Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

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Waldgeist
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Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#1 Beitrag von Waldgeist » 2017-02-06 9:56:32

Hallo zusammen
Endlich wird es durchgezogen Hanomag kommt nach Südamerika und soll dort auch die nächsten Jahre bleiben.
Bitte um sämtliches Wissen das Ihr gesammelt habt bezüglich Verschiffung mit wem und wohin mit dem Frachtschiff mitfahren oder hinterherfliegen.
Wo und wie lange kann das Fahrzeug geparkt werden in Südamerika .(Adressen Links usw.)Hat jemand schon mal nach Cartagena in Kolumbien Verschifft mit Seabridge?
Bin für alle Möglichkeiten offen.
Verschifft werden soll im Nov o Dez.

Vielen dank mal für Eure Antworten

Tobi

Waldgeist
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#2 Beitrag von Waldgeist » 2017-02-17 12:32:45

Hallo Tobi

Es tut mir Leid das sich niemand bei Dir meldet lass den Kopf nicht hängen das wird schon noch . :blush:

Schöne Gr Tobi

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christopher
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#3 Beitrag von christopher » 2017-02-17 13:45:11

Dort findest du ein paar Infos und links zu verschiedenen Blogs:
http://panamericanainfo.com/verschiffun ... edamerika/

Habe mich auch schon etwas mit dem Thema beschäftigt, aber gibt noch keinen konkreten Plan.
Gruß
Christopher

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LutzB
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#4 Beitrag von LutzB » 2017-02-17 13:48:47

http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 94#p692694
In einigen Berichten ist auch das Prozedere der Verschiffung beschrieben worden.

Lutz
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#5 Beitrag von rambaz » 2017-02-17 16:26:20

Für mich steht das Thema aktuell nicht an. Aber ich weiß, dass Grimaldi nach wie vor die Südamerika - Route bedient. Vor Jahren war es für in D zugelassene Fahrzeuge am einfachsten, bis Buenos Aires mit zu fahren und erst dort an Land zu gehen.

Ohne Agenten / Spedition wirst Du aber wohl kaum zurecht kommen.

Hier ist ein Auszug aus dem aktuellen Fahrplan.
http://www.net.grimaldi.co.uk/webdata/P ... 5135731587

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#6 Beitrag von mafra » 2017-02-17 16:40:42

In Südamerika ist mit 12 Monaten die längste "Parkzeit" in Uruguay
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#7 Beitrag von 1017A » 2017-02-20 17:26:01

mafra hat geschrieben:In Südamerika ist mit 12 Monaten die längste "Parkzeit" in Uruguay
So ist es, ansonsten mit Carnet oder nur max 90 Tage und die Überziehung wird sehr teuer werden! Stellplatz im Paraiso Suizo bei Heinz -34.78934, -55.43094. Nicht ganz billig, aber sicher.

Die 90 Tage gelten gilt auch für Mittelamerika bis auf Mexico. Die Haftpflichtversicherung als Mercosur-Versicherung abschleießen, gilt bis auf Bolivien in allen südamerikanischen Staaten bis auf Bolivien. Wir haben es dort nicht geschffat, eine Versicherung zu finden.

Grimaldi und Seabridge sind Apotheken, ich habe für den Transport von Montevideo nach Bremerhaven ca. €1300 gezahlt in einem Autotanker.

Von Cartagena nach Colon musst Du dich vor Ort kümmern. Ob es den Agenten Mafred noch gibt in Cartagena, keine Ahnung, googeln.

Gruß

Frieder
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#8 Beitrag von rambaz » 2017-02-20 17:49:20

Was ist eigentlich aus Metz/Schubert in Patagonien geworden?
Hat sie schonmal jemand hier aus dem Forum auf ihrer Farm bei El Bolson besucht?
http://www.abgefahren.info/

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#9 Beitrag von mafra » 2017-02-20 18:32:35

... ansonsten mit Carnet
In ganz Südamerika ist kein Carnet nötig!
ich habe für den Transport von Montevideo nach Bremerhaven ca. €1300 gezahlt in einem Autotanker.
Seit 3/4 Jahr hat Grimaldi über seine Agenten auch dieses Sonderangebot für die Rückreise - man muß nur auf den Webseiten lesen ...
Und das noch auf einem vernünftigen Autotransporter, keinem "Tanker" :D
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#10 Beitrag von 1017A » 2017-02-20 19:02:12

mafra hat geschrieben:
... ansonsten mit Carnet
In ganz Südamerika ist kein Carnet nötig!

