Weder mal Albanien im Winter

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karlvalp
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#31 Beitrag von karlvalp » 2016-12-12 12:44:58

Teil 2 die eigentliche Weihnachtsaktion
Gepackt und geplant hatten wir schon am Vortag. Jetzt sollte es zur Sache gehen. Martins Volvo stand erst ab Mittag zur Verfügung, aber es waren für diesen Tag genügend Transportmittel vorhanden. Der Tagesablauf war klar und für die nächsten Tage immer gleich. Frühstück gab es um 7:00, spätestens Abfahrt um 8:15 wie haben uns in Teams aufgeteilt je nach Kapazität und Geländeschwierigkeit. Es war nicht nur nötig, dass die richtigen Transportfahrzeuge an Ort und Stelle ankamen, sondern es brauchte Menschen, welche die Päckchen verteilten und den Kindern in die Handgaben und Übersetzer. Das alles war schon eine logistische Leistung.
Also nun zur Sache 30.11 stand folgendes auf dem Programm: (da der eine oder andere schon dabei war die detaillierte Beschreibung) Das Krankenhaus in Pogradec und alle Schulen, die in der Kommune Protisht gut zu erreichen waren wurden mit dem LKW bedient. Blieben die Schulen der Gemeinde Velcan für diesen Tag noch übrig für den Volvo, den Daf von Max und den CHW eigenen Unimog. Für meinen Volvo war vorgesehen Laktesh anfahren meinen Scout aufnehmen weiter nach Senisht und dann über Bisnice zurück. Der Weg nach Senisht stellte sich als echte Herausforderung dar. Hin bin ich in H4 gefahren. Bashkin mein Beifahrer war zwischen durch sehr blass um die Nase und meinte ständig Straße große Katastrophe. Konnte da nicht wiedersprechen. In Senisht bin ich dann unters Auto gekrochen und habe auf L4 geschalten. Die Rückfahrt war dann für mich etwas entspannter. Die Fahrt eine Reise durch ein Winterwunderland. In Bishnice angekommen, müssen noch einige Päckchen nach Velcan gebracht werden, wie jedes Jahr stimmen die gemeldeten Schülerzahlen nicht mit der Realität überein. Bashkin begleitet mich und rät zu einer Abkürzung. Sie erweist sich als zwar sehr kurz aber auch ebenso knackig. Anschließend sagt er mir der geht die immer zu Fuß sehr bequem. Da kann ich nur zustimmen, mit dem Auto werde ich sie meiden. Wohlbehalten kehren wir zurück und rüsten zum nächsten Tag. Nach Lagebesprechung, Laden und gemütlichem Abendessen im Diakonia-Zentrum ziehen wir uns zurück ins Hotel, genehmigen uns noch einiger Upsacker und ab in die Kiste.
1.12 Martin und ich haben die kleinen Schulen geladen. Heute sollte die Komuna Proptisht die Päckchen erhalten. Also zügig los, wieder über den Quafe Thane (zur Erinnerung Pass) dann die Ortschaften Zall-Tore, Slatin, Somotin, Homcan und Krickove.
Gleich zu Anfang müssen wir durch eine Furt um nach Zall-Torre zu gelangen. Letztes Jahr war diese unbefahrbar. Heuer wollen wir es versuchen. Martin voraus und ich hinterher. Alles gut gegangen, und die Päckchen verteilt. Auf der Rückfahrt möchte ich eine scheinbar flachere Variante wählen. Passt auch, bis ich in der Furt mich im Treibsand bis zu den Achsen einwühle. Martin zieht mich raus, dabei geht mir aber fast die Stoßstange zu Bruch (siehe Foto). Der Rest der Auslieferung geht dann glatt voran. Ein bisschen Abenteuer will ausgekostet sein. Auf der Rückfahrt von Homcan nehmen wir noch die Illyrische Gräberstätte mit, na ja mitnehmen dann doch nicht wir besuchen sie halt. Immer wieder eindrucksvoll. 2000 Jahre Geschichte, was die wohl gedacht hätten wenn wir damals mit unseren Volvos aufgekreuzt wären? Zurück in Pogradec das gleiche Procedere – Besprechung, Planung dann Laden. Diesen Abend gehen wir Pizzaessen. Elda hat ein wenig Pause verdient. Elda ist die gute Fee, die für unser Frühstück, die Lunchpakete, Tee und Kaffee, für Abendessen kurz unser leibliches Wohl sorgt. Anschließend ins Hotel in der Bar etwas Entspannung Upsacken.
2.12
Wie schon an den Tagen zuvor 7:00 Frühstück. Aufsitzen! Mein Sören verweigert die Bremse. Ich fahre heute den Nissan und der Volvo geht in die Werkstatt – kein Problem, am Abend ist er fertig.
Heute steht die Komune Dardash auf dem Programm. Der Nissan und der Unimog kümmern sich um die Schulen in Grunjas und Osnat Derdush und Nice. Max und die anderen fahren Stropcke und Dardash an. Grunjas ist schnell gemacht. Wir wollen schnell weiter. Die Ortsansässigen raten uns ab weiter zu fahren. Die Strecke ist viel zu gefährlich. Also umgekehrt und Außen herum. Der Pass nach Osnat ist dann aber auch spiegelglatt und völlig vereist. Wir beratschlagen. Goni im Unimog lässt sich nicht davon abbringen nach Osnat zu fahren. Nach einiger Zeit, die wir am Pass verbringen kommt Goni glücklich zurück, die Kinder von Derdush und Nice sind nach Osnat gekommen und habe dort auch ihre Päckchen bekommen. Glücklich dann doch alles gut gegangen.

