Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erlangen

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davorngehtsweiter
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Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erlangen

#1 Beitrag von davorngehtsweiter » 2017-11-22 20:50:32

Hallo alle zusammen,

ich plane und lese und plane und lese - hier und in anderen Foren meinen Gelände LKW.
Und nun komme ich zum Thema Wohnmobil und H. Und für alle ist das Womo H beim LKW der heilige Gral.

Aber es sieht doch heute und auf absehbare Zeit so aus:

Max. LKW Strafsteuer für den alten Esel: 1681€ / Jahr
H: 193€
Differenz grobe 124 euro im Monat.

Um das Womo H zu erreichen muss ich aber nicht unerhebliche Nachteile in Kauf nehmen:
(keine Chane bei uns auf H mit nachträglichem Wohnaufbau. Also bleibt nur LKW H mit Ladung)

- entweder einen nicht so wahnsinnig luxuriösen Koffer (LKW H mit Ladung)
- oder teure Umbauten auf Twist locks oder Ähnliches (LKW H mit Ladung)

Ich fahre aber mit meinem dicken ollen klopper doch eh nicht in deutsche städte.
- weil es mich nicht interessiert
- weil es da bessere transportmittel gibt
- weil eh kein parkplatz zu finden ist.

- ich will vielleicht nicht mal viel Autobahn damit fahren.

Und selbst mit H steht das alles auf der Kippe:
- durchfahrtsverbote je nach Stadtlaune
- diskuttierte Aberkennung der Zonen-Erlaubnis für H

Und wenn ich ins Ausland schaue dann ist mein H vielleicht auch nix wert.

Da stellt sich mir die grosse Frage:

Macht es nicht mehr Sinn die 125€ im monat zu tragen und den Aufbau einfach so optimal zu gestallten wie man will und kann?

Der Umbau eines Pritschen LKW auf Twist Locks und die Anpassung des entsprechenden Koffers dazu erzwingen auch erhöhten finanziellen Aufwand.
Wie viele Jahre kann ich davon die Steuer zahlen?
Doppelt so lange mit Saisonkennzeichen...

Nur mal so ein Gedanke...

Gruss an alle
Ralph
Gruß an alle

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lunschi
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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#2 Beitrag von lunschi » 2017-11-22 23:58:24

@Ralph:

...diese Frage kannst nur Du für Dich beantworten.

Für mich sind 1500 Flocken jedes Jahr schon nicht mehr wenig. Da hast Du nach zwei, drei Jahren (wie schnell sind die vorbei...) schon den Umbau wieder raus. Ich war kurz davor den Dicken abzustoßen weil der ohne "H" selbst als Wohnmobil über 1000 Euro jedes Jahr kostete ohne damit einen Meter gefahren zu sein.

Wenn Dich die Kohle und ggf. die Wochenendfahrverbote nicht jucken - bittesehr, fahr als LKW weiter. Wer ein wenig längerfristiger denkt wird sich wohl bemühen einen Prüfer zu finden der auch den nachträglichen WoMo-Umbau noch mit einem "H" segnet (das scheint nicht unmöglich zu sein, haben hier wohl schon mehrere so gemacht).
Auch wenn Du die Karre mal verkaufen wollen solltest kriegst Du mit historischem Kennzeichen einfach mehr Geld für das Auto. Und die Kosten für die Begutachtung zum H-Kennzeichen selbst hast Du ja nach drei Monaten schon wieder eingespart. Ich kann Deiner Argumentation da nicht ganz folgen. Selbst wenn sie in ein paar Jahren H-Oldies nicht mehr in die Städte lassen - bis dahin hast Du doch schon etliches eingespart, egal ob als H-Womo oder H-LKW.

Also die Argumente sind so ziemlich alle auf dem Tisch, entscheiden musst Du jetzt selbst.

Gruss
Kai
Kaputt ist wenn man aufhört zu reparieren.

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Ulf H
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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#3 Beitrag von Ulf H » 2017-11-23 3:03:28

... wenn das H für Dich so wenig wert ist, dann brauchst Du es natürlich nicht ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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lura
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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#4 Beitrag von lura » 2017-11-23 5:27:17

Die Unterhaltung eines Lkw ist ganz schön teuer. Für 1600€ kannst Du so ca einen 15-Tonner versteuern. Das ist schon ein richtig großes Lkw-Womo. Da kommt es auf 120 € im Monat vielleicht nicht an. Mein Bautruppwagen könnte ein H bekommen, hat er aber noch nicht. Kostet mich im Monat 35€ mehr. Die finde ich nicht schlimm.
Da gibt es andere wichtigere Sachen für mich. Z.B Sonntagsfahrverbot oder Anhängerziehverbot.
Zuletzt geändert von lura am 2017-11-23 14:12:52, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Bernd

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blechbatscher
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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#5 Beitrag von blechbatscher » 2017-11-23 12:10:34

Sonntagsfahrverbot ist für privat Geschichte!
Basti

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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#6 Beitrag von ud68 » 2017-11-23 13:29:57

blechbatscher hat geschrieben:Sonntagsfahrverbot ist für privat Geschichte!
Basti
?? seit wann denn dieses ??
Annahme: LKW >7,5 to / Sonntags /ggf auch mit Anhänger / kein H

bitte unter Angabe von Gesetzestext

mfG Udo

blechbatscher
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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#7 Beitrag von blechbatscher » 2017-11-23 13:38:50

§ 30 stvo (Neufassung 19.10.2017)
An Sonntagen und Feiertagen dürfen in der Zeit von 0.00 bis 22.00 Uhr zur geschäftsmäßigen oder entgeltlichen Beförderung von Gütern einschließlich damit verbundener Leerfahrten Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t sowie Anhänger hinter Lastkraftwagen nicht geführt werden.
:rock:

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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#8 Beitrag von lura » 2017-11-23 14:08:57

Das klingt ja nach Jahrzehnten mal gut. Steht so auch auf Dejure.org
Gruß
Bernd

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Re: Überlegungen zum Sinn der Anstrengung ein Womo-H zu erla

#9 Beitrag von Mark86 » 2017-11-23 15:34:10

Max. LKW Strafsteuer für den alten Esel: 1681€ / Jahr
Echt? Bei mir sagt der KFZ Steuerrechner für 9 Tonnen 600€ als LKW und 850€ als Wohnmobil.
Wäre jetzt zu knapp 200€ H Kennzeichen nicht der treibende Kostenfaktor in der Gesamtbilanz.
Das Versicherungsthema als Oldtimer war aber einfacher und kostengünstiger, da ist auch noch einiges an Ersparnis drin gewesen.

Als H-LKW für austauschbare Ladungsträger stören mich die Auflagen für Oldtimer nicht, da ich mein Auto sowieso in nem netten, ansehnlichen und halbwegs zeitgenössischem Zustand haben will. Soll ja auch n bisschen schön an zu sehen sein...
Es kam aber für mich auch nicht in Frage, irgendwas auf ne Pritsche zu stellen, so das sowieso ein Hilfsrahmen her musste und die 2 Tage Arbeit um nen Hilfsrahmen zu bauen und die 300€ Material waren kein Posten der in der Gesamtkalulation irgendwie auffällig geworden ist.
Für mich ist der Hauptvorteil am H Kennzeichen dass ich mal in ner Umweltzone parken darf.

Wer natürlich den absoluten Spiel und Basteltrieb hat, über LED Scheinwerfer, tausend Lampen und Anbaugedöns und Aufbaugedöns usw. usf. kann sich natürlich überlegen, ob er Wert auf ein H Kennzeichen legt oder nicht. Als Oldtimerfan brauch ich das alles nicht, ich will es auch gar nicht, so beißt sich mein Bastelinteresse nicht mit den H Richtlinien :)

Natürlich sind die ~1000€ Unterschied bei Steuern und Versicherung n Posten, den man gerne spart, ist ja mal locker ne Woche Urlaub im Jahr, bei den Gesamtbetriebskosten meines Autos fallen die aber nicht als "entscheidender" Posten ins Gewicht. Das liegt aber auch daran, dass ich im Durchschnitt 20.000km pro Jahr mit dem Fahrzeug unterwegs bin... Man sollte bei Empfehlungen anderer Leute egal ob es um Kosten geht, oder um die Fahrzeugwahl, immer schauen, was hinter der Aussage steht und woher die Erfahrungen kommen. Das geht bei der "Autobahntauglichkeit" los, klar kann man mit nem Hanomag AL28 in den Urlaub fahren, klar gibt es Leute die damit gerne in den Urlaub fahren, nur, sieht das eigene Reiseverhalten auch so aus, dass die Urlaubsanreise dann gemütlich auf der Landstraße statt findet? Klar kann man sagen "auf 5 oder 10 Liter Diesel kommts nicht an, dann kauf ich gleich nen MAN KAT", ok, wenn ich dann sehe dass manch einer der son Spruch reißt, das Auto nach 6 Jahren zum Verkauf anbietet, in den 6 Jahren 5 Reparaturen protokolliert hat und 16.000km damit gefahren ist, ok. Ich bin schon in 2 Monaten mehr gefahren ^^ Da muss man bei so Empfehlungen immer schauen, ob die Situation aus der eine Empfehlung ausgesprochen wird, auch zur eigenen passt...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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