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BeitragVerfasst: 2017-10-30 18:27:49 
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Danke für das Update!


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 18:45:27 
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Ich denke das die Ursache für den ersten Riss bei dem Loch jetzt klar ist. Wie Mercedes in der Aufbaurichtlinie schreibt und in den vorhergehenden Beiträgen schon auf unterschiedliche Weise erklärt "Spannungsspitzen im Bereich der ersten Anbindung bei schubfester (starrer) Lagerung".

Bleiben noch die beiden anderen Risse ...


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 18:49:48 
Schrauber
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Hier mal ein paar Eindrücke von Kais Steyr mit fixer Verbindung:
https://youtu.be/hM3esQqote0
https://youtu.be/SJovULVNZKo

Der Rahmen müsste bestimmt durch sein :joke:


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 18:52:14 
Schrauber
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burkhard hat geschrieben:
Bleiben noch die beiden anderen Risse ...


genau! Große Frage, vor allem der kleine Riss mittendrin. Vielleicht sollte man den Stahl wirklich überprüfen.
Lasten an den Blattfederaufhängungen sind natürlich auch höher, wenn nur 2 Räder auf dem Boden sind. Aber wie oft mag das vorgekommen sein - und es kann ja auch bei Federlagerung vorkommen, nur nicht so schnell.


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 18:54:46 
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Wenn er das nur oft genug macht und der genau so konstruiert ist wie deiner, dann ist das der nächste Kandidat.


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 18:56:14 
Schrauber
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stef@n hat geschrieben:
Lowen hat geschrieben:
Aber welche Kraft kommt denn da an im GElände? Doch eigentlich nicht die des Gesamtgewichtes, sondern nur das Gewicht, dass der Rahmen nach unten hängen hat? Das GEwicht es Koffers wirkt da doch nicht, wenn der Koffer steif bleibt, oder?


Die Gewichtskraft, die sich in der Ebene auf vier Räder verteilt, verteilt sich so diagonal versetzt auf zwei Räder (Wo soll sie denn auch hin, wenn der 680er nicht an einem Siemenslufthaken hängt?) und beansprucht so das kurze nicht eingespannte Stück des Rahmens auf Torsion. Daher meines Erachtens der große Riss zwischen Fahrerhaus und Koffer...
Gruß

Stefan


hmm. Hält die steife Verbindung dann nicht eben das Rad oben? Es kommt dann doch gar nicht zur Verwindung..?


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 19:03:53 
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Optisch ist keine Verwindung sichtbar, aber die Kraft bzw. Energie ist ja immer noch da und die steckt jetzt in Rahmen und zwar genau da wo der Riss ist.


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 19:34:34 
Schrauber
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ok. So ganz 100% durchsteigen tue ich noch nicht,
vielleicht kann sich ja nochmal jmd zu Wort melden, der es auch hinterfragt hat.
Oder gibt es evtl irgendwo eine grafische Erläuterung..?


ps: Ich verlink mal die MB Zetros ARL hier. Danke für den Tipp Burkhard


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 19:54:33 
Trucker-Urgestein
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Jetzt mal unabhängig von der Ursachenforschung:

Aus der vorhandenen Lagerung eine Federlagerung zu machen dauert maximal eine Stunde und kostet weniger als 100,- EUR. Es gibt also keinen triftigen Grund, der dagegen spricht - außer Deinem Ego. Ich entnehme Deinen Beiträgen, daß Du nichts von Maschinenbau bzw. Fahrzeugbau verstehst. Das ist nicht schlimm, verhindert aber, daß Du die vielen Erklärungsversuche der Fachleute verstehst.

Pirx

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Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 20:11:31 
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Lowen hat geschrieben:
ok. So ganz 100% durchsteigen tue ich noch nicht,
vielleicht kann sich ja nochmal jmd zu Wort melden, der es auch hinterfragt hat.