Zurück nach Pogradec und das Übliche. Morgen ist keine Schule, also auch keine Päckchen. Wir haben Ikeabetten und Matratzen aus Deutschland mitgebracht. Die müssen im Internat und bei bedürftigen Familien aufgebaut werden. Ebenso stehen Familienpakete für Velcan auf dem Programm. Nix ausschlafen! Wir wollen nach getaner Arbeit morgen an idyllischem See Fische grillen.
3.12
Volvo wird aus der Garage geholt. Passt alles. Sicherheitshalber bekomme ich noch 1 Liter Bremsflüssigkeit mit. In Velcan muss Manjola, die bei mir mit fährt noch eine Familie besuchen. Angeblich ganz einfach, ist aber nicht so extrem steil, Untergrund Lehm und die obersten 10cm aufgeweicht. Ich komme glücklich bis zu einem Punkt an dem ich wenden kann. Manjola geht das letzte Stück zu Fuß. Runter im Schneckentempo. Dann weiter nach Bishnice. Um die Mittagszeit wird schon deutlich es wird nichts mit Grillen alle haben mit ihren Aufgaben zu tun. Die Fische macht uns Elda für den Sonntag und wir gehen heute alle ins ein gutes Restaurant und lassen es uns gut gehen. Um 18:00 sind wir in Pogradec zurück. Meine Bremse ist weiter defekt ich habe fast die Hälfte der Bremsflüssigkeit nachgeschüttet. Sie verschwindet auf unerklärliche Weise. Ich stelle die Diagnose Bremskraftverstärker.
Wir lassen es beim Essen so richtig krachen. Vorspeisen, Wein Bier und Schnaps. Hauptgericht Fisch, Kalb und Innereien. Richtig gut!!
Zurück ins Hotel heute nicht in die Bar. Es reicht!
4.12
Sonntag: Wer möchte albanischer Gottesdienst. Erholung, nichts tun, ein bisschen in Pogradec bummeln, im Internet rumtreiben, schauen, was man in den letzten Tagen so versäumt hat, die Planung für Montag, dann zum gemütlichen Teil übergegangen.
Bis spät in die Nacht die Welt gerettet.
5.12
Auto wieder in der Werkstatt. Heute fahre ich den Daihatsu vom CHW. Wir nehmen uns die letzte Komuna vor: Trebjne. Unser Team hat die Päckchen für Trebjne und Potkozhan geladen, das andere die Orte Dunice, Cezme, Hondisht, und Hoshtec, Pleshisht Selca. Ab geht die Post. Rasch ist Trebjne erreicht und die Päckchen weitergegeben. In Pokozhan läuft es auch wie am Schürchen. Wir werden zum Kaffee ins Cafe eingeladen. Denkste! Aus dem Kaffee werden dann diverse Schäpse aufgefahren es gibt Bürek und Walnüsse mit Honig. Der Abschied fällt schwer und wir müssen und bedingt nächstes Jahr wieder vorbei kommen. Dem anderen Team ergeht es ähnlich.
Zu Hause die Ernüchterung mein Volvo bremst immer noch nicht. Ich schalte den ADAC ein. Er will Dienstag den Abschleppwagen vor bei schicken. Max und Martin wollen morgen dann nach Hause starten Max auf dem Landweg, und Martin an der Küste entlang nach Igoumenitsa. Abends noch ein wenig Abschied gefeiert, Bilanz gezogen so das schon möglich. War eine tolle Truppe.
Am nächsten Morgen um 8:00 steht der Abschleppwagen vor der Türe den Hotels. Aber nichts wird abgeschleppt es geht zur Vertragswerkstatt Spezialist für Bremsen. Er repariert den Wagen. Martin bleibt. Mittag heißt es er ist in Ordnung. Es fühlt sich auch wirklich super an. Doch getäuscht mit der Diagnose Bremskraftverstärker. Martin und ich machen uns auf Richtung Süden. Am Quafe Thane (Pass) gönnen wir unseren Gefährtet eine Wäsche vom Feinsten. Ich bin zuerst dran. Während Martin sein Valp wieder sein natüriches Militärgrün erhält, schaue ich zur Kontrolle in den Bremsflssigkeitsbehälter. Was soll ich sagen wieder die Hälfte verschwunden. Martin fährt weiter in den Süden ich zurück in die Werkstatt. Sie können es nicht glauben. Ich ziehe Nardi als Dolmetscher hinzu. Sie bauen den Bremskraftverstärker aus und können gefühlte zwei Liter Bremsflüssigkeit ausgießen. Jetzt ist klar Reparatur ist nicht möglich. Eine Menge Telefonate zwischen Albanien, Deutschland und Kroatien ist noch nötig, dass alles sein rechtes hat. Ich gehe zurück ins Büro des CHW. Nächtige noch einmal im Gästebett im Büro, Am nächsten Morgen ergibt sich eine Mitfahrgelegenheit nach Tirana und um 18:20 geht meine Maschine nach München.
Martin kommt in den Genuss von Matrosenstreik und muss von Igoumenitsa aus die ganze Strecke zurück über Italien. Max hat schon geschrieben, dass er die 1200 von Dubrovnik in einem Rutsch gefahren ist. Beide können sicher das eine oder andere noch anmerken.
Es folgen noch die Bilder dieser Etappe. Ich warne euch. Ich bin noch zu nahe drann und habe ich mich nur von wenigen trennen können.
Es gibt vier Kategorien: Merkwürdiges und dramatische Momente; Tier, Mensch Land und Leute; Landschaften und schließlich Schulen und Kinder. Aber die Feiertage stehen an, da hat der eine oder andere Zeit.
Wieder einmal heißt es für mich Albanien ist eine Reise wert.

