Deutscher Zoll

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mike4
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Deutscher Zoll

#1 Beitrag von mike4 » 2017-08-12 10:48:51

Wenn das Womo über 3 Jahren im EU Ausland war, hätte der Deutsche Zoll gerne nochmal die MWSt (19%) + 10% Zoll auf den Zeitwert!

Hat Jemand einen Weg außen herum?

Zwei Mal Versteuern find ich doof!

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FSausS
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Re: Deutscher Zoll

#2 Beitrag von FSausS » 2017-08-12 11:40:35

Hallo,
ich dachte das gilt nur für Fahrzeuge die als Geschäftsfahrzeuge laufen?

Grüßle
Frank
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seppr
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Re: Deutscher Zoll

#3 Beitrag von seppr » 2017-08-12 12:22:49

War das Auto im EU-Ausland angemeldet, also vorher ausgeführt worden? Wohl ja?

Wenn es immer mit deutscher Nummer und Zulassung lief wäre das Thema ja keine Frage.

DanielD
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Re: Deutscher Zoll

#4 Beitrag von DanielD » 2017-08-12 16:27:09

dem Zoll dürfte es wurscht sein, ob das Fhzg. angemeldet war oder nicht.
Es geht dabei um "Güter",welche den Wirtschaftsraum verlassen und wieder kommen.

Würd' mal unterstellen, dass die Zulassung nur was mit der Erlaubnis das Fahrzeug zu betrieben zu tun hat.
Auch ein 1 Jahre abgelaufener TÜV tut der Zulassung nix, solange man die Steuer zahlt (macht netterweise jetzt auch der Zoll - da sollten die ja wissen wer ihnen Geld fürs Auto geschickt hat :) lach :) )

Und wenn mal man kurz einreist (falls das geht), müsste man sich das irgendwie dokumentieren. (Ein "Einfuhrvorgang" eben) ..

Bei teuren Messgeräten lassen wir, wenn wir aus der EU fahren, mit Hilfe der Seriennummern, vom Zoll bestätigen, dass die Sachen schon korrekt Versteuert sind. Ist eine aufwändige Rennerei..... und gilt nur ein Jahr.

Evtl. hilft ein Carnet des Passages en Douanes (CPD) aus der Nummer raus.
Da müssten doch die Langzeitreiser, die das CPD sowiso brauchen eine Antwort parat haben oder ?

Gruß Daniel

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Tomduly
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Re: Deutscher Zoll

#5 Beitrag von Tomduly » 2017-08-12 17:55:33

Moin!

Es gibt auch ne ganze Reihe von Ausnahmen, die eine abgabenfreie Wiedereinfuhr auch nach Überschreiten der Dreijahresfrist vorsehen.

"Als besondere Umstände, die ein Überschreiten der gesetzlichen Wiedereinfuhrfrist von 3 Jahren rechtfertigen, kommen neben höherer Gewalt und unvorhersehbaren Ereignissen auch wirtschaftliche, kulturelle oder politische Gründe in Betracht."

Ausnahmen von den Voraussetzungen - Rückwaren (zoll.de)

In den heutigen unsicheren Zeiten wimmelt es doch unterwegs auf Weltreise nur so von höherer Gewalt und unvorhergesehenen Ereignissen
Man sollte in seinem Reiseblog halt nicht von Anfang an herumposaunen "Wir gehen jetzt 5 Jahre auf Tour" - sondern eben: "Wir wollen nun für knapp 3 Jahre auf Tour gehen" und dann dokumentiert man nach und nach, was einem so alles unvorhergesehenes passiert ist (aufm falschen Kontinent, keine Schiffspassage bekommen, monatelang auf Visum gewartet, Reisender wurde krank, Kriegsländer mussten aufwändig umfahren werden etc.).

Was speziell für Marokkoreisende eher ein Thema sein könnte, ist die Vorgabe "Wiedereinfuhr im gleichen Zustand":

"Dem Grundsatz des unveränderten Zustands der Waren bei der Wiedereinfuhr steht nicht entgegen, dass diese außerhalb des Zollgebietes "gebraucht" wurden; dies gilt ebenso bei Ausfuhr zu Testzwecken oder bei extremer Abnutzung. Jedoch ist der gleiche Zustand nicht mehr gegeben, wenn die Waren durch Reifungs- oder ähnliche Prozesse eine Qualitätssteigerung erfahren haben."