Aaalso:
Wenn du auf 2 statt 4 Rädern stehst, muss die Kraft ja von den zwei Rädern in der Luft irgendwie zu den zwei auf dem Boden “verschoben” werden, damit da nun das doppelte landet.
Für diese Art der Belastung sind LKW-Rahmen aber nicht gemacht. Stattdessen sollen sie auf ganzer länge verwinden damit A) alle viere auf dem Boden bleiben und B) wenn es zum “Verschiebem” kommt, die Belastung gut verteilt wird.

Bild

Mit festem Aufbau wird A und B verhindert.
Schau dir mal auf dem Bild Trittstufe, Batteriekasten, Tank, Staukasten, Kotflügel, Staukasten an - da sieht man wie die krasse Verwindung von Fahrerhaus und Koffer am Rahmen von Vorne dis hinten verteilt wird. Wenn deiner jetzt versuchen muss das auf nur 50 cm oder so zu verteilen, oder eben nur auf zwei Rädern zu fahren, dann ist das nicht gut.

Ich fand das mit dem Lineal einleuchtend.a) kannst du es nicht so weit verdrehen und b) bricht es leichter.

Das diese C - Förmigen Blechlein im Rahmen nix können ist doch eigentlich klar, oder? Warum man die trotzdem im Fahrzeugbau einsetzt, mögen die Herren Ingenieure erklären.

Warum das scheinbar bei allen Steyr Koffern gegen die lex artis gebaut wurde, verwirrt mich auch. Aber auch “Große” Firmen machen manchmal haarsträubend schlechte Entscheidungen.

—max


Zuletzt geändert von maxd am 2017-10-30 20:55:40, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 2017-10-30 20:14:44 
süchtig
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Lowen hat geschrieben:
Aber wie oft mag das vorgekommen sein - und es kann ja auch bei Federlagerung vorkommen, nur nicht so schnell.


Nabend,
einmal kann reichen, vor allem wenn alles star ist. Die Kräfte werden hart in den Rahmen eingeleitet und können im Rahmen weitergeleitet werden.
Die Kunst ist, das sich die Kräfte durch die Konstruktion weich eingeleitet werden sollen und dass geht oft nur mit einer diffinierten Verwindung.
Die Stellen, wo dein Rahmen gerissen ist, dort werden eh schon hohe Kräfte eingeleitet durch die Federaufnahmen. Dann kommt die starre Verbindung vom Koffer noch dazu.
Wenn man einfach mal Pfeile malt von wo und in welche Richtung die Kräfte kommen und gehen, wird es mit Sicherheit noch eindeutiger.
Du hast einen Kurzen Radstand. Der Koffer hämmt zusätzlich den Rahmen an der Verwindung. Wo sollen den die Kräfte hin. Die lösen sich nicht auf. Es kommt zu irren Spannungen auf kurzen Stücken. Die Risse wundern mich ehrlich gesagt nicht.
Thomas

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Take Off Homeländer


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 20:36:11 
Schrauber
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Pirx hat geschrieben:
Jetzt mal unabhängig von der Ursachenforschung:

Aus der vorhandenen Lagerung eine Federlagerung zu machen dauert maximal eine Stunde und kostet weniger als 100,- EUR. Es gibt also keinen triftigen Grund, der dagegen spricht - außer Deinem Ego. Ich entnehme Deinen Beiträgen, daß Du nichts von Maschinenbau bzw. Fahrzeugbau verstehst. Das ist nicht schlimm, verhindert aber, daß Du die vielen Erklärungsversuche der Fachleute verstehst.

Pirx


Nee is gar nicht mal das Ego. Sondern dass es halt viele Meinungen gibt, dass starr schon Sinn macht. Deshalb will ich da ja Klarheit. Dass ich zu dumm bin es zu verstehen kann aber sein.


2 Punkte zur Idee der Federlagerung, die unsicher sind:
-Wird der vollbeladene Koffer die Lasten aufnehmen können, ohne dass er verwindet? Oder muss eine Zwischenkonstruktion her? Wenn ja, kann diese innerhalb des Kofferbodens eingelassen werden, oder muss den Aufbau erhöhen.
-Der Koffer liegt vorne sehr nah am Kotflügel. Ist genug Platz für Verwindungen, ohne Höherlegung?