karlvalp
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#32 Beitrag von karlvalp » 2016-12-12 12:48:26

Was machen wollte Bilder hochladen leider meldet er die Bilder oder einige sind zu hoch.

Wer sie schon jetzt anschauen will
Hier bisschen scrollen dann findet ihr alle.
http://www.c303.de/c303-forum/index.php ... #msg106499

karlvalp
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#33 Beitrag von karlvalp » 2016-12-13 13:00:10

franz_appa hat geschrieben::eek:
Cool - an genau dem See hinter Ballaban Richtung Norden haben wir mal übernachtet... :D

Da war die Strecke (im Sommer 2015) noch einigermaßen harmlos.
Sind dann irgendwann hinter Buze nach Bogova abgebogen weil wir auf den Tomorri wollten.
Straße oder besser: Weg wurde immer kleiner, Kurven immer enger...
Mittendrin dachte ich wir stehen gleich vor nem Haus und dann ist Schluss... :dry:

Mit Matsch-Wetter ist der Abenteuer-Faktor aber vermutlich im einiges höher :D

Greets
natte
Jetzt ist natürlich klar warum die Straße so schlecht war, wenn du vorher alles aufgearbeitet hast mit deinem schweren Gerät. ;)
Karl

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#34 Beitrag von karlvalp » 2016-12-13 13:23:27

Fotos Merkwürdiges und Dramatisches
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und jetzt Mensch und Tier Land und Leute


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Re: Weder mal Albanien im Winter

#35 Beitrag von karlvalp » 2016-12-13 13:29:44

Jetzt gibt es die Landschaften:
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#36 Beitrag von gunterle » 2016-12-13 13:36:10

Super Bericht!

