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BeitragVerfasst: 2017-10-21 13:00:19 
Schrauber
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Update: Weitere Fotos und Zeichnung hier:
http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/phpBB3/viewtopic.php?f=33&p=732701#p732701
http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/phpBB3/viewtopic.php?f=33&p=733099#p733099


Unser guter Schrauber hat beim Tanktausch leider einen großen Riss im Rahmen unseres Steyr 680 gefunden. :eek:
Er meint, Ermüdungsbruch, geht von einem Loch im Rahmen bis nach unten, und man kann Licht durchscheinen sehen bei Hochheben des Rahmens.
Den Rahmen schweißt er mit Platten, aber er hat bei der weiteren Kontrolle noch weitere kleine Risse vorn und hinten am Federbock gefunden (gleiche Seite).

Er will das alles reparieren, aber Caro und ich fragen uns, ob es so eine gute Idee ist, in so einem Wagen auf vieleJahre sein Leben zu verbringen und in Ländern wie Mongolei etc offraod rumzutuckern.
Es ist merkwürdig, wie bei einem SChweizer Armeefahrzeug (1968) innerhalb von 20.000km solche Ermüdungen auftreten können. Da muss doch mal "was passiert sein"..

Naja hilft ja nix, wir sind ja langsam geübt im Umgang mit unerwarteten Schäden :rock: ; hier jetzt nur die Frage, ob Ihr denkt, dass wir nach Check des weiteren Rahmens und Reparatur guten Gewissens mit deisem Wagen in die große weite Welt fahren können oder was Ihr sonst so vorschlagt..
- nur zur Info: es ist beim Steyr680 so, dass der Hauptrahmen sehr steif ist und es zB zwischen Fahrerhaus und Koffer kaum eine Verschränkung selbst bei wilden Positionierungen des Wagens gibt (da stehen dann eher ein oder zwei Reifen in der Luft). Bei uns gibt es hinten auch keinen Zwischenrahmen, sondern direkt überm Hauptrahmen den Kofferrahmen, der allerdings nicht ganz unrobust ist (Stahlgerüst Funkkoffer) -

Vllt gibt es ja irgendwelche Methoden, um weitere Schäden mehr oder weniger ausfindig machen zu können ..? Stichwort Rissprüfmittel (bei lackiertem und mehr oder weniger eingesautem Rahmen), oder ultraschall odre sonstwas..?


Dateianhang:
Dateikommentar: Riss am Hauptrahmen hinter Tankkonsole
image.jpg
image.jpg [ 157.22 KiB | 3905-mal betrachtet ]


Dateianhang:
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Dateianhang:
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LG volker


Zuletzt geändert von Lowen am 2017-11-19 20:28:37, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 2017-10-21 13:37:14 
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hallo Volker,
zeigen die beiden Bilder ein und denselben Riß?
Auf dem ersten Bild sieht es so aus, als obschon eine Reparaturschweißung erfolgt ist.
Diese Schweißung macht keinen fachgerechten Eindruck, der Riß wird in Kürze wieder entstehen.

Zur Reparatur von Rissen in LKW-Rahmen geben die Aufbaurichtlinien ALR (gleich welchen Herstellers) entscheidende Informationen, wie so eine Reparatur durchzuführen ist.

Zur Entstehung der Risse:

Meiner Meinung nach liegt in der geringen Flexibilität der Rahmenverwindung eine Hauptursache für die Rißbildung.
Diese bocksteife Verbindung von Koffer auf dem LKW-Rahmen, wobei in der Verwindung sogar Räder in die Luft abheben, erzeugt derartige Spannungsspitzten, die schließlich die Rissbildung auslösen.
Ich glaube nicht, dass da vorher irgendetwas außergewöhnliches (Unfall oder ähnliches) passiert ist.

Der auf dem ersten Foto ersichtliche Riß begann m.E. an der Bohrung. Bohrungen in LKW-Rahmen müssen laut ARL gerieben werden, um die Rißbildung zu vermeiden. Das war an dieser Bohrung offensichtlich nicht der Fall.