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 20:49:34 
Schlammschipper
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Der Koffer ist so steif das er Dir den Rahmen schreddert und Du fragst ob er die Belastung aushält?
Sorry, aber wie kompetent sind denn deine "vielen Meinungen" im Bereich Offroad und Fahrzeugbau? Ich habe noch nie gehört das Steiff für das Gelände gut sein soll. Ausser vielleicht ein Pinzgauer... Es gibt Fahrzeuge wie z. Bsp. der Unimog welche vom weichen Rahmen leben.
Du bekommst hier echt fachkundige und fundierte Antworten, aber scheinst die irgendwie alle zu ignorieren.

_________________
Gruß Hartmut


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 20:59:50 
LKW-Fotografierer
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Hallo Lowen,
für deinen Koffer wird eine Federlagerung besser sein, als die jetzige Lösung.

Warum? Jetzt hält dein Koffer den LKW-Rahmen fest. (Zusätzlich zu seinen eigenen Kräften)
Er verhindert das Verschränken, und hebt ab und zu ein oder zwei Räder deines LKWs an.

Mit der Federlagerung wird sich dein Koffer nur noch um sich selbst kümmern müssen. Der LKW-Rahmen darf in gewissen Grenzen machen was er möchte. Erst, wenn die Federlagerung an ihre Grenzen stößt, hast du die Bedingungen wie im ersten Fall wieder.

Das ganze natürlich, wenn man mit bedacht durch das Gelände fährt und die Federlagerung ausreichend dimensioniert ist.



Viele Grüße

Christian


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 21:08:29 
Schrauber
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langsam versteh ich's


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 21:18:42 
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Lowen hat geschrieben:
langsam versteh ich's


wird aber auch Zeit.
Du strapazierst die Geduld aller Fachleute schon enorm.
Da brauchst du dich nicht zu wundern, wenn von den Fachleuten niemand mehr antwortet.
Mfg
Sico


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 21:25:56 
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sico hat geschrieben:
Du strapazierst die Geduld aller Fachleute schon enorm.


Aber die Frage “hat die Armee da Mist gekauft & warum hört man nicht mehr von Rahmenbrüchen” ist schon berechtigt.

—max


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 21:27:46 
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Lowen hat geschrieben:
Ein paar Fotos.

Dateianhang:
BEifahrer Verschränkt.jpg


Dateianhang:
Rahmen.jpg


Dateianhang:
Rahmen2.jpg

hier die ungefähren Positionen der Risse. Der hintere (linke) Riss ist nur ungefähr positioniert..
An weiteren Blattfederaufhängungen sind Risse, wo genau muss ich nochmal erfragen.


Dateianhang:
Vorne Übergang Koffer.jpg


Dateianhang:
Kofferboden1.jpg



Dateianhang:
Kofferboden2.jpg


Dateianhang:
rechte hintere Verankerung und Blattfeder.jpg

rechte hintere Verankerung und Blattfeder


Dateianhang:
rechte vordere Verankerung und Blattfeder.jpg

rechte vordere Verankerung und Blattfeder. Hier ist das vordere Ende des Funkkoffers (kurz vor Blattfederverschraubung)


Dateianhang:
rechte vordere Verankerung und Kofferrahmen.jpg

rechte vordere Verankerung und Kofferrahmen





Hallo Volker,

Auf dem Bild rechte vordere Verankerung und Kofferrahmen.jpg und Rahmen2 jpg.
knnst Du direkt sehen, dass der Hilfrahmen hier abheben und wieder auf den Rahmen sinken soll!

Du siehts, dass dort Die Kofferaufnahme am Rahmen wie ein Trichter geformt um den Hilfsrahmen wieder aufzunehmen.
Das in Längs- als auch Querrichtung.

Genau dort gehört die Schraube mit Feder hin.
Dann wär dein Auto jetzt nicht kaputt.

Die Aufnahme hat Steyr doch soo schöön gebaut!


Und ...

.. auch wenn sich dir der Sachverhalt nicht uneingeschränkt erschließt solltest Du nach den Richtlinien arbeiten.