Schade, dass ich nicht mit konnte.
Ich bin nicht da,
-mich suchen gegangen-.
Falls ich wieder komme bevor ich da bin:
sagt mir bitte, ich soll auf mich warten.

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#37 Beitrag von karlvalp » 2016-12-13 13:51:07

Schließlich noch Kinder und Schulen
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Das war es von mir, Alle Hochformatbilder, die hier rausgeworfen habe könnt ihr im C 303 Forum anschauen. Leider bin ich in dem Alter wo ich dann bei technischen Feinheiten nicht mehr den nötigen Ergeiz zeige.

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#38 Beitrag von kawahans » 2016-12-20 22:49:57

Unser Fotograf Raimund hat einen Film über die Impressionen des Fahrens zusammengestellt:

https://www.youtube.com/watch?v=XlYcNgzAXYA

Den Bericht über die Verteilungsaktion liefere ich demnächst nach!

Liebe Grüße aus Graz!
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#39 Beitrag von 680GL » 2016-12-20 22:54:05

Super Aktion!
Super Video!
Gratulation und Respekt!

LG Stefan

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#40 Beitrag von Uli » 2016-12-20 23:01:06

...schönes Video.
Ist das die Erstbefahrung von Porocan nach Bishnica ?
Zwischendrin noch Gjere und Holtas ?

Hans: hast Du da nicht manchmal den im Vergleich zum Steyr oder KAT wendigen 3-Achser vermisst ?

Grüße
Uli
Laß mich, ich kann das..... Oh kaputt

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#41 Beitrag von kawahans » 2016-12-21 0:46:34

Der Volvo TGB1314 ist auf diesen Strecken sicher einfacher, der Pinzgauer 712 durch die Einzelradaufhängung noch eine Kleinigkeit angenehmer, im 12M18 ist aber viel mehr Platz. Ausserdem ist mein geänderter Volvo-Aufbau noch nicht fertig und der hohe Amblanz-Koffer ist tlw. auch hinderlich, v.a. bei Schräglagen. Die Ladekapazität der LKW´s ist halt schon eine andere :happy:

Auf der Straße sind 12M18 und Volvo praktisch gleich schnell, der Verbrauch des Steyr ist litermäßig gleich, finanziell sogar billiger. Und der Steyr hat eine Servolenkung und Scheibenbremsen :wub: :wub: :wub:

So hat halt jedes Fahrzeug seine Vorzüge und es sollen ja Alle bewegt werden. :angel:

Das Video zeigt die Sequenzen nicht exakt chronologisch, Teile davon sind der "kurze" Weg nach Bishnice :joke: , über den Bach müsste man eine bessere Lösung finden, mit dem 12M18 würde ich das nicht mehr empfehlen. :blush: , mit Volvo oder Pinzgauer ohne Bedenken.

Sowohl der Weg nach Holtas wie auch der nach Gjere waren durch den Regen stark mitgenommen, zusätzlich gibt es im oberen Bereich des Weges nach Gjere einen Erdrutsch, der das Durchkommen unmöglich macht, daher die Übergabe in der Häusergruppe einige hundert Meter unter der Schule.

Liebe Grüße aus Graz!

kawahans
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#42 Beitrag von Letnei » 2016-12-21 17:19:16

franz_appa hat geschrieben::rock: :rock:

Wow, ihr seid echt crazy.

Der 12M18 mit dem Lak - ist ja ne optisch sehr gefällige Kombi :wub:

Greets
natte
Vielen Dank für die Blumen natte

LG und Frohe Weihnachten
Thomas
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#43 Beitrag von urologe » 2016-12-21 19:27:26

Eine Klasse Weihnachts-Aktion , wo die Spenden wirklich zu 100% vor Ort ankommen und nicht zu 90% auf dem Weg in die schlecht erreichbare "Pampa" zufällig leider vom "LKW gefallen" sind .
Aus diesen Gründen bin ich auch mit Spenden extrem zurückhaltend - Hans Du darfst mich gerne zur nächsten Aktion anmailen -
ich weiß zwar nicht , ob ich mich noch auf die Touren mit dem KAT traue , die Jürgen bravourös gemeistert hat , aber unterstützen würde ich Deine Aktion für die Kinder in Europa sehr , sehr gerne .
LG Ralf
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#44 Beitrag von KATzenbaendiger » 2016-12-21 20:29:06

Hallo Ralf,

die Strecken sind mit dem KAT auch zu fahren, ab und zu a bisserl eng aber der KAT hat sich mit dem Gelände gespielt ! Frag doch mal die die Mitreisenden wer alles hängen geblieben ist. Ich muß sagen was der Hans da auf die Beine stellt ist einfach genial und alles kommt direkt bei den Leuten an !!!!! Ich bin ja auf den letzten Drücker mitgefahren da ein Fahrzeug ausgefallen ist und bin jetzt sehr Dankbar dafür.
Freue mich auf´s nächst Jahr und eine neue Tour nach Albanien.

Grüße Jürgen
„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“
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wird nicht den Wert der Menschen schätzen lernen.
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#45 Beitrag von baurob » 2016-12-21 21:57:26

Hallo zusammen,

Sehr tolle Aktion die ihr da macht! :rock:

LG
Robert

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#46 Beitrag von urologe » 2016-12-22 18:52:36

KATzenbaendiger hat geschrieben:ab und zu a bisserl eng aber der KAT ....
ich liebe Menschen , die so charmant übertreiben , in dem Fall über die Straßenbreite...
noch so eine Feststellung und Du bist Staatssekretär bei Dobrindt mit garantierter Nachfolge :angel:

aber ich will den nachahmenswerten thread nicht verwässern .
Schöne Weihnachtstage und herzlichen Dank allen Beteiligten für so eine anspruchsvolle und gleichermaßen
bewundernswerte Aktion für Leute in Not vor unserer Haustüre . Ich denke , keine Organisation denkt an die Menschen ,
die nicht so einfach mit UPS oder was auch immer erreichbar sind , das macht dieses Unterfangen so besonders.
liebe Weihnachtsgrüße
Ralf
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#47 Beitrag von sri-lanka » 2016-12-22 19:28:56

680GL hat geschrieben:Super Aktion!
Super Video!
Gratulation und Respekt!

LG Stefan
Diesen Worten schliesse ich mich sehr gerne an!

Gruss

Werner

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Re: Weder mal Albanien im Winter

#48 Beitrag von KATzenbaendiger » 2017-01-02 14:09:45

Hallo liebe Leser,

dazu muß ich noch schreiben das ich seit Jahren nicht mehr so eine schöne Weinachtszeit verbracht habe wie in Albanien ! Es ist sehr emotional und hat mir sehr viel Freude bereitet die lieben Leute dort zu unterstützen.

ein gutes neues Jahr

Jürgen
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#49 Beitrag von Willi Jung » 2017-01-15 15:18:37

Hallo Hans und Mitfahrer,

tolle Sache die ihr da macht! Euer Einsatz hat mich sehr berührt.
Und schöne Bilder und Reiseberichte, die uns auch ein Stück mitnehmen.
Vielen Dank und macht weiter so.

Gruß
Willi
Der wieder nur noch mit dem Steyr tanzt
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#50 Beitrag von KU 65 » 2017-01-15 21:17:36

tolle Berichte, vielen Dank!

Schön, das man Abenteuer mit Nutzen kombinieren kann Prima!
Gruß Kai-Uwe

Jeder erlebt seinen eigenen Tag!

Konzentriere dich auf das was du hast, nicht auf das was du nicht hast.

http://dickschiff-treffen.de/

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Re: Wieder mal Albanien im Winter

#51 Beitrag von kawahans » 2017-02-21 0:07:11

Endlich habe ich mich aufgerafft, den Bericht über unseren Teil der Weihnachtsaktion fertig zu stellen – Vorsicht viele Bilder

Bericht über die Albanien-Hilfsaktion 27.11. bis 9.12.2016

Ein Jahr lang hatten wir fleißig gesammelt, nun sollte alles nach Albanien gebracht werden. Wie das Schicksal so will, musste erst ein Fahrer mit einem Pinzgauer 712 absagen, dann aber hat uns Jürgen (KATzenbändiger) herausgerissen. Immerhin hatten wir 1 Schultafel, 35 Sessel, 8 Rollstühle, 12 Rollatoren, 400 Bananenschachteln voll Gewand, 132 Weihnachtspakete, 3 Computer mit Bildschirm, 3 Drucker, 2 Schreibmaschinen, 4 Holzöfen, Matratzen und viel Kleinzeug zu befördern. Geschirr und Schuhe für Bishnicë fanden einfach keinen Platz mehr, auch 3 Schulsessel mussten zurückbleiben und auf den nächsten Transport warten.
Die Schule in St. Veit hatte uns mit vielen Weihnachtspaketen und den Computern unterstützt.
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5 Fahrzeuge waren es, und sie waren bis zum Dach vollgeschlichtet, bis auf Jürgen im KAT konnte keiner im Aufbau schlafen, bevor die Sachen entladen waren – kalt war´s, um das vorwegzunehmen.

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Parade der Fahrzeuge

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Die Anfahrt war diesmal sehr flott, nach 2 ½ Tagen waren wir in Poroçan und konnten beginnen, die Verteilung in Holtas zu organisieren. Der Direktor der Schule wurde eingespannt, mit dem Dorfvorsteher eine Liste der bedürftigen Familien vorzubereiten. Das ist mittlerweile schon gebahnt, und am nächsten Morgen begann der Anstieg nach Holtas. Eigentlich ist der letzte Teil des Weges nur für Fahrzeuge bis 2,2 m vernünftig zu fahren, aber weil ich Sessel und Schultafel am Dach hatte, zwängte ich mich noch einmal durch das Dorf zur Schule.

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https://youtu.be/qI1JC5aGVbc

https://youtu.be/dP6_gWOrynI

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Dort warteten schon die Familien, zuerst wurden die Familienpakete verteilt, dann bekamen die Kinder ihre Weihnachtspakete und zum Schluss gab es als Draufgabe die Schultafel (für dortige Verhältnisse ein Rolls-Royce möchte ich betonen) und die Sessel. Eigentlich sollten die Sessel nach Gjerë, aber ein Erdrutsch verlegte den Weg zur Schule. Da werden viele Eselstunden aufgewendet werden, die Sessel ins Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf zu tragen. Am Rückweg war der Weg auch nicht breiter, aber es wurde wärmer und der Weg weicher, ich konnte spüren, wie der Weg mit mir langsam Richtung Tal driftete – nicht angenehm.

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https://youtu.be/AD0SwQU7qok

Da wir für die Schulkinder in Poroçan keine Weihnachtspakete hatten (die zugesagte Hilfe des CHW musste dieses Jahr aus Mangel an finanziellen Mitteln ausbleiben), konnten wir hier nur Kleidungspakete abgeben und diese mit etwas Spielzeug verbrämen. Diese Kleidungspakete konnten wir noch am gleichen Tag in die Schule räumen, auch die Rollstühle und Rollatoren konnten wir hier zwischenlagern, bis sie der CHW abholen konnte. Einige wurden ohnehin in Poroçan benötigt. In Albanien müssen solche Hilfsmittel selbst bezahlt werden und sind für die meisten Leute unerschwinglich. Mit Hilfe 2er Rollstühle kann nun ein querschnittgelähmter Schüler wieder am Unterricht teilnehmen, weil ihn seine Familie mit einem Rollstuhl zum Sammeltaxi bringt und er mit dem 2. bei der Schule vom Bus abgeholt wird – eine sehr schöne Erfahrung für uns.
2 der Öfen kamen in die Schule in Poroçan, 2 Öfen hat die CHW im Bezirk Pogradec aufgestellt. Die Öfen in den Schulen und Kindergärten verursachen mir jedes Mal einen kalten Schauer am Rücken, an manchen Tagen rauchen die einheimischen Öfen (die so aussehen, als seien sie aus einem Ölfass gebaut) so stark in den Klassenzimmern, dass man die Schüler hinten nur mit Mühe sieht.
Am nächsten Tag wieder frühe Tagwache, weil wir zuerst die Kinder in Poroçan beteilen und noch vor Schulende in Gjerë sein wollten, um die Verteilung da durchzuführen.