Wie kann es weiter gehen?
Den Aufbau abnehmen damit die Risse von allen Seiten Zugänglich werden und sachgerecht ausgeschliffen und dann geschweißt werden können.
Dazu brauchts aber einen Schweißprofi, der auch solche hochfesten Feinkornstähle schweißen kann incl. Vorwärmen und langsames Abkühlen der Schweißstellen.
Alle Bohrungen im LKW-Rahmen mittels verstellbarer Reibahle nachreiben oder bei größeren Bohrungen mittels Fächerschleifkörper in Umfangsrichtung nachschleifen, so dass eine feine Oberfläche in der Bohrung entsteht.
Dann das Wichtigste:
Der Koffer-Aufbau muß flexibel auf dem LKW-Rahmen befestigt werden.
Hier eignet sich m.E. am besten eine sog. Federlagerung. Wahrscheinlich ist dazu ein separater Hilfsrahmen nötig. Das müßte man sich im Detail mal ansehen.

Fazit:
Für eine mehrjährige Weltreise braucht das Fahrzeug jetzt einiges an fachgerechter Arbeit. Sonst kommt ihr damit nicht weit.

mfg
Sico


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 15:39:59 
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Moin,

sag mal arbeitet euer Fahrwerk vernünftig?
Sind alle Federlaschen usw. gängig? Wenn da was fest ist gehts auf jeden Fall auf den Rahmen.

Die Reperatur würde ich bei einem Fachbetrieb machen lassen der geübt ist Rahmen zu verlängern usw. Falkenried z.B.

Zwar bekommt man den Rahmen sicher auch mit einfacheren Mitteln hin, aber die Garantie, dass das bis in die Mongolei und zurück hält bekommst du wohl am ehesten von jemandem der schon öfter mal nen LKW in der Mitte durchgeschnitten und wieder zusammengeschweißt hat.

Viele Grüße

Freddy


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 17:18:05 
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Was kostet ein Steyr 680 aktuell?

Pirx

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"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 18:24:39 
Kampfschrauber
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Hallo

Den Rahmen wieder zu reparieren dürfte teurer werden als ein Schlachtfahrzeug, wo der Rahmen o.k. ist.
Als Nebenefekt hat man die ein oder anderen Ersatzteile, auch nicht zzu verachten bei einer langen Reise.
Würde sowieso eine Einspritzpumpe, Düsen, Anlasser etc mitnehmen.

Ist ja auch nicht ein Fahrzeug, wo es an jeder Ecke einen Händler gibt, der einem weiterhilft!

Gruß aus Spanien


Reisender


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 21:28:39 
Schrauber
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tja danke jungs. :lovehead:

Rahmen tauschen is ja wohl so ungefähr das Aufwendigste was man sich vorstellen kann oder?
Alleine Fahrerkapsel runter.. uff :frust:

Freddy, ich weiß nicht genau. Ich kann halt nicht sagen wodran ich sowas festmachen würde ob's Fahrwerk rund läuft. Beim Anfahren hoppelt er halt immer etwas unangenhem wenn man ihn zu schnell kommen lässt - wird aber nach Aussage von Kollegen "normales Verhalten" sein und die Kraftübertragung auf Kardanwelle - sollte man halt nicht machen.
N Tipp für's Fahrwerk testen? Du bist ja auch schonmal gefahren. Kupplung war grad offen, ich frag nochmal wie genau die sich da was angeschaut haben.

Wenn wir nicht schon so wahnsinnig viel gemacht hätten an der ganzen Technik , wäre ein neues Grundfahrzeug und dann unser Koffer rauf wohl fast das sinnvollste. Aber da fängt man wieder von vorne an, weil man halt nie weiß was alles überholungsbedürftig is. Inzwischen wurde fast jedes TEil bei uns auf den Kopf gestellt, weils irgendwo defekt war oder hakte. Ehrlich! Sogar Fahrerhaus ist n anderes drauf.. ungern nochmal..


Nochnmal generell gefragt an Euch: würdet Ihr den Rahmen tauschen bzw Fachbetrieb, weil es halt schwierig ist den Rahmen fachgerecht und stabil zu schweißen, oder weil Ihr befürchten würdet, dass es übermorgen (oder in Kasachstan) an anderer Stelle reißt?