Es haben sich an dieser Stelle bereits sachkundige Ingenieure Gedanken darüber gemacht, warum sie es so und nicht anders konstruiert haben.


Ist so wie in einem gesunden Betrieb sagt der Chef: " Nimm heute den Kangoo und nicht den Golf" dann hat das seinen Grund unabhängig davon ob der Mitarbeiter den gesamten Hintergrund weiß.
Dann einfach den Golf nehmen und es wird auf lange Sicht und im großen Ganzen für alle das Beste sein.


Glaube mir !

So denn


Oli


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 21:44:06 
Schrauber
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landwerk hat geschrieben:

Du siehts, dass dort Die Kofferaufnahme am Rahmen wie ein Trichter geformt um den Hilfsrahmen wieder aufzunehmen.
Das in Längs- als auch Querrichtung.

Genau dort gehört die Schraube mit Feder hin.
Dann wär dein Auto jetzt nicht kaputt.

Die Aufnahme hat Steyr doch soo schöön gebaut!



ja das macht wirklich Sinn. Und ne gute Vorlage für meine neue Federlagerung. Da hatte ich soagr vor nem Jahr schonmal dran gedacht.
Trotzdem verwunderlich, dass die ganzn Steyr da nur ne SChraube drinne haben.


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 22:17:40 
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Wohnort: 84556 kastl
maxd hat geschrieben:
sico hat geschrieben:
Du strapazierst die Geduld aller Fachleute schon enorm.


Aber die Frage “hat die Armee da Mist gekauft & warum hört man nicht mehr von Rahmenbrüchen” ist schon berechtigt.

—max


Diese Frage habe ich weiter oben längst beantwortet.
Musst du nur lesen und auch verstehen.
Mfg
Sico


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 22:34:34 
Schrauber
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sico hat geschrieben:
maxd hat geschrieben:
sico hat geschrieben:
Du strapazierst die Geduld aller Fachleute schon enorm.


Aber die Frage “hat die Armee da Mist gekauft & warum hört man nicht mehr von Rahmenbrüchen” ist schon berechtigt.

—max


Diese Frage habe ich weiter oben längst beantwortet.
Musst du nur lesen und auch verstehen.
Mfg
Sico


Sico, Du hast in Deinen Beiträgen auf der ersten Seite das meiste in der Tat schon gut analysiert, und wenn ich es jetzt nach den anderen Aussagen nochmal lese, hilft es noch mehr.
Trotzdem ist die Frage noch offen, warum bisher keine Rahmenbrüche bei den "steifen" Steyr bekannt geworden sind, oder?

..und glaub mir, ich finde es nicht einfach, hier überschnell irgendwelche Entscheidungen zu treffen, wenn im Forum verschiedene Ansichten zu so einem Thema aufeinanderstoßen.


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BeitragVerfasst: 2017-10-30 23:29:23 
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Lowen hat geschrieben:
Trotzdem ist die Frage noch offen, warum bisher keine Rahmenbrüche bei den "steifen" Steyr bekannt geworden sind, oder?

Die Erklärung ist doch recht simpel und wurde schon in den vorgehen Beiträgen beantwortet. Die Fahrzeuge mit Funkkoffer waren seltene Exemplare. Sie wurden geschont, durften nicht ins Gelände. Auf der Strasse treten die Belastungen nicht auf, folglich keine Rahmenbrüche.

Ins Gelände durften nur die Pritschenfahrzeuge. Eine Pritsche ist aber anders als der Funkkoffer weich und belastet den Rahmen weitaus weniger als der steife Funkkoffer. Also bei den Pritschenfahrzeugen auch keine Risse, obwohl sie ins Gelände durften. Zudem dürfte die Aufnahme der Pritsche anders konstruriert sein, das Gelände eher von der Sorte "light" und die Pritsche unbeladen.

