vier Stunden Ihre Fahrt dauert bis zu 4 Stunden und Sie haben mehr als 1 Stunde Verspätung:

> mindestens 25% des Fahrpreises als Entschädigung
Verspätung mehr als zwei Stunden - Fahrt von vier bis acht Stunden Ihre Fahrt dauert zwischen 4 und 8 Stunden und Sie haben mehr als 2 Stunden Verspätung:

> mindestens 25% des Fahrpreises als Entschädigung
Verspätung mehr als drei Stunden - Fahrt von acht bis vierundzwanzig Stunden Ihre Fahrt dauert zwischen 8 und 24 Stunden und Sie haben mehr als 3 Stunden Verspätung:

> mindestens 25% des Fahrpreises als Entschädigung
Verspätung mehr als sechs Stunden - Fahrt von über vierundzwanzig Stunden Ihre Fahrt dauert länger als 24 Stunden und Sie haben mehr als 6 Stunden Verspätung:

> mindestens 25% des Fahrpreises als Entschädigung
Sollte die Verspätung doppelt so hoch sein, wie oben genannt, dann beträgt die Entschädigung 50% des Fahrpreises.
Mit Gutscheinen können die Schiffsreiseanbieter die anfallende Entschädigung nur dann vornehmen, wenn Sie als Reisender damit einverstanden sind.
Sie müssen keinen Entschädigungsgutschein akzeptieren und können auf Auszahlung in bar bestehen.


Von der Seite http://www.passagierrecht.de/schiff.html

Für uns wäre eine Entschädigung von 50% zu zahlen gewesen. (ca.200 Euro pro Fahrzeug + 80 Euro für Übernachtung pro Person)

Man kann für vieles Verständnis aufbringen, aber das einem das bezahlte Ticket verweigert wird und man vor die Wahl gestellt wird, im voraus auf bestehendes EU-Recht einer Entschädigung schriftlich zu verzichten habe, dass war die Unverschämtheit die sich vielen Reisende zwangsweise unterwerfen mußten.

Unterschreibe oder bleib in Tunesien.

Das würde ich als versuchte Erpressung werten.
Viele Grüsse
Peter + Conny

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#19 Beitrag von Gordie » 2018-02-16 6:29:40

Irgendwie komisch.
Bei euch war es ein Brand auf der Fähre.

Bei uns war es auch ein Brand im Motorraum der Fähre.

Scheint da ja recht oft zu brennen.

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#20 Beitrag von Ubelix » 2018-02-16 9:51:03

Hallo

Also bei uns stank es enorm nach verbrannten Kabel im hinteren Deckbereich wo der immer leere Pool ist..
Oben auf Deck haben die auch irgend eine Qualmwolke bearbeitet.

Irgend einer nuschelte auch was von "Mangelnder Wartung und Pflege"

Etwas genaues sagen die einem ja nie.
Viele Grüsse
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#21 Beitrag von nekaab » 2018-02-16 13:33:33

Wir sind vor ein paar Wochen aus Tanger mit der „Fantastic“ gefahren. In der Tat steht ein Pizzaofen in der Cafeteria neben dem „Pool“, ich habe aber niemanden Pizza essen sehen. Kostet ca Euro 5,00 für ein „großes Stück“. Keine Ahnung.

Viele Grüße

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#22 Beitrag von Seapilot » 2018-02-16 13:38:20

Interessant das für einige die Hygiene und die Pünktlichkeit sowie die Qualität der Verpflegung so entscheidend sind. Da ich auch im Sicherheitsbereich der Seeschifffahrt unterwegs bin würde ich eine Überfahrt mit so einem Eimer nur im Überlebensanzug an Deck machen. Schaut euch mal die Sicherheitseinrichtungen an. Da wird es abenteuerlich. Schnellschlusseinrichtungen die nicht gangbar sind, Feuerklappen die festgerostet sind, wasserdichte Türen die während der Seereise geschossen sein müssen stehen offen usw. Die Liste ist lang. Bei den sog Port State Kontrollen kann man da haarsträubende Dinge erleben.
Bei Problemen im Hafen dürfte der Hinweis das man die Behörden im Rahmen der Port State Control bitten wird das Schiff zu besuchen, für Bewegung sorgen. Noch mit dem Hinweis das man alles per Video dokumentiert. Gerade im Bereich der Mittelmeerfähren sind jede Menge Schrotteimer unterwegs.