:spiel:


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 21:39:27 
LKW-Fotografierer

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Hallo
Ich kenne sehr viele CH-680 er und hatte selbst einige reisen damit durch Algerien gemacht aber von einem riss in einem rahmen höre resp. lese ich heute das erste mal.
Freunde von uns sind mehrmals mit einem funker von der Schweiz in Orient gefahren ohne irgend etwas an der werks-ausführung veraendert haben müssen. Aber der gedanke über die federlaschen könnte ein guter vorschlag sein welche ich auch empfehlen würde, da diese fahrzeuge hinten auch keine stossdämpfer haben. Ich kann mir echt nicht vorstellen warum ist diese sache passiert
Der koffer ist übrigens in weniger als einer stunde weg, sind nur wenige grosse schrauben und ein elek.stecker.
Ich habe irgendwie den eindruck das der Steyr nicht so richtig sich integrieren will bei Euch beiden, resp.es scheint mir sogar als stelle er sich richtig quer. Liebt Ihr ihn zu wenig? ist ja unglaublich viewiel ärger Ihr habt mit dem eigentlich sehr robusten und zuverlaessigen fahrzeug.
Gruss
John


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 21:42:13 
Kampfschrauber
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Beiträge: 546
Wohnort: Belgien
Mehrere Risse ? Wieviel ?
Normalerweise entsorgt man jetzt das alte Fahrzeug... sorry.
Eine Reparatur hat Sico gut umschrieben aber ob's lohnt kannst du alleine entscheiden.
So teuer sind die 680 nicht.... gibt's da nichts neueres wo dein Aufbau drauf passt ?
Rahmen alleine tauschen ist gut als Hobby projekt, wird schnell ein grosser Arbeit und das geht dan wieder nicht zusammen mit Reisen.
Gruesse Campo


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 21:47:19 
infiziert
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Registriert: 2016-09-21 13:34:38
Beiträge: 49
mal meine Einschätzung als SFM. Ein Riss kommt selten alleine. Lass den Rahmen prüfen. Ultraschall wäre ne Möglichkeit. Eine günstigere Möglichkeit, aber mit viel Arbeit verbunden, wäre eine Eindringprüfung. Dabei werden aber nur Risse erkannt, die es schon an die Oberfläche geschafft haben. Der Rahmen muß halt blank sein. Das Verfahren wird normalerweise zur Überprüfung von Schweißnähten angewand. Sollte aber hier auch funktionieren. Die erforderlichen Sprays sollten ohne Probleme beschaffbar sein.
Danach sieht man was Sache ist und ob eine Schweißung überhaupt Sinnvoll ist.
Viel Glück

_________________
Stau ist Scheixxe, aber ganz vorne geht's


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 21:52:50 
LKW-Fotografierer

Registriert: 2013-10-02 9:12:52
Beiträge: 132
nachtrag: ich würde mich weniger sorgen machen übers reparieren als weil ich nicht weiss warum ist er gebrochen. Ist ja ein absolut unvorstellbare sache für ein solches fahrzeug. Bei uns in der Armee wurden diese funker nur "umparkiert", praktisch nie richtig auf einer strasse gefahren, schon gar nicht im gelaende. Diese fahrzeuge dienten zur ausbildung der funker, aber eben IM fahrzeug und nicht fahrend sondern stehend. (stehend war das fahrzeug gemeint, der funker sass drinn)
John


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 22:04:12 
Schrauber
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doch John wir lieben unseren Hüsli sehr..
wg Federlaschen frage ich ncohmal noch. Versteh ich auch nix von.
Sehr interessannte Information mit deinen Armee-Erfahrungen. War das CH, gell? Dann verstehe ich das auch noch weniger mit den Rissen.
..Ich habe jetzt schon die Idee "Materialfehler im Stahl" gehört. Allerdings komisch, an genau diesen Belastungspunkten, dann muss da schon der ganze Rahmen scheiss stahl sein und ein SChlagloch oder "Ruck" ihn dann zerschossen haben, wirklich mysteriös.. Der Riss sieht ja auf jeden Fall nicht superneu aus, aber ich habe es auch erst auf dem Foto gesehen bis jetzt...

campo wäre schön wenn wir's wirklich wüssten. derzeit wohl der auf dem Foto hinterm Tank, und bei den Federbolzen vorn/hinten.
680er wollen wir definitiv weiterhin fahren.

danke westallgäuer,
ja das sehen wir auch so: selbst wenn wir jetzt "fachmännisch flicken", ist ja nicht sicher dass sich nicht woanders schon was gebildet hat. Rahmen blank ist natürlich auch nciht möglich ohne auseinanderuzbauen. Insofern würde ich in der Tat gerne eine Empfehlung haben, ob eine Firma für nicht horrende Summen die Rahmenträger ultraschallen kann.. Tipps für Norddeutschland?

