Iveco in Nordamerika

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Boomer23
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Iveco in Nordamerika

#1 Beitrag von Boomer23 » 2018-01-24 10:41:18

Hallo Forum,
ich plane eine mehrjährige Tour durch USA-Kanada - eigentlich mit einem Daily 4x4.
Leider haben die dort keinerlei Service oder Vertragswerkstätten. Hat irgendjemand Erfahung gemacht, wie man trotzdem dort zurande kommt - wo man Hilfe bekommen kann usw. Besonderes Problem scheint mir die Durchführung der Wartung zu sein - oder auch Bugs in der Elektronik...
Ich bin für jede Info dankbar!

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advi
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Re: Iveco in Nordamerika

#2 Beitrag von advi » 2018-01-24 10:56:44

Ich kann Dir nicht helfen, außer, das meine Werkstatt, die auch Ivecos aufbauen mir davon abgeraten hat, einen zu kaufen. Gab wohl zu viele Probleme damit. Weiß aber nichts genaueres.

USA würde ich nen Sprinter nehmen, fahren ohne Ende dort rum
Frank

Unserer heißt Alladin und ist ein MAN LE220 mit ausgebautem Kühlkoffer

Ausbau siehe http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 35&t=55758

Meine Gedanken zu wie viel Expeditionsmobil ist nötig http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 18&t=75381

romain
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Re: Iveco in Nordamerika

#3 Beitrag von romain » 2018-01-24 16:12:21

Frag mal Rico. Der war in Nord- und Südamerika mit einem Daily 4x4
https://www.itchywheels.de/category/panamericana/

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Puffi
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Re: Iveco in Nordamerika

#4 Beitrag von Puffi » 2018-01-24 17:14:48

Hallo,

erst mal die Frage wie alt ist Dein Daily....

In Kanada bekommt man an freien Truck Services je nach Fall Hilfe. In den USA wird es dann schwieriger, die dürfen aus Versicherungstechnischen Dingen nicht an einem Europäischen Fahrzeug arbeiten. Trotzdem kann man freie Werkstätten finden die einem behilflich sind. Es gibt ein paar Deutschstämmige die eine Werkstatt haben und einem weiterhelfen. Richtung Mexikanischer Grenze findet man eher Hilfe weil es die Mexis nicht so genau nehmen. Die Iveco Service Hotline wird Dir nicht helfen!

Fiat - USA mit Dodge Chrysler usw. könnten zur Not eine Hilfe sein. Auf jeden Fall würde ich wegen der Ersatzteilversorgung bei einem Autoclub eine Mitgliedschaft abschließen die auch sicher im Ausland greift.

Auf jeden Fall alle wichtigen Serviceersatzteile wie Filter usw. in genügender Anzahl mitnehmen. Bei einem Fahrzeug mit OBD -2 auf jeden Fall ein passendes Auslesegerät mitnehmen mit dem man auch mal einen Fehler auslesen und weg drücken kann. Kleine Dinge wie Reifenwechsel, Bremsbeläge tauschen, Dieselfilter wechseln usw. sollte man bei Bedarf selbst durchführen können.

Im viermalvier Forum findest Du eine gute Ivecoseite, die Jungs sind bei Problemen wirklich gut drauf und sehr hilfsbereit.
http://www.viermalvier.de

Allrad Christ - Bremach ( siehe Internet ) kennt Iveco in und auswändig und kann bei Bedarf sicher auch weiterhelfen und hat drüben evt. passende Adressen.

Viel Spaß Puffi
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Fritz1
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Re: Iveco in Nordamerika

#5 Beitrag von Fritz1 » 2018-01-25 23:06:35

Habe zwar Erfahrung mit Verschiffung/Langzeitreisen USA und andere Länder aber nicht mit Fiat und hatte immer ein Auto welches ich selber reparieren konnte.

Ein Freund war mit einem Fiat Ducato (Standartwohnmobil) mit automatisiertem Schaltgetriebe für 1 Jahr dort unterwegs.
Kupplung defekt in Kalifornien, also eher dicht besiedelte Ecke. Er fand erst keine Werkstatt, dann "musste" eine wegen Anweisung von Fiat doch ran.
Ergebnis: 4 Wochen im Hotel, ca. 10 000 Dollar kosten.


Gruß

Fritz

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Re: Iveco in Nordamerika

#6 Beitrag von Boomer23 » 2018-01-27 16:47:29

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
Der Daily wäre 7 Jahre alt und Euro5.
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass im Zweifel eine allgemeine Werkstatt helfen und notfalls eben improvisiert werden müsste. Mal sehen, wie ich weiterkomme...
10.000$ für 4 Wochen Hotel halte ich schon für sehr steil - aber wenn man schon einen Daily fährt, braucht man als Ausweichquartier sicherlich auch das Ritz ;)
Sprinter kommt gar nicht in Frage: - kann nicht genug Gewicht - die Offroad-Eigenschaften sind bei weitem nicht akzeptabel - Eigenschaften bestenfalls mit Umbau (Iglhaut o.ä.) brauchbar, dann aber viel zu teuer und immer noch max 4,2t gegen 5,5 beim Daily 4x4...
Wertvoll auf jeden Fall der Tip mit dem OBD - und Christ ist eine super-Anlaufstelle!

Nochmals Danke Euch allen,
Boomer23

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Re: Iveco in Nordamerika

#7 Beitrag von sico » 2018-01-27 17:57:17

hallo Boomer,
ich habe im Freundeskreise einige USA-Langzeittouristen.
Wenn ich von denen höre, welche Schwierigkeiten schon einfache Service-Arbeiten wie z.B. ein Motorölwechsel machen, wenn dein Fahrzeug nicht von dem Hersteller stammt, dessen Logo an Werkstatt hängt, dann meine ich, dass so ein IVECO 4x4 Daily, der ja in Deutschland und Europa schon ein ziemlicher Exot ist, in USA keinerlei Unterstützung in einer Werkstatt bekommen wird.
Die dabei meistgebrauchte Floskel ist das Stichwort Sicherheit.
Niemand will sich den Schuh anziehen, an einem markenfremden Fahrzeug Arbeiten auszuführen, für die die Werkstatt und das Personal am Ende zur Verantwortung gezogen werden können.
Das Verbraucherrecht in den USA ist dir sicher bekannt.
Man muß in den USA an einem solchen IVECO alles selbst machen können. Dabei kann man froh sein, wenn man eine Werkstatt findet, die ein Plätzchen zur Verfügung stellt, denn das könnte ja auch schon ein unüberschaubares Risiko darstellen.
mfg
Sico

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Re: Iveco in Nordamerika

#8 Beitrag von Fritz1 » 2018-01-27 18:53:04

Boomer23 hat geschrieben:Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
Der Daily wäre 7 Jahre alt und Euro5.
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass im Zweifel eine allgemeine Werkstatt helfen und notfalls eben improvisiert werden müsste. Mal sehen, wie ich weiterkomme...
10.000$ für 4 Wochen Hotel halte ich schon für sehr steil - aber wenn man schon einen Daily fährt, braucht man als Ausweichquartier sicherlich auch das Ritz ;)
Sprinter kommt gar nicht in Frage: - kann nicht genug Gewicht - die Offroad-Eigenschaften sind bei weitem nicht akzeptabel - Eigenschaften bestenfalls mit Umbau (Iglhaut o.ä.) brauchbar, dann aber viel zu teuer und immer noch max 4,2t gegen 5,5 beim Daily 4x4...
Wertvoll auf jeden Fall der Tip mit dem OBD - und Christ ist eine super-Anlaufstelle!

Nochmals Danke Euch allen,
Boomer23

Die 10 000 Dollar waren nicht fürs Hotel sondern die Kosten der ganzen Aktion, Hotel (oder Motel) war nur ein kleinerer Posten, keine 100 Dollar/Tag. Der Freund sagte mal Scherzhaft. Ich hätte sofort einen Monteur mit Ersatzteilen einfliegen lassen sollen, das wäre preiswerter gewesen.
Ob 4x4 für Nordamerika notwendig ist? Ich war 1x mit einem 4x4 dort, 1x mit 2WD und diverse Kurzreisen in den letzten 30 Jahren (3 bis 6 Wochen) mit Miet-Wohnmobil, immer Pick Up mit Kabine, zum Teil auch 4WD.

4WD ist ja nicht schlecht, aber es gibt so viele schöne Ecken die auch 2WD geeignet sind, z.B. fast alles in Alaska. In Utah ist ein kleiner 4WD nicht schlecht, gib es schöne Routen.

Gruß

Fritz

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Re: Iveco in Nordamerika

#9 Beitrag von advi » 2018-01-27 19:50:29

Ich habe mir ja schon mal überlegt, dort einen Pickup mit grosser Aufsetzkabine zu kaufen. Bekommt man alles gebraucht. Wenn ich wieder drüben bin, schaue ich mich mal um.
Frank

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Re: Iveco in Nordamerika

#10 Beitrag von Puffi » 2018-01-27 19:53:39

Hi Boomer,

Sico beschreibt es richtig, aber es gibt mit etwas Ausdauer immer eine Lösung. Meine Erfahrung und Infos basieren auf einem Iveco Daily Allrad. Der Iveco bleibt in vielen Ländern ein Exot, vor allem auch bei der Ersatzteilbeschaffung. Deshalb auch mein Hinweis auf ADAC bzw. Autoclub.

Gruß Puffi
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Re: Iveco in Nordamerika

#11 Beitrag von SvenS » 2018-01-30 19:19:56

immer noch max 4,2t gegen 5,5
Den Sprinter 4x4 gibt es auch als 5t Variante ab Werk und von Achleitner, Oberaigner und Iglhaut.
Wenn´s um Island geht, einfach bei mir fragen.

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Re: Iveco in Nordamerika

#12 Beitrag von Puffi » 2018-01-30 20:09:50

Stimmt, nur an der Hinterachse nicht Einzelbereift :cool:

Gruß Puffi
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Re: Iveco in Nordamerika

#13 Beitrag von SvenS » 2018-01-31 11:10:00

Das kann man ändern. Ich war am WE mit einem 519 4x4 mit 35" Einzelbereifung unterwegs.
Wenn´s um Island geht, einfach bei mir fragen.

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Re: Iveco in Nordamerika

#14 Beitrag von Tellus » 2018-01-31 13:28:22

Die Tatsache dass es in US kaum Iveco Vans gibt, soll wohl mit der sogen. "Chicken tax" zu tun haben.
Eine 25% Steuer auf importierte Vans, stammt noch aus L.B. Johnsons Zeiten. Europäer weigerten sich Hähnchen etc. zu importieren.
Lustigerweise importiert wohl Ford seine Vans aus der Türkei als Kleinbusse, bauen dann aber die Sitze und Scheiben aus um Steuern zu sparen.
MB baute seine Sprinter zeitweise auseinander, exportierte sie als Teile und baute sie in USA wieder zusammen.
Keine Ahnung ob das noch aktuell ist..

RAM und Dodge sind Fiat-Chrysler Marken und bauen Vans in US und/oder Mex. heissen ProMaster und sind nix anderes als z.B. Peugeot Boxer

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Re: Iveco in Nordamerika

#15 Beitrag von Puffi » 2018-01-31 21:26:35

Hi Sven,

na das interessiert mich aber, hast evtl. Bilder davon oder ist es ein Umbau der in Island gemacht wurde was mich nicht wundern würde wenn man die Sprinter dort mal gesehen hat.

Gruß Puffi
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Re: Iveco in Nordamerika

#16 Beitrag von SvenS » 2018-02-01 12:29:50

Ist ein isländischer Umbau: http://fjallasyn.is/index.php?cID=197
Wer sich für Sprinterumbauten interessiert, der findet hier mehr Bilder:
http://www.breytir.is/
http://rallypalli.is/jeppabreytingar/
Wenn´s um Island geht, einfach bei mir fragen.

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Chris_G300DT
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Re: Iveco in Nordamerika

#17 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-02-01 12:53:05

Hallo Namenloser,
du siehst das vielleicht etwas zu Vollkasko mäßig.
Persönliche Meinung: Wenn du so lange unterwegs sein willst, musst du eigentlich die grundlegende Wartung selbst durchführen können. Da gehört auch nicht wirklich viel dazu.

Verabschieden solltest du dich von dem Gedanken, weltweit immer eine Markenwerkstatt anlaufen zu können.
Du wirst überall auf der Welt, auch in den USA, eine Hinterhofklitsche finden, die dir z.B. einen Ölwechsel durchführt. Notfalls eben ohne Rechnung.
Auch einen OBD2 Diagnose Scanner wird dir jeder anschließen können.

Wenn wirklich dein Kabelbaum abgebrannt ist oder das Getriebesteuergerät spinnt etc, dann wird es eben kompliziert. Aber wie oft kommt sowas vor? 100% Sicherheit gibt es nicht.

Wenn du so ein Risiko nicht eingehen kannst, dann hast du eventuell das falsche Fahrzeug für dein Reiseziel, das falsche Reiseziel für den Fahrzeug oder deine Einstellung passt nicht zur gewählten Reiseform.

Gruß
Chris

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Re: Iveco in Nordamerika

#18 Beitrag von daily4x4 » 2018-02-01 22:59:05

advi hat geschrieben:USA würde ich nen Sprinter nehmen, fahren ohne Ende dort rum
und manchmal verirren sie sich selbst in die Normandie ...
Ni110212.jpg
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Grüße
-Bernhard-

== Dicht ist, wenn Wasser zwar einen Weg hinein, aber nicht wieder heraus findet ==
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