Da die Funkkoffer selten waren, haben die meisten privaten Käufer ein Pritschenfahrzeug gekauft, die Pritsche weil ungeeignet runtergeschmissen und für ihren neuen Koffer eine neue Lagerung gebaut. In den meisten Fällen ist dies eine Federlagerung und den Beiträgen im Forum nach zu urteilen niemals eine starre Verbindung gewesen. Daher bei den privaten, ehemaligen Pritschenfahrzeugen auch keine Risse.

Irgendwie fällst Du durch dieses Raster durch...


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 0:09:04 
LKW-Fotografierer

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wie schon gesagt, irgendwie habt Ihr alle recht, das ist nicht zu bestreiten. Aber.....
das mit dem lineal......klar bricht es, ein plastik lineal vermag nicht die schraubzwinge auseinanderzudrücken. Aber der LKW ist ja frei auf seinen rädern welche abheben können.
Chriss 71 hat es recht einfach und treffend formuliert : federlagerung bringt einen vorteil, spätestens wenn diese am anschlag ist, hast Du wieder die jetzige situation, einfach mit quasi einem "sicherheitsvorsprung", also warum nicht.
Das viele Steyr mit kofferaufbau verschont wurden mag schon sein , das link auf den 680 er in der kiessgrube bestaetigt es aber nicht.
Googelt doch mal : Motorex pascal gertsch magazine n. 99/ 2013 dieser funker ist mittlerweile schon sehr viel unterwegs mit der festen verbindung zum fahrgestell, die aussage "so kommt ihr nicht weit" relativiert sich doch ein wenig. Aber Pascal ist kein offroad-fan, er benutzt sein Steyerli zum reisen,da sind die bedingungen eben schon anders als wenn jemand gezielt offroad schwierigkeiten herausfordert.
Gruss aus dem warmen trockenen süden
John


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 0:19:57 
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Wie wissen aber nicht, ob die anderen Funker nicht schon längst auch Risse haben, ohne es zu wissen. Bei Volker war es auch eher ein Zufallsfund durch seinen Mechaniker, und das auch nur deshalb, weil schon soviel abgebaut war. Was alles hinter dem Tank oder den Staukästen passiert bleibt doch verborgen.


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 0:29:23 
Schrauber
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Burkhard, es gibt ne ganze Menge Werkstattkoffer,. Viel mehr als Funkkoffer.
Und ich meine nicht den Zeitraum bei der Armee, sondern die letzten zehn Jahre in denen die Steyr in privaten Händen sind...

Klar, vllt haben die alle Risse. Aber wie ich unsere Pappenheimer kenne, schauen die auch regelmäßig mal unter ihren Wagen..


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 3:22:24 
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Lowen hat geschrieben:
Dateianhang:
rechte vordere Verankerung und Kofferrahmen.jpg

rechte vordere Verankerung und Kofferrahmen


Schau mal genau hin... Da sind Spuren von einer Feder unter der Schraube zu sehen.
Zumindest gehört sie genau da hin... Es ist doch schon alles vorbereitet.

Vorteil der festen Verschraubung ist nur, dass der Koffer nach einer Verwindung nicht auf den Rahmen knallt. Vielleicht haben die bei der Armee das so verändert, um Elektronik im inneren vor den Stößen zu schützen. Einschränkung wäre dann halt die Geländeunfähigkeit....

Gruß Michael


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 7:27:17 
Rauchsäule des Forums
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... das schwächste Teil gibt halt nach ...

... beim Mercur vom LSHD, später THW mit der berüchtigten Bodengruppe des Grauens war es halt nicht der Fahezeugrahmen, sondern die hinteren Bodenstreben vom Koffer ... dort ist ein ebenfalls ziemlich torsionssteifer Stahlgerippekoffer an 6 Stellen mit Federbriden starr mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ... ich weiss das von minsdestens 3 Fahrzeugen ...

... bei meinem Sani Hano war der Koffer mit 6 Gummimetallagern auch ziemlich, aber eben nicht komplett fest mit dem Rahmen verbunden ... statt Schäden am Koffer oder Fahrgestell sind 2 von 6 Lagerungen bei Verwindung abgerissen ... ausser meinem Hano ist dem von Oli aka AL28 dasselbe passiert ... der Koffer war dann bei mir vorne mit sehr weichen Federn gelagert ... bei schneller Kurvenfahrt hob er gelegentlich ab und plumpste hörbar auf den Rahmen zurück ... bei Schlaglöchern oder schlechter Strasse gabs das nie ... von daher halte ich Deine Bedenken für völlig unbegründet ...