Ansosnten:
Hat jmd einen 680er zu verkaufen, der bereits überprüfte/überholte Technik hat? :ninja:
Bei unserem Hüsli wurden bereits Motor, ESP, Kompressor, Dieselfilter, Ölfilter, Druckregler, Druckluftkessel, Dichtigkeit Bremsdrucksystem u. Schaltfinger, BRemsen & Bremsleitungen, Räder gehohnt, Kühler, Tank, Anlasser, LiMa, Fahrerhaus, VTG, Lichter sowie fast alle Leitungen und Schläuche inspiziert, repariert oder getauscht. :cold: :cold:


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 22:37:36 
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Hallo,

ich schreibe es ja ungern, aber ich fürchte der Rahmen hat seine kalkulierte Lebensdauer erreicht.

Lebensdauer nicht in Form von Jahren, sondern in Form von Wechselbiegungsbeanspruchung.

Das ist wie bei Druckbehältern.
Irgendwann sind sie hin, auch wenn sie außen noch völlig intakt aussehen.

Der Riss kann ja eine Ausnahme sein.
Nur, um das beurteilen zu können, muß folgendes passieren:
- Abrüsten des Rahmens auf Null.
- Entlacken des Rahmens.
- FE Prüfung.
Das ist also ähnlich aufwendig, wie beim Flugzeug.

Ich denke, daß der Rahmen nicht aus Feinkornstahl, sondern aus S355 besteht.
S355 kann man reparieren.
Wenn man vom Fach ist, muß man nicht einmal die Aufbaurichtlinien der Hersteller beachten.
Aber dazu muß der Rahmen eben 'nackig' sein.


...

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BeitragVerfasst: 2017-10-21 22:52:05 
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Hallo.

Lowen hat geschrieben:

Insofern würde ich in der Tat gerne eine Empfehlung haben,
ob eine Firma für nicht horrende Summen die Rahmenträger ultraschallen kann..



Das können wir hier machen, aber dazu muss der Lack komplett runter,
und alle Schrauben müssen weggebaut sein.


...

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BeitragVerfasst: 2017-10-21 22:54:06 
Schrauber
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Ingenieur hat geschrieben:
Hallo,

ich schreibe es ja ungern, aber ich fürchte der Rahmen hat seine kalkulierte Lebensdauer erreicht.

Lebensdauer nicht in Form von Jahren, sondern in Form von Wechselbiegungsbeanspruchung.

Das ist wie bei Druckbehältern.
Irgendwann sind sie hin, auch wenn sie außen noch völlig intakt aussehen.

Der Riss kann ja eine Ausnahme sein.


...


ok..
wieso gibt es denn bisher fast keinen bekannten Fall von sowas beim Steyr680? mit 20.000km muss der ja ne Woche aufm Rüttelbrett gestanden haben damit sowas passiert, oder irre ich mich da? Oder vielleicht doch diese Federlaschen- oder KArdanwellengeschichte :(

..würdest Du sagen, dass sich so eine Überbeanspruchung dann an einer oder mehreren konkreten Stellen (wie bei mir sichtbar) manifestiert, oder generell der ganze Rahmen betroffen ist und eigentlich nix mehr im Wagen zu suchen hat?


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:01:41 
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Hallo,

das ist wie im echten Leben, dort wo die größte Last bei minimaler Materialstärke ist,
geht es zu Bruch.

Sicherlich gibt es verdächtige Stellen, die man prüfen könnte,
aber einen Gesamteindruck bekommt man nur, wenn man den ganzen Rahmen prüft.

Vielleicht gibt es ja beim KBA Erkenntnisse.
Wenn es dort mehrfach in den Akten steht, könnte natürlich auch die Betriebserlaubnis entzogen werden.

Es gab mal IVECO-Daylis, die reihenweise durchgebrochen sind.
In der nächsten Serie war der Rahmen dann dicker.


...

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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:14:30 
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Hi
Du schreibst der Rahmen eures Steyr wäre sehr steif - ???