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Michael und Thomas fuhren im Pinzgauer 712 schnell mit Weihnachtspaketen nach Kabash in die kleine Schule (8 – 10 Kinder in 4 Schulstufen mit einer Lehrerin) und waren pünktlich bis zur allgemeinen Abfahrt nach Gjerë wieder zurück (Michael hat einen kleinen Hang zum Rallyfahren, das muss man zugeben – und außerdem kann er`s auch).

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Der Weg zur Schule in Gjerë war wegen Erdrutsch nicht passierbar, der Weg, auf dem uns der Schuldirektor zu einen kleinen Plateau einige hundert Meter unter der Schule hinauflotste, war aber für die 2,5m-Autos auch grenzwertig, Jürgen holte sich an einem Ast ein böses Cut in der Tür.

Die Verteilung der Weihnachtspakete an die Schüler war einfach, die Verteilung der Familienpakete hingegen ergab ein hübsches Chaos, weil wir keine Liste der Leute hatten und schnell den Überblick verloren haben, wer für wen jetzt noch ein Paket mitzunehmen hätte. Nächstes Jahr nur mit Liste vom Gemeindevorsteher, aber das sollte auch schon auf Schiene sein.

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Die „Pflicht“ war getan, wir widmeten uns am Nachmittag dem Kontakt zur Bevölkerung und reparierten die Spurstange von Thomas 12M18, der sich bei der Auffahrt nach Holtas einen Stein ausgegraben hatte und jetzt ein wenig auswärts schielte.



Jürgen drängte es zur Heimfahrt, wir anderen vier brachen zur „Kür“ auf und wollten versuchen, die verschollene, direkte Querung des Mocragebirges nach Bishicë zu finden und zu fahren. Laut Google´s Satellitenbildern hatten wir bis auf einige 100 m mehrere Verbindungen herausgesucht und die fehlenden Meter sollten offroadmäßig bewältigt werden.
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Es gelang im Wesentlichen, nur bei der Überfahrt mit meinem 12M18 rutschte so viel von der Böschung weg, dass das Nachfahren von Thomas mit seinem 12M18 eigentlich nicht mehr zu verantworten war. Die Bergung eines so schweren Fahrzeuges aus dem Bachbett wäre ein Unterfangen über viele Tage gewesen, wenn er dort hinuntergekippt wäre. Die beiden Pinzgauer und ich fuhren weiter über Bishicë, Thomas kehrte um und fuhr zurück über Poroçan, wir trafen uns dann wieder in Elbasan zur gemeinsamen Rückfahrt.



Dazu mehr im YouTube Video von Raimund :

https://www.youtube.com/watch?v=XlYcNgzAXYA

Kurz vor der Rückkehr auf die asphaltierten Straßen spendierten wir den Autos noch schnell ein Bad – fast hätte ich im Übermut meinen 12M18 versenkt, weil ich den Übergang von Schotter zu Sand / Schlamm im Wasser übersehen hatte, ging gerade noch einmal gut.

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Kurz vor der Grenze Albanien-Montenegro verließen uns Roland und Andrea mit dem 710K, sie hatten noch etwas Zeit um das Land zu erkunden, Thomas, Michael und ich fuhren noch bis Šibenik gemeinsam, weil ich noch nach Zadar musste (Futter für das Tierasyl besorgen). Heimgekommen sind wir alle gut.

Ich möchte Allen danken, die uns hierbei unterstützt und die vielen Dinge gespendet haben, ohne sie wäre das nicht möglich gewesen!

Liebe Grüße aus Graz!
kawahans
Wer Morgens zerknittert aufsteht hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten

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kite
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Re: Weder mal Albanien im Winter

#52 Beitrag von kite » 2017-02-21 11:19:17

Sehr eindrucksvolle Videos!!!

Meine Hochachtung für euren Einsatz :unwuerdig:

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