Also nix mit mal eben die Karosse beim Spengler in Agadir komplett neu aufbauen lassen und anschließend ne Neulackierung machen lassen - das ist eine Veredelung der Ware...

Interessant finde ich den Passus der Zulässigkeit der "extremen Abnutzung": damit könnte man den Zeitwert eines Weltreisemobils vermutlich deutlich senken. Nach so einer Tour sind bei einem 100.000-Euro-Laster Motor, Getriebe und Karosse doch bestimmt ziemlich rott und müssten ansich in einer Vertragswerkstatt für sehr viel Geld neu aufgebaut werden. Gleiches gilt für den Wohnaufbau, der nur noch einen Bruchteil seines Neuwertes hat. Vielleicht findet der nach der Einreise direkt anzusteuernde TÜV noch ein paar EMs (Scheinwerfer zu tief eingestellt und Spurstangenmanschette rissig) und schon hat das Auto doch nur noch Schrottwert. Und das sind bei Mischschrott derzeit 100 Euro je Tonne. Macht 800 Euro Zeitwert abzüglich Entsorgungskosten für die Öle und den Restkraftstoff... Da kann man die 19% Einfuhr-USt. notfalls dann auch noch verkraften. :spiel:

Grüsse
Tom

laforcetranquille
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Re: Deutscher Zoll

#6 Beitrag von laforcetranquille » 2017-08-12 18:42:15

Ich glaube hier läuft was schief. Der Starter spricht von "EU-Ausland". Wenn ich nicht irre gilt die EU als Wirtschaftsraum und gebrauchte motorisierte Landfahrzeuge sind generell bei der Einfuhr in ein beliebiges anderes Land des Wirtschaftsraumes nicht zu verteuern.
Ob eigenes oder gebraucht gekauftes ist dabei Wurst egal.
Anders sieht es aus wenn die EU langfristig verlassen wird.

Gruss Wim
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Re: Deutscher Zoll

#7 Beitrag von mike4 » 2017-08-13 9:05:09

Hallo,

das Fahrzeug sollte jetzt von Nordamerika zurück nach Europa, der D Zoll gibt mir nur Blabla Antworten ohne Rechtsgültigkeit.

Ich soll das Fahrzeug erst verschiffen (ca.4500€) und nur das Zollamt im Ankunftshafen kann dann den Wert schätzen und einen Betrag nennen, sagen ob es Rückware ist und Besondere Umstände gegeben sind.

Also würde der LKW im Freihafen stehen (Kostenpflichtig nach den ersten Tagen) und die einzige Alternative ist es zurück zu Verschiffen. also nochmal 4500 €, tolle Verhandlungsposition! Die machen Doch mit dir was sie wollen!

Das Fahrzeug hat eine abgemeldete Deutsche Zulassung und nach wie vor den gleichen Privaten Besitzer.

mike

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peter
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Re: Deutscher Zoll

#8 Beitrag von peter » 2017-08-13 9:22:32

Servus Mike,

bei soviel Geld, würde ich mich von einem Spezialisten beraten, oder vertreten lassen.
z.B. einem Fachanwalt

Gruß Peter
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mike4
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Re: Deutscher Zoll

#9 Beitrag von mike4 » 2017-08-13 9:46:58

peter hat geschrieben:Servus Mike,

bei soviel Geld, würde ich mich von einem Spezialisten beraten, oder vertreten lassen.
z.B. einem Fachanwalt

Gruß Peter

Hallo Peter,

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Re: Deutscher Zoll

#10 Beitrag von Fuchs » 2017-08-13 10:11:58

Kleiner Tip.