Ich habe in Saverne mal den Steyr 680 von Boris gesehen und auch fotografiert.
Da hatte das Fahrzeug aber keinen Koffer drauf (war in der Aufbauphase).
Ich konnte es fast nicht glauben wie stark der Rahmen arbeitete und verwinschte :eek:

Wenn du schreibst euer Fahrzeug ist steif - dann ist wohl der Koffer / Hilfsrahmen (falls vorhanden) "stärker" als der Fahrzeugrahmen.
Bekanntlich gibt ja das schwächste Glied in der Kette zuerst auf... :dry:

Greets
natte

_________________
Dead Baron:
jazzy, funky, improvisiertes Zeugs und songs von hancock, bolin, metheny, cobham, miller, beck, brand x, soft machine...
am 16.12.2017 im Winzerkeller in Boppard

Eat a Peach: Allman Brothers - Gov't Mule - Blues-Rock
am 26.05.2018 im Beatles Museum "Yellow Submarine" in Bad Ems


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:22:46 
Schrauber
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franz_appa hat geschrieben:
Hi

Ich habe in Saverne mal den Steyr 680 von Boris gesehen und auch fotografiert.
Da hatte das Fahrzeug aber keinen Koffer drauf (war in der Aufbauphase).
Ich konnte es fast nicht glauben wie stark der Rahmen arbeitete und verwinschte :eek:

Wenn du schreibst euer Fahrzeug ist steif - dann ist wohl der Koffer / Hilfsrahmen (falls vorhanden) "stärker" als der Fahrzeugrahmen.
Bekanntlich gibt ja das schwächste Glied in der Kette zuerst auf... :dry:

Greets
natte

Moin,
das ist interessant! Habe ich grad überlegt wo wirklich die Steifigkeit herkommt.
Ok dann hoffe ich dass der Koffer stabil genug und - woher auch immer die zerreissenden Kräfte kamen- noch heil ist!! Da wollen wir nämlich einziehen. :wub:

Was mir grad noch einfällt, die Schraubbolzen der Kofferverschraubung mit dem Rahmen waren bei der letzten Inspektion locker. Vielleicht hat sich da tatsächlich was aufgeschaukelt und der Rahmen hat versucht, sich unterm Koffer "unterdurchzuwinden" :eek:
Frage ist, wieso..


Zuletzt geändert von Lowen am 2017-10-21 23:26:48, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:26:12 
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Hi
Wie ist denn der Koffer überhaupt befestigt?
Stichwort Federn, Schrauben, Laschen...

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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:27:56 
Schrauber
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natte, hast Du da noch Fotos? Mich würde interessieren, wo der Rahmen seine steifen Punkte hat. zB, geht die Verwindung schon vorne unterm Fahrerhaus los?


mit glaube 6 SChrauben durch so ne U-förmigen Eisen durch..siehe foto (an nem abgebauten Koffer)
Dateianhang:
image.jpg
image.jpg [ 641.29 KiB | 3479-mal betrachtet ]

Direkt unter dem Kofferträger liegt dann unter dem ca 1-2cm starken Stahlband der u-förmige Hauptrahmen. Der hat dann auch so ne umgekehrten U-Formen, und die Schraube geht dann nachher dadurch und wird von unten mit Mutter fixiert


achso, Ingenieur, zu den Iveco-Rahmen: der Steyr RAhmen ist wirklich riesig für diese LKW-Dimensionen. Unterdimensioniert ist er glaube ich wirklihc nicht. Heisst aber natürlich nicht, dass es nciht Kräfte gibt, die ihn zerstören können :totlach:


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:42:27 
LKW-Fotografierer

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@Löwen
ja ,CH-armee. Die funkeraufbauten wurden hier im Tessin bei dem karrosserie-werk Rizzi in Giubiasco hergestellt. Die plakette sollte an deinem auto oberhalb der eingangstür angebracht sein. Mit funkaufbau wurden nur die aller ersten in der CH verfügbaren 680 er ausgerüstet, eben diese mit den "komischen" motoren, (180bar einspritzdruck statt 220,andere kolben,anderer ansaugkrümmer ,ventildeckel hat nur 2 schrauben statt 4) alle anderen fahrzeuge ab chassis nummer 1150 wurden dann mit pritsche als transporter,mit alukasten als werkstattwagen oder mit ladekran ausgerüstet aber immer mit den "normalen" motoren. Die mit funkaufbau wurden wie gesagt nur umparkiert von fahrzeugpark zu fahrzeugpark oder zur testfahrt,aber nie im einsatz um zu "fahren". Insgesamt hat in der CH-armee keiner von diesen fahrzeugen mit funkaufbau mehr als 25000km hinterlegt bis zur ausmusterrung,d.h. in 50 jahren ,1968 bis circa 2010. Fahrerausbildung, gelaende fahrten oder sonstiges wurde immer mit den pritschen-LKW gemacht. Die "senden und empfangen" fahrzeuge waren wie ein büro welches bei bedarf verschoben werden konnte.
Hier in meiner umgebung braucht jemand ein 680 er noch zum arbeiten, sein auf dem chassis montierter kran ist wahrscheinlich viel zu schwer,mit sicherheit aber viel zu breit,und er braucht ihn seit circa 15jahren
um in dem wald bäume zu fällen /abtransportieren,und dies in allerschwierigstem gelaende (gebirge) fährt dementsprechend 365tage im jahr mit 4 montierten schneeketten, fahrzeug ist immer draussen,total verrostet. Würde ich ihm sagen das sein fahrgestell ev. risse bekommem könnte würde er mich mit sicherheit auslachen.
Was ich in Algerien mit meinem "funker" gefahren bin war auch nicht eine "touristentour" , unsere freunde, ebenfals mit einem "funker" in Asien sicher auch nicht, aber risse im rahmen????
Gruss
John