:D
Habe ich auch nicht behauptet, noch einmal:

Ohne Carnet darf das Auto 90 Tage im jeweiligen Land bleiben. Mit Carnet bis zum Ende des Carnets. Das Carnet MUSS bei der Einreise abgestempelt werden. Wir haben unser Auto in Peru mehrere Monate stehen lassen und haben uns das Carnet per DHL nach Ecuador kommen lassen. Alles dokuentiert im Blog.
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#11 Beitrag von mafra » 2017-02-20 19:10:01

Ohne Carnet darf das Auto 90 Tage im jeweiligen Land bleiben
stimmt noch nicht ganz - in Uruguay, und nur dort, darf es 365 Tage bleiben. Das Carnet und
die entsprechenden Kosten kann man vermeiden wenn man das Fzg. unter Zollverschluß
gibt. Das Carnet ist übrigens auch nur 1 Jahr gültig und kann kurzzeitig verlängert werden.
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#12 Beitrag von Enzo » 2017-02-20 20:36:47

Jedes Land hat seine eigenen Bestimmungen, die sich auch mit rasender Geschwindigkeit ändern können. Zudem legt jeder Beamte die Bestimmungen auf seine eigene Art und Weise aus.
Grundsätzlich: Uruguay 365 Tage
Argentinien 10 Monate
Alle anderen südamerikanischen Länder 90 Tage, grundsätzlich, aber....
wir bekamen in Bolivien mal 30 Tage und mal 180 Tage fürs Auto
in Ecuador kann man noch einmal einen Nachschlag von 180 Tagen bekommen, Voraussetzung ist natürlich die Beantragung eines 180 Tages Visum
Peru ist ein Sonderfall, hier bekommt das Fahrzeug auch die 90 Tage, aber wenn das Fahrzeug auf einem vom Zoll genehmigten Stellplatz steht, kann auch privat sein, wird bei Ausreise ohne Fahrzeug die verbliebene Zeit eingefroren. Das Zollpapier wird abgestempelt und bei erneuter Einreise nach Peru gibt es wieder einen Stempel und die verbliebene Zeit läuft wieder. Carnet dafür nicht erforderlich.
Gute Spanischkenntnisse sind bei solchen Aktionen von Vorteil.
Da sollte sich jeder kurzfristig informieren, evtl. ist das, was ich geschrieben habe schon wieder überholt :D

Jens

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#13 Beitrag von 1017A » 2017-02-20 20:47:09

Enzo hat geschrieben:J
Peru ist ein Sonderfall, hier bekommt das Fahrzeug auch die 90 Tage, aber wenn das Fahrzeug auf einem vom Zoll genehmigten Stellplatz steht, kann auch privat sein, wird bei Ausreise ohne Fahrzeug die verbliebene Zeit eingefroren. Das Zollpapier wird abgestempelt und bei erneuter Einreise nach Peru gibt es wieder einen Stempel und die verbliebene Zeit läuft wieder.
Menrad hat diese Lösung 2015? gewählt und Wochen gebraucht mit viel Lauferei und Frust, sein Auto wieder bewegen zu dürfen. Es stand, wie unseres auf dem Campingplatz in Cusco. Wir sind einfach losgefahren...
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#14 Beitrag von Enzo » 2017-02-21 0:56:46

Hallo Frieder,

deshalb schrieb ich ja, jeder Beamte macht seine eigenen Gesetzte. Bei anderen Reisenden gab es gar keine Probleme, ins Auto gesetzt und Abfahrt. Allerdings nicht in Cusco, die Jungs dort wollen Geld sehen.
WM Finale 2014, da stand Menrads Volvo auf dem Camping
Gruß Jens
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#15 Beitrag von pshtw » 2017-02-21 7:56:39

Moin,
Im KAT FORUM holt grade jemand einen geerbten KAT aus Paraguay nach Deutschland. Zielhafen HH. Als decksladung auf einem Flat auf nem Containerdampfer. Das wäre gegenüber grimaldis RoRo Verladung wohl schonender fürs Fahrzeug und nicht (viel)teurer. Wie das mit dem Seewasser/Salz hingegen ist, k.A. ?
Die Abwicklung und den Zoll lässt er von einer Spedition machen.
Gruß
Peter
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#16 Beitrag von Seapilot » 2017-02-21 9:25:02

Also das die Verladung auf einem Flat, in der xten Lage eines Containerschiffs schonender sein soll als im Deck eines RoRo das ist mit Verlaub Blödsinn. Und das liegt nicht nur an der permanenten Salzwasserdusche. Die Verladung und Ladungssicherung auf einem Flat ist heutzutage schon die Königsdisziplin in der Stauerei. Was und wie das teilweise gesichert ist wenn es aus Übersee hier ankommt das lässt einem die Haare zu berge stehen. Da werden Befestigungen und Material verwendet das nicht zulässig ist. Das Ganze noch auf einen möglichst billigen Stellplatz gebucht ( ganz vorne als Wellenbrecher). Warum RoRo so einen schlechten Ruf hat ist mir unverständlich. Schonender kann man seinen LKW nicht transportieren.