... ich kenne sogar einen sehr Afrika- und Sanderfahrenen 170D12, also den Magirus Hauber, bei dem war der Koffer nur hinten fest ... also Federlagerung ohne Federn ...

... und ja, die Halterung am Steyr ist durch die intrigierten Führungsluschen ganz offensichtlich schon dafür konstruiert, dass dort Bewegung stattfinden soll ...

... grosse Firmen haben oft Scheiss gebaut, einfach, weil es billiger war und ja auch so ziemlich lange gehalten hat ... das was ein Militärfahrzeug oder gar eine Feuerwehr in ihrem gesamten aktiven Leben an Gelände mitbekomen haben, hast Du an einem Reisetag in der Mongolei ...

Gruss Ulf

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Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 10:28:06 
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Wohnort: 35768 Eisemroth
Noch ein bischen Theorie....

Fangen wir mal mit den Aufbau an.
Es gibt verwindungssteife Aufbauten (Koffer) und verwindungsweiche Aufbauten (Pritsche).
Nimm einen Schuhkarton mit Deckel und versuch den mal in sich zu verdrehen. Geht nicht. Alle 6 Ebenen sind flächig und so mit einer Dreiecksverbindung verwindungssteif.
Nun nimm den Deckel allein und verdreh den mal. Absolut kein Problem mehr. So verhält ich eine Pritsche.

Weiter geht es mit den Rahmen.
Auch hier gibt es verwindungsweiche und verwindungssteife Varianten.
Im LKW-Bau üblich sind verwindungsweiche. Das ist dein Rahmen mit zwei gegenüberliegenden U-Profilen. Die können sich gegenseitig in sich verdrehen.
Anders beim z.B. MAN-Kat. Hier ist ein Verwindungssteifer Rahmen eingebaut. Dieser besteht nicht aus 2 U-Profilen, sondern zwei 4-Kant Profilen. Diese können sich nur minimal noch in sich verdrehen (Materialdehnung). Bedingt durch diesen Rahmen mußte der Kat auch mit Schraubenfedern ausgestattet werden, da der Rahmen nichts von der Verwindung aufnimmt. Die Federn müssen hier alles leisten. Die Materialbeanspuchung an den Rahmen sind aber auch hier sehr viel höher als beim normalen LKW-Rahmen. Dadurch ist der Kat auch so extrem schwer.

Zum U-Profil des Rahmens.
Das U-Prifil hat einen Ober und Unterzug, der durch die flächige Verbindung (der Bogen vom U) verbunden wird. Die Hauptlast des Trägers liegt im Ober und Unterzug. Daher ist es wichtig, daß diese nicht durch Löcher oder so geschwächt werden. Hier liegt die eigentliche Last auf den Rahmen. Die Seitenfläche kann dagegen massiv mit Löchern bearbeitet werden. Das spielt da nur eine eingeschränkte Rolle (ok, auch da sind Grenzen gesetzt.
Bei dir ist der Unterzug jetzt durch den Riss durchgebrochen. Das muß dann wirklich sehr Professionell repariert werden. Aber das sich eigentlich problemlos möglich.....

Zum Aufbau auf einen verwindungsweichen Rahmen.
Fest aufgeschraubt auf den Rahmen. Eigentlich nur für Pritschen geeignet oder wenn das Fahrzeug "vollintegriert" Ausgelegt wird. Zumindest dann nimmt man dem Fahrzeug aber die Verwindungsfähigkeit und somit auch die Geländegängigkeit.