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BeitragVerfasst: 2017-10-21 23:46:21 
Schrauber
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JoSuPa hat geschrieben:
.., aber risse im rahmen????


ja. schade dass nicht 1.April ist

Ehrlich gesagt will ich diesen jetzigen Rahmen gar nicht mehr behalten, sondern den rahmen von deinem Bekanntem ausm Wald ;)


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BeitragVerfasst: 2017-10-22 0:14:54 
Schrauber
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nochmal zum "steif" und Koffer:
Der Koffer sorgt bestimmt dafür, dass der Rahmen sich kaum verwinden kann (wenn man die "Zeugenaussagen" von natte mit dem sich verwundenen Rahmen (ohne Koffer) einbezieht).
Wieviel der Funkkoffer da aushält würde mich dann aber schon interessieren. Denn wenn der Rahmen sonst verwindet, schluckt ja all diese Kraft die Kofferkonstruktion - wieviel kann die wirklich ab!? Wünsche nach Federlagerung steigen gerade ;)

Andererseits: Dass der Rahmen das schwächste Gleid (von den beiden) ist, kann ich eigentlich kaum glauben. Hast Du mal die Dimensionierung des Rahmens gesehen? Sind es vllt auch andere Kräfte, die zu den Rissen geführt haben (nicht Verwindung)?


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BeitragVerfasst: 2017-10-22 0:45:18 
Selbstlenker

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Hallo Volker,

den Rahmen Deines Steyrs kenne ich nicht genau. Ich sehe es aber auch wie Sico. Wenn es so ist, dass der Riss von dem Loch ausgeht, könnte ich mir auch vorstellen, dass es an dieser Stelle eine große Torsionsbelastung für den Rahmen gab. Für mich sieht es auf dem Foto so aus, als wenn das Loch etwa in der Mitte des Rahmes liegt. Für eine Biegebelastung wäre das dann die neutrale Faser. Torsionsspannungen können hier aber groß werden. Ich würde den Rahmen nicht gleich wegwerfen. Überprüft den Rahmen erst auf weitere Risse (insbesondere Zwischen den Achsen). Wenn das soweit unauffällig ist, würde ich auch die Löcher kontrollieren / nacharbeiten und den Koffer mittels eines geeigneten Hilfsrahmens mit dem Fahrgestell verbinden.

Gruß Horst


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BeitragVerfasst: 2017-10-22 1:09:33 
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Beiträge: 3497
Wohnort: Bei Hannover
Hallo,

Der Bonner hat geschrieben:
... Wenn es so ist, dass der Riss von dem Loch ausgeht, könnte ich mir auch vorstellen,
dass es an dieser Stelle eine große Torsionsbelastung für den Rahmen gab.



Das wissen wir nicht.

Es kann genau so gut sein, daß eine Kerbe im Untergurt die Quelle vom Riss war,
und rein zufällig der Riss im Loch endete.
Das Loch hat dann den Totalausfall verhindert.
Stichwort: Abbohren.

Ohne FE-Prüfung kann man nichts zur Restlebensdauer vom Rahmen sagen.

Kein Gutachter wird hier einen Persilschein ausstellen.


...