Es gibt auf so was spezialisierte Speditionen

Gruß
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Re: Deutscher Zoll

#11 Beitrag von Pirx » 2017-08-13 10:33:09

Es ist ja nicht so, daß dieses Thema nicht schon erschöpfend behandelt worden wäre. Die böse S...funktion findet dazu etliche Beiträge:

Steuern auf eigenes Fzg b. Wiedereinfuhr nach Langzeitreise?

Verzollung fällig in EU wenn Fahrzeug 3+ Jahre aus Land?

Rückführsteuer nach 3 Jahren Ausland?

Zolleinfuhrsteuer nach mehr als 3 Jahren

Darin ist eigentlich alles zum Thema schon gesagt worden.

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Re: Deutscher Zoll

#12 Beitrag von joern » 2017-08-13 11:50:38

[quote="mike4"]

Hat Jemand einen Weg außen herum?/quote]

Wenn Dir das Geld zur rechtlichen Beratung zu schade ist, verschiffe nicht direkt in die EU.
Das Risiko, bei Einreise in die EU auf dem Landweg wegen der 3 Jahres Regel aufzufliegen, halte ich für sehr gering. Solltest Du direkt in die EU verschiffen, lass uns an Deinen Erfahrungen teilhaben.
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Re: Deutscher Zoll

#13 Beitrag von laforcetranquille » 2017-08-13 12:07:06

Wahrscheinlich sitzen solche Korintenkacker nur beim deutschen Zoll.
Was hindert dich eigentlich daran nach Antwerpen oder Le Havre zu verschiffen. Da fragt mit Sicherheit bei deutscher Zulassung kein Mensch nach und anschliessend steht dir die grosse Weite Europas offen.
Wenn du auf deinen Irrwegen dann doch mal nach Deutschland kommen salltest mus es ja nicht unbedingt Verlauterheide am hellichten Tag sein.
Ach ja, und ändere den Eingangsbeitrag, das ist Missverständlich. EU-Ausland ist nicht ausserhalb der EU.
Gruss Wim
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Enzo
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Re: Deutscher Zoll

#14 Beitrag von Enzo » 2017-08-13 18:33:07

Das hat nichts mit deutschen Korintenkackern zu tun. Diese Regelung betrifft alle EU Aussengrenzen. Wobei mir nur ein Fall bekannt ist , wo Reisende tatsächlich von dieser Regelung betroffen waren, in Rotterdam und nicht in Hamburg :angel:
Bevor wir nach Suedamerika aufbrachen habe ich vor 6 Jahren Gespräche mit zwei Hauptzollaemtern geführt. Ich hatte den Eindruck, die fanden dieses Zollgesetz für Rueckwaren genauso bescheuert wie ich. Waren dann sehr bemüht, mir Wege aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen ich den Laster als Umzugsgut deklarieren kann. Dann entfällt die Einfuhrsteuer.
Jens

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Re: Deutscher Zoll

#15 Beitrag von laforcetranquille » 2017-08-13 21:28:01

Steht denn goss auf deiner Stirn geschrieben " Ich war sechs Jahre mit dem Auto ausserhalb der EG ! "
Weck doch keine schlafenden Hunde, im Normalfall interessiert das doch wirklich kein Schwein.
Das ALLE Fahrzeuge systematisch beim Grenzübetritt auch innerhalb der EG photographiert erfasst und dauerhaft dokumentiert werden wird doch erst seit diesem Jahr praktiziert.

Gruss Wim
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Re: Deutscher Zoll

#16 Beitrag von peter » 2017-08-13 21:32:10

mike4 hat geschrieben:
peter hat geschrieben:Servus Mike,

bei soviel Geld, würde ich mich von einem Spezialisten beraten, oder vertreten lassen.
z.B. einem Fachanwalt

Gruß Peter

Hallo Peter,

schöne Idee, Nutzen und Kosten von Anwälten?

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mike
Servus Mike,

ich verstehe dich. Die Frage ist aber auch, was dich eine falsche Formalie kosten kann.
Bin auch ein Freund von "selber machen", aber zum Zahnarzt gehe ich schon :angel:

Gruß Peter
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Re: Deutscher Zoll

#17 Beitrag von Seapilot » 2017-08-14 6:59:03

laforcetranquille hat geschrieben:Steht denn goss auf deiner Stirn geschrieben " Ich war sechs Jahre mit dem Auto ausserhalb der EG ! "
Weck doch keine schlafenden Hunde, im Normalfall interessiert das doch wirklich kein Schwein.
Das ALLE Fahrzeuge systematisch beim Grenzübetritt auch innerhalb der EG photographiert erfasst und dauerhaft dokumentiert werden wird doch erst seit diesem Jahr praktiziert.

Gruss Wim
Das muss nichts auf der Stirn geschrieben stehen. Wenn Du Waren importierst werden die an der Außengrenze zolltechnisch erfasst und behandelt. Diskussion mit dem Zoll sind in der Regel unerfreulich und zwecklos. Und wenn Du z.B mit einem Laster oder wie in meinem Fall zum WMo umgebauten Laster durch den Zoll fährst, wirst Du immer auf die LKW-Spur zur Kontrolle geschickt. Alleine um zu sehen ob in dem Aufbau nicht geschmuggelte Zigaretten oder Schnaps sind. Ich weiß wovon ich rede. Fahre oft in Bremerhaven in das Hafengebiet und wieder raus. Besonders "lustig" wird es wenn neue Zöllner geschult werden. Dann brauchst Zeit und Nerven.
Im Übrigen dürfte der Versuch vom Zoll eine rechtsverbindliche Auskunft zu dem Sachverhalt scheitern. Die wird man nie bekommen. Alles schon durchexerziert mit Importen aus Indonesien. Tenor , das entscheiden wir wenn die Ware hier behandelt wird. Ähnlich bei Finanzämtern. Es gibt seit Jahren die Möglichkeit einer kostenpflichtigen verbindlichen Rechtsauskunft zu Steuerdingen. Problem ist nur das der Gesetzgeber im Text das Wort "Kann ." gesetzt hat statt "Muss". Und im Zollrecht ist ein hahnebüchender Unsinn verfasst das man manchmal nicht weiß ob man lachen oder weinen soll.
Dazu könnte ich ein Buch schreiben. In über 30 Jahren habe ich weltweit Erfahrung mit Zollbeamten sammeln dürfen. Das Erlebte glaubt einem keiner. Und fast täglich kommen neue lustige Begebenheiten hinzu. Kleiner Auszug: Vor einigen Monaten mit dem PKW durch den Zoll. Anhalten Kontrolle, Fahrzeugpapiere. Nette junge Dame. Die will anhand der Papiere die Fahrzeugidentnummer prüfen. Sie hat gelernt die ist hinter der Windschutzscheibe angebracht. Dumm nur das da ein Parkzettel zwischen Scheibe und Plakette gerutscht ist und diese verbirgt. Durch die Enge und Tiefe kommt man da auch nicht so einfach dran. Langes Gesicht bei der Dame. Als ich im Scherz frage ob ich die Scheibe ausbauen soll, meint die doch tatsächlich im Ernst dazu wäre ich verpflichtet, ersatzweise würden sie auf meine Kosten die Scheibe entfernen lassen :eek:
Ich konnte sie dann zum Glück auf die Fahrgestellnummer am Rahmen hinweisen, und durfte die Scheibe drinlassen

Knut

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Re: Deutscher Zoll

#18 Beitrag von mike4 » 2017-08-14 8:14:15

Fuchs hat geschrieben:Kleiner Tip.

Es gibt auf so was spezialisierte Speditionen

Gruß
KK
Hallo KK,
die Dir freundlich sagen, das mit dem Zoll muß man selber machen.

Wenn Du andere hast lass es mich wissen

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Chris_G300DT
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Re: Deutscher Zoll

#19 Beitrag von Chris_G300DT » 2017-08-14 8:49:37

Seapilot hat geschrieben:Und wenn Du z.B mit einem Laster oder wie in meinem Fall zum WMo umgebauten Laster durch den Zoll fährst, wirst Du immer auf die LKW-Spur zur Kontrolle geschickt.
Ich bin bisher immer durch die PKW Spur gekommen.
Manchmal wurden wir durch gewunken, manchmal wurde kurz rein geschaut und einmal wollte man uns abziehen.
Aber das war ein Korruptionsthema.

Ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen mich in der langen LKW-Schlange anzustellen. Gibt schöneres als tagelang vor der Grenze in der prallen Sonne zu campen.

Gruß
Chris

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Re: Deutscher Zoll

#20 Beitrag von Seapilot » 2017-08-14 9:00:54

Wenn ich mal vor dem Problem stehen sollte dann würde ich folgende Vorgehensweise wählen. Bei Aufenthalt in Mittel- oder Südamerika kurz vor Ablauf der 3 Jahresfrist in ein Land der EU vor Ort mit dem LKW einreisen. Surinam, Niederländ. Antillen, Martinique etc. Einreise vom Grenzbeamten dokumentieren lassen (Einreisestempel). Zu Ostafrika würde mir Réunion einfallen. Lohnt natürlich nur wenn ein evtl anfallender Einfuhrzoll deutlich höher wäre als die Transportkosten.

Alternativ. Über einen Freihafen einreisen. Hamburg ist leider kein Freihafen mehr. Da muss der Zoll die Waren an der Kaje bzw. im Lager abfertigen. Das dürfte meistens in Abwesenheit des Eigentümers stattfinden. Kann dann zu überraschenden Ergebnissen führen. In einem Freihafen wie Bremerhaven kann man sein Fahrzeug selbst vom Lager abholen. Es ist dort Zollausland. Erst beim Verlassen des Hafengebiet muss man durch den Zoll. Da würde ich einfach ein bis zwei Tage früher hinfahren, den LKW abholen, dann in der Nähe der Zollstation, in Sichtweite des Zolls einen oder zwei Tage stehen. Geht im Bereich der Kaiserschleuse super. Legaler Stellplatz und man kann Hafenatmosphäre schnuppern. Dann möglichst auf einen sonnigen Sonntag mit all den Touristen die durch den Hafen gondeln durch den Zoll fahren.
Die dann fällige Frage "woher kommen sie jetzt " wahrheitsgetreu beantworten mit "wir haben zwei Tage hier gestanden und wollen jetzt wieder nach Hause". Einziges Problem könnte die lange abgelaufene HU sein. Aber ganz ehrlich die hat noch einen Zöllner bei meinen Kontrollen noch nie interessiert. Es kann auch nicht schaden alle Hinweise im LKW ,wie Quittungen mit Datum etc. zu entsorgen.

Dritte Variante. In ein Land wie Griechenland verschiffen und dann auf eigener Achse nach D.
Hoffen das der griechische Zoll nix merkt, und sich auf die natürliche Faulheit der Zöllner verlassen die das Ganze als deutsche Angelegenheit betrachten.

Knut

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Re: Deutscher Zoll

#21 Beitrag von Seapilot » 2017-08-14 10:57:20

Chris_G300DT hat geschrieben:
Seapilot hat geschrieben:Und wenn Du z.B mit einem Laster oder wie in meinem Fall zum WMo umgebauten Laster durch den Zoll fährst, wirst Du immer auf die LKW-Spur zur Kontrolle geschickt.
Ich bin bisher immer durch die PKW Spur gekommen.
Manchmal wurden wir durch gewunken, manchmal wurde kurz rein geschaut und einmal wollte man uns abziehen.
Aber das war ein Korruptionsthema.

Ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen mich in der langen LKW-Schlange anzustellen. Gibt schöneres als tagelang vor der Grenze in der prallen Sonne zu campen.

Gruß
Chris[/

Chris, die Aussage bezog sich auf den deutschen Zoll in Bremerhaven. Da stehen die LKW definitiv nicht tagelang. Durchschnittlich etwa 3 Minuten

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Puffi
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Re: Deutscher Zoll

#22 Beitrag von Puffi » 2017-08-23 10:57:43

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle ... _node.html

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle ... _node.html

Da es keine Wirtschaftsware ist dürfte es vermutlich keine Probleme geben.....

Eine weitere Hürde steht dann womöglich zusätzlich bevor: http://panamericanaforum.org/index.php?id=19727

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