Federlagerung mit nach Möglichkeit hinten vorhandenen Festlager. Vorteil hier ist die Möglichkeit der Verwindung sowie der bei normaler Fahr auf dem Rahmen flächig ruhende Aufbau. Vorteil in Kurfenfahrten bezüglich Fliehkräfte usw. Nachteil der Lagerung ist aber eine gewisse Einschränkung was möglich ist und den doch etwas hart aufsetzenden Aufbau, wenn man aus der Verwindung herausfährt.

Dreipunktlagerund. Auch hier hinten möglich das Festlager. Vorteil ist die Entkoppelung des Aufbaus gegenüber dem Rahmen. Wesentlich höhere Geländegängigkeit. Weiterer Vorteil ist die Entlastung des Koffers gegenüber den Verwindungen. Nachteilig ist aber dagegen das schwammigere Verhalten des Aufbaus. Desweiteren Nachteilig ist auch die relativ hohe Zwischenrahmenlösung, da ja die Verwindung zwischen Fahrzeugrahmen und Hilfsrahmen Platz braucht.

Die Vierpunktlagerung als Königsklasse. Eigentlich das gleiche wie bei der Dreipunkt. Sie besteht genaugenommen aus zwei gegenüberliegenden Dreiecken. Vorteil bei der Lagerung wäre die niedrigere Aufbauhöhe, da Verwindung nach vorne und hinten geteilt werden. Nachteilig ist, daß man diese Lagerung geometrisch sehr exakt bauen muß, da es sonst auch wieder zu Verspannungen kommt.

Allgemein, schau dir mal an, wie alle anderen Komponenten am Fahrzeug befestigt sind. Entweder per Dreieck (Fahrerkabine, Differenzial usw.) oder Bewegungsweich wie zum Beispiel der Tank. Man kann zum Beispiel nicht den Tank direkt an den Rahmen spaxen..... der würde kaputt reißen. Es braucht die Bügel, die die Verwindung ausgleichen. Und Verwindung findet bei dem Rahmen auch schon auf sehr kurzen Strecken statt.....

So, jetzt keine Zeit mehr....

Gruß Michael


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BeitragVerfasst: 2017-10-31 10:40:23 
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Wohnort: Eichsfeld
Kurz zur Frage, warum das "ab Werk" so gebaut ist, bei so ner großen Firma:
Mein Lasterle ist ein 90-16 THW. Da gibbet es verdammt viele von. Alle (meines Wissens nach ) in etwa gleich aufgebaut.
Auch bei meinem ist die Lagerung des Koffers vorn so gestaltet, das nur ne weiche Feder rein muss, fertig.
Ist / war aber nicht! Sondern ein großer Packen ineinandergestapelter Tellerfedern. Da federt NIX!
Ergebnis: Der Koffer mit den riesen Rollläden ist sehr weich, daher will er verwinden. Die Regaleinbauten nicht. Daher waren nach 19Tkm im Dienst als GKW1 im oberen Bereich der Einbauten fast alle Verbindungen von Einbauten zum Koffer abgerissen! Das Auto ist vermutlich nur selten im Gelände gewesen, und auch da wohl nur Feldwege.
Warum auch immer es so gebaut wurde, es ist MIST so.
Auch bei mir: Schraube raus, Tellerfedern weg, lange Schraube rein, Weiche Spiralfeder rein: Fertig.

Gruß Sven

_________________
Alles wird gut!! (Irgendwann irgendwo)

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BeitragVerfasst: 2017-10-31 10:53:21 
Schrauber
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ich danke Euch!
Finde ich klasse dass Ihr Euch die Zeit nehmt.


Zu dem ab Werk feste Verschraubung denke ich nun auch an 2 Dinge:
1. Funkkoffer und wohl auch Werkstattwagen müssen nicht oder selten ins Gelände, zudem ist die Funkausrüstung empfindlich.
2. Die Koffer sind sehr(!) nah am Fahrerhaus/Kotflügel aufgesetzt, da ist kaum Spiel für eine Verwindung. Vielleicht hatten die SChweizer ja sogar ursprünglich Federn drin und haben SIe dann gaz schnell wieder ausgebaut, nachdem die ersten Fahrerhäuser zerbeult waren.. is natürlich dann auch n Thema wenn ich da Federn reinsetze.


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