Heizen in großen Höhen

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defender130
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Heizen in großen Höhen

#1 Beitrag von defender130 » 2017-03-03 18:19:31

Hallo Forumsmitglieder und Reisefreaks in kalte Regionen und großen Höhen ;-)

ich habe eine (für mich) berechtige Frage in die Runde. Wie löst ihr das Problem der Heizung in größeren Höhen > 2.500 bis 3.000 m? Selbst ein Höhenkit von Webasto macht nur ein paar hundert Höhenmeter aus. Ich hatte schon an einen kleinen Refleks-Ölofen mit 17 cm Durchmesser gedacht - aber der Preis und der Platz, selbst in einem für uns jetzt so rießengroßen Unimog ist problematisch.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht oder welche Tipps könnt ihr mir geben? Über die Suchfunktion habe ich nichts gefunden.

Vorweg eine Idee: ich installiere eine kleinen kompakten (Not) Gasheizer an der Frontwand der Kabine zur Fahrerkabine (haben keinen Durchschlupf) und sorge mit einem Belüftungsgitter wg. Kohelmonoxid für Frischluftzufuhr. Im Notfall kann ich damit wärmen.... Hmmm? Dabei habe ich an sowas gedacht: siehe Anhang.

Also: das Ding würde nur in Betrieb genommen werden, wenn es sein muss und die Webasto nicht kann... Gas ist an Bord.
Ich hoffe der Post ist hier richtig. Mod: sonst bitte verschieben. Vielen Dank!

Gruß, der Flo
Zuletzt geändert von Wilmaaa am 2017-03-03 23:00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Heizen in großen Höhen

#2 Beitrag von Reisender » 2017-03-03 19:22:55

Hallo

Wir hatten immer einen Festbrennstoff-Holzofen verbaut.

Ging auch im Hohen Atlas und in Andorra.

Gruß aus der Sonne

Reisender

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Joe
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Re: Heizen in großen Höhen

#3 Beitrag von Joe » 2017-03-03 19:57:06

Hi,

weiß nicht welchen Höhenkit du meinst, aber den, den ich habe verdoppelt ca. die Höhenleistung. Normal ist je nach Sauerstoffgehalt so 1.500 - 1.750 m. Macht mit dem Höhenkit also so ca. 3.000 bis 3.500 m.
Ich kenne einige (wenige), die sogar noch einen 3ten Höhenkit verbaut habe, die kommen damit locker auf 4.500 m.

Ob es die allerdings heute noch so ab "Lager" gibt, weiß ich nicht. Nachdem ich meine verbaut hatte, gab es einige Threats, dass sie wohl so (wenn überhaupt) nicht mehr von Eberspächer (ist meines Wissens von der Pumpe her gleich mit Webasto - und nichts anders ist bei MIR der Höhenkit) verfügbar ist.
Mit lieben Grüßen von der Nahe
Joe

Die "private" Seite ist unter www.gertenbach.mobi zu finden.

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Re: Heizen in großen Höhen

#4 Beitrag von Kurt » 2017-03-03 20:38:37

Wir haben unsere alte Webasto DBW 2010 bis auf eine höhe von 4500m genutzt. Ohne Höhenkit, wir haben nur die Luftansaugung etwas weiter offen gemacht. Beim jedem start hat sie ein bissen schwarz geraucht :ninja: aber funktioniert hat sie immer. Wichtig war das man ab und zu dem Sensor von die Flamüberwachung (weis nicht ob dies dem richtigen Namen ist) sauber machte.

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Re: Heizen in großen Höhen

#5 Beitrag von Oelfuss » 2017-03-04 21:12:55

Moin Flo.
Ich habe gerade für den Mog eine Webasto Thermo 90 Pro besorgt.dort ist bis 3500mtr der Höhenkit drin.die gibt es auch als 5KW Ausführung.
Bis 2 std kann die mit 9 oder 5 KW laufen danach mit einem KW weniger.
Bei Webasto auf der Seite ist das gut erklärt.
Gruß Christian
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Re: Heizen in großen Höhen

#6 Beitrag von innowan » 2017-03-05 9:20:01

Hallo Flo,

wir haben eine Eberspächer 5 KW Heizung mit dem dazugehörigen Höhenkit. Auf dem Karakorum Highway haben wir sie auf 4600 Meter nach etwas Startschwierigkeiten laufen lassen, rannte dann aber problemlos.
Erst ab einer bestimmten Baureihe ist der Höhenkit montierbar (ist auf dem Typenschild vermerkt), vorher nur mit separater Pumpe mit reduzierter Förderleistung.

Gruß Perry
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Re: Heizen in großen Höhen

#7 Beitrag von Seapilot » 2017-03-05 13:28:11

Meine Truma D6 habe ich ohne Höhenkit völlig problemlos auf 2850 m betreiben können.
Zur Not kann ich mit Strom heizen.

Knut

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Re: Heizen in großen Höhen

#8 Beitrag von unimag » 2017-03-26 17:13:49

Wir waren in Tibet und den Anden auf bis zu 5400m. (Anden bis 4500m) Unsere Eberspächer im San-Koffer des G haben wir nie gebraucht auf grund der Isolation.
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Re: Heizen in großen Höhen

#9 Beitrag von hhermann » 2017-03-26 20:31:31

Hallo,

ich habe mir überlegt eine kleine Infrarotheizplatte von 400, 500 oder 750 Watt mitzunehmen, die nimmt nicht viel Platz weg und heizt wirklich gut. Zudem gibt es nicht das Problem, für Sauerstoffzufuhr sorgen zu müssen.
Die Platten sind recht klein, ich habe eine 750er als Übergangsheizung im Haus, die ist 90 x 60 cm und nur 3 cm dick, kann man also "hintern Schrank" stellen. Die Schwächeren sind noch kleiner.

Betreiben werde ich sie nur im Notfall, wenn also mal die Truma ausfallen sollte, oder z.B. auch auf der Fähre, wo Gasbetrieb nicht erlaubt ist.
Kurzfristig wären die auch über den Wechselrichter zu betrieben, gerade die kleinen 400er, grundsätzlich soll das aber über einen kleinen Generator funktionieren. Ob der dann allerdings in solchen Höhen immer geht, kann ich jetzt auch noch nicht sagen.

Schönen Gruß hermann

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