_________________
Offizielles Mitglied der Jupiterhilfe e.V.i.G & VEFK bis 110 kV


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BeitragVerfasst: 2017-10-22 1:20:05 
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Beiträge: 1636
Wohnort: Eichsfeld
Hallo Volker,

Du hattest weiter oben gefragt wo die Rahmenverwindung anfängt:
Der Rahmen verwindet über die gesamte Länge!
Wenn ich richtig verstanden habe, dann sitzt dieser Riss auf Höhe des Tanks, also in etwa auf Höhe des vorderen Kofferendes?
Und die anderen Risse sind im Bereich der Federaufnahmen?
Das sind m.E. genau die Stellen, wo bei einem zu steifen Kofferaufbau die Lastspitzen im Rahmen sind.
Einerseits eben da, wo die Achsen die Kräfte einleiten, und andererseits da, wo der Kofferaufbau die Verwindung verhindert, wärend die Achsen dran zerren.

Was die Zukunft Deines Rahmens betrifft... Ich bin kein Schweißprofi! WENN ein Schweißprofi sagt ist S355, kann man reparieren, und Du hast keine Halle und nicht unendlich Zeit, dann würde ich ihn reparieren lassen. WENN er unterwegs wieder reißt, gute Schweißer gibt es überall, und sie sind überall fast gleich gut/schwer zu finden. Geht.
Du hast ne Halle? Du hast Zeit? Dann tausch ihn. Du hast nen fitten Rahmen. Du kennst Dein Auto noch besser. Du kannst sicher einiges überholen oder sogar anpassen/verbessern dabei. Wie z.B. die Lagerung. Du hast, wie oben schon erwähnt, bei ´nem Schlachtauto ´ne Menge Ersatzteile. Du hast viiiieeel Arbeit.

Ich habe aus meinem Koffer eine Pritsche gebaut. 1. war IN meinem Koffer einiges kaputt nach nicht mal 20tkm! (Nieten abgerissen usw). 2. Ist es erstaunlich wie der Laster jetzt die Pritsche verwindet, schon wenn ich über nen Bordstein fahre. Ist zwar n 90-16, aber mal so als Hinweis. Ich habe noch keine Federlagerung oder ähnliches...

Gruß Sven

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BeitragVerfasst: 2017-10-22 1:26:39 
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Hallo,

es kann noch gaaaaaanz anders gewesen sein.

Dazu müsste man wissen, ob es ein korrespondierendes Loch in dem anderen Längsträger gibt.
Wenn nein, dann könnte die Historie wie folgt gewesen sein:

Der Rahmenlängsträger bekommt einen Riss.
(Stichwort: Kerbe im Untergurt)
Der Militärmufti in der Schweiz erkennt das.
Das Auto geht zur Instandsetzung.
Dort bohrt man das ca. 20mm große Loch.
Stichwort: Abbohren des Risses.
So ist erst einmal das völlige Versagen des Längsträgers abgewendet.
Nach Abschätzung des Reparaturaufwandes wird das Auto ausgesondert.
Der Zivilist kauft das Auto, und fährt seelenruhig damit herum.
Jetzt fällt der Riss auf.

Daher die Frage:
Warum und wofür ist dieses ungewöhnlich große Loch mitten auf dem Steg vom Längsträger ?


...

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BeitragVerfasst: 2017-10-22 3:12:37 
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Hallo,

Lowen hat geschrieben:

Den Rahmen schweißt er mit Platten, ...



Das hört sich an, wie 'Flicken aufsetzen'.

Für dynamisch beanspruchte Bauteile ist das keine gute Idee.

Es bildet sich an der Wurzel eine Kerbe.
Von dort aus können sich neue Risse entwickeln.

Fachgerecht geht anders.


...

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BeitragVerfasst: 2017-10-22 3:31:28 
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... sehe ich das richtig, dass der Koffer an 6 Stellen vollkommen starr mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist? ... das sollte dringend geändert werden ...

... was habt ihr mit dem Fahrzeug vor? ...

... als semimobile Wohnung in Deutschland, also meist stehend und alle paa Wochen mal auf ein Zreffen mag das lange gut gehen ...

... auf schlechten Strassen oder Pisten, wie sie in Russland und der Mongolei tagtäglich vorkommen, brauchs eine gue Verwindungsfähigeit ...

Gruss Ulf

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Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

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BeitragVerfasst: 2017-10-22 9:22:56 
Überholer
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Wohnort: 5020 Salzburg
Servus Volker,
unglaublich was Ihr alles mit Eurem 680er erlebt, wenn ich nicht immer wieder die große Bastelwut hätte und etwas umbauen würde, müsste ich fast nichts an meinem 680er schrauben.
Deine Aussage zur Verwindungssteifigkeit wurde ja schon entsprechend richtig gestellt, ich habe eine Federlagerung und zwischen Aufbau und Fahrerhaus tut sich da schon einiges.
Denke nicht, dass das Loch im Rahmen zum Stoppen eines Risses gebohrt wurde, auch mein Rahmen hat unzählige Löcher.
Die Reparaturlösung von Sico hat Hand und Fuß, bin aber auch bei den anderen, dass bei mehreren Rissen ein neuer Rahmen besser wäre.
Gleichgültig welche Lösung Ihr wählt, würde ich für Eure geplante Reise eine Federlagerung einbauen um dem Hauptrahmen die Verwindungsmöglichkeit zugeben die er benötigt.

LG Stefan


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BeitragVerfasst: 2017-10-22 10:20:35 
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Beiträge: 2483
Wohnort: 84556 kastl
Lowen hat geschrieben:
nochmal zum "steif" und Koffer:
Der Koffer sorgt bestimmt dafür, dass der Rahmen sich kaum verwinden kann (wenn man die "Zeugenaussagen" von natte mit dem sich verwundenen Rahmen (ohne Koffer) einbezieht).
Wieviel der Funkkoffer da aushält würde mich dann aber schon interessieren. Denn wenn der Rahmen sonst verwindet, schluckt ja all diese Kraft die Kofferkonstruktion - wieviel kann die wirklich ab!? Wünsche nach Federlagerung steigen gerade ;)

Andererseits: Dass der Rahmen das schwächste Gleid (von den beiden) ist, kann ich eigentlich kaum glauben. Hast Du mal die Dimensionierung des Rahmens gesehen? Sind es vllt auch andere Kräfte, die zu den Rissen geführt haben (nicht Verwindung)?



Hallo Löwen,
Zur Entstehung der Risse:
Auf deinem Bild 3 ist die gefährliche Belastungssituation deutlich zu sehen.
Das Fahrzeug steht quasi auf 2 diagonal genüberliegenden Rädern. Das bedeutet zum einen doppelte Radlast und doppelte Kräfte an den Krafteinleitungspunkten ( Federböcke) in den Rahmen.
Dann erzeugt diese Belastung ein Torsionsmoment, welches wegen der starren Verbindung Rahmen zum Koffer direkt in den Koffer eingeleitet wird. Der Koffer selbst ist ein sehr torsionssteifes Gebilde. Das wiederum erzeugt auch an den Befestigungspunkten Koffer zu LKW-Rahmen enorme Kräfte. Damit ist auch erklärt, warum diese Schrauben alle locker oder gar plastisch gedehnt waren.

Je öfter das Fahrzeug also Belastungen ähnlich Bild 3 ausgesetzt wird, umso eher bilden sich die Risse. Wenn das Schweizer Militär in 20 Jahren 20 Tkm nur auf ebener Fahrbahn gefahren ist, dann ist die Gefahr auf Risse nahezu null.
Die Konstrukteure haben hier massive Fehler gemacht. Entweder wußten sie es nicht besser, oder die Verbindung Koffer zu LKW wurde der Einfachheit und der Kosten wegen halt so simpel gestaltet.
Der LKW stammt konstruktionstechnisch aus einer Zeit, wo die Konstrukteure ihre Bauteile noch selbst und "per Hand", vielleicht schon mit Hilfe eines Taschenrechners, berechnet haben. Finite Element-Rechnung (Ansys) gab es damals noch nicht.
Auch zur Belastbarkeit des Koffers auf Torsion gibt es keine Daten. Da müßte man so einen Koffer mal auf einer Hydropulsanlage einspannen und einige Lastkollektive durchfahren bis die ersten Risse kommen oder die Nieten fliegen.
Auch Werkstofffehler am LKW-Rahmen würde ich ausschließen. M.E. ist der Werkstoff in Ordnung.

Wie von einigen Vorrednern und auch mir schon erwähnt, ist die fehlende Flexibilität der Verbindung Koffer zu LKW-Rahmen der entscheidende Punkt.
Ob der Rahmen nun repariert wird oder gegen einen gebrauchten Rahmen getauscht wird, in jedem Fall muß die Verbindung geändert werden, sonst bilden sich die Risse am Rahmen ganz schnell wieder.
Ich würde den Rahmen mal einer gründlichen Sichtprüfung unterziehen und an den Krafteileitungsstellen mittels Farbeindringverfahren nach Rissen suchen. Das geht relativ schnell und dann hat man einen Überblick, wie schlimm es um den Rahmen steht.

mfg
Sico


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