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#23 Beitrag von LutzB » 2018-02-16 13:58:50

Ubelix hat geschrieben:Man kann für vieles Verständnis aufbringen, aber das einem das bezahlte Ticket verweigert wird und man vor die Wahl gestellt wird, im voraus auf bestehendes EU-Recht einer Entschädigung schriftlich zu verzichten habe, dass war die Unverschämtheit die sich vielen Reisende zwangsweise unterwerfen mußten.
Ich hab' echt ein Problem mit kleinlich deutscher Korinthenkackerei. Dafür sind diese Reiseziele einfach nicht geeignet.

Lutz
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#24 Beitrag von Seapilot » 2018-02-16 14:07:58

LutzB hat geschrieben:
Ubelix hat geschrieben:Man kann für vieles Verständnis aufbringen, aber das einem das bezahlte Ticket verweigert wird und man vor die Wahl gestellt wird, im voraus auf bestehendes EU-Recht einer Entschädigung schriftlich zu verzichten habe, dass war die Unverschämtheit die sich vielen Reisende zwangsweise unterwerfen mußten.
Ich hab' echt ein Problem mit kleinlich deutscher Korinthenkackerei. Dafür sind diese Reiseziele einfach nicht geeignet.

Lutz
Also die Länder bzw. deren Behörden können das noch deutlich besser als die Germanen.

Beispiel gefällig? Im algerischen Hafen 50$ Strafe weil Flagge nach Sonnenuntergang noch nicht eingeholt war, und zwei Tage später 100$ weil der Regen Ladungsreste ( Weizen) in das Hafenbecken gespült hat. Die Liste könnte ich für ganz Nord- und Westafrika um viele Beispiele verlängern, bis hin zu den den Erpressungen im Suezkanal.

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#25 Beitrag von meggmann » 2018-02-16 14:14:59

LutzB hat geschrieben:
Ubelix hat geschrieben:Man kann für vieles Verständnis aufbringen, aber das einem das bezahlte Ticket verweigert wird und man vor die Wahl gestellt wird, im voraus auf bestehendes EU-Recht einer Entschädigung schriftlich zu verzichten habe, dass war die Unverschämtheit die sich vielen Reisende zwangsweise unterwerfen mußten.
Ich hab' echt ein Problem mit kleinlich deutscher Korinthenkackerei. Dafür sind diese Reiseziele einfach nicht geeignet.

Lutz
Also dass die Pizza nicht schmeckt - ok, damit könnte ich gut leben oder Klos in Afrika anders aussehen als in der Schweiz - aber wenn mir jemand mein bezahltes Ticket nur unter Auflagen/Erpressung gibt würde mich auch sickig machen.

Klar sind Italien oder Afrika nicht Dänemark oder Schweden - aber auch da gibt's Grenzen.

Gruß, Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#26 Beitrag von LutzB » 2018-02-16 14:16:49

Seapilot hat geschrieben:Beispiel gefällig? Im algerischen Hafen 50$ Strafe weil Flagge nach Sonnenuntergang noch nicht eingeholt war, und zwei Tage später 100$ weil der Regen Ladungsreste ( Weizen) in das Hafenbecken gespült hat. Die Liste könnte ich für ganz Nord- und Westafrika um viele Beispiele verlängern, bis hin zu den den Erpressungen im Suezkanal.
Und was hat das jetzt mit der Heulerei zu tun, dass Mann ein-paar-Euro-fuffzich von irgeneiner Fährgesellschaft nicht zurückerstattet bekommt??