Knut

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#17 Beitrag von 1017A » 2017-02-21 10:49:46

Enzo hat geschrieben:Hallo Frieder,

deshalb schrieb ich ja, jeder Beamte macht seine eigenen Gesetzte. Bei anderen Reisenden gab es gar keine Probleme, ins Auto gesetzt und Abfahrt. Allerdings nicht in Cusco, die Jungs dort wollen Geld sehen.
Deswegen hat mir der Leiter der NL Peru von Kühne und Nagel dringend von dieser Variante abgeraten! Er ist Hamburger, mit einer Peruanierin verheirate und lebt seit Jahrzehnten in Südamerika. Er weiß, wovon er redete. Da zahle ich lieber dem ADAC die Carnetgebühren, die sind defineirt als mich einem korrupten Zöllner auszuliefern, der die Bestechungsgelder danach auslegt, wei viele Freundinen er gerade zu finanzieren hat. Mir hat schon die Abzocke der mexikanischen Polizei gereicht.
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#18 Beitrag von pshtw » 2017-02-21 14:45:03

Da ich ja anscheinend hier Blödsinn verzapfe ergeht hiermit an alle Besserwissenden die Empfehlung sich mal in HH die Grimaldi Verladung anzuschauen :totlach:
Alles was da nicht sofort aus eigener Kraft aufs oder vom Schiff fährt wird geschoben oder gezogen, ohne allzu große Rücksicht auf Feinheiten wie Wandlergetriebe beim Kat etc....
Deshalb entschuldigt Bitte meine unwissende Aussage, dass eine Verladung per Kran im Containerterminal schonender ist als wenn irgendein Grobmotoriker den Hanomag per RadLader aufs Schiff schiebt.
Sollte der lange angekündigte PlastikIveco mit dem Spezial Rahmen in dieser Dekade noch fertig werden könnte die Jungfernfahrt ja per Grimaldi nach Afrika führen. Am besten zum Vergleich mit der PKW Verschiffung die Corvette auch noch an die Elfenbeinküste roroen, ist ja alles easy..... :totlach: :totlach:
Gruß
Peter
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#19 Beitrag von joe`s mercur » 2017-02-21 16:45:04

Hallo,
@ Peter :konnte ich da ebend einen leicht sarkastischen Unterton raushören? :angel:

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#20 Beitrag von Enzo » 2017-02-21 21:28:22

Ganz unrecht hat Peter ja nicht. Zeit ist Geld, und wenn die Lkws trotz Starthilfe nicht anspringen, werden sie gnadenlos von Bord gezogen. Dann haben Allrad-Lkws noch einige interessante Hebel oder Schalter, die probiert sein wollen. Aus diesem Grunde kam auch nur eine Verschiffung in Frage, bei der wir mitfahren konnten.Vom Diebstahlschutz mal ganz abgesehen.
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#21 Beitrag von Seapilot » 2017-02-21 21:51:14

oh mann, hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Aus einer Beobactung im Hafen schließt Du auf die Qualität einer ganzen Branche?
Grimaldi verläd in Hamburg hauptsächlich für Westafrika. Das sind in der Regel kaum fahrtüchtige Fahrzeuge. Die werden dann , da sie anders kaum noch zu verfahren sind so an Bord geschafft.
Du glaubst doch nicht im Ernst das die großen Autofirmen ihre Fahrzeuge so verladen lassen würden.
Die Schäden die beim Container an Deck durch Seeschlag oder falsches laschen entstehen sind häufiger als Transportschäden im RoRo Verkehr. Und ich weiß nach über 30 Jahren im Seefrachtgeschäft wovon ich rede.

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#22 Beitrag von rambaz » 2017-02-22 9:45:48

Ist es denn möglich, auf dem selben Schiff, auf dem das Auto transportiert wird, auch als Passagier mit zu fahren? Und könnte man dann das Ein- und Ausschiffen selbst übernehmen und vielleicht während der Fahrt auch mal nach dem Rechten sehen?

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#23 Beitrag von Seapilot » 2017-02-22 10:03:22

Einige Reedereien bieten eine Möglichkeit Passagiere mitzunehmen, aber das nach dem Rechten sehen wird schwierig. Die Häfen und Schiffe unterliegen seit den Terroranschlägen 911 dem ISPS- Code.
Es gibt strenge Zugangsvorschriften . Auf dem Hafengebiet darfst Du Dich nur noch zwischen Eingang und Schiff bewegen und das auch nicht frei sondern unter Kontrolle. Das alles wird protokolliert. Auch im Schiff gibt es Bereiche die nur von bestimmten Person betreten werden dürfen. Dazu gehören auch die Laderäume. Und ein Kapitän hat null Bock auf Stress mit den oft ungeliebten Passagieren. Denke Da dürfte es keine Erlaubnis geben. Dem Schiff drohen empfindliche Konsequenzen wenn die ISPS Vorschriften missachtet werden. Die Zugangskontrolle ist ähnlich scharf wie an Flughäfen.
verstehe den Hype um die Verladung nicht. Mein Fahrzeug kommt definitiv nie auf ein Flat und dann auf ein Containerschiff. Da habe ich die größten Schäden erlebt.
Und immer auch gegen Havarie Grosse versichern, sonst kann es teuer werden.

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#24 Beitrag von rambaz » 2017-02-22 10:36:37

@ Knut, danke, sehr interessant !

Diese Frachter sind ja keine Kreuzfahrer, selbst wenn sie Passagiere mitnehmen. Und so eine Seereise nach Südamerika zieht sich doch ein paar Wochen in die Länge. Ein Unterhaltungsprogramm oder sowas gibt es sicher nicht. Es KÖNNTE also ein wenig langweilig werden, und seefest sollte man wohl auch sein, denn die Frachter sind nicht so stabil wie Kreuzfahrer, denke ich.

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#25 Beitrag von Seapilot » 2017-02-22 10:51:36

Lach, ne Unterhaltungsprogramm gibt es nicht, und je nach Nationalität der Besatzung insbesondere des Kochs , ist nicht nur wegen Seegang ein stabiler Magen gefragt. Aber für einen Laien kann es durchaus interessant sein dieses Bordleben mal einige Tage mitzumachen. Und oft werden auf der Reise auch noch andere Häfen angelaufen. Mit etwas Glück reicht die Liegezeit für einen Landgang. Ich würde persönlich lieber hinterher fliegen und rechtzeitig am Ankunftshafen schon mal mit dem Agenten und Zoll Kontakt aufnehmen. Dann kennst Du schon die zuständigen Behörden und Wege. Wenn der LKW dann ankommt kann das vorteilhaft sein.
Aber das wie immer my two cents

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#26 Beitrag von rambaz » 2017-02-22 15:12:18

Und wie ist es mit der Pünktlichkeit der Frachter? Kommt der auch zum geplanten Zeitpunkt am geplanten Zielort an, oder kann der unterwegs umgeleitet werden?

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#27 Beitrag von Seapilot » 2017-02-22 15:38:07

Das sind alles Liniendienste. Die haben im Hafen ihren festen Slot. Natürlich kann durch schlechtes Wetter, Streik in den vorangegangenen Häfen usw. sich die Ankunft verspäten. Sei aber sicher das die Reederei und die Kapitäne alles tun damit der Eimer pünktlich einläuft. Und die Fahrpläne sind so aufgemacht und berechnet das im Fall von Verspätung auch noch eine Schippe nachgelegt werden kann.
Normalerweise fährt man heute im slow steaming um Brennstoff zu sparen. Bis zu full sea speed kann man dann noch hochfahren.

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#28 Beitrag von Seapilot » 2017-02-22 15:41:56

Nochmal ein Wort wie die Besatzung gedrillt wird um Schäden an den Fahrzeugen zu vermeiden.
Die dürfen zb keine Arbeitsanzüge mit Reißverschluss tragen um Kratzer zu verhindern.
Auch schmutzige Kleidung ist verboten.

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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#29 Beitrag von mafra » 2017-02-22 15:55:08

gewerblicher Eintrag...
Zuletzt geändert von Uwe am 2017-02-22 17:35:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: siehe Forenregeln
Gruß vom Manfred (dem Mafra)
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Re: Verschiffung Südamerika, möglichkeiten ? ?

#30 Beitrag von Seapilot » 2017-02-22 16:06:14

sicherlich sinnvoll, aber. ich wichtiger ist eine Seetransportversicherung, und zwar eine die auch bei Havarie Grosse eintritt. Ansonsten haftet man bei Totalverlust bzw. Bergung mit dem Wert des Eigenen Fahrzeugs anteilig am Gesamtschaden. Und die Schäden können es in sich haben. Extrem Beispiel Costa Concordia. Versicherungsschaden 2 Billionen USD. Man bildet als Besitzer einer Wäre die befördert wird eine Haftungsgemeinschaft mit allen anderen Beteiligten.

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