Lutz
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#27 Beitrag von Seapilot » 2018-02-16 14:22:00

LutzB hat geschrieben:
Seapilot hat geschrieben:Beispiel gefällig? Im algerischen Hafen 50$ Strafe weil Flagge nach Sonnenuntergang noch nicht eingeholt war, und zwei Tage später 100$ weil der Regen Ladungsreste ( Weizen) in das Hafenbecken gespült hat. Die Liste könnte ich für ganz Nord- und Westafrika um viele Beispiele verlängern, bis hin zu den den Erpressungen im Suezkanal.
Und was hat das jetzt mit der Heulerei zu tun, dass Mann ein-paar-Euro-fuffzich von irgeneiner Fährgesellschaft nicht zurückerstattet bekommt??

Lutz
In beiden Fällen geht es darum Ausländer abzuziehen, mal um mehr mal um weniger Geld. Und das kotzt mich an. Und bevor der kluge Rat kommt ich möge dann die Länder meiden, sei gewiss der Kontinent kann mir bis auf eventuell SA gestohlen bleiben

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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#28 Beitrag von meggmann » 2018-02-16 14:23:29

... ich hol schon mal Chips (trinke kein Bier).

Gruß, Marcel
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#29 Beitrag von Thomasito » 2018-02-16 14:24:16

Hallo Reisende

Eines geht mir bei diesem Thread nicht ganz in den Kopf.

Afrika ist gut, wenn es um Dieselpreise, Brotzeitpreise und um die Löhne für die Führer geht.
Afrika ist toll, weil alles wild und frei ist und überall genug Platz ist um mit seinem privaten Reise-LKW zu spielen.
Aber hier und da, sei es nun bei den Bedingungen für die Passage, sei es die Hygiene oder sind es die Geschäftsgepflogenheiten der Unternehmer entlang der Strecke, gibt es Befindlichkeiten,

Ist es nicht etwas vermessen, mit diesem Anspruch da runter zu fahren? Und weil man ja aus Europa kommt und Allradantrieb hat und einem der Abenteurer ins Gesicht steht, gibt es das alles praktisch umsonst.
Ist Afrika etwa der Geheimtip der Europäer? Ich dachte immer Europa ist der Geheimtip der Afrikaner.

Wir kommen da her wo viele Afrikaner hinwollen. Wir können uns Auszeiten leisten, weil wir eben nicht 365 Tage im Jahr damit beschäftigt sind unser Brot zu verdienen. Wir haben das Glück, dass uns die Generationen vor uns einen fetten Wohlstand hinterlassen haben. Viele von uns fahren Autos die mehr kosten, als ein Afrikaner sein Leben lang verdienen kann
Ich möchte nicht die Gründe für diese Umstände diskutieren, aber ich persönlich würde mir über die Zustände im Land meiner Träume kein Urteil erlauben.
Ach ja und was das EU-Recht angeht, so wäre ich einfach nur dankbar, dass ich auf der richtigen Seite des Mittelmeeres geboren wurde und einfach so wieder rüber darf.
Als Afrikaner muss man einen Schlepper bezahlen, der schnell mal 3-4 Jahresgehälter fordert. Was bedeutet dies für Euch? Ob man dann bleiben darf entscheiden andere.

Grüße

Thomas

hugobaer
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Re: Fahrt in die Wüste Tunesiens -Probleme mit der Fähre von

#30 Beitrag von hugobaer » 2018-02-16 14:24:17

Im Fährverkehr sind zwei Stunden nichts. Und dann kommt son Europäer daher und macht ein Gesetz nachdem du bei jeder zweiten Fahrt 25-50% zurückzahlen sollst. Was bleibt dann noch? Fähre zumachen? Preis um 30% erhöhen? Weil irgendwelche Leuts nicht schnell genug in den Urlaub kommen? Ich tät auch jeden Trick mit meinen Luxusfährgästen probieren, bei den gewerblichen Lkw sind die garantiert anders. Regt euch lieber über die andauernden Brände an Bord auf, das ist wirklich nogo!
Übrigens hab ich es immer geschafft zu meinem Lkw zu kommen, man muß nur nett mit einem Matrosen eine rauchen... Und niemals einen Steward oder so was